Freitag, 17. Oktober 2014

Musitipps Oktober 2014

Ali Campbell – Silhouette

 

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Nach 29 Jahren gemeinsamer Bandgeschichte hatte sich Ali Campbell dazu entschlossen UB40 zu verlassen (Interview). Gemeinsam mit Mickey Virtue nahm er vier Soloalben auf bevor Astro sich den beiden anschloss. „Silhouette“ ist nach langer Pause das erste gemeinsame Album der drei. Beim Hören hat man wahrhaftig das Gefühl, dass UB40 wieder vereint sind. Mit einer Mischung aus Cover-Songs wie „Silhouette“ von The Rays, „Any Time At All“ von den Beatles, „I want you“ von Bob Dylan oder „Sha-La-La“ von den Pioneers sowie neuen Kompositionen wird der berühmte UB40-Sound wieder zum Leben erweckt. Das neue Album von Ali Campbell – the legendary voice of UB40 reunited with Astro & Mickey erscheint am 3. Oktober 2014 bei Cooking Vinyl. Der Erfolg wird den dreien Recht geben und sie hoffentlich auch bald wieder auf Tour in unsere Gefilde schicken. Auch wenn es heute zwei UB40s zu geben scheint, gibt es nur einen UB40-Sound und der ist ganz klar auf diesem Album zu finden.

 

www.ub40.org

Foto: Community Promotion

 

 

 

Myles Sanko – Forever Dreaming

 

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Anfänglich sang und rappte Myles Sanko in verschiedenen Clubs und Bars seiner Heimatstadt Cambridge (England). Später spielte er mit den Improvisations-Soulern Bijoumiyo und der britischen Funk-Band Speedometer. Seine erste EP veröffentliche er im Eigenvertrieb. Für die Komposition der Songs holte er sich die Unterstützung seiner Fans, die zuvor ins Netz gestellte Akustikversionen kommentieren und Verbesserungsvorschläge machen konnten. Ähnlich ist er auch bei der Arbeit an seinem ersten Album „Forever Dreaming“ verfahren. Die Scheibe ist am 12. September 2014 bei Légère Recordings erschienen.

Die Aufnahmen entstanden zusammen mit Sankos achtköpfiger Band und seinem langjährigen Songwriting-Parter Thierry Los. „Forever Dreaming“ schlägt den Bogen von Soul über Jazz zu Singer/Songwriter Sounds. Dabei ist jeder Song anspruchsvoll arrangiert und gibt den einzelnen Instrumenten genug Raum sich zu entfalten. Gefühl und Schwung halten sich die Waage und lassen einen beschwingt mitwippen.

 

www.mylessanko.com

Foto: Passionate PR

 

 

 

Freude am Tanzen – Six 10 Compilation

 

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Runde Geburtstage sind zu gewöhnlich haben sich die Gründer von Freude am Tanzen gedacht und kurzerhand beschlossen den 16. Geburtstags ihres Labels ganz groß mit einem Jubiläumssampler zu feiern. Zu diesem Anlass wurde eine Auswahl von Songs der auf dem Label vertretenen Künstler zusammengestellt. Darunter Eating Snow, Juno6, Metaboman, Jesper Ryom, Berk Offset, Mathias Kaden und Monkey Maffia. Dabei handelt es sich keines Falls um ‚Best Of‘ Stücke, sondern um ausschließlich neue Tracks aus den Stilrichtungen House, Electronic, Deep-House und Indietronic.

FAZ begann vor 16 Jahren als gleichnamige Partyreihe in Jena und hat sich mit über 60 Veröffentlichungen, einem Schwesternlabel (Musik Krause) und einer Booking-Agentur zu einer festen Größe in der Elektroszene etabliert. Die „FAZ Six 10 Compilation“ ist am 8. August 2014 erschienen und bietet einen guten Überblick über das, was in nächster Zeit von dem Label zu hören sein wird. Auf die nächsten 16 Jahre!

 

www.freude-am-tanzen.com

Foto: ballyhoo media

 

 

 

SOJA – Amid The Noise And Haste

 

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Für diejenigen zu sprechen, die kein Mikrophon haben und die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen, ist laut Leadsänger Jacob Hemphill, was die Band mit ihrer Musik und ihrer Botschaft erreichen will. Die Mitglieder von SOJA, die sich noch zu Schulzeiten zusammenschlossen, haben inzwischen eine weltweite Fangemeinde, wie die über 250.000 verkauften Alben und über 183 Mio. YouTube Views belegen.

Die neue Scheibe „Amid The Noise And Haste“ ist die fünfte Albumveröffentlichung der Truppe und ist seit dem 29. August 2014 über ATO Records und [PIAS] Coorparative erhältlich. Dieses Mal war das Ziel, so viele Gäste wie möglich ins Boot zu holen. Dieses Vorhaben zog die Aufnahmephase in die Länge. Wenn man sich aber die Liste der Features ansieht, hat sich das Warten jedoch gelohnt. Interpreten wie Damian ‚Jr. Gong‘ Marley, Collie Buddz, J Boog, Nahko und Alfred The MC würzen die SOJA-Mischung aus Reggae, Go-Go, Latin, Rock und Hip Hop und lassen ein wirklich hörenswertes Album entstehen.

 

www.sojamusic.com

Foto: [PIAS] Cooperative

 

 

 

Hendrix Ackle – Logbook

 

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Mit der Band Hendrix Cousins startet der Schweizer Sänger und Pianist Hendrix Ackle in die Musikwelt. Mit ihren Liedern bestehend aus europäischen Klängen und afro-amerikanischem Blues, Soul und Funk zog diese zehn Jahre lang durch die Lande. Zehn weitere Jahre hat es nach der Auflösung der Band gedauert bis Hendrix Ackle sein erstes Soloalbum hervorbrachte. In der Zeit hat sich sein Sound stark verändert und der Jazzmusiker hat sich nicht davor gescheut Songs immer wieder umzuschmeißen und neu entstehen zu lassen.

Am 8. August 2014 ist „Logbook“ bei Ten Thousand Thundering Typhoons Recorings erschienen. Die Songs wurden mit Bass und Perkussions im klassischen Jazztrio-Stil beim gemeinsamen Spielen aufgenommen und schließlich mit Cello und Gitarren veredelt. So sind zwölf Songs entstanden, die einen innehalten lassen. Die ruhigen, weichen Klänge und Ackels sanfte Stimme lassen die Welt draußen in die Ferne rücken und eine melancholische aber dennoch angenehme Stimmung aufkommen.

 

www.hendrixackle.com

Foto: Uwe Kerkau Promotion

 

 

 

Nana Love – Disco Documentary – Full of Funk

 

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In der „Masters We Love“ Reissune-Reihe werden Tonaufnahmen von Klassikern, die dieses Prädikat verdient haben, neu gemastert und wieder veröffentlicht. Im dritten Teil der Reihe geht es um die Arbeiten des Londoner Produzenten Reindorf Oppong und seiner damaligen Frau Nana Love. Ihr Album „Disco Documentary – Full of Funk“ sorgte in den späten 1970er Jahren in der Afro-Disco-Szene für Aufsehen. Im Zuge des Remasterings der alten Aufnahmen wurde auch unveröffentlichtes Material entdeckt, welches nun ebenfalls auf der Neuveröffentlichung zu finden ist.

„Disco Documentary – Full of Funk“ ist am 11. August bei BBE Records erschienen. Der Sound wurde neu aufpoliert ansonsten wurde an den Songs nichts verändert. In Nana Loves Band spielten sechs der ursprünglichen Boney M Bandmitglieder. Ihre leicht knatschige und eigenwillige Stimme würde heute nie ihres gleichen finden. Damals trug sie dazu bei den Afro-Disco, Funk und Soul Sound unverwechselbar zu machen.

 

www.bbemusic.com

Foto: BBE Records
 

 

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