Samstag, 5. Juli 2014

Die Schieflage wird schön geredet

Fast 90 Prozent aller ertappten Grower sind Selbstversorger

 

Autor: Michael Knodt

 

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Das Wort Cannabis- oder gar Haschplantage hat in den Medien inflationäre Ausmaße erreicht, wird doch mittlerweile fast jeder Hanfpflanzen-Fund seitens der Polizeipresse als „Plantage“ vermeldet. Das Wort Plantage stempelt Besitzer einiger, weniger Hanfpflanzen zur Selbstversorgung, sofort als Initiatoren eines hochgradig professionell organisierten Anbauvorhabens mit Gewinnstreben ab. Google kennt kaum noch konventionelle Plantagen. Sucht man das aus Kolonialzeiten stammende Wort im Netz, geht es bei den meisten Treffern 2014 um den illegalisierten Anbau von Cannabis, Tendenz steigend. Ermittler und Medien nutzen auch für kleinste Selbstversorger ein Unwort, dass heute oft mit Ausbeutung, Unterdrückung und Sklavenhandel assoziiert wird, obwohl die Polizei in ihrer Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sehr wohl zwischen Profi- und Hobbygärten unterscheidet.
Wer mit 20 bis 100 Pflanzen erwischt wird, betreibt eine Kleinplantage, 100 bis 1.000 Hanfdamen sind eine Großplantage und bei über 1.000 handelt es sich um eine professionelle Anpflanzung. Den Anbau von weniger als 20 Pflanzen vermittelt das BKA gegenüber der Presse allerdings nur noch als Besitz, nicht mehr als Anbau. Auch in diesem Jahr haben BKA-Chef Ziercke und unsere Bundesdrogenbeauftragte Margarte Mortler bei der Vorstellung der „Rauschgiftlage 2013“ auf die Zunahme von professionellen Cannabisplantagen verwiesen, dabei aber die über 3.900 Kleinstbauern, die in der PKS die weitaus größte Gruppe darstellt, unterschlagen.

 

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Der Deutsche Hanfverband hat sich die Mühe gemacht, das Balkendiagramm des BKA um die erwischten Selbstversorger zu ergänzen (siehe Grafik). Die bereinigte Grafik wirft dann eine Frage auf, die mit dem von Ziercke und Mortler geschönten Diagramm erst gar nicht aufkommen kann: „Jagt Deutschlands Polizei vornehmlich Selbstversorger?“ Angesichts des Verhältnisses von 4.516 Kleinst- und Kleinbauern zu 218 Halbprofi- oder Profiplantagen beantwortet sich die Frage von selbst.

 

Zahlen und Fakten

 

Doch nicht nur beim Anbau, sondern auch bei den Besitzdelikten wird die Schieflage immer dramatischer. Bei insgesamt 117.443 Cannabisdelikten wurde in 105.473 Fällen aufgrund von Konsum oder einer „geringen Menge“ ermittelt, was auch hier eine Steigerung von über 10 Prozent ausmacht. Fast die Hälfte (46 Prozent) aller BtmG-Vergehen sind so genannte konsumnahe Cannabisdelikte. „“Der Begriff „konsumnahe Delikte“ umschreibt die allgemeinen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Diese betreffen Delikte nach § 29 BtMG, die den Besitz, den Erwerb und die Abgabe von BtM sowie ähnliche Delikte umfassen.“, heißt es beim BKA.
46 Prozent der Fälle wären also gar keine, wenn Paragraf 29a im Sinne der Konsumierenden angewendet würde. Stattdessen versuchen Polizei und Staatsanwälte in vielen Teilen der Republik, Einstellungen von konsumnahen Delikten regelrecht zu verhindern, nicht nur aus Bayern und Baden-Württemberg erreichen uns mittlerweile fast täglich solche Meldungen. Auch die angeblich dramatisch angestiegenen Zahlen von Cannabis Konsumierenden, die bei der Drogenberatung auftauchen, relativieren sich angesichts dieser Statistik. Denn viele ertappte Konsumenten erhalten als Auflage ein oder mehrerer Gespräche bei der örtlichen Drogenberatung. Also schnellen deren Zahlen parallel zu denen der ertappten Konsumenten in die Höhe. Ob die Drogenberatung wirklich in Anspruch genommen werden muss, entscheidet meist nicht das eventuell problematische Konsummuster, sondern das Gericht. Hinzu kommt die größte Gruppe von Betroffenen: Verkehrsteilnehmer, die aufgrund unwissenschaftlicher und politisch motivierter Grenzwerte schuldlos ihre Führerscheine verlieren. Denn die gesetzlichen Vorgaben zielen nicht darauf ab, Rauschfahrten zu verhindern. Sie unterstellen selbst Gelegenheitskonsumenten, die nicht mal ansatzweise bekifft gefahren sind, mangelnde Selbstkontrolle, weil die geltenden THC-Grenzwerte sowohl im Internationalen Vergleich als auch aus ärztlicher Sicht unhaltbar sind.

 

Am Ende werden aus Selbstversorgern noch Dealer

 

Da auch in Micro-Gärten, mit weniger als 20 Pflanzen, oft mehr als insgesamt 7,5 Gramm THC gefunden wird, weil ein Selbstversorger eben mit einer Vorratshaltung für Monate oder ein ganzes Jahr rechnen müssen, werden die meisten dieser Hobbygärtner aufgrund des Besitzes einer nicht geringen Menge verurteilt. Anders, als bei den Verdächtigen konsumnaher Delikte, könnten Verfahren gegen Kleinstbauern also gar nicht nach §29a BtmG eingestellt werden. Denn 7,5 Gramm reines THC ist, einem fast 30 Jahre alten BGH-Urteil zufolge, keine geringe Menge mehr. Dies hat alleine 2013 zu fast 4.500 kleinen Selbstversorgern geführt, die aufgrund ihrer Enttarnung von Medien, Polizei und dem Strafrecht wie Straßendealer behandelt wurden. Die einzige Lösung einer Entkriminalisierung solcher Menschen, ohne jedwede kriminelle Energie, wäre einzig und alleine eine Änderung oder Ergänzung des BtmG, die den Anbau von ein paar Hanfpflanzen endlich regelt.

21 Antworten auf „Die Schieflage wird schön geredet

  1. Lars Rogg

    Als ob Polizei und Staatsanwaltschaft daran Interesse hätten…kleine, ungefährliche aber leicht zu dämonisierende Kiffer(innen) abzugreifen ist so viel leichter als echte Verbrecher zu jagen. Aber sie können so tun als würden sie arbeiten und der Gesellschaft einen Dienst erweisen. Da draussen könnten sie ja von Hells Angels und ähnlich netten Menschen Widerstand der unschönen Art erwarten.
    Also ist es doch viel einfacher, die Harmlosen Kiffer und Selbstversorger gefährlich zu reden und sich diesem bösartigen Gesindel zu widmen….Menschen die es wagen Ihren eigenen Kopf zu verwenden müssen für so eine Frechheit bestraft werden. Wir werden für ungehorsam bestraft, nicht weil wir irgendeinen Schaden anrichten. Eine Schande für einen „Rechtsstaat“. Ist das ABM ?? -haben die wirklich nichts wichtiges zu tun….das perverse ist das wir wieder Gesetzteshüter haben die jeden Befehl von Oben auch ausführen…ohne jegliche Zivilcourage…hatten wir alles schon mal…nur eine Frage der Zeit bis wir eine Armbinde tragen müssen…die gleichen Leute bejammern in regelmäßigen Abständen die Greultaten unserer Ahnen….unfähig zu reflektieren das sie sich selbst auf dem besten Wege befinden ähnliche Verhaltensmuster gegen Kiffer an den Tag zu legen wie damals gegen alle die die eine andere Meinung hatten. In diesem Staat hab ich mehr Sorgen wegen der Bullerei als vor Rockern und co….

  2. Ganja

    So lange es keine richtige Aufklärung über Cannabis in der Bevölkerung gibt, wird sich da auch nichts ändern. Bestes Beispiel ist die Hamburger SPD mit dieser Kampagne gegen Cannabis http://www.bleib-stark.com/wettbewerb/?id=1788
    https://www.facebook.com/bleibstarkhh?fref=ts
    Da werden Kinder und Jugendliche zu Hanf Gegnern heran gezüchtet mit Slogan, der Qualm der Verlierer oder Kiffen macht Wahnsinnig. Wenn diese dann später bei der Polizei arbeiten, wissen sie es einfach nicht besser.
    Es werden 100000€ zum Fenster raus geschmissen, anstatt richtig Aufzuklären.

  3. Anon

    Nach den Juden kamen die Schwulen und nach denen die die sich für Cannabis entschieden haben. Deutschland hat nie aufgehört braun zu sein wir haben nur das weiss gegen gelb in der Flagge getauscht.

  4. mario

    Wir alle müssten viel viel lauter werden!!!
    Demos schön Und gut, bringt’s leider nich!!!
    Massenhafte selbst anzeigen,flashmob style!!!
    Stellt euch mal vor,paar tausend Leute vor einem großen Revier in Berlin….
    Hanfstreu Aktionen,ziviler ungehorsam,hanfblätter an jeden Politiker schicken und und und hätte da tausende Ideen!
    Alles aber mit Risiko verbunden!!!
    Es wird sich aber nichts ändern wenn wir nicht bereit sind dies einzugehen!!
    Ich bin für alles zu haben,hab schon gesessen wegen eigenanbau!16monate!!!
    Also Leute ,bong mal bei Seite legen und aktiv werden!!!
    Gemeinsam werden WIR das packen!!!

  5. elmo

    Auch wenns nur wenig bringt, ich als nicht-konsument hab beim hanfverband fast 1000 Aufklärungsartikel gekauft und verteile sie wenns da ist. Ich finde eine entkriminalisierung und re-legalisierung unendlich wichtig, für die Vermeidung des schwarzmarktes und werde darum nun aktiv. Pro Flyer zahlt man 3 cent, bei 700 Stück sind das 21€ +versand. Dazu gibt es noch ne Reihe gratisartikel und Aufkleber mit message für 2 Cent pro Stück und vieles mehr. Einfach und billig und vlt erreich ich ja was.

  6. Welrtenspringer Oberberg

    Habt ihr das schon gelesen?Ruhr in Love…
    „Rund ein Drittel der Fälle sind Cannabis-Konsumenten.“ Diese Droge sei besonders tückisch, weil die Zielgruppe Jugendliche sind. „In der öffentlichen Wahrnehmung wird Cannabis teilweise auf die leichte Schulter genommen“, so Mende. „Dabei kann man seinen Führerschein verlieren, wenn man diese Droge im Blut hat.“(Zitat http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/oberhausener-polizei-ruestet-sich-fuer-ruhr-in-love-id9549599.html)
    Selten so gelacht….
    Aber was will man von
    den Kotrolleueren
    und Prohibitionswächtern erwarten…Nix nur Korruption

  7. Einer

    das deutsche reich hatte rein garnichts mit dem dritten zu tun, was kann denn nun die reichsflagge über diskriminierung aussagen, außer diskriminiert zu werden ^^ bin zwar kein reichsjünger, allerdings finde ich es schade das alles was den nachkriegsgenerationen heute an geschichte über deutschland bekant ist mit dem dritten reich zu tun hat und damit in verbindung gebracht wird. gab mir damals schon zu denken in der schule 5 jahre lang jedes halbjahr politik deutsche geschichte min 2-3 monate das thema wk2 aus siegersicht! nei ich bin auch kein rechter, im gegenteil ich sehe mich eher links, aber das sind einfach schen die fallen im alter auf und geben eiem wie gesagt zu denken. mit einem gebe ich dir recht, wir leben immer noch in einem faschistischem system, denn es wurde nach dem wk2 nie abgeschafft sondern wird immer weiter perfektioniert und kaum einer bekommt es mit!

  8. Ted

    Vielen Dank für Deine Einsatz als Nichtkonsument!!!Leider ist es den meisten Nichtkonsumenten egal wie die Konsumenten diskriminiert und verfolgt werden, daher meinen Respekt für dein Handeln!!!

  9. elmo

    Nix zu danken, wir sind alles Menschen 🙂

    Ich setze mich aus vielen Gründen dafür ein. Der Hauptgrund ist tatsächlich die Unmenschlichkeit, mit der man Konsumenten begegnet. Ferner möchte ich gegen den globalen Wirtschaftsfaschismus ankämpfen. Es kann doch nicht sein, dass eine BLUME, ein Geschöpf der Natur von MENSCHEN Verboten wird. Diese Blume kann zusätzlich zur Kleidungs-, Nahrungs-(sehr hochwertig sogar),Heilmedizin-,Genussmittel- und sogar Kunststoff(!)-Produktion verwendet werden. Und das mit einer Pflanze, die in der Natur sehr stark ist und wenn man die Rauschwirkung außen vor lässt, fast überall sehr ertragreich wächst und mehrfach pro Jahr mehrere Tonnen Rohstoffe und Nahrung liefern kann. Dazu, in besseren Klimazonen ganz natürlich ein WUNDERMITTEL der Medizin darstellt und zeitgleich präventiv für diverse Krankheiten als Genussmittel eingesetzt werden kann.

    Wer bei soviel „Superkräften“ noch von Verbot sprechen will, ist ein Heuchler. Der hat weder irgendwelche fadenscheinige „Volksgesundheit“, noch Suchtprävention im Kopf(während er zeitgleich Nikotin und Alkohol(beides hoch toxische Nervengifte) legitimiert). So jemand will seine eigenen Wirtschaftsinteressen durchprügeln, gegen die Interessen des Volkes.
    Wäre das Volk umfassend und ohne Lügen über Hanf informiert, hätte man auch viel mehr Menschen die dafür eintreten. Doch werden wir diesbezüglich ja von kleinauf Dumm erzogen.

    Und all dies mag ich nicht mehr mitansehen. Einfach ekelhaft, wie mit Menschen umgegangen wird. Und als Teilnehmer der Mahnwachen für Frieden, die seit März jeden Montag in mittlerweile über 100 Städten in und um Deutschland stattfinden, ist das der nächste Schritt, den ich gehe, um uns Menschen in die Freiheit zu führen. Ob es ein Kampf ist, der keine Siegeschance hat weiß ich noch nicht, ich weiß nur, dass ich daran zerbreche, wenn ich nicht ENDLICH für alle Mitmenschen dieser Erde aufstehe.

    Und als man den Montagsdemonstranten dann auch noch rechtsradikalität vorwarf in den Medien, war das wir ein Schlag in die Fresse. Wir Schuppen von Augen gefallen, wurde mir klar, dass die Medien schon lange nicht mehr unabhängig informieren. Ich bin schon immer so lange ich lebe jemand, der aktiv gegen jede Form von Rassismus einsteht und dann muss ich mir, weil ich öffentlich dabei bin, wenn man die Finanzdiktatur kritisiert sagen lassen, ich sei rechtsradikal, weil ich gegen Bankensysteme bin, die armen Menschen noch stärker verarmen lassen???? Sag mal ticken die noch ganz sauber? Naja, egal genug aufgeregt, kostet nur wertvolle Zeit. Ich weiß wer ich bin und das ich schon immer alle Menschen gleichwertig gesehen habe und nie im Leben, einen Menschen anders behandeln würde, aufgrund seiner Herkunft. Ein Arschloch ist ein Arschloch egal wos herkommt. Und nackt und schreiend kommen wir alle zur Welt! Wir sind alles Lebewesen der SELBEN Spezies und meine Nationalität ist MENSCH!

    Ach sorry, jetzt hab ich hier so ne Wall of Text verfasst. Aber wenn ich erstmal daran wieder denke, wie mit uns Friedensaktivisten umgangen wird, (also in den Medien) als seien wir Nazis, da bekomm ich immer sofort wieder Galle ^^

    Ok, nochmals nix zu danken, Menschenwürde und Menschenrechte müssen endlich wieder das Ziel der Politik werden. In der Demokratie sollte die Regierung, Polizei und der Staat, sowie Gerichte dem Volk dienen. In der heutigen Zeit ist es aber so, dass das Volk der Regierung dient und so darf es nicht weitergehen!

    Ende 😉

  10. Lars Rogg

    super , mehr davon….ich liebe es von Leuten zu hören die wissen wovon sie reden.
    Unser Staat macht einen alt hergebrachten Fehler:

    Die Drogengesetze schaden mehr als sie nutzen-warum zum Teufel schauen die nicht hin.

    Eine Beleidigung für alle selbstdenkende, souveräne Menschen, die niemandem schaden.

  11. Ralf

    „das deutsche reich hatte rein garnichts mit dem dritten zu tun“

    Wirklich nicht? Damit du die alten Geschichtskenntnisse wieder präsent bekommst hier ein kleiner Hinweis : Deutsches Reich-> Kaiserreich-> Kolonialismus-> Imperialismus-> Rassismus-> Militarismus-> Hindenburg -> Kriegstreiber-> General->Reichspräsident-> Ermächtigungsgesetz-> Hitler Diktatur ! Alles wieder klar ??

  12. Ralf

    Es ist ja noch viel schlimmer, denn sie kriminalisieren dich, nehmen dir dadurch die Erlaubnis , z.B. Fahrerlaubnis, aber wie in meinem Falle auch noch dazu das Recht in einem öffentlichen Amt wie z.B. geologisches Landesamt (ich habe Geologie studiert) oder Dozent an der Uni und damit die Grundlage und Möglichkeit zu arbeiten. Sie verbieten dir also zu arbeiten und erklären dich danach zu einem Arbeitsverweigerer, der nicht arbeiten will, typisch Naziintrige eben. Das haben die damals mit der selben Arroganz und dem selben Gebaren, fast identisch genau so gemacht. Da wurde dann dem hart wie Kruppstahl- nen, flink wie ein Windhund und zäh wie ein Leder- ner Deutscher Arier und Sieger der degenerierte Wahnsinnige lebensunwerte Jude, Sinti und Roma gegenüber gestellt. Sie entlarven ihre braune Gesinnung in aller Öffentlichkeit immer wieder selbst.

  13. Ralf

    Gemeinsam? Wer? Mit Wem? Die meisten Kiffer sind doch nichts weiter als eine unorganisierte nur an sich selbst denkende überzeugungslose feige Soße, die ihren Feinden noch nachschleimt und nach dem Maul redet und im Zweifelsfalle noch die Verräter für das cannaphobe Faschistenpack macht.

  14. Ralf

    Dein Engagement als nicht Konsument ist sehr hoch einzuschätzen und aus diesem Grunde gebe ich dir jetzt eine der wichtigsten Informationen überhaupt, um die Lage rund um das Wort „Schwarzmarkt“ richtig einzuschätzen. Es gibt einen guten und einen schlechten Markt im Untergrund und nur den schlechten kann man, in dem Sinne den du meinst, als Schwarzmarkt bezeichnen. Der eine, gute wird ausschließlich von Menschen betrieben die das was sie verkaufen auch selbst konsumieren und den Verkauf in erster Linie deswegen machen weil sie gut sind, in dem was sie tun und ihren Freunden und Bekannten das Risiko ersparen wollen, welches sie im schlechten Markt eingehen müssten. Dieser „Schwarzmarkt“ wird dann auch ausschließlich von Leuten betrieben die in erster Linie Geld machen wollen und ihre Ware gar nicht selbst kosumieren, sei es weil sie selbst überhaupt keine Konsumenten sind, oder auch wissen, das ihre Ware gesteckt ist und sie nur ihre Kunden diesen Mist rauchen lassen. Zwischen diesen beiden Spezies muß eine strenge Unterscheidung getroffen werden, weil die einen ja den Schaden den die anderen anrichten minimieren und damit allen Konsumenten etwas gutes tun. Sonst verurteilt man wieder diejenigen die man eigentlich retten will und die normalerweise einen Orden verdient haben !!!!!

  15. elmo

    Danke für deinen Kommentar. Nach dem Lesen ist mir auch bewusst geworden, dass ich den Begriff zu stark stigmatisiere.

    Mit Schwarzmarkt meine ich Dealer, die kleine Kinder mit gestrecktem Zeug vergiften, um denen im naiven Geist dann anderes Schmackhaft zu machen. Ferner meine ich diese von dir beschriebenen Ekelmenschen, die nichtmal selbst die Pest, die sie verkaufen rauchen würden und nur dem Profit wegen, auf alle um sich herum scheiß*n.

    Die von dir beschriebenen, die Ihre Freunde vor eben diesem Pest-Zeug schützen, sind jene, die ich durch mein Engagement schützen möchte. Es darf nicht sein, dass Verbrecher und „Heilige“ gleichgestellt werden. Diese Heuchelei soll verdammt nochmal ein Ende finden, in der alle die sich jeden Abend ne Pulle Wein reinziehen Engel sind und jene, die sich mit etwas Hanf am Abend wegschießen, Teufel. Wenn man mit einbezieht, dass Studien zeigen, dass Hanf-Konsum Krebs lindern kann und man dann berechnet, wie viel die Pharmaindustrie an Krebs verdient, dann kann ich nicht mehr klar sagen, ob das Zufall ist oder nicht. Ich find es einfach nur widerlich. Natürlich sind diese Studien, wie alle Studien mit Vorsicht zu lesen, doch denke ich mir bei der Frage nach Glaubwürdigkeit stets: Wer hat einen massiven geldwerten Vorteil durch diese Ergebnisse? Findet man die Frage auf diese Antwort, weiß man, wie seriös das Ergebnis ist. Und naja, da fällt mir als allerstes nur ein, dass Bürger und vor allem Patienten davon profitieren, wenn plötzlich weniger Ausgaben für teure Behandlungen nötig würden, wenn man sich seine Medizin im Garten anpflanzen kann. Naja, ob mein Rückschluss jetzt naiv oder berechtigt ist weiß ich nicht, aber es soll hier erstmal mit Geschreibsel reichen.

  16. elmo

    hier ist was schief gelaufen ^^ Dieser Kommentar sollte als Antwort auf den Kommentar von „Ralf“ dienen, indem er auf die Unterscheidung von Schwarzmärkten eingeht.

  17. Axel Junker

    Die ersten Personen mit einer durchverwalteten Anbaugenehmigung unter hohen Sicherheitsauflagen werden aller Voraussicht nach die medizinalen Cannabisgebraucher sein.

    Über die längerfristige Gewinnung von Erkenntnissen gesundheitlicher Unbedenklichkeit bei Gebrauch von Cannabis durch KRANKE werden schließlich auch Gesunde profitieren bzw. partizipieren.

    `s braucht halt ALLES seine Zeit.
    Schließlich wurde Angela auch nicht nur an einem Tag abgehört.

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