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Hurra, wir leben noch!

Hanftag 2012 – Kein Weltuntergang
Publiziert am: 01.06.12 - Medienformen: Medienform Text

Bild: Hanftag 2012 - Archiv

Am 05.05.2012 fand in vielen Städten und Orten der Global Marihuana March statt.
Als deutsche Städte beteiligten sich Frankfurt, Hannover sowie Berlin an dieser weltweiten Pro-Cannabis Demonstration, um gegen die kontraproduktive Prohibition anzugehen.

Die Kriminalisierung gewöhnlicher Menschen, die sich für ein alternatives Rauschmittel entschieden haben, die Verweigerung der Abgabe natürlicher Medizin an Kranke und die gesellschaftliche Missachtung des ungeheuren Potentials der Nutzpflanze Hanf haben seit vierzig Jahren so viel Schaden angerichtet, wie es sonst nur ein regulärer Krieg vermag.
Der Krieg gegen die Drogen ist jedoch ein gescheiterter Krieg gegen Menschen, der auf allen Seiten nur Verluste hinterlässt.

Dass eine Legalisierung von Marihuana nicht das Ende der Welt bedeutet, wollten die circa 200 Teilnehmer am Berliner Hanftag, der unter dem Motto „Davon geht die Welt nicht unter“ stattfand, der restlichen Bevölkerung näher bringen und auch mehr Bewegung in der politischen Diskussion generieren.
Wie verängstigt die Gesetzgeber vor ein paar friedlichen Kiffern und Hanfbefürwortern noch immer sind, erlebten jedoch leider wieder viel zu viele der teilnehmenden Demonstranten.

Durchgängige, verfassungswidrige Vorkontrollen der Polizei auf dem Alexanderplatz, die natürlich nur als Sicherheitsmaßnahme zum Schutz der polizeilichen Begleiter durchgeführt wurden, sorgten im Vorfeld der Demonstration für weniger gute Stimmung und hielten wahrscheinlich auch den einen oder anderen möglichen Mitmarschierer von der Teilnahme ab. Selbst der Kurator des Hanftages und Nürnbergs Vorstandspirat Emanuel Kotzian wurde nach einem kurzfristigen Einkauf in einem nahegelegen Elektronikmarkt von der Polizei gründlich durchsucht und konnte so erst verspätet seine Rede beginnen.

Weitere Redner waren Steffen Geyer, der mit dem Hanftag seine Cannabikultour quer durch Deutschland startete, Barbara Seid von den Linken, Matthias Meyer von der Agentur Sowjet GmbH und Patrick, der zum 07.07.2012 im bayrischen München den ersten Hanftag seit langen neun Jahren initiiert hat.

Der Zug setzte sich zur angepeilten Zeit pünktlich um 15 Uhr in Bewegung und zog sowohl am Roten Rathaus als auch am Berliner Hanfmuseum vorbei. Dass nur letzteres mit viel Applaus bejubelt und nicht wie ersteres mit Buhrufen beschrien wurde, kann den Arbeitnehmern der jeweiligen Arbeitsstätten zu denken geben. Zur Zwischenkundgebung vor dem Auswärtigen Amt redeten Georg Wurth vom Deutschen Hanf Verband, der sich glücklich über die zuletzt erreichten Erfolge im Dialog mit der Kanzlerin und steigende Mitgliederzahlen zeigte, sowie Rolf “Rollo“ Ebbinghaus vom Hanf Museum.

Pünktlich um 17 Uhr traf die Demonstration auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor ein, nachdem man die stark frequentierte Friedrichstraße mit Wolfgang Neuss Zitaten an das wahre Leben zu erinnern versuchte.
Da das Wetter bis zu diesem Zeitpunkt mitspielte und trotz dichter Bewölkung noch keine Regentropfen fielen, konnte sich Heide Hagen von den Berliner Piraten die Zeit nehmen, die Pläne der politischen Freibeuter auf der Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor zu erläutern und ihre Verbundenheit zu den Berliner Hanfaktivisten, die den Entstehungsprozess des drogenpolitischen Programmes der Berliner Fraktion mitgeprägt haben, unterstreichen.
Hans Cousto, der neben Steffen Geyer die junge Partei in drogenpolitischen Fragen berät und sich seit vielen Jahren für die Szene stark macht, informierte über Drugchecking, um zuletzt das Mikrophon an Tribble von der Hanfparade zu übergeben.
Der Betreiber der Hanfplantage.de fungierte nebenbei während der Demo als DJ und beendete die Veranstaltung mit dem Hinweis auf die kommende, größte deutsche Hanfdemonstration, die Hanfparade, am 11.08.2012 in Berlin.

Mit einem fett beschalltem Lautsprecherwagen, Steffen Geyers grünem Cannabus und 200 gut gelaunten Demonstranten hat sich der harte Kern der Berliner Hanfszene den Tag von den Eingriffen der Polizei, wenig schönem Wetter und teils unverständlich dreinblickenden Touristen nicht vermiesen lassen, sondern ihren vierten Hanftag vor dem drohenden Ende der Welt genossen.

Das Hanf Journal strebt, anders als in den Jahren zuvor, jedoch dieses Jahr eine Sammelklage an, da sich viele der freiwillig Beteiligten die zum wiederholten Male ausgeführte Bürgerrechtsverletzung durch Gesetzeshüter nicht weiter gefallen lassen wollen.
Ein Anwalt wurde bereits eingeschaltet.

Hämisch anzumerken ist noch, neben den typischen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, die Teilnahme eines äußerst angetrunkenen Unbekannten mittleren Alters, der dank halbgeleerter Flasche „Klarer“, einigen Dosen Bier sowie des offensichtlichen Kontrollverlustes über seine Körperfunktionen auf sich aufmerksam machte und daher öfters von mehreren Beamten von der Veranstaltung entfernt wurde. Der feine Unterschied im Verhalten zwischen regulären, staatlich befürworteten Trinkern und verr(a)uchten Marihuanakonsumenten, die nur durch grasigen Geruch auf sich aufmerksam machten, musste also auch unter die engen Helme der Beamten gedrungen sein.
Nächstes Jahr veranstalten wir daher vielleicht synchron zum Hanf- einen Schnapstag.

"Jawohl, meine Herren, wie hätten´s denn gern?“.
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