Mittwoch, 6. Mai 2015

Musitipps Mai 2015

Tombo – Raggamuffin Brass Orchestra

 

Raggamuffin

 

Vor wenigen Monaten haben wir euch bereits Tombos EP „Raggamuffin Sounds In Der Diskostadt“ ans Herz gelegt. Am 27. März 2015 folgte dann auch schon die Veröffentlichung vom neuen Album „Raggamuffin Brass Orchestra“ auf dem Eigenlabel Huette Records. Dieses Mal hat der gebürtige Wiener alles anders gemacht. Anstatt von synthetischen Beats und elektrischen Sounds lässt sich Tombo von Posaunen, Trompeten, einer Tuba und Percussions – kurz einer ausgewachsenen New-Orleans-Brass-Band begleiten. Dancehall und Reggae im New Orleans Jazz Gewand. Eine großartige wenn auch gewagte Idee, die im Fall dieses Albums bestens funktioniert, da sich die mitwirkenden Musiker auf musikalisch hohem Niveau bewegen. Das Album lässt den ultimativen Dancehall-Wums vermissen. Dafür kommt man in den Genuss vom Sound echter Instrumente. Darüber singt Tombo mit seiner leicht kratzigen Stimme in alter Raggamaffin-Manier und beweist, dass er sich auch auf stilistisch neuem Terrain souverän bewegen kann.

 

www.tombosound.com

Foto:Rootdown Promotions

 

 

 

Torres – Sprinter

 

Torres

 

Die Sängerin/Songwriterin Mackenzie Scott nahm für ihre bevorstehende Musikkarriere den Namen ihres verstorbenen Großvaters „Torres“ an. Die 23-Jährige bezeichnet ihr neues Album als „Space Cowboy-Record“. „Sprinter“ ist ihre zweite Platte, die am 15. Mai 2015 bei Partisan Records erscheint. Torres nennt als ihre Heldinnen PJ Harvey und Cat Power. Zudem sollen Funkadelic und Nirvana sowie Ray Bradbury und Joan Didion „Sprinter“ beeinflusst haben. Ihre Jugend merkt man ihr auf dem Album nicht an. Ihre Stimme klingt rau und gleichzeitig  einfühlsam. Ihre Texte spiegeln die Erfahrung von Trauer, Verlust, aber auch Selbstreflexion und Kraft wieder. Für die Aufnahmen verließ sie ihre Heimat Nashville, um im englischen Bristol im Studio von Adrial Utley zusammen mit PJ Harveys Bandmitgliedern Robert Ellis und Ian Olliver die Songs einzuspielen. So entstand ein melancholisches, gefühlvolles und ebenso reifes Indie-Alternative Album, welches einem ins Herz fließt.

 

www.partisanrecords.com

Foto: ballyhoo media

 

 

The Mighty Macambos – Showdown

 

TheMightyMocambos

 

The Mighty Macambos haben sich bereits vor Jahren dem Deep Funk verschrieben und sind, seit der Gründung ihres Labels sowie ihrem eigenen Aufnahmestudio, Produzenten nicht nur ihrer eigenen Platten sondern auch der von aufstrebenden Künstlern des Genres. Dabei hörten sie nicht auf auch mit anderen Labels zu arbeiten. So wurde das neue Album „Showdown“ am 27. März 2015 über Légére Recordings veröffentlicht.

Die Scheibe überzeugt nicht nur durch die musikalische Leistung der Mighty Macambos. Auch die Liste kollaborierender Künstler und Künstlerinnen kann sich sehen lassen. Allen voran Hip Hop Vorreiter Afrika Bambaataa, die Ikone der deutschen Filmmusik Peter Thomas Rapper Charlie Funk aka Afrika Islam. Weitere erwähnenswerte Namen sind Nichola Richards, Shawn Lee sowie Zulu Nation MCs Deejay Snoop und DJ Hektek. Das Ergebnis sind elf gefühlvolle und gleichzeitig energiegeladene Tracks, die jedem Interpreten viel Raum zur eigenen Entfaltung lassen.

 

www.mightymocambos.com/

Foto: Passionate PR

 

 

 

K-X-P – III (Part1)

 

K-X-P

 

Sachte, fast unheimlich beginnt das Album, um sich dann langsam in den Bässen zu steigern um dann in leicht düster-melancholischen, aber dennoch kraftvollen Klängen dahinzugleiten. Krautrock, Rave und Jazz. Was erst einmal unvereinbar klingt wird von K-X-P zusammengeworfen und zu einem mystischen Klangerlebnis verschmolzen.

K-X-P (die Buchstaben K und P sind an den Nachnamen von Gitarrist Timo Kaukolampi und Sänger Toumo Prranen entnommen) kommen aus Helsinki und haben sich bereits durch ihr Projekt Op:l Bastards mit ihrem Electro und New Wave Sound einen Namen gemacht. Der Umstand, dass Kaukolampi auch als Schamane tätig ist, mag der Grund für die weltentrückten Klänge sein. Wie bereits Op:l sorgen auch K-X-P vor allem durch ihre Live-Auftritte für Aufsehen. „III (Part1)“ ist wie der Name bereits verrät das Dritte Werk in Albumform, dessen zweiter Teil Endes des Jahres folgen soll. Die Platte ist am 01. Mai 2015 auf dem Band eigenen Label Öm erschienen.

 

Facebook: kpx.official

Foto: Community Promotion

 

 

 

Waduh! –  Sueño

 

Waduh!

 

Der Ausruf Waduh! kommt aus dem Indonesischen und kann als Ausdruck verschiedener Emotionen gebraucht werden. Auch wenn die Grundidee der Band bereits seit 2006 existiert, ist „Sueño“ das Erstlingswerk der bunten Truppe, die ihre Texte auf Deutsch, Spanisch und Bahasa Indonesia verfasst. Das Album ist am 20. März bei Waduh! erschienen und verbindet die unterschiedlichen musikalischen Einflüsse, die sich die acht Bandmitglieder an Orten wie Cape Town, Madrid, New York, Caracas, Buenos Aires, Nagoya oder Rio de Janeiro, aneigneten.

„Sueño“ vereint Hip-Hop, Jazz, Funk, Soul, Reggae, Ska mit lateinamerikanischen Rhythmen. Thematisch geht es um interkulturelle Kontakte, urbane Enge sowie die Phänomene und sich wandelnden Identitäten in einer mehr und mehr zusammenrückenden Welt. Die internationale und vielfältige Band hat in Köln ihre Basis und trat bereits auf zahlreichen Festivals auf. Sie verkörpert Welt-Music im wahrsten Sinne des Wortes.

 

www.wadhu.org

Foto: Soulfire Artists

 

 

 

Skip&Die – Cosmic Serpents

 

SkipundDie

 

Die in Südafrika geborene Sängerin und Künstlerin Catarina Aimée Dahms aka Cata Pirata ist die Stimme von Skip&Die. Zusammen mit Produzent Jori Collignon sowie den Musikern Gino Bombrini und Daniel Rose bildet sie ein wandelbares Klangkollektiv, welches es sich zum Ziel gemacht zu haben scheint, in sämtliche Bereiche der globalen Musikwelt einzutauchen. Auf „Cosmic Serpents“ verschmilzt die pantropische Future Bass Band akustische Instrumente mit Field Recordings und futuristischen Synthesizer Sounds.

Das Album kam am 27. März 2015 über Crammed Discs in die Läden. Musikalisch ist es eine Mischung aus Digital Cumbia, kreolischer Maloya, Rasterinha, Electro-Chaabi sowie Dub und psychedelischem Rock. Die Scheibe ist unverkennbar geprägt von südamerikanischen Sounds, enthält aber auch jede Menge Klänge, die sich nun wirklich nicht zuordnen lassen. „Cosmic Serpents“ ist ein ungewöhnliches Hörerlebnis für das man zweifellos bereit sein muss in ungeahnte Sphären einzutauchen.

 

http://skipndie.withank.com/

Foto: Uta Bretsch Communications

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.