Dienstag, 17. März 2015

Schöner Wohnen mit Cannabis

Kiffer-Wohnungen als Marktlücke entdeckt

 

25 Unbekannte unter 600 Watt
Fehlt nur noch die integrierte Growbox

 

 

 

In unserem Sprachgebrauch ist das Wort „Kifferbude“ nicht unbedingt positiv besetzt, doch auch die Umgangssprache passt sich den gesellschaftlichen Entwicklungen an. In Colorado, wo Cannabis zwar legal ist, Konsum und Anbau aber streng reglementiert sind, entwickelt sich der Zusatz „Cannabis freundlich“ auf dem Wohnungsmarkt gerade zum Renner. Denn Anbau oder Konsum können auch im Land der Cannabis-Fachgeschäfte immer noch ein Kündigungsgrund sein oder einfach von vorneherein vom Vermieter nicht gestattet werden. In Colorado Springs hat der Makler Brad Butl den Spieß jetzt einfach rumgedreht und scheint mit der Taktik eine echte Marktlücke getroffen zu haben. In Cannabis freundlichen Wohnungen kann man nach Herzenslust kiffen und sogar sechs legale Pflanzen anbauen, ohne Angst vor nörgelnden Nachbarn oder dem Verlust des Mietvertrags zu haben.

 

„Ich frage, ob die Mieter Gras rauchen, anbauen oder verkaufen“. Er habe eine verstärkte Nachfrage nach Wohnungen festgestellt, in denen man kiffen und growen dürfe. „Ich hatte mehr Anfragen als je zuvor, nachdem ich gerade heraus angegeben hatte, dass der Anbau von Weed toleriert wird,“ so Butl gegenüber dem Lokalsender KRDO.

In ein paar Jahren ist Kifferbude auch bei uns kein Unwort mehr, sondern ein Geschäftsmodell.

3 Antworten auf „Schöner Wohnen mit Cannabis

  1. Littleganja

    Schon komisch das man jemanden anhand von Gerüchen oder Substanzkonsum kündigen kann, ein Urteil bei dem ein Alkoholiker wegen seinen Ausdünstungen oder Alkoholgenuss gekündigt wurde ist mir nicht bekannt.
    Wohnungen in denen man nicht saufen darf sind evtl. Betreutes – Wohnen oder Ex Alki – Heime das war´s.
    Vermutlich gehört der Geruch aus ALK-Schweiß, Kotze und Urin zu unserer Kultur (+USA) und stört keinen.
    Kranke Welt!

  2. Cergannon

    Es liegt einfach daran, dass die Konsumenten immer noch eine Bundesstraftat begehen und der Vermieter mit einem Verweis darauf den Mieter relativ schnell vor die Haustür setzen kann.

  3. Mörnest

    In Deutschland versucht man ja gerade einen Zigaretten Raucher aus seiner Wohnung zu werfen, da könnte ich mir vorstellen das, sollte Cannabis mal legal sein, es bei uns nicht anders zu geht. Entweder wird mit Filter die Luft gereinigt, oder man bekommt ne Kündigung, wenn sich ein Nachbar beschwert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.