Dienstag, 12. März 2013

Linke Drogenpolitik in der Praxis

Brandenburgs Suchtbeauftragte: Auch nicht besser als Dyckmans

Kein Wort über die echten Probleme von Cannabiskonsumenten Grafik: DHV

Die Gesundheitspolitik in Brandenburg wird von Gesundheitsministerin Anita Tack (Die Linke) maßgeblich mitbestimmt. Wer nun denkt, eine Gesundsheitministerin der Linken hieße auch automatisch, dass dort linke Drogenpolitik eine Rolle spielt, hat sich in den vergangenen Monaten nicht selten wundern müssen. Denn Kampagnen der „Landesuchtbeauftragten“ (allein die Wortwahl ist bereits grenzwertig) Ines Weigelt-Boock unterscheiden sich nicht von denen ihrer Kollegin Dyckmans auf Bundesebene, Konsum-Akzeptanz sucht man in den spärlichen Pressemitteilungen vergebens. Ein Internetauftritt des Ressorts ist überhaupt nicht vorhanden, dafür stolpert man immer wieder über (Drogen)-Kriegspolemik „Einstiegsdroge Cannabis“ oder „Horrordroge Chrystal Meth“, wenn man versucht, im Netz Näheres zur brandenburgischen Drogenpolitik zu erfahren.
Als Oppositionspartei unterstützt Die Linke, allen voran der Bundestagsabgeordnete Frank Tempel, konsequent Konsum akzeptiernde Ansätze und möchte die Stigmatiserung von Hanf Konsumierenden beenden. Das steht auch alles im Parteiprogramm. In Brandenburg schaffen sie es als Regierungspartei nicht einmal, aus einer „Suchtbeauftragten“ eine sachkompetente Ansprechpartnerin zu machen, die bei ihren Kampagnen auf evidenzbasierte Erkenntnisse baut.

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