Dienstag, 8. März 2005

Die Hanfberatung im HanfJournal

erste Hilfe für Kiffer

Mareen (16) aus Hamburg möchte wissen:
„Hey Kascha,
ein Lehrer hat uns neulich erzählt, dass Kiffen unfruchtbar macht. Er
sagte, dass es den Eisprung bei der Frau verhindert und die Spermien
lähmt. Irgendwie kann ich das aber nicht glauben, weil z. B. meine
Eltern auch kiffen und trotzdem drei Kinder haben. Ist da trotzdem
irgendwas dran? Das würde ich natürlich schon gerne wissen. Und wirkt
sich das Kiffen auf die Pille aus?“

Kascha antwortet:
„Hallo Mareen,
da hat dein Lehrer ein bisschen übertrieben. Es gab in den
1970er-Jahren Tierversuche, die nachweisen konnten, dass sich der
Eisprung bei Affen (genauer Affendamen) unter massivem intravenösem
Cannabis-Einfluss verzögern kann. Das kann man aber nicht zu 100
Prozent auf Menschen übertragen, schon weil wir THC nicht in solchen
Dosen spritzen. Auch bei Menschenfrauen wurden vereinzelt Zyklen ohne
Eisprung beobachtet. Unfruchtbar wird man davon aber nicht, zumal so
etwas auch aufhört, wenn man nicht mehr kifft.
Bei Männern wurden in der Tat auch Veränderungen der Spermienproduktion
und der Beweglichkeit der Spermien festgestellt. Das muss aber nicht
gleich bedeuten, dass man unfruchtbar ist. Die Veränderungen bewegten
sich in einem großen Feld von minimal/gar nicht bis etwa 40 Prozent.
Das heißt, die Spermien bleiben nicht einfach liegen. Das Phänomen geht
übrigens, wenn man nicht mehr kifft, auch zurück, es wird nichts
dauerhaft beschädigt.
Also hat dein Lehrer wohl etwas im „Spiegel“ gelesen oder sein
Halbwissen selbst aufgeplustert. Es gab Forschungen in diese Richtung,
dass Kiffen unfruchtbar macht. Das ist allerdings eine unzulässige
Verallgemeinerung.
Zur Pille kann ich dich beruhigen: Cannabis hat auf die Wirkung der
Pille keinen Einfluss. Nur wenn du z. B. einen schlechten Film schiebst
und dich übergeben musst, kann es sein, dass deine vorher geschluckte
Pille nicht ganz zur Wirkung gekommen ist und du dementsprechend
weniger geschützt bist. Klingt banal, aber damit sollte man vorsichtig
sein.“

Jimmy (18) aus Halberstadt hat eine Frage:
„High Kascha,
ich habe mir aus Amsterdam ein paar schicke Samen mitgebracht und würde
die gerne über den Sommer anbauen. Also nicht professionell, nur so um
sie wachsen zu sehen, und wenn ich das Zeug dann rauchen kann, umso
besser. Sie heißen „Durban“ . . . Wann muss ich die am besten
rauspflanzen und was muss ich so beachten? Danke für deine Hilfe!“

Kascha versucht zu helfen:
„Hi Jimmy,
was du als erstes beachten musst, ist, dass Cannabis-Anbau in
Deutschland genehmigungspflichtig und in deinem Fall sogar verboten
ist. Daher kann ich dir keine genauen Tipps, sondern nur hypothetische
Informationen geben.
„Durban“ sind schon mal ganz brauchbare Samen, wenn man Outdoor anbauen will.
Am besten zieht man die Samen einzeln auf der Fensterbank vor (in so
Joghurtbechern oder kleinen Blumentöpfen) bis sie so zehn bis 15 cm
hoch sind. Wenn dann, so etwa Ende März oder Anfang April, das Wetter
schön wird und es nachts nicht mehr friert, kann man sich ans
Rauspflanzen machen. Es ist auch sinnvoll, die Männchen frühzeitig
auszusortieren. Ansonsten sollten sie halt sonnig stehen, auch nicht
gerade auf Sandboden (man kann ihn vorher z. B mit Blumenerde aus dem
Baumarkt aufwerten) und auch immer mal gegossen werden. Hanf ist
unheimlich robust, intensiver pflegen muss man ihn nur, wenn man gute
Ergebnisse haben möchte. Ich kann hier nur einen kurzen Überblick
geben, sehr viele und gute Infos findest du auf
http://www.hanfjournal.de/guerilla_growing.“

Hermann (ohne Alter) aus Speyer fragt:
„Erklärt bitte einem Greenhorn wie mir, warum die Headshops –>
Headshops heißen???? Wieso wurde dieses Wort gewählt und was hat es zu
bedeuten ?“

Kascha denkt nach:
„Lieber Hermann,
das ist in der Tat keine so dumme Frage. Ich habe lange darüber
nachgedacht und mich mit Leuten darüber unterhalten und im Internet
gesucht, weil das offenbar keine allzu häufig gestellte Frage ist. Die
plausibelste Erklärung, die ich bekommen habe war, dass man im Headshop
Pfeifenköpfe (engl.: Head) zu kaufen kriegt. Head + Shop = Head Shop
oder Headshop. Das passt dann auch zum „Growshop“, wo man
Growing-Zubehör kaufen kann, oder zum niederländischen Smartshop, in
dem es so genannte „Smart Drugs“ (Herbals und Pilze) zu kaufen gibt.
Ich hoffe, dir mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Wenn ich
noch mehr darüber herausfinde, werde ich es an dieser Stelle
veröffentlichen.“

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