Donnerstag, 16. Mai 2013

Ein Kurier ist kein Boss

Propaganda im Mexikanischen Drogenkrieg nimmt bizarre Formen an

Forderte bislang fast 70.000 Menschenleben: Der Mexikanische Drogenkrieg

Spiegel-online sowie einige andere Medien haben mal wieder eine Propaganda-Meldung der Mexikanischen Regierung, die als Pressemeldung der dpa ins Hause fiel, ungeprüft abgedruckt. Der mexikanische „Drogenboss“, den die Marine festgenommen hat, scheint erneut eine ziemlich kleine Nummer gewesen zu sein. Er steht weder auf der Wanted-Liste der DEA, noch ist er auf der Top 37-Liste der meist gesuchten Drogenbosse von der Mexikanischen Regierung zu finden. Alfonso Zamudio Quijada wurde mit mehreren hunderttausend US-Dollar, einer Menge Koks sowie einem Sturmgewehr festgenommen. Das Mitglied der „Los Zetas“ „soll“ sich nach Angaben der Polizei um die Finanzen des Kartelles „gekümmert“ haben, was auch immer damit gemeint sei.

Ein Verdächtiger, der so viel Koks und Bargeld sowie eine Knarre mit sich herumträgt, erweckt eher den Anschein, als Kurier fürseine Chefs unterwegs zu sein.
Die eigentlichen Anführer des Zetas-Kartells steigern derweil fleißig die Umsatzzahlen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.