Samstag, 1. Juni 2013

Die Hanfberatung im Hanf Journal- Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist per e-Mail zu erreichen.
Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

Autor: Kascha

Grafik: Lukas

Martin (20) aus Stuttgart fragt:

„Hey Kascha,
ich habe neuerdings einen Vaporizer und ich frage mich die ganze Zeit, ob man da drin auch Hasch rauchen kann? Ich habe schwarzes Haschisch das ziemlich schnell anfängt zu brennen, ich frage mich, ob das im Vaporizer dann auch brennt? Und versaut mir das dann nicht das Sieb?“

 

Kascha antwortet

„Hallo Martin,
in einem „richtigen“ Vaporizer, also einem elektronisch geregelten Vaporizer mit einstellbarer Temperatur, kann man auch ohne Probleme Haschisch verdampfen. Schwieriger ist es bei transportablen Vaporizern, die mit einem Feuerzeug betrieben werden: Hier ist die Temperatur nicht so einfach einzustellen und es kann schon mal passieren, dass dein Brösel Feuer fängt. Bei elektronisch geregelten Vaporizern und einer Temperatur zwischen 180°C und 220°C dürfte noch nichts anfangen zu brennen. Da ist dann tatsächlich das Sieb eher ein Problemfaktor: Trockenes braunes Hasch dürfte einfach nur trocken werden und sich problemlos entfernen lassen. Für sehr klebriges Hasch ist es vielleicht empfehlenswert, einfach etwas Gras drunter zu packen. Alternativ kann man hitzebeständige Pads drunter legen, die das auslaufende Öl auffangen. Selbst ausprobiert habe ich es noch nicht und der Geschmack wird von einigen Konsumenten als etwas gewöhnungsbedürftig beschrieben. Da Haschisch aber in der Regel einen höheren THC-Gehalt hat als Gras dürfte die Wirkung durchaus kräftig sein, das bestätigen auch die Erfahrungsberichte die ich finden konnte. Einige Konsumenten inhalieren auch Haschischöl mit dem Vaporizer. Gerade wenn die Verdampfungskammer direkt über der Hitzequelle liegt sollte man hier aber besonders vorsichtig sein, dass kein Öl in die Hitzequelle tropft – dann könnte es tatsächlich anfangen zu brennen. Viele Konsumenten haben übrigens gute Erfahrungen damit gesammelt das Sieb mit Alkohol zu reinigen, wenn es zu sehr verklebt ist.“

Andre empfiehlt zum Pur-Rauchen:

„Hi Kascha,
ich hätte noch einen Tipp um das Kratzen zu verhindern. Indem man ein kleines Knüllchen Zigarettenpapier vor den Filter baut: Der Rauch zieht dann durchs Papier beziehungsweise wird im Knüllchen bestenfalls verwirbelt.“

Kascha antwortet

„Hi Andre,
vielen Dank für das aufmerksame Lesen und für deine E-Mail. Den Trick kannte ich noch nicht und möchte ihn deshalb gerne an dieser Stelle mit den Lesern teilen. Ich kann mir vorstellen, dass das Knüllchen nicht zu fest geknüllt und nicht zu groß sein sollte, ansonsten erscheint mir das plausibel. Es erinnert mich an das Prinzip der Scheckkartenpfeifen, bei denen der Rauch ebenfalls erst einmal umständlich durch kleine Kanäle umgeleitet wird.
Wer noch andere gute Tipps zum Thema „Pur rauchen ohne Husten“ hat und sie teilen möchte kann sie mir gerne, wie auch eure Fragen, an kascha@hanfjournal.de schicken“

Anja (24) aus Gelsenkirchen möchte wissen:

„Hallo Kascha,
ich habe zwei Pflänzchen auf meinem Balkon stehen, die sich prächtig entwickeln. Fast zu prächtig allerdings, denn sie wachsen ziemlich schnell. Das ist ein Problem, da sie eigentlich nicht über die Brüstung hinaus schauen sollten. Muss ich dann etwas abschneiden? Schadet das den Pflanzen?“

Kascha antwortet

„High Anja,
da gibt es verschiedene Möglichkeiten und man muss nicht unbedingt schneiden. Ich erkläre trotzdem kurz, wie das üblicherweise gemacht wird: Ab der fünften Nodie (so heißen die kleinen Knubbel aus denen die Blätter wachsen) kann man die Pflanzen beschneiden und den abgeschnittenen Teil wieder als Steckling in die Erde setzen. Das ist beim Indoorgrowing eine sehr beliebte Variante, um eine potente weibliche Pflanze ohne Kreuzungsverluste zu vermehren. Und es geht zudem ziemlich schnell und zuverlässig. Ganz ohne Chirurgie geht allerdings das Herunterbinden: Mit einem weichen Faden (kein Draht, der den Stiel der Pflanze einschneiden würde) biegt man die Pflanze dazu so weit herunter, wie gewünscht. Man kann sie auch vorsichtig komplett herunter biegen und von dort wieder hoch wachsen lassen, dann wieder umbiegen usw., sodass die Pflanze sozusagen wellenförmig wächst. Genug Sonne sollte sie natürlich trotzdem bekommen und es ist wichtig, den Stiel sehr vorsichtig zu biegen, am besten bei noch sehr jungen Pflanzen, damit er nicht bricht.“

Dan (ohne Alter und Wohnort) möchte wissen:

„Hi Kascha,
ich hab da mal ne Frage. Und zwar: Wenn Hanf in den Tropen wächst, wo kein Winter die Pflanze absterben lässt, und man Pflanzen nicht erntet, werden das dann Riesenpflanzen? Wie groß können Hanfpflanzen da werden?“

Kascha antwortet

„Hallo Dan,
diese Frage hat sich wohl fast jeder schon einmal gestellt. Leider ist es nicht so, dass dann riesige Hanfbäume wachsen, in deren Schatten man gemütlich rauchen kann. Wenn es so etwas gäbe, hätten wir auch sicher schon Fotos davon im Internet gesehen … Hanfpflanzen sind allerdings einjährig, was bedeutet, dass sie erst wachsen, dann anfangen zu blühen und nach der Blüte absterben. Während der Blüte bestäuben die männlichen Pflanzen die weiblichen Pflanzen in der Umgebung, die dann Samen produzieren. Und aus den Samen wachsen dann bei gegebenen Bedingungen neue Pflanzen: Bei uns liegt der Winter dazwischen, in den Tropen kann schon zwei Wochen später alles voller neuer Pflänzchen stehen. Die Wuchshöhe hängt von der Sorte ab: Das als „Faserhanf“ bekannte Cannabis sativa wächst bis zu vier Meter hoch, weshalb es für die Faserproduktion so nützlich ist. Das harzigere Cannabis indica wächst dagegen nur etwa einen bis anderthalb Meter hoch. Ansonsten hängt der Wuchs noch vom Standort und den verfügbaren Nährstoffen ab. Es gilt aber immer: Nach der Blüte geht es zu Ende.“

Kascha ist per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht.

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