Freitag, 17. Mai 2013

Kiffer glücklicher, auch alleine.

Studie belegt Marihuana als Puffer gegen Gefühle sozialer Ausgrenzung

King Cannabis im Single-Königreich – Illu: Lukas

In einer US-Studie mit 7.040 Teilnehmern wurde unter Hinzunahme von vier Untersuchungen die ersten Ergebnisse erbracht, dass der Konsum von Marihuana den negativen Gefühlen und möglichen emotionellen Folgen sozialer Ausgrenzung entgegen wirke.

Timothy Deckman von der Universität Kentucky und seine Kollegen griffen dabei unter anderem auf überlappende Daten bedeutender, nationaler Beobachtungen zu.

Die erste Nachforschung, die sich der National Comorbidity Studie widmete, schlussfolgerte, dass alleinstehende Marihuanakonsumenten ein höheres Selbstbewusstsein und bessere Mentale Gesundheit aufwiesen als Nicht-Konsumenten, die sich alleine fühlten.

Die zweite Studie nutzte Daten der National Comorbidity Survey Replication, die als Ergebnis herausfand, dass Gewohnheitskosumenten von Cannabis, die unter sozialer Ausgrenzung litten, weniger wirkliche Depressionsepisoden in den vergangen zwölf Monaten der Studie erlebten als ihre Mitstreiter ohne Dope.

In der dritten Studie wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren bei Studierenden überprüft, wie deren ausgeprägtes Konsummuster bezüglich Depressionen und Einsamkeit in Beziehung stehe. Ein geringeres Auftreten von Depressionen unter den einsamen, kiffenden Studenten war festzustellen. Bei Studenten, die nicht einsam waren, hatte der Konsum von Marihuana aber wenig Auswirkung auf Depressionen allgemein.

Die letzte Studie befasste sich mit einem computerbasierten Spiel namens Cyberball .
Das vorprogrammierte Spiel ist für drei Spieler ausgelegt und soll das Gefühl sozialer Ausgrenzung und Ablehnung erwecken, da Teilnehmer durchgängig abgewiesen werden.
Das Team um Deckman fand dabei heraus, dass die Hanf-Fraktion einen geringeren Schwund des Selbstwertgefühls erlebte und daher den Aufgaben des Spiels länger folgte.

„Um physische Schmerzen zu behandeln wurde Marihuana schon genutzt, unsere aktuellen Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass eine Behandlung emotionelle Schmerzen ebenso reduziert. Die Nutzung von Marihuana als Mittel gegen Defizite und unerfüllte Bedürfnisse im sozialen Umfeld mag nicht glanzvoll wirken, sie erklärt aber möglicherweise dafür einen Teil des stark verbreiteten Anreizes in Marihuana“ so Deckman auf www.rawstory.com .

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