Donnerstag, 14. März 2013

Menschenrechtsverletzungen sind die logische Folge des Drogenkriegs

Schweizer Alt-Bundesrätin in der New York Times

In vielen Ländern Normalität: Arbeitslager als Strafe für Drogenkonsum

Während die UNODC gerade in Wien tagt und bereits seit Monaten über die Abstimmungen in Washington und Colorado wettert , hat die Schweizer Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss zusammen mit dem ehemaligen Präsidenten Brasiliens, Fernando Henrique Cardoso, in der „New York Times“ eindrücklich davor gewarnt, weiterhin repressive Maßnahmen als Werkzeug gegen den Konsum illegalisierter Drogen zu betrachten. Anlässlich ihres jährlichen Treffens in Wien warf Dreifuss der UNODC vor, das Thema Menschenrechte im Drogenkrieg bewusst zu ignorieren.
Zwar habe die UNO festgestellt, dass Konsumenten von illegaliserten Drogen an den Rand der Gesellschaft gedrängt seien, dabei aber übersehen, dass deren Menschenrechte aufgrund des „War on Drugs“ nicht gewährleistet würden.
Die UNODC habe sich sogar geweigert, Menschenrechtsverletzungen im Rahmen des Drogenkriegs zu ächten, weil sie dazu nach eigener Aussage kein Mandat habe, so Dreifuss in dem Artikel, der Anfang dieser Woche in der New York Times veröffentlicht wurde.

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