Montag, 4. Mai 2020

Corona-Krise – ein Trigger für die Cannabis-Freigabe?

Gedanken von Sadhu van Hemp


Menschen, die in Angst und Schrecken versetzt werden, verfallen nicht selten in Panik und handeln infolgedessen irrational. Wie sich so etwas gestaltet, zeigt die Cannabis-Prohibition: Wie eine Seuche hat sich die Angst vor dem Hanf auf dem Globus ausgebreitet – und das über mehrere Generationen hinweg. Ohne Sinn und Verstand wird festgehalten am War on Drugs, der den Verängstigten Halt und Sicherheit verspricht – auch wenn es noch so widersinnig ist und sich letztlich ins Gegenteil verkehrt.

Angst war in der Menschheitsgeschichte noch nie ein guter Ratgeber. Am 8. Mai vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg, Deutschland lag in Schutt und Asche. Ausgelöst wurde dieser Wahnsinn von einer völlig enthemmten Bevölkerung, die sich aus Angst vor einer jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung von den Nazi-Verbrechern anstiften ließ, einen industriell organisierten Massenmord durchzuführen und die halbe Welt in Brand zu setzen.

Auch dieser Tage frisst Angst Seele und Verstand auf – herbeigeführt durch den SARS-CoV-2-Virus, der die Atemwegserkrankung COVID 19 auslöst. Ein unbekannter Virus, kein Impfstoff dagegen, ratlose Mediziner und Wissenschaftler – schnell war klar: COVID 19 wird wie eine Grippewelle um die Welt gehen und Menschenleben kosten. Dass Maßnahmen eingeleitet werden mussten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, steht außer Frage. Infektionsschutz war auch in den 1980er Jahren oberstes Gebot, als der HIV-Virus eine Pandemie auslöste, die bis heute knapp 40 Millionen Menschen dahingerafft hat.

Obwohl der Mensch gelernt hat, mit wesentlich tödlicheren Seuchen umzugehen und kühlen Kopf  zu bewahren, verursacht der SARS-CoV-2-Virus regelrechte Massenpanik. Auch in Deutschland. Als ginge es um Leben und Tod wird Klopapier gehamstert und kurzerhand der Notstand ausgerufen. Von der Dynamik der Corona-Angst angesteckt verfallen die Bundes- und Landesregierungen in blinden Aktionismus, der ein nie dagewesenes Chaos mit ungeahnten Folgen anrichtet.

Das angstgesteuerte irrationale Verhalten aller, ob Politiker oder Bürger, führt zu dem massenpsychologischen Phänomen, dass plötzlich auch außerhalb des etablierten Rechtsprozess politische und soziale Veränderungen eingeleitet werden – und das schneller und radikaler als je zuvor. Um die in Panik geratene Menschenmasse davon abzuhalten, außer Kontrolle zu geraten, gilt es, die „Volksseele“ mit Zugeständnissen und Zuwendungen zu beruhigen. 

Wie aus dem Nichts eröffnen sich dank der SARS-CoV-2-Panik völlig neue Perspektiven, von denen einige durchaus zukunftstauglich sind. In Berlin beispielsweise ploppen täglich neue Pop-up-Radwege auf, und auf den Schultoiletten gibt es nach fünfzig Jahren wieder Klopapier und Seife. Die Versäumnisse und Fehlentwicklungen werden überall sichtbar, ob in Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen oder Kindertagesstätten.

Die Krise zwingt die politischen Entscheidungsträger zum schnellen und pragmatischen Handeln, und das Undenkbare wird denkbar. Auf einmal sind ein bedingungsloses Grundeinkommen und die Grundrente für alle zur Sicherung des sozialen Friedens keine Utopie mehr. Gleiches gilt für die Forderung der Cannabis-Freigabe. Jetzt, wo der Staat auf dem Zahnfleisch läuft, wäre es eine enorme Entlastung, das Budget für den War on Drugs ersatzlos zu streichen. Die eingesparten Gelder könnten dorthin umgeleitet werden, wo sie wegen des Corona-Desasters dringend benötigt werden. Zugleich würde eine Legalisierung das Steuersäckl auffüllen und das Finanzministerium hätte zusätzliche Munition für die Bazooka, die in den kommenden Jahren zur Rettung der Wirtschaft regelmäßig abgefeuert werden muss.

Langsam erwacht das Land aus der Corona-Schockstarre. Nun heißt es für die Cannabis-Community, sich bemerkbar zu machen und auf das Politikmanagement Einfluss nehmen. Wer schreit, wird in Corona-Zeiten gehört und bekommt nahezu ungeprüft Recht. Treten wir jenen Politikern auf die Füße, die mit der Freigabe von Cannabis liebäugeln, aber bislang zu ängstlich waren, sich der Front der Drogenkrieger entgegenzustellen. Die Sterne stehen günstig für einen Paradigmenwechsel in der Hanf- und Drogenpolitik, solange der deutsche Michel aus Angst vor dem Coronavirus alles mit sich machen lässt.

13 Antworten auf „Corona-Krise – ein Trigger für die Cannabis-Freigabe?

  1. DIE HANFINITIATIVE

    Wir brauchen die Mütter und die Väter. In vielen Staaten der USA sind sie aufgestanden. Bei Volksentscheiden haben viele für die Freigabe als Medizin und Genussmittel für Erwachsenen gestimmt. Auch die schädlichen Folgen und Kollateralschäden der globalen Prohibition werden von den Eltern nicht mehr akzeptiert, wenn sie die Hintergründe kennen, über die Pflanze und ihre Möglichkeiten aufgeklärt sind und sie den Herrn Anslinger kennen und seine verrückte Kampagne durchschauen. Hoffen wir, dass das „Kapitel Corona“ bald genauso der Vergangenheit angehört wie das „System Prohibition“.

    Liebe und Hoffnung für uns alle 🙂 🙂 🙂 Serra und Cheryl (YOU never walk alone!): Mütter für Hanf USA – Ich liebe sie 🙂 „https://www.facebook.com/Moms4MJ/posts/“ – wo sind die „Mütter für Hanf“ in Deutschland? Unsere Kinder und Enkel brauchen uns und unsere Kraft und unseren Einsatz für ihre gute Zukunft und für Geborgenheit und Urvertrauen. Liebe Grüße 🙂 🙂 🙂 und danke, dass es EUCH gibt.

    Ein wenig Kunst zum MUT-MACHEN: „https://www.youtube.com/watch?v=TP0X21HCjUs“ ✌;-) Balbina – „MaMa“

    Wir, als DIE HANFINITIATIVE, wollen, dass wir und unsere Kinder und Enkel eine lebenswerte und gesunde Gegenwart und Zukunft erleben und erwarten dürfen.

    Wir sind deshalb vielseitig aktiv und recherchieren auch Fakten und stellen diese zur Debatte.

    Wir vertreten auch unsere eigenen Wertvorstellungen, Meinungen, Emotionen und Erkenntnisse.

    Bitte prüfen Sie unsere Fakten und Schlußfolgerungen und ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse, wenn Sie sich umfangreich informiert haben.

    Wenn Sie auch zu dem Ergebnis gelangen, dass wir handeln müssen, werden Sie bitte aktiv.

    Unterstützen Sie unsere Sache oder gründen Sie eigene Initiativen und Aktivitäten.

    Tun Sie es für sich und für die Zukunft ihrer Kinder und Enkel.

    Zeigen Sie Empathie.

    Vielen lieben Dank.

    EUER Team von DIE HANFINITIATIVE

    #hanf #hemp #nutzhanf #hanfliebe #actnow #fridaysforfuture #kinder #enkel #endprohibition #hempforfuture #haltetzusammen #rezo #greta #thunberg #wirliebenEUCHsehr #bebrave #zukunft #future #climatecrisis #weareone #onelove #survive #children #grandchildren #rebellion #extinctionrebellion #überleben #bundesverfassungsgericht #gerechtigkeit #endlich

  2. H'79

    Die Wirtschaftskrise insbesondere bzgl Staatsfinanzen wird es erschweren, das unsägliche Draufzahlgeschäft der Strafverfolgung (ohnehin nicht wirklich erfolgreich) weiterzubetreiben. Auch sog. harte Drogen werden womöglich in den kommenden 20erJahren freigegeben, unter staatl Kontrolle oder gar staatlicherseits, zumal bzgl Tabak und Glücksspiel der Staat sich gern mit Geldern Süchtiger finanziell stärkt. Er könnte Steuern auf Alkohol und Zucker erhöhen, eine Kaffee-Steuer einführen und alle beliebten derzeitigen Btm unterhalb der Schwarzmarktpreise verkaufen. Je schwerwiegender die Krise wird und je mehr Aufklärung bzgl Drogen grassiert, desto höher dürfte die Wahrscheinlichkeit sein, dass Nöte Töchter gebären, für die Vernunft ein trefflicher Name wird sein können.

  3. Lars Rogg

    oh je…soviel Hoffnung und Optimismus. Und das in Deutschland zu einer Zeit in der die Leute in Angst und Schrecken versetzt werden und entsprechend agieren oder eben nicht mehr agieren. Dem unaufgeklärten deutschen Michel gerade jetzt klar zu machen, dass er keine Angst mehr vor dem seit jahrzehnten schlecht geredeten Teufelskraut haben muss, halte ich für unsinnig. Klares Denken ist doch zur Zeit bei keinem anzutreffen. Auf Politiker zu setzen, die vor allem durch heisse Luft und unausgegorene Vorschläge auffällig geworden sind (SPD, Grüne, FDP) halte ich für vergebene Liebesmüh.
    Sowohl bei den liebäugelnden Politikern als auch beim gemeinen Bürger ist es mit der Aufklärung nicht weit her und Angst und geplante Beschränkungen, falls man eine harmonisierun anstreben wollte, sind noch allgegenwärtig. Um Geld zu generieren werden unsere tapferen Stammespolitiker eher die Mehrwertsteuer oder Mineralölsteuer erhöhen bzw. neue Steuern erfinden (Coronaabgabe) als sich ernsthaft zu überlegen ob man aus finanziellen Gründen das Drogenruder herumreissen sollte. Des Geldes wegen die rechte Opposition zu stärken und sich selbst unglaubwürdig zu machen, auf diesem zerstörerischen Kurs werden sich die etablierten Parteien nicht begeben.
    Auf Eltern zu setzen ist auch nicht gerade hoffnungsvoll. Ich hab von Eltern gehört die ihre Brut selbst bei der Bullerei angezeigt hat, weil sie einen Kanten bzw. ein Pflänzchen im Schrank gefunden haben. Die Angst vor der Teufelsdroge sitzt so fest, dass sie ihren eigenen Kindern lieber die Zukunft verbauen, als sich gegen diesen Staat und für die Realität zu entscheiden. Von Schulen, die ihre Schüler lieber ausschließen und der Bullerei zuführen brauchen wir da gar nicht erst anzufangen. Pädagogisch sehr einprägsam, wenn so ein 15 oder 16 jähriger von den Blauen durch den Schulhof abgeführt wird…vor den Augen aller. Lehrer und Rektoren, stolz einen Untäter dingfest und der Staatsmacht übergeben zu haben. In Deutschland herrscht das Denunziantentum…nicht die Aufklärung und Menschlicheit.
    Aber genau das brauchen wir noch einige Jahre. Ehrliche Aufklärung. Es gibt viele tolle Mitstreiter… hier, in der Politik, in Verbänden und im Staatsapparat. Viele bemüht ehrlich und sachlich aufzuklären. Oft mit Wut, Mut und Kampfeswille. Doch wir erreichen noch nicht die Masse. Noch nicht. Mit der Zeit wird sich der Wind drehen und ekelhafte Gestalten wie die Ludwig und ihre verlogenen Schergen werden der Vergangenheit angehören. Doch das wir zur Zeit erfolgreich sein können, in Zeiten der künstlich generierten Angst und teils massiven Polizeikontrollen und Gängeleien seitens der Obrigkeit, das wage ich schwer zu bezweifeln.
    Bleibt in Deckung… 🙂

  4. M. A. Haschberg

    Wahrscheinlich brauchen wir auch in dieser Angelegenheit erneut die Hilfe des zivilisierten, westlichen Auslandes (USA, Kanada), ähnlich wie bei den beiden letzten Weltkriegen.
    Hätten wir den rettenden Beistand der Aliierten 1945 nicht gehabt, würden unsere konservativen Hardliner auf ihrer in den Genen verwurzelten Jagdlust nach Sündenböcken, wohl noch immer Juden und Andersdenkende verfolgen. So wie heute die willkürlich auserkorenen Drogenkonsumenten.

  5. DIE HANFINITIATIVE

    @Lars, das ist der „kausus knacktus“ – eine Psychose oder Neurose kannst DU nicht einfach „weglieben“. Nur der Betroffene kann etwas für sich selbst tun – da gibt es viele Möglichkeiten, Therapie ist eine davon. Vielleicht braucht unsere Gesellschaft so etwas wie eine „kollektive Therapieerfahrung“ zur Bewältigung ihrer Traumata. Und davon gibt es eine ganze Menge, an verdrängtem Horror. 🙁 Aber ich denke immer in „Systemen“ und „Lösungen“. Versuche es. Du beschreibst DEINE Lösungen ich MEINE, aber ich sehe bei uns beiden ein Bemühen zu einem „Gemeinwohl“ beizutragen und das gefällt mir. 🙂 LG

    […] Gedanken zur menschlichen Natur

    … Wenn man einen Blick auf ein modernes Mitglied der menschlichen Spezies wirft, sieht man eine Kreatur, die exzellent in der Lage ist, mit schmerzhaften Erfahrungen fertig zu werden, aber andererseits sensibler und verletzlicher ist als nahezu alle anderen Geschöpfe. Ich beziehe mich auf das weit offene sensorische Fenster menschlicher Babies, auf die lange Abhängigkeitsphase menschlicher Kinder und nicht zuletzt auf die hochentwickelte sensorische, psychische und emotionale Kapazität eines Menschen, der das Glück hatte, in entscheidenden frühen Phasen des Lebens Liebe erfahren zu haben und mit nur wenig frühem Schmerz belastet worden zu sein. Es sollte außer Frage stehen, dass für ein aufwachsendes menschliches Wesen sehr viel mehr elterliche Fürsorge notwendig ist, um eine schmerzvolle Überlastung zu vermeiden, als für irgendein anderes Säugetier.

    Aber auch ein erwachsener Mensch hat eine größere Wahrscheinlichkeit Schmerz wahrzunehmen als ein Tier. Man betrachte zum Beispiel die Haut. Sie ist ein exklusiv menschliches Sinnesorgan, das in der Lage ist, ekstatische Zustände zu vermitteln, und gleichzeitig bedingt, dass ein Mensch in bestimmten klimatischen Situationen unerträglichen Schmerz fühlt, die kein Problem sind für eine Kreatur, die durch Ihr Fell geschützt ist. (Vorausgesetzt, man nimmt dem Menschen die Kleidung weg. Es ist zu beachten, dass „Kleidung“ nicht die Ausstattung ist, die die Natur oder die Evolution ihm/ihr mitgegeben hat).

    Andererseits wissen viele Fachleute und Leidtragende – vor allem Primärtherapeuten und Primärpatienten -, dass der heranwachsende menschliche Organismus von Beginn an in der Lage ist, unglaubliche Mengen an Schmerz zu verarbeiten. Somit scheint die exzellente Fähigkeit des Systems, sich gegen Schmerz zu verteidigen (ihn aufzunehmen und in einer Weise handzuhaben, die das Überleben sichert) irgendwie mit seiner hochentwickelter Sensibilität und mit erhöhter Verletzlichkeit verknüpft zu sein. Man sieht eine Beziehung zweier gegensätzlicher und antagonistischer Elemente in einem biologischen System. (Das mit Abwehr befasste Element ist bestimmt kein Befürworter von „hochentwickelter Sensibilität“).

    Was könnte die Natur dieser Beziehung sein? Da wir wissen, dass dieses System eine sehr lange Entwicklung hinter sich hat, könnten wir annehmen, dass die beständige Interaktion beider Elemente jedem von ihnen auf eine höhere Qualitätsstufe verholfen hat. Die Verteidigungsfähigkeit könnte wachsende Sensibilität induziert haben, und umgekehrt könnte die ansteigende Sensibilität eine sich verbessernde Abwehrfähigkeit bestimmt haben. Offensichtlich liegt ein Paradox in dieser Überlegung. Wie könnte der Akt der Verteidigung zu einer höheren Sensibilitätsstufe führen? Es scheint keinen Sinn zu machen. Man sollte klar erwarten, dass eine schmerzhafte Erfahrung, die in das sensorische System eines Organismus eindringt, in niedrigerer Sensibilität resultiert, so dass die Wahrscheinlichkeit, die gleiche Erfahrung als schmerzhaft wahrzunehmen, beim nächsten Mal geringer ist. In der Ontogenese ist das eine essentielle Eigenschaft dessen, was in der Neurose geschieht. In der Phylogenese könnte das eine mögliche Anpassung an widrige Umstände in der Umwelt sein. Und vielleicht war dieser erwartete Effekt genau das Ergebnis des Endorphinsystems [Anm.: und des für unsere Schmerzverarbeitung und für das Immunsystem so wichtigen Endocannabinoidsystems] in Würmern und Fischen und anderen niederen Lebewesen gewesen.

    Das Rätsel bleibt. Es ist nicht unbedingt logisch, dass die Notwendigkeit, sich gegen Schmerz zu verteidigen, zu erhöhter Sensibilität führen sollte. Nun könnte man einen weiteren Hinweis Dr. Janovs benutzen, nämlich dass Schmerz bei Ratten nachweislich einen größeren Kortex erzeugt. Man könnte sich einen niederen Organismus vorstellen mit einem primitiven Nervensystem, der gerade eine schmerzhafte Erfahrung macht: eine fremde Kraft (in Form sensorischer Signale) dringt von außen in das primitive sensorische und nervale System dieses Organismus ein. Jetzt fordert man zwei mögliche Konsequenzen: … …

    … … Wenn man die Amöbe mit dem modernen menschlichen Organismus vergleicht, dann muss man zugeben, dass die Amöbe ein relativ leichtes Spiel hatte, die eingedrungenen Fremdkörper wieder loszuwerden. Ein Geburtstrauma jedoch, das in den dichten Gespinsten menschlicher Nervennetzwerke gefangen ist, kann nicht einfach von einem Tag zum anderen freigesetzt werden. Es ist buchstäblich mit unzähligen Millionen von Nervenzellen zugeschüttet. Wie bei einem Lawinenopfer muss die Befreiung systematisch von außen erfolgen. Es geht zuerst einmal darum, mehrere Schichten von Schmerz abzutragen, die das frühe Geburtstrauma überlagern. Eines Tages gibt das System seinen Gefangenen tatsächlich frei, und das offenbart den dualen, paradoxen Charakter der Einprägung. In den Jahrmillionen der Evolution war sie gleichsam zu einem Teil der Physiologie geworden, eine beständige Komponente menschlicher Organismen, aber ihre ursprüngliche und wahre Eigenschaft eines gefährlichen Eindringlings – das Korrelat einer bedrohlichen externen Kraft – hat sie nie verloren.

    Von einem evolutionshistorischen Gesichtspunkt aus gesehen ergibt sowohl die Verdrängung, die die Unversehrtheit von Körper und Psyche zu bewahren versucht, als auch die Auflösung der traumatischen Erinnerung via Primärtherapie, die den eingeprägten Schmerz weitgehend aus dem System verbannt, einen kompletten Sinn.

    Quelle: „http://www.primal-page.com/fwagner.htm“ […]

  6. Rainer Sikora

    Er teilte die Fluten,vom Roten Meer.Jesus Christus ist vom Tot auferstanden und kommt sicher wieder.Alles das glaube ich,aber auf keinen Fall wird in der BRD Cannabis legal.

  7. H'79

    Es wird höchstens so schlecht werden müssen, dass es besser werden musss. Pessimist bin ich auch, konstruktiver Pessimist – wenig erwarten, (möglichst) viel Gutes draus machen …
    Komplett dumm ist die Union nicht, nur in manchen Belangen gern unbelehrbar – nicht jeder, nicht für immer. Eine knappe Bevölkerungsmehrheit zeichnet sich heuer ab – in der nächsten Legislaturperiode wird die Union stärkste Kraft (wahrscheinlich) aber sie wird ein oder zwei Partner brauchen (nicht die AfD, siehe Thüringen). Der Druck wird steigen. Die SPD hat sich sooft für Entkrimalisierung ausgesprochen, dass sie Wähler nur dann zu verlieren droht wenn sie davon abgeht. Im bald armen Staate Deutschland wird Geld so wichtig sein dass man des Teufels Kraute – selbst wenn Hanf das wirklich wäre – vom Zwecke geheiligt zu wähnen erwöge. Unterdessen werden immer mehr den Hanfgenuss liebgewinnen – gerade junge Menschen beeindruckt die Negativ-Campagne notorischer Lügner nicht so wie es in blau-weißen Bierzelten gehofft wird. Stimmungen schwappen schnell im launischen Deutschland. Ein großes Achweh könnte sich schon bald als Vorgänger eines größeren Ohjas entpuppen.
    Wenn nicht, kämpfen wir einfach noch länger weiter.
    Um in Deckung zu gehen, ist es für mich leider längst zu spät – flüchten kann ich jetzt nur nach vorn.

  8. DIE HANFINITIATIVE

    „Er teilte die Fluten,vom Roten Meer.Jesus Christus ist vom Tot auferstanden und kommt sicher wieder.Alles das glaube ich,aber auf keinen Fall wird in der BRD Cannabis legal.“ @Rainer daraus spricht eine tiefe Verzweiflung. Dann bist Du nur hier liest hier mit und schreibst, um diese EWIGEN QUALEN DIE NIEMALS ENDEN WERDEN: NIEMALS. NIMMER IM LEBEN. Punkt. Aus. Ende.

    Mann, das tut mir leid für Dich jeden Tag mit so einem schweren Päckchen rumlaufen zu müssen. Aber ich denke auch geteiltes Leid ist halbes Leid, so hoffe ich dass Dir das hilft es auszudrücken. Auch Dir viel Glück und schöne Momente, musst es halt aushalten – die Hoffnungslosigkeit. Ist ähnlich wie Erwachsen-Werden – man kann nix dagegen tun – oder? LG

    […] Mein Papa … Bier, Zigaretten und … alles was nicht war …
    Mein Papa starb an Lungenkrebs. Ich hätte ihm gerne geholfen, doch damals wusste ich noch nichts von der Heilwirkung der Cannabinoide. So habe ich zugesehen, wie es schnell mit ihm zu Ende ging. Er war starker Tabak-Raucher und nahm auch sonst wenig Rücksicht auf seine Gesundheit.

    Lieber Papa, ich hätte Dir gerne noch einige Jahre gegönnt. Du hast immer schwer gearbeitet und hattest wenig Zeit für uns. Heute stelle ich mir vor, wie schön es vielleicht gewesen wäre, wenn Du, anstatt Bier zu trinken, einen Joint mit uns geraucht hättest. Ich weiß, dass nun einige aufschreien, wegen „Drogen“ und so … aber es wäre sicher eine friedliche und nette Zeit mit Dir gewesen. Zumindest in meiner Fantasie.

    Vielleicht hättest Du mehr Nähe zulassen können und vielleicht hätten wir über Dinge gesprochen, die uns beiden wichtig gewesen sind. Über unsere Gefühle und unsere Träume, was wir vom Leben erwarten … Vielleicht wärst Du einfach ein guter Kumpel gewesen, offener und gefühlvoller. Ich weiß es nicht.

    Du weißt gar nicht, wie sehr ich Dich geliebt habe und wie sehr ich die Nähe zu Dir vermisst habe. Das viele Bier, was Du immer getrunken hast, hat Dich aggressiv und gewalttätig werden lassen. Wie anders wäre es wohl gewesen, wenn Du, statt Tabak und Bier, das Hanfkraut geraucht hättest?

    Welche Gespräche hätten wir führen können? Welche Emotionen hätten wir zulassen können? Vielleicht hättest Du mich sogar einmal in den Arm genommen? Ich habe das so sehr vermisst, diese Nähe zu Dir. Ich hatte sehr viel Angst vor Dir, wenn Du betrunken warst. Du hast dann Deinen ganzen Schmerz, Deine Verletzungen, alles was man Dir, als du klein warst, was man Dir angetan hatte, herausgelassen.

    Wie anders wärest Du wohl gewesen, hättest Du Deinen Schmerz mit Hanf lindern können? Ich denke ja nicht einmal an Therapie, oder so etwas, was ich lange Zeit selbst gemacht habe, um fertig zu werden, mit diesem Mangel … Ich werde es nie wissen, lieber Papa. Ich werde es nie wissen. Heute würde ich Dir sagen „rauch doch mal Einen“ 🙂 „Take it easy“. Ich würde Dir viel erzählen und mich freuen, wenn wir uns nahe wären.

    Das ist so nie gewesen, das schmerzt mich immer noch, mein armer Papa. Du warst so tief in Deinem Schmerz. Ich denke heute, mit etwas Kraut hätte es in Deiner Seele etwas Erleichterung und Wärme geben können. Und vielleicht wärst Du nicht so früh an Krebs gestorben, wie mit dem vielen Bier und den vielen Tabak-Zigaretten.

    Ich weiß nicht wie es gewesen wäre, mein lieber Papa. Ich stelle es mir vor, ich hätte es Dir sagen können, wie sehr ich Dich liebe und wie gern ich Dir nahe bin und wie sehr Du mir fehlst, mein lieber Papa …

    … aus „Die Quantenphysik der Liebe“

    Das Wort „Papa“ gibt es in 71 % aller Sprachen auf der Welt. Man untersuchte 1.000 Sprachen aus 14 Sprachgruppen und in 710 gab es das Wort Papa oder ein ähnliches Wort, welches den Vater oder einen anderen männlichen Verwandten bezeichnet. Der US-amerikanische Linguist Donald Ringe stellt die Theorie auf, dass die Wörter „Mama“ und „Papa“ möglicherweise die ersten bewusst erlebten eigenen Laute eines Babys seien. […] „https://diehanfinitiative.de/index.php/medizin/27-zeitgeist“

  9. Fred

    Verschlechtert haben sich die Chancen auf die einzig richtige Lösung definitiv nicht. In der Nachcoronazeit werden wir einige Millionen Arbeitslose mehr haben, plus einige hunderttausend ehemalige Selbstständige die direkt in Harz 4 fallen, die Inlandsnachfrage wird daniederliegen, der Export wird Jahre benötigen bis er wieder auf dem Stand von 2019 ist. Kurzum, die Wirtschaft hat Grippe mit schwerer Lungenentzündung und die Staatseinnahmen werden in allen Kassen einbrechen.

    Wer jetzt mit Steuererhöhungen auf breiter Front rechnet, irrt. Man wird Steuern erst einmal senken müssen, Konjunkturprogramme auflegen und wahrscheinlich alles tun was Gut und Teuer, ist um den Laden wieder auf Trab zu bringen. Alles andere würde dem ganzen den Rest geben.

    Und selbstverständlich ist in so einer Situation alles möglich. Und warum sollte man dem “ deutschen Michel “ nicht verklickern können, das es schlecht ist, der Mafia den Gewinn im Cannabishandel zu überlassen, das es schlecht ist, die Polizei mit sinnloser Jagd nach Kiffern zu beschäftigen, und das Cannabis nicht so schlecht ist, nach “ neuen Studien „.
    Vielleicht erzählt man auch noch etwas von einer alten Kulturpflanze…..

    Generell kommt jedenfalls Spannung auf. Und das nicht nur in der Cannabisfrage. Die Welt wird sich ändern. Und ich habe aktuell keine Vorstellung wie.

  10. Rainer Sikora

    @DIE HANFINITIATIVE
    Die Summe meiner Beobachtungen und Erlebnissen und selbst gemachten Erfahrungen,lassen leider nicht mehr Hoffnungen und Zuversicht zu.Natürlich wünsche ich mir einen unerwarteten anderen Verlauf und angenehme Überraschung,und gebe die Hoffnung nicht ganz auf.
    Mit deinem Papa ist es ähnlich gewesen,was den Zugang betrifft,wie bei meinem Papi.Der hat Zwar nicht viel geraucht und nicht zuviel getrunken,aber unsere Beziehung und Vorstellung vom Leben und den Prioritäten in der Welt und im Alltag,waren wohl zu unterschiedlich.Mein Haschkonsum hat dieser Beziehung wohl auch den Rest gegeben.So ist er weder von mir noch von meinem Bruder besucht worden,als er eines traurigen Todes an Krebs verstarb.Tut mir aber leid.

  11. DIE HANFINITIATIVE

    Lieber @Rainer das tut mir ehrlich leid. Die Zeit heilt eben nicht alle Wunden. Ich hatte es schwer mit meinem Vater. Vieles konnte bei mir heilen, weil ich viele Selbsterfahrungen machte und das heilsamste war, als ich selber Papa wurde. Das war etwas sehr archaisches für mich 🙂

    ABER WENN ICH DANN SOWAS LESE und zusammen mit dem gazen Wissen, welches ich mir durch das Studium der Prohibition angeeignet habe, ist es nicht ganz einfach „nicht pessimistisch“ zu werden. Das „System-Natur-Mensch“ (was immer auch sich jeder in der Tiefe darunter vorstellen mag) scheint sehr kaputt zu sein, wenn sich das bewahrheitet: [… Die US-Regierung befeuert erneut die Theorie, nach der das Coronavirus aus einem chinesischen Labor stammt. In Berlin sieht man dafür keine Beweise, doch die Ungeduld gegenüber Peking wächst. …] „https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-usa-china-1.4896401“ Biotech-Forschung zu militärischen Zwecken sollte verboten werden.

    Hanf sollte global wieder genutzt werden.

    Das Klima verändert sich habitationsfeindlich. Der Kapitalismus steht vor dem Abgrund. Das Methan kommt aus dem Meer hoch und USA und China eskalieren den Wirtschaftskrieg bis es richtig knallt. … Gibt es keinen Planeten B, auf den ich mich beamen kann? 🙁

    Jetzt gehe ich in meinen Garten und pflanze ein paar Sonnenblumen. 🙂 Außerdem hätte ich gerne einen Kirschbaum. Nein kein Apflbäumchen will ich pflanzen… ein Kirschbäumchen als Symbol der Hoffnung. 🙂 LG

  12. Ötzi

    Alle wollen das das Leben weitergeht .
    Das geht aber nur ,wenn die Natürliche Umwelt der Erde gesund ist .
    Die Erde, hat aber Momentan eine Krankheit ,diese Krankheit heißt Mensch .
    Jetzt hilft Doctor Corona ,der Erde, damit sie wieder Gesund wird .
    Okey . Aber ,falls sich herausstellen würde das ein Chinesisches Labor, hinter dem Coronavirus steckt , wäre die obriege Analyse ,die von Unbändigen Naturgewalten spricht , natürlich teilweise hinfällig .
    Aber Trotzdem bleibt die Frage . Warum werden Christen zu Satanisten ,wenn es um Natur geht ?

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