Sonntag, 19. September 2021

Entkriminalisierung von Cannabis in Italien


Italien steht kurz vorm Referendum zur Entkriminalisierung von Cannabis


In Italien scheint ein Referendum zur Entkriminalisierung von Cannabis in Sicht zu sein. Hierbei geht es um die Entkriminalisierung des Anbaus und Konsums von Cannabis. In nur vier Tagen wurden bereits von über 420.000 Unterschriften zur Entkriminalisierung gesammelt. Das Ziel sei 500.000 Unterschriften noch vor dem 30. September zu erreichen. Wenn dieses Referendum eintreten sollte, dann würde es ein Gesetz aus dem Jahr 1990 ändern. Indem der Verkauf von Cannabis mit einer Gefängnisstrafe von zwei bis sechs Monaten und den Besitz von Cannabis für den Eigenbedarf mit dem Führerscheinentzug bestraft. „Es gibt etwa eine Million Cannabiskonsumenten in Italien. Die Menschen, die Cannabis konsumieren, gehören nicht zu Randgruppen der Gesellschaft, wie sie von rechten Parteien beschrieben werden. Außerdem wurde Cannabis in vielen Teilen der Vereinigten Staaten ebenfalls durch Volksabstimmungen legalisiert“, erklärte Guiseppe Civati, der Gründer der progressiven Partei Possibile.

6 Antworten auf „Entkriminalisierung von Cannabis in Italien

  1. Rainer

    Es hört sich an,als gäbe es tatsächlich Grund zu hoffen in Italien und somit auch für uns.Das glaube ich aber erst,wenn die Italiener tatsächlich Pflanzen wachsen lassen.Kann ich mir bein besten Willen nicht vorstellen,daß das geschieht.Volksentscheide gibt es in unserer Demokratie,und im besten Deutschland das es jemals gab,nicht.Die Zeichen stehen auf Sturm.

  2. Haschberg

    Hoffentlich klappt dieses Vorhaben und die Saat der Erkenntnis schwappt auch bald über die Alpen zu uns.

  3. Substi

    Wer glaubt, daß sich hier deswegen etwas ändert, den muss ich erfahrungsgemäß enttäuschen! Es geht ja nicht um Vernunft bei Unserem Problem, es geht um persönliche Empfindlichkeiten jedes einzelnen „Experten“ (sic!), ob ER/SIE es braucht oder ob die Drogen, (die ja nur Drogen in diesem Kontext genannt werden, wenn es um Gesundheit geht sind diese Drogen dann plötzlich Genussmittel) selbst konsumiert werden! Bier, Wein, Alkopops…sind wohl harmloser als das pöse Cannabis! Wie ein Kanzlerkandidat jüngst zum Besten gab:“ Cannabis ist gefährlich! Ich habe selbst jemanden in der Familie der Cannabis genommen hat und dann auf hartes Heroin kam, der hat jetzt ein Suchtproblem das ist nicht schön und auch nicht ungefährlich und deshalb wird es mit mir keine Legalisierung geben…!“ Fakenews und Propaganda und dann auch noch einem Kind erzählt!
    Solange die Politaffen sich nicht persönlich damit auseinandersetzen und empathisch auch für Andere denken, wird das nix…
    Ich hab’s schon fast aufgegeben! £:-(

  4. Greenkeeper

    So langsam tut sich was in Europa. Staatsweed-Modellprojekte in NL, Modellprojekte nächstes Jahr in der Schweiz (Zürich), Entkriminalisierung in Italien, Legalisierungsabsichten in Luxemburg. Für mich war immer klar, dass sich die Fortschritte in Amerika früher oder später auch auf Europa auswirken werden. Die Legalisierungswelle rollt, die Cannabis-Lobby vernetzt sich auch international immer besser.
    Wenn in der BRD 2021 und 2025 die richtigen Parteien ans Ruder kommen, wird sich auch hier was tun.
    In der nächsten Legislaturperiode kommen Entkriminalisierung und Modellprojekte, danach (Zeitraum 2025-2029) wird bei uns ein regulierter Markt entstehen. Ganz sicher. Mit Beharrlichkeit, Geld und Geduld wird das Ziel erreicht.

  5. Der Realist ohne Kraut

    @ Greenkeeper
    Es gibt leider noch viele, die alles zu schwarz sehen – was nicht unbedingt an der entsprechenden Partei liegt. Ich zähle mich leider auch dazu. Ich glaube erst an eine echte Veränderung, wenn ich gutes, kontrolliertes und reines Cannabis/Haschisch in Fachgeschäften, Apotheken oder sonst wo staatlich reguliert und kontrolliert kaufen kann.

    Für gutes, sauberes Zeug zahle ich sehr gerne Steuern! Viel wichtiger ist aber, dass wir endlich aus der schmuddligen Ecke des dummen, trägen Kiffers herauskommen und wir uns einfach nur auf Genuss konzentrieren können. Dies ist in meinem Fall derzeit leider unmöglich, da ich noch immer unter Beobachtung durch das Jugendamt stehe. Vielleicht kennst du die Geschichte – darüber habe ich vielmals geschrieben.

    Ich gebe dir aber recht, dass die Amis einen Wandel in Europa bewirken bzw. bereits bewirkten. Auch, dass es mit den richtigen Parteien an der Führungsspitze einen echten Erfolg für alle Hanffrende und Kranke gibt. Dies ist nur eine Frage der Zeit.

    Ich habe zwar noch immer noch Unverständnis über die angekündigten Modellprojekte der Roten – dafür gibt’s genügend Beispiele auf der Welt. Man schiele nur mal zum Nachbarn… Sollte es aber dennoch zu einem Wandel kommen, wird dies sicher unter neuer Führung erst nach 12 bis 18 Monaten so sein. Die Mühlen mahlen in Deutschland bekanntlich ganz langsam.

    Die derzeitige Haltung einer Schwarz-Roten Regierung ist schon länger nicht mehr halt- und tragbar und gehört dringend abgeschafft. Genauso wie einige der derzeit (noch) regierenden Politiker.

  6. MicMuc

    @Substi, ich habe schon lange aufgegeben. Aber ich habe eine große Hoffnung. Nachdem die „bürgerliche Mitte“als selbsterklärte Hüter der Demokratie eben die selbige ausgehöhlt und den Rechtsstaat delegitimiert hat, folgt aus der Spaltung und Frust der Gesellschaft einer erudieren den Demokratie der große Knall und der Not-wenige Zusammenbruch wie im Ring des Nibelungen!

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