Montag, 27. Januar 2020

Verbraucherzentrale warnt vor Cannabis-Wirkstoff CBD

Cannabidiol (CBD) in Lebensmitteln sei „alles andere als unbedenklich“

 

 

Von Sadhu van Hemp

 

 

Ganz im Sinne der Anti-Cannabis-Agenda der Bundesregierung hat sich nun der „Verbraucherzentrale Bundesverband“ (vzbv) zu Wort gemeldet und für den Hanf-Inhaltsstoff CBD eine Warnung ausgesprochen. Laut Verbraucherzentrale liegen zwar CBD-haltige Lebensmittel sowie Nahrungsergänzungsmittel auf Cannabis-Basis im Trend, seien aber für die Konsumenten nicht ohne Gefahren. Die vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz geförderte politische Organisation rät von dem Verzehr von CBD-Produkten ab.

 

In der Begründung heißt es: „Um den Hanf-Inhaltsstoff  Cannabidiol  (CBD) hat sich ein regelrechter Hype entwickelt“, doch sei nicht geklärt, wie riskant CBD-haltige Lebensmittel sind. So sei es mit Skepsis zu betrachten, wenn „einige Hersteller ihre Produkte als Hilfe bei Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen oder Depression anpreisen“. Denn „diese Produkte können gesundheitlich beeinträchtigende Mengen des psychoaktiven Stoffes Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten“.

 

Weiter führt die Verbraucherzentrale aus: „Zwar hat CBD im Gegensatz zu THC keine berauschende (psychoaktive) Wirkung. Es sind jedoch zahlreiche unerwünschte Effekte bekannt. (…) So kann CBD bei jedem Zehnten Schläfrigkeit und Benommenheit auslösen. Genauso häufig scheint CBD aber auch zum Gegenteil, also zu Schlaflosigkeit, Schlafstörungen und innerer Unruhe zu führen. Zudem sind Fragen zu Dosierung, Sicherheit und Wechselwirkungen noch nicht geklärt.“ Folglich sei die Sicherheit von Produkten mit CBD nicht ausreichend gewährleistet.

 

Überdies ist die Verbraucherzentrale der Meinung, dass die Produkte illegal im Handel sind. „CBD-haltige Lebensmittel haben keine Zulassung als neuartiges Lebensmittel“ und „dürften daher als Lebensmittel nicht verkauft werden“. Die Organisation verweist in diesem Zusammenhang auf das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Aus Sicht des BVL müssen die Anbieter, „bevor sie CBD-haltige Erzeugnisse auf den Markt bringen, entweder einen Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels oder einen Antrag auf Zulassung als neuartiges Lebensmittel (‚Novel Food‘) stellen. Das gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel. Zulassungen als Novel Food liegen aber bislang nicht vor. Die Produkte dürften also gar nicht verkauft werden.“

 

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale „ist es nicht akzeptabel, dass beispielsweise CBD-haltige Kaugummis im Verkauf sind, obwohl sie keine Zulassung haben. (…) Besonders sensible Zielgruppen wie Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden. Bonbons, Schokolade oder Erfrischungsgetränke enthalten oft fragwürdige Hanf-Zutaten, deren Ursprung unklar ist. Zudem nutzen die Anbieter Abbildungen von Hanfblättern und Begriffe wie ‚berauschend‘, ‚high‘ oder ‚Achtung Suchtgefahr!‘, um gezielt mit dem berauschenden Image zu werben. Das halten wir für eine gefährliche Verharmlosung von Cannabis.“

 

Zuletzt beklagt sich der „Verbraucherzentrale Bundesverband“ über die Behörden, die in den einzelnen Bundesländern für die Zulassung zuständig sind und dadurch das Prüfverfahren der Zulassung der Cannabis-Produkte unnötig verkomplizieren und in die Länge ziehen.

 

Mit dieser Warnung ist die politische Dachorganisation der Verbraucherzentralen, die sich als „starke Stimme aller Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland“ versteht, ganz auf Linie jener Akteure, die den freien Handel mit Cannabis-Produkten beschränken und zu ihren Gunsten regulieren wollen. Somit kommen Zweifel auf, inwieweit sich der gemeinnützige, parteipolitisch neutrale Bundesverband der Verbraucherzentralen tatsächlich „für eine gerechte und nachhaltige Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung“ einsetzt und die „Bedürfnisse der Menschen“ in den „Mittelpunkt“ stellt.

Weit her kann es mit diesem Anspruch ja nicht sein, wenn „diese Information (über CBD) im Rahmen eines vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Ernährungsprojekts entstanden ist“.

 

 

19 Antworten auf „Verbraucherzentrale warnt vor Cannabis-Wirkstoff CBD

  1. Party 45

    Nach der Nazi und Stasi-Diktatur ,wurden nur einpaar Täter verurteilt . In einer Diktatorisch Befangenen Gesselschafft kann sich , human Ethisches verhalten ,nur nach gründlicher Juritstischer aufarbeitung ,als normal etablieren . Die BRD hatte nie eine Chance dazu .
    Durch Wiederaufnahme der Nürnberger Prozesse , kann nicht nur die Bundesregierung von Antidemokratischen elementen bereinigen werden .
    Aussergerichtliche Sanktionierungen sind aber auch ok .Nürnberger Prozesse 2020 letsgo ,Leipzig Hello !

    Nicht nur das Deutsche Grundrecht auf Privatsphäre ist ein beweis , für die Scheinheiligkeit des Deutschen Rechtsystems . Über 50 % der Bundesbürger besitzen keine Privatsphäre in der eigenen Wohnung ,sie werden täglich von den Nazinachbarn geweckt .

  2. Lars Rogg

    mimimi….das böse, nicht psychoaktive Zeug kommt leider von Cannabis. Ergo muss es schlecht geredet werden. Weil minimale Mengen THC drin sein könnte….lächerlich…Was sag ich immer…die schaffen es, etwas schlecht zu reden bzw. negativ darzustellen, dass in anderen Ländern (Schweiz, Israel, USA) völlig unproblematisch im Handel erhältlich ist. Sie diskreditieren ein Wirkstoff und eine Branche, obwohl sie selbst keine fundierten Erkenntnisse haben. Gewehr bei Fuss, liebe Bundesregierung. Die sind soooo armselig. Gibt es noch Menschen die ehrlich glauben, dass in der BRD Hanf und seine psychoaktiven Wirkstoffe bei uns Legal werden…?? In absehbarer Zeit..??? Bei den Vorzeichen…?? Wenn CBD und Faserhanfbrüher schlecht geredet, diskreditiert und kriminalisiert werden..?? Ich weiß, ich werde jetzt von den Üblichen als Schwarzseher und Pessimist bezeichnet werden…von wegen oller Reefer madness talk…
    Aber wer ernsthaft glaubt, dass in Zeiten, in denen sogar ein Stoff wie CBD schlecht geredet wird, eine Legalisierung in absehbarer Zeit realisiert wird, der raucht zu viel…oder zu wenig…oder gibt sich seinen Illusionen hin. Himmel was für ein scheiß lobbyhöriger Drecksstaat. Könnte kotzen.. 🙁

  3. Rainer Sikora

    CBD Tote würden denen gut in den Kram passen.Neulich wollte ich CBD Kaugummi kaufen,doch das enthaltende künstliche Süßungsmittel hielt mich davon ab.Die deutsche Aufklärung über THC könnte aber schon boykottiert werden.Glyphosat ist dagegen aber harmlos.Wenn man so ein cannabistypisches Blatt irgendwo sieht,müssen aber sämtliche Alarmglocken schrillen.Mein Kind könnte mit einer Hanfteepackung in einer Bahnhofstoilette aufgefunden werden.CBD-Dealer.

  4. Rainer Sikora

    Die Cannabisgegner müssen etwas unternehmen,weil der CBD-Trend zu viele Menschen wachrütteln könnte.

  5. R. Maestro

    So grauenhaft Hanf immer wieder dargestellt wird, müsste man davon ausgehen,
    dass unsere Vorfahren schrecklichst gelitten haben.

    Gemäss der damaligen Normalität von Hanf müsste jeder von uns psychotische Ahnen haben. Auch unsere heutigen vermeintlichen Lichtgestalten.
    Trotzdem hat sich die Erde bereits vorher gedreht, auch ohne unsere „Retter“(lol), oder eher Häscher.
    Öde, dass der Großteil zu faul ist sich zu informieren, pauschal zu verurteilen ist halt der einfachere Weg.
    Hier wird sich nichts ändern, allenfalls auf internationalen Druck hin.
    Vielleicht kapiert man es sogar irgendwann, dass Hanf ein unheimlich guter, vor allem verrottbarer, Rohstoff ist und dass man sich keinen Gefallen getan hat diesen durch fast ewig existierenden Kunststoff zu ersetzen.
    Es ist halt für viele noch zu lukrativ, das Verbot. Genauer erläutern kann es Dr. R. Thomasius sicherlich.
    Die Wirtschaftlichkeit des Hanf, ist das Problem, nicht das THC.
    Dafür stehen Konsumenten neben Mördern, Vergewaltigern und Pädophilen in der gleichen Verbrecher-Kartei.

    Sarkastischen Dank, den moralarmen, kapitalgeilen Bereichen der Politik!
    Wie zu Anslingers Zeiten werden die Menschen auch heute VERKAUFT!
    Ihre Freiheit, ihre Gesundheit, ihre Zukunft, ……. .
    Aus, juristisch bezeichnet, „niederen Beweggründen“!!!

  6. Fred

    // So kann CBD bei jedem Zehnten Schläfrigkeit und Benommenheit auslösen. Genauso häufig scheint CBD aber auch zum Gegenteil, also zu Schlaflosigkeit, Schlafstörungen und innerer Unruhe zu führen.//

    Und es wird noch schlimmer. Nach der Einnahme regnet es oder eben auch nicht.

    Die Propagandamaschine läuft auf vollen Touren.

  7. Harald

    Alkohol löst bei jedem Schläfrigkeit und Benommenheit aus. Aspirin kann zum Tod führen.
    Glyphosat ist unser täglich Brot und höchstwahrscheinlich krebserregend und damit potenziell tödlich!!!
    Und jetzt, was tun?
    Wie bekommen wir Glyphosat aus unserer Nahrung und wo bleibt der Verbraucherschutz?
    Wie sehr muß mann in der Ecke stehen um so zu agieren?
    Und ich dachte bisher der Verbraucherschutz sei unabhängig, das war wohl ein Irrtum?
    Die ganze Historie erinnert an Fort Alamo, aber das ist auch gefallen!!! So werden auch diese Schranken fallen.
    Des Weiteren muß man dem Verbraucherschutz dankbar sein für die Aufklärung!!! Ich denke mal viele Leute mit Schlaflosigkeit werden jetzt auf CBD umsteigen oder es zumindest versuchen. Ist besser als Big Pharma und weit weniger gefährlich für Kinder als Spaghetti Bolognese mit Nudeln die Glyphosat enthalten. Na dann, gute Nacht!!!!!!!!!

  8. Karli

    Frage an google: Wie finanziert sich die Verbraucherzentrale?
    Antwort von google: „… Der Kernhaushalt wird zu etwa 97 Prozent durch Mittel aus dem Bundesministerium der Justiz … finanziert.“ (https://www.vzbv.de/service/haeufige-fragen-faq)
    Da werden also Steuergelder über das Bundesministerium für JUSTIZ … usw. umgeleitet um dem Steuerzahler durch die Verbraucherzentrale einzutrichtern was er laut Justiz zu glauben hat.
    Fragen an den Verbraucherschutz: Werden noch Beweise nachgereicht oder bleibt es bei Behauptungen? Wissen sie was da in ihrem Namen veröffentlicht wird?

  9. Karli

    Und hier nun noch mal ohne den Link:
    Frage an google: Wie finanziert sich die Verbraucherzentrale?
    Antwort von Google: „… Der Kernhaushalt wird zu etwa 97 Prozent durch Mittel aus dem Bundesministerium der Justiz … finanziert.“ (Hier stand der Link. Aber das will man beim HJ scheinbar nicht mehr.)
    Da werden also Steuergelder über das Bundesministerium für JUSTIZ … usw. umgeleitet um dem Steuerzahler durch die Verbraucherzentrale einzutrichtern was er laut Justiz zu glauben hat.
    Fragen an den Verbraucherschutz: Werden noch Beweise nachgereicht oder bleibt es bei Behauptungen? Wissen sie was da in ihrem Namen veröffentlicht wird?

  10. Alexander

    Ich finde es toll das sich der Verbraucherschutz meldet, denn eine Regulierung in sachen Qualität und Gesundheitlich unbedenklichen Inhaltsstoffen der CBD Produkte halte ich auch für den Endverbraucher von großer Wichtigkeit. Es werden schon etliche Produkte mit keinem oder geringem Wirkstoff „CBD“ zu immens hohen Preisen Verkauft, dabei Handelt es sich um Täuschend ähnliche CBD Produkte die der Endverbraucher kaum unterscheiden kann. Alte Menschen werden so in die irre geführt und getäuscht. Ein gewöhnliches Hanfsamenöl wird so als Wirkungsvolles CBD Produkt verkauft.
    Unverschämter weise sind auch die Aphotheken nicht abgeneigt und wittern das Geschäft. So wird ein „Stink normales“ natives Hanfsamenöl in der Apotheke des Pharma Herstellers RubaXX zu überteuerten 36 € für 10ml angeboten!!!!!! Dabei sind die Angaben auf der Verpackung, gezielt täuschend ähnlich zu den „wirkungsvollen“ CBD Produkten aus dem Internet Handel dargestellt. Nur leider ist in diesen Produkten aus der Apotheke kein CBD Wirkstoff zu finden.
    Das könnte sich dann bitte der Verbraucherschutz auch mal anschauen.

  11. Kräuter Hexer

    Nahrungsergänzungsmittel, deren Ursprung im Nutzhanf liegt, sind keine Arzneimittel.

    Novel-Food trifft nicht zu, es gibt Rezepte aus Hanf Öl zu extrahieren seit 500 Jahren.

    Also sieht mir eher nach Pharmalobby gesteuerte Panikmache aus, damit sie das nachher als Arzneimittel exklusiv vermarkten können.

    Aber ich lasse mich nicht hinters Licht führen, was im Kräutergarten wächst sind Lebensmittel oder mindestens Nahrungsergänzungsmittel.

  12. greenness

    Im Artikel ist die Rede von Beschränkung des freien Handels.

    Ist freier Handel das Gegenteil zu reguliertem Handel?

    Oder bezieht sich das auf internationale Transaktionen? Ist mit freiem Handel Zollfreiheit gemeint?

    Sollen in einem freien Cannabis-Handel Qualitätskontrollen vorgenommen oder gar vorgeschrieben werden?

    Darf es in einem freien Handel Altersbeschränkungen geben?

    Anders formuliert:

    Was soll „freier Handel“ eigentlich bedeuten, Mr. van Hemp?

    (Ich mache keinen Hehl daraus, daß mir eine Regelung mit Cannabis Social Clubs am Besten gefallen würde. Das wird aber nicht kommen. Cannabis ist verkommerzialisiert (Schwarzmarkt) und wird es bleiben. Beim amerikanischen Modell kassieren zwar weiter zweifelhafte Gestalten ab, es gibt aber Verbraucherschutz, es werden Steuern auf den Umsatz erhoben und die Verfolgung fällt flach.)

  13. Hannes Müller

    CBD-haltige Kaugummis? Ganz schlimm! Aber Bier ab 16, völlig legal aus dem Supermarkt geht natürlich in Ordnung. Selbst Kleinkinder ab 14 Jahren dürfen ja in diesem Land unter elterlicher Aufsicht Alkohol konsumieren. Alkohol, ein krebserregendes Zellgift, welches alle Organe angreift und an dessen Spätfolgen allein in Deutschland jährlich über 75000 Menschen sterben. Diese doppelte Standards sind einfach nur krank.

  14. Hans Dampf

    Gut geschriebener Artikel, interessantes Thema und intelligente Antworten. Es war heute eine Freude das Hanfjournal zu lesen.

  15. Luke

    @Alexander:

    Das RubaXX hab ich auch schon gesehen. Völlig irrer Betrug am Verbraucher. Die Apothekerin hat sich drauf angesprochen nur einen gegrinst. 36€ für 10!ml Hanfsamenöl und dann drucken sie noch willkürlich CBD drauf…

  16. Markus dr

    So ein müll es gibts kein besseres heilmittel als cbd
    Canabis allgemein hat nur gutes an sich
    Außer man nutzt es als droge

  17. Manni diskriminiert

    Der CBD-Konsument schei..t auf die Ratschläge der Verbraucherschützer, weil er selbst weiß, was ihm gut tut und was nicht. Zusatzstoffe, Pestizide in Luft und Essen, Fertigprodukte mit Chemie, künstliche Arzneistoffe, Zucker in Massen und Alkohol als Volkssport, davon reden Verbraucherschützer kaum. Es sind die Schreihälse einer pervertierten Marktwirtschaft, die nicht die Bedürfnisse sondern Krankheiten fördert. So schafft und bewahrt man Misstrauen, weiter so!

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