Mittwoch, 20. November 2013

Tschechien importiert drei Kilogramm Medizinalhanf

Branchenfremdes Unternehmen steigt ins Grasgeschäft ein

Wird teuer: Bedrocan für tschechische Patienten

Die Tschechische Republik wird, knapp zwei Wochen nach dem Schlag gegen die Growshop-Szene, die ersten drei Kilogramm Bedrocan-Gras für medizinische Zwecke importieren.

Den Zuschlag hat Elkoplast Slusovice, ein Metall- und Plastik verarbeitender Betrieb bekommen, da sein Betätigungsfeld auch „den Kauf und Weiterverkauf von Gütern“ umfasse.

In Tschechien wurde Cannabis zu medizinischen Zwecken im April diesen Jahres legalisiert, allerdings gibt es noch keine Möglichkeit, legal an Medizinalhanf zu gelangen. Ärzte dürfen Patienten momentan bis zu 30 Gramm Cannabis im Monat verschreiben, was von den Betroffenen als in vielen Fällen nicht ausreichend kritisiert wird. Geplant ist, dass der Staat im kommenden Jahr selbst Lizenzen zum Anbau an Privatfirmen vergibt, bis dahin sollen die Patienten von dem auf Plastik- und Metallverarbeitung spezialisierten Betrieb versorgt werden. Der Chefredakteur unserer Schwesterzeitschrift Konoptikum scheint indes richtig gelegen zu haben, als er bereits im Januar die Art und Weise der geplanten Lizenzvergabe kritisch hinterfragt hatte.

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