Montag, 27. Oktober 2014

Vermeidung von Gesundheitsrisiken

Vermeidung von Gesundheitsrisiken beim Drogenkonsum

 

 

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 Autor: Andreas Schult

 

Abseits der vielen Propagandamärchen, die durch die Medien geistern und immer unablässig wiederholt werden, existieren ganz reale Gesundheitsrisiken, die mit dem regelmäßigen Konsum psychoaktiver Substanzen verbunden sind. Ich möchte hier auf die wichtigsten davon eingehen und einige praktisch Hinweise geben, wie ihnen begegnet werden kann.

 

Atemwege – Rauchen, Inhalieren

 

Rauchen gehört zu den häufigsten Konsumformen überhaupt und ist damit für den Großteil der konsumbedingten Gesundheitsprobleme verantwortlich. Der Qualm enthält viele schädliche Verbrennungsprodukte, die sich in den gesamten Atemwegen (Lunge, Bronchien, Kehlkopf, Stimmbänder) und der Mundhöhle ablagern. Dort schädigen sie in erster Linie die Schleimhäute, welche den Körper vor dem Eindringen von Bakterien, Viren, Schmutz und Umweltgiften schützen. In der Folge kommt es zu Reizungen, Entzündungen und einer erhöhten Infektanfälligkeit. Durch kanzerogene Bestandteile steigt auf lange Sicht das Krebsrisiko. Wenn sie dort durch körpereigene Reinigungsmechanismen entfernt werden, gelangen sie zusätzlich in das Verdauungssystem und greifen Speiseröhre, Magen und Darm an. Von daher empfiehlt es sich den Schleim, der sich direkt nach dem Rauchen von Wasserpfeifen ansammelt nicht herunter zu schlucken. Doch auch Substanzen, die ohne Verbrennung inhaliert werden belasten die Atemwege, da diese nur für den Austausch gasförmiger Stoffe vorgesehen sind.

 

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Die Lunge besitzt einen natürlichen Selbstreinigungsmechanismus, indem sie fortlaufend Schleim produziert, der die Innenwände der Atemwege auskleidet und durch Flimmerhärchen abtransportiert wird. Dabei nimmt er Staub, Mikroorganismen und Giftstoffen auf und befördert sie nach draußen. Qualm schädigt in besonderem Maße diese Flimmerhärchen. Zusammen mit der Ablagerung von Kondensat kommt es zu zähem, festsitzendem Schleim, welcher zusätzlich die Atemwege blockiert. Die Reinigungsfunktion der Lunge kann mit pflanzlichen Schleimlösern, die Thymian oder Efeu enthalten unterstützt werden. Sie fördern die Bildung von dünnflüssigem Schleim. Die dabei empfohlene erhöhte Trinkmenge unterstützt diesen Effekt noch weiter. Bei hartnäckigen Fällen kann auch das inhalieren isotoner Kochsalzlösung mittels Kaltverneblern angezeigt sein.

 

Im Bereich von Hals und Rachen kommt es darauf an die Schleimhäute feucht zu halten und diese so in ihrer Funktion zu unterstützen. Dazu eignen sich Lutschpastillen- und Bonbons mit Isländischem Moos, Emser Salz oder Hyaluronsäure. Panthenol-haltige Lutschtabletten fördern die Regeneration von bereits geschädigten Schleimhäuten. Bei einer akuten Halsentzündung können zusätzlich antiseptische Lutschbonbons oder Rachensprays verwendet werden. Zusätzlich empfiehlt es sich den Hals warm zu halten und möglichst wenig zu rauchen, sowie verqualmte Räume zu meiden.

 

Sollten Symptome wie Blut in den Sekreten, über mehrere Wochen bestehender Husten, Atemnot oder Schmerzen beim Atmen auftreten ist ein Arztbesuch dringen anzuraten.

 

 

Nase – Schnupfen

 

Beim Schnupfen diverser Substanzen steht ebenfalls die Schädigung von Schleimhäuten in Nase, Neben- und Stirnhöhlen, sowie dem Rachen im Vordergrund. Deren Aufgabe ist es die Atemluft zu reinigen, zu befeuchten und zu erwärmen. Durch den häufigen oder dauerhaften Konsum von Stimulantien werden sie geschädigt wodurch es zu Entzündungen und Infektionen kommt. Irgendwann sind sie auch nicht mehr regenerationsfähig, wodurch ein Gefühl dauerhaft verstopfter Nase entstehen kann.

 

Um dem vorzubeugen empfiehlt es sich nach dem nasalen Konsum die von den Schleimhäuten nicht aufgenommenen Reste mit salzhaltigen Nasensprays oder besser noch durch Anwendung einer Nasendusche zu entfernen. Für unterwegs eignen sich dafür Kunststoff-Ampullen mit isotoner Kochsalz-Lösung. Bei regelmäßigem Konsum sollte die Nase regelmäßig mit panthenol- oder salzhaltigen pflegenden Nasensalben oder ölhaltigen Nasensprays behandelt werden. Dadurch werden die Schleimhäute feucht gehalten, womit eine weitere Austrocknung vermieden wird. Panthenol fördert auch hier die Regeneration der Schleimhaut.

 

Auf keinen Fall sollten abschwellende Nasensprays verwendet werden um dem Gefühl einer verstopften Nase entgegen zu wirken. Da es sich dabei um den Aufputschmitteln verwandte Substanzen handelt, würden sie nur zu einer weiteren Schädigung führen. Schon der alleinige Dauergebrauch dieser Nasensprays kann zu chronisch verstopfter Nase führen! Um den Abfluss aus den Nebenhöhlen zu fördern sollten lieber pflanzliche Schleimlöser oder Präparate mit ätherischen Ölen verwendet werden. Für starke Entzündungen stehen cortisonhaltige Nasensprays zur Verfügung, die in niedriger Dosierung auch rezeptfrei erhältlich sind.

 

Sobald es zu schmerzhaften Entzündungen oder häufigem bzw. sehr lange anhaltendem Nasenbluten kommt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

 

Zähne, Zahnfleisch – Rauchen, Kauen

 

Das in unseren Breitengraden eher weniger gebräuchliche Kauen von Drogen schädigt in erster Linie das Zahnfleisch. Hier kommt es auf eine gute, regelmäßige Zahnpflege an. Die verbreitete Sitte sich Reste von Kokain und anderen Aufputschmitteln auf das Zahnfleisch zu reiben ist sehr bedenklich, da diese Zahnfleischentzündungen fördern und aufgrund ihres basischen Charakters den Zahnschmelz angreifen. Die Verwendung von hochwertigen Zahnbürsten und Zahnseide in der Verbindung mit der richtigen Putztechnik wirkt hier vorbeugend. Für bestehende Zahnfleischentzündungen gibt es lokalanästhetische Mundspülungen. Bei schmerzenden, wunden Stellen eignen sich Mundgele mit Lidocain und Kamille.

 

 

Haut – i.v.-Konsum

 

Durch eine Injektion kommt es zwangsläufig zu einer Verletzung, bei der die Barrierefunktion der Haut ausgehebelt wird und Krankheitserreger direkt in den Körper gelangen können. Um dies zu vermeiden sollte die Einstichstelle vor der Injektion mit Desinfektionsmitteln gereinigt werden. Bei einer beginnenden Infektion kann die betreffende Stelle mit Wunddesinfektionsmitteln, die Povidon-Iod, Thyrothricin, oder Octenidin enthalten, behandelt werden. Sollte es innerhalb von ein bis zwei Tagen nicht zu einer Besserung kommen, ist ein Arztbesuch dringend nötig.

 

 

Schonende Alternativen

 

Viele Substanzen lassen sich auch auf schonende Weise konsumieren. Insbesondere Cannabis kann in Form von Backwaren und Getränken oder durch verbrennungsfreies Verdampfen (Vaporizer) konsumiert werden. Gerade Menschen, die aus medizinischen Gründen Cannabis konsumieren und größere Mengen benötigen, sollten über diese schonenden Methoden nachdenken. Ebenso können Aufputschmittel getrunken werden. Es gibt also Möglichkeiten die Risiken zu minimieren.

 

 

Weiterhin gilt zu beachten:

 

Wer ohne seine Droge nicht zurechtkommt, sollte nicht alles auf Absetz- und Entzugsphänomene schieben. Konsum ist nicht selten eine Form von Selbsttherapie. Dies gilt insbesondere für psychische Erkrankungen, selbst wenn sie noch nicht entdeckt wurden. Diese vermeintlichen Entzugserscheinungen können auch Anzeichen einer bisher nicht entdeckten psychischen oder organischen Grunderkrankung sein. Beim aktiven Konsum sollte ebenfalls bedacht werden, dass vermeintliche Nebenwirkungen trotzdem eine andere Ursache haben können.

 

Je früher eine entsprechende Diagnose gestellt wird, umso eher können Folgeschäden vermieden und eine dauerhafte Besserung der Lebensqualität erreicht werden. Von Selbstdiagnosen ist jedoch ausdrücklich abzuraten. Diese sollten immer durch erfahrene Ärzte erfolgen. Vor dem Gang zum Arzt braucht niemand Angst zu haben oder sich davor zu schämen. Ärzte sind an die Schweigepflicht gebunden. Außerdem wird ein guter Arzt niemals seine Patienten verurteilen, sondern sie möglichst unterstützen und gemeinsam nach Ursachen und Lösungen für ihre Probleme suchen. Es kann allerdings einige Versuche benötigen so einen Arzt zu finden.

 

Allgemein ist eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung an der frischen Luft, aktiven Sozialkontakten und abwechslungsreichen Freizeitaktivitäten die beste Art um den möglichen physischen und psychischen Risiken des Drogenkonsum vorzubeugen.

 

 

8 Antworten auf „Vermeidung von Gesundheitsrisiken

  1. Gasterl

    Tipp von Jamaikanern:
    Soursop (oder auch Guanabana oder auch Graviola – auf Deutsch Stachelannone) essen/trinken!
    In dieser Pflanze sind viele Stoffe, welche die Lunge unterstützen. Da die Frucht leicht verderblich ist, bekommt man sie in der BRD nur als tiefgefrorenen Saft (sehr teuer) oder als Kapseln – meist Graviola genannt.
    Diese Frucht jeden Tag konsumiert lindert sämtliche durch das Rauchen entstandene Effekte deutlich! Man merkt eine deutliche Besserung schon nach 2-3 Tagen.
    Frei übersetztes Zitat der Jamaikaner: „Ihr in Europa raucht wie die Schlöte und wundert Euch, warum ihr so viele Beschwerden habt – ihr dürft nicht nur rauchen und sonst nichts machen! Ihr müsst bei Eurer Ernährung darauf achten, dass ihr Euren Körper unterstützt! – jeden Tag zum Frühstück Soursop, wie wir das machen und ihr habt keine Probleme“

  2. reefermadness

    SACHT MAL HAT IHR HIER ALLE NE VOLLLMACKE

    WIE wärs denn mit einem TABAKVERBOT…..

    gibts es inner EU … VERNÜFTIGE PREISE….
    für GRAS HANF HASCHISCH…. oder wie das teufelzeug sonst noch genannt wird…
    WER RAUCHT DANN DA NOCH TABAK???

    UND dann mal noch eine tipp—-
    lasst mal diese ganzen durchgeknallen PYSCHONAUTEN hier aus der sache raus….oder wollt ihr euch vollends lächerlich machen??
    DACHTE ES GEHT HIER UM SERIÖSE WISSENSCHAFT UND CANNABIS!!

    mfg

  3. J2

    Also mich juckt es nicht, daß Tabak legal ist. Ich habe mich für ein Leben ohne Tabak, Alkohol, Kaffe usw. entschieden und so ist es mir völlig gleichgültig, daß es die Dinge überhaupt gibt. Es ist bloß furchtbar, daß durch Werbung, Gruppenzwang usw. viele Menschen es ev. nicht schaffen, von dem Gift weg zu kommen.Oder sie merken es erst gar nicht, daß sie abhängig sind.

    „durchgeknallen PYSCHONAUTEN“, „SERIÖSE WISSENSCHAFT UND CANNABIS“ – richtig erkannt! Und Psychonauten sind in diesem Fall Menschen, die ein Bißchen Ahnung haben. Etwas weniger Bier, dafür etwas mehr Natur – und schon braucht man sich nicht aufzuregen. 🙂

  4. J2

    „verbrennungsfreies Verdampfen (Vaporizer)“

    Beim Vaporisieren wird der Lunge nur das Feuerzeuggas erspart, sonst nichts. Am besten wäre offenes Verdampfen: Das Kraut in einem Glasbehälter erhitzen und im Raum verdampfen lassen. So könnten auch mehrere Menschen gleichzeitig inhalieren.

  5. Ralf

    Definitiv inhaliert man auch beim Vaporisieren einige unvollständig verbrannte Bestandteile. Um einen kleinen Kohlenmonoxidanteil wird man so oder so nicht herumkommen. Das sind aber alles Peanuts, solange man pur raucht und nicht dieses schlimme Nervengift Nikotin mit inhaliert. Dieses Gift macht einen wirklich in kurzer Zeit zur Schnecke.

  6. J2

    Ich verstehe, daß du kein Vaporiser-Nutzer bist. Macht nichts. 🙂
    Da im Vaporiser die gleichen Rückstände bleiben wie in einer Purpfeife, werden sie ebenfalls mitinhaliert und später ausgehustet. Das habe ich gemeint.

  7. Hanf DeinFreund UndHelfer

    Was beim Vaporisieren hängen bleibt ist braun weil es Hash Öl ist. Hanföl was sich absetzt so sieht das halt aus 🙂

  8. Dante

    Hallo ich hab mal ne Frage und bin schon am verzweifeln weil ich nicht mehr weiter weiß vor einigen Monaten wurde mir flüssiges xtasy ins Getränk gemischt seitdem kann ich nicht mehr richtig schlucken hatte Kehlkopf Spieglung und alles aber da soll alles ganz okay sein nur leider fühlt es sich nicht so ich kann kaum was essen und habe starke Schmerzen bis jetzt sind die Ärzte aber ratlos
    Hat jemand ne Idee was das sein könnte und wie ich es wieder weg bekommen danke im Voraus

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