Freitag, 30. November 2018

CannX in Tel Aviv

 

Die internationale Konferenz für medizinisches Cannabis

 

 

Mitte Oktober fand in Tel Aviv zum dritten Mal die CannX statt, eine internationale Konferenz für medizinisches Cannabis. Über 100 Referenten stellten in Fachvorträgen und Workshops die jüngsten Forschungsergebnisse zu medizinischem Cannabis vor.

 

Eröffnet wurde die Konferenz von Keynote Speaker Yossi Bornstein, dem Gründer und Präsident der Shizim Group, Israels führender Biomedizin-Holding.  Bornstein erklärte in seiner Eröffnungsrede: “Wir wollen, dass Israel nicht nur führend auf dem wissenschaftlichen Cannabissektor ist, sondern auch führend in Sachen Ökonomie (…) Länder wie Deutschland, Uruguay und Kanada (…) haben das enorme Potenzial erkannt und lassen Israel schon jetzt meilenweit zurück… ”. Unter den Fachgästen war auch Prof. Raphael Mechoulam, der “Godfather of Cannabis”. Mechoulam gelang es in den sechziger Jahren als erstem Wissenschaftler das CBD- und THC-Molekül zu isolieren. Zudem entdeckte er während seiner jahrzehntelangen Forschungsarbeit das Endocannabinoidsystem. Heute ist er am Institut für Drogenforschung der Hebrew University of Jerusalem tätig und belegte in zahlreichen wissenschaftlichen Studien die Effektivität von Cannabis bei verschiedenen Erkrankungen. Mechoulam trägt mit seiner Arbeit dazu bei, die Politik, nicht nur in Israel, vom Nutzen des medizinischen Hanfs zu überzeugen. Wir hatten die Gelegenheit Prof. Raphael Mechoulam, Yossi Bornstein und andere Wissenschaftler für ein Interview zu treffen, aber mehr dazu in den nächsten Ausgaben.  

 

 

Neben den zahlreichen Fachvorträgen renommierter Wissenschaftler gab es auch einen exklusiven Ausstellerbereich, in dem 32 internationale Firmen aus allen Wirtschaftsbereichen rund um Cannabis ihre Arbeiten präsentierten. Mit von der Partie war beispielsweise die Firma Tikun Olam, diese wurde als erste vom israelischen Gesundheitsministerium lizenziert, ihr medizinisches Cannabis zu vertreiben. Die Firma bezeichnet sich selbst als “WORLD LEADER IN MEDICAL CANNABIS” und hat derzeit etwa 17 medizinische Sorten im Angebot, darunter den weltweit ersten “high-CBD-Strain” namens Avidekel™.

Nicht nur die größten Unternehmen, des erst kürzlich so hochgewachsenen Geschäftszweiges, waren präsent. Es waren auch Pioniere des israelischen Medizinalhanfsektors anzutreffen. So präsentierte die erst 2018 gegründete Kaneh-B ltd. ihre hochwertigen Hautpflegeprodukte auf natürlicher Basis, unter anderem Cremes und Öle mit CBD.

Natürlich gab es auch andere Produkte – von Gewächshaustechnik der Firma DryGair bis hin zum passenden Laborequipment der Eldan Electronic Instruments – zu entdecken. Und auch wir von der Agentur Sowjet waren gemeinsam mit MeinCBD mit einem eigenen Stand vertreten.

 

Wir haben zahlreiche neue Eindrücke gewonnen und hatten Gelegenheit mit den Pionieren der Cannabisforschung zu sprechen. Daher freuen wir uns schon, wenn es heißt: CannX 2019.

 

4 Antworten auf „CannX in Tel Aviv

  1. Rainer Sikora

    Hierzulande müßte es eine Alk X Veranstaltung geben,für medizinische Anwendung von Alkohol.

  2. Meckerkasten

    @Rainer: Gibts schon so ähnlich.
    Jedes Jahr im Oktober…
    nennt sich “Wiesn“ und/oder “Wasen“!
    PROST

  3. Harald

    Wir sind in vielen Bereichen Steinzeit, nicht nur bei der Cannabis Thematik. Die Zeit unter Merkel, Mortler und Konsorten, war nicht gut für Deutschland. Wir könnten wesentlich weiter sein ohne diese dogmatischen „Damen“.

  4. buri_see_käo

    Es ist doch erstaunlich, erst in den 60-ern gelang die Isolation von CBD und den THC-en, wusste ich nicht.
    Die haben alle die selbe Summenformel, aber unterschiedliche Strukturformeln (die den Aufbau der Moleküle beschreiben). Verschiedene Molekülstrukturen werden mit Chromatografie separiert, die wurde Anfang der
    1900-er von einem Russen entdeckt/entwickelt, obwohl das vom Prinzip her 200 Jahre früher auch schon
    möglich gewesen wäre.
    Über deutsche Teilnehmer/Besucher der internationalen Konferenz aus der Kaste der Mediziner steht doch
    nichts in dem Bericht?, von denen war keiner da?, zu undeutsch?, Probleme bei der Kostenerstattung? –
    gibt es wohl nichts zurück bei Raulschgiffskrams?
    Dann mögen sie mal weiter den Mond mit ’ner Stange vorwärtsschieben, sieht ja keiner im Dunkeln…
    Ich meine, es passt doch alles ganz gut, also das Cannabis-Thema und der geistige Dünnschiss der
    Bildungsmenisterin! zu Kindern, die unter gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen; selbstbewusste, kompetent handelnde menschliche Individuen sind dem Regime ein Graus.
    mfG fE

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