Donnerstag, 23. Januar 2020

Kascha – Januar 2020

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…


Eve (27, aus Hannover) möchte wissen:

„Hi Kascha,

ich kaufe mir immer mein Gras für den ganzen Monat auf einmal, aber dieses Mal ist es ziemlich feucht und das nervt mich ein bisschen. Ich glaube, das ist noch nicht fertig getrocknet. Wie bewahre ich das am besten den ganzen Monat auf, ohne dass es schimmelt – oder sollte ich es lieber gleich auf Zeitung oder so ausbreiten und trocknen lassen?“

Kascha antwortet:

„Hi Eve,

so feuchtes Gras zu kaufen ist natürlich ärgerlich. Erst mal lässt es sich nicht so gut zerkleinern und brennt auch nicht so gut, außerdem bleiben von zehn Gramm feuchtem Gras nach dem Trocknen oft auch nur noch acht oder neun Gramm übrig. Wenn Du es dann auch noch schnell trocknest, wird der Rest am Ende des Monats wiederum Staub sein und das ist auch nicht ideal. Mein Tipp wäre an dieser Stelle eine Mischung aus schimmelsicherer Aufbewahrung und schonendem Trocknen. Das geht einfacher, als man denkt: Dazu braucht man idealerweise nur einen Behälter, idealerweise aus Glas. Das geht zum Beispiel mit einem großen Marmeladenglas oder einem Einweckglas. Natürlich funktioniert es auch mit Tupperdose, aber bei Glas lassen sich nach der Benutzung Harzreste besser entfernen. Das Glas sollte groß genug sein, dass es, wenn all das Gras drin ist, nicht mehr als halb voll ist. So bleibt genug Luft im Glas, die beim Trocknen hilft. Den Deckel solltest Du erst einmal verschließen, aber auch mehrmals täglich öffnen und leicht schütteln, damit die feuchte Luft entweichen kann. So trocknet das Gras langsam und schonend. Die Buds, die Du in den nächsten Stunden rauchen willst, kannst Du eine gute Weile vorher schon mal raus nehmen, damit sie einen angenehmen Trocknungsgrad haben, wenn Du bereit bist, zu drehen, und sich gut grindern lassen. Auch hier gilt aber: Nicht auf die Heizung legen, sondern möglichst langsam trocknen lassen.“



Daniel (22, aus Köln) fragt:

„Hallo Kascha,

ich habe mir aus dem Urlaub ein paar Samen mitgebracht, einen Mix aus verschiedenen Sorten, um zu sehen, ob das bei mir auf dem Balkon was wird. Jetzt weiß ich aber nicht genau, wann ich am besten loslegen sollte? Klar, draußen ist es noch kalt, aber ich habe am Balkon auch ein sonniges Fensterbrett – ab wann kann man da beginnen, vorzuziehen? Und wie lange halten sich die Samen?“

Kascha antwortet:

„Hallo Daniel,

Du wirst sicher verstehen, dass ich Dir an dieser Stelle aus rechtlichen Gründen keine Anleitung zum illegalen Anbau von Hanf geben darf. Ich kann Dir allerdings ein paar allgemeine Informationen geben. Die ideale Aussaatzeit für Hanfpflanzen liegt in unseren Breitengraden etwa im Bereich März/April. Für das Auspflanzen ist vor allem wichtig, dass es dann keinen Frost mehr gibt – das kann durchaus auch mal bis in den Mai hinein dauern. Selbst eine einzige Frostnacht kann für eine Hanfpflanze schon zu viel sein. Auf dem Balkon stehen sie natürlich etwas frostsicherer als zum Beispiel im Garten. Trotzdem ist es in Deutschland fast immer sinnvoll, auf dem Fensterbrett vorzukeimen. Die Keimlinge brauchen allerdings sehr viel Licht – bringt man die Samen bereits im Januar zum Keimen, wenn die Tage noch sehr kurz sind, dann überleben sie ohne künstliche Beleuchtung wahrscheinlich nicht. Ab ca. dem 20. März sind die Tage wieder länger als 12 Stunden, was für das Pflanzenwachstum ideal ist. Die meisten Grower warten mindestens bis Ende Februar, bevor sie die Samen keimen lassen. So können die Pflanzen vor dem Umzug auf den Balkon in einer geschützten Umgebung etwa vier bis sechs Wochen wachsen und kräftiger werden.“



Julian (23, aus Berlin) fragt:

„Hi Kascha,

ich habe mit ein paar Freunden zu Weihnachten Kekse gebacken und wir waren glaube ich alle ein bisschen zu high. Also wir haben jeder locker so 2-3 Gramm Haze gegessen und dazu auch nicht wenig geraucht. Jetzt meine Frage: Das war irgendwann nicht mehr lustig und wir haben alle ziemliche Paranoia geschoben. Gibt es da irgendwas, was man machen kann, um ein bisschen runterzukommen? Ich war noch am nächsten Nachmittag high.“

Kascha antwortet:

„Hi Julian,

das klingt wirklich nach einer etwas gewagten Dosis. Bei solchen Mengen in kurzer Zeit empfinden tatsächlich viele Konsumenten, auch langjährige Kiffer, die Wirkung oft eher als unangenehm. Ein von YouTube bekanntes Beispiel für akute Überkiffung ist der Polizist aus den USA, der aus konfisziertem Gras Brownies für sich und seine Frau gebacken hat und dann dem Notruf erzählt hat: „Ich glaube, ich bin bereits tot“. Das liegt daran, dass man in diesem Zustand eine merkwürdige Mischung aus paranoid, übersensibel und verwirrt ist – und sich diese drei Faktoren gegenseitig aufschaukeln. Kein Witz: Oft kommt das unbehagliche bis unangenehme Gefühl einfach daher, dass man zum Beispiel unbequem sitzt, hungrig oder dehydriert ist, das Licht zu grell oder die Musik zu laut ist oder ähnliches. Ein Glas Orangensaft trinken, das Fenster öffnen, die Musik etwas runter drehen und sich mit geschlossenen Augen auf der Couch lang machen hilft oft schon sehr viel weiter. Außerdem sollte man sich immer daran erinnern, dass sich noch nie jemand totgekifft hat und das mit nur ein paar Gramm auch gar nicht möglich ist – und nein, es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Du der erste Cannabistote in 15.000 Jahren sein wirst. 
Im Internet finden sich noch weitere Tipps, wie man sein „High“ ein wenig herunterschrauben kann. Einer davon ist, eine Zitrone auszupressen und den Saft zu trinken. In der Zitrone enthaltene Duftstoffe sollen die THC-Wirkung hemmen. Andere schwören auf schwarzen Pfeffer: An den frisch gemahlenen Körnern zu riechen, soll ebenfalls den gewünschten Effekt haben. Last but not least verwenden viele Kiffer auch CBD zum „Runterkommen“: Es beruhigt und soll auch die paranoiden Angstzustände mildern.“

2 Antworten auf „Kascha – Januar 2020

  1. H'79

    Aus aktuellem Anlass möchte ich fragen, warum Politiker immer auf gesund machen aber das Falsche legalisieren, nämlich: Prostitution und bald auch OnlineGlückspiel deutschlandweit.
    Cannabis zu legalisieren verbessert die den (Bundes)Etat gleich auf zweierlei Art. Die Legalisiertheit der Prostitution führt begünstigt Menschenhandel und Europa schaut verständlicherweise argwöhnisch auf uns. Auch das jüngst vereinbarterweise bald legale OnlineGlücksspiel ist vermutlich nicht gerade förderlich für die psychosoziale Gesundheit, weil arbeitslosr Süchtige in der Folge noch leichter ihre Regelsätze verplempern können zumal es schlimm genug ist, dass es an etlichen Ecken offline möglich ist, sich legal zu ruinieren.
    Cannabis hingegen macht selten süchtig und das teure Verbot verelendet mehr als dass es CannabisUsern hilft.

  2. Hans Dampf

    Warum Politiker immer auf gesund machen aber das falsche legalisieren? Ganz einfach, weil Sie bekloppt sind. Anders ist so ein Verhalten nur schwer zu erklären.

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