Dienstag, 15. Januar 2019

Mortler warnt: Cannabis schädigt junge Gehirne

Einer neuen Studie zufolge kann bereits ein Joint Veränderungen im Gehirn und im Verhalten jugendlicher Konsumenten verursachen

Mortler

 

Die Veröffentlichung einer neuen Cannabis-Studie gibt der alten Leier der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU) neuen Schwung: Kiffen ist nichts für Kinder und Jugendliche! In den heute erscheinenden Zeitungen der Funke-Mediengruppe warnt Mortler vor den gesundheitlichen Gefahren des Cannabis-Genusses im Kindesalter. „Vor allem für Kinder und Jugendliche kann Kiffen zum Problem werden. Eine Reihe von Studien zeigt deutlich, welche Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung der Marihuana-Konsum gerade bis Anfang 20 haben kann.“

 

Anlass für Mortlers Wortmeldung ist die aktuelle Studie eines internationalen Forscherverbundes mit deutscher und österreichischer Beteiligung, die zu dem Ergebnis kommt, dass Marihuana und Haschisch bei jungen Konsumenten schon in minimalen Mengen merkliche Veränderungen im Gehirn hervorrufen können. Verglichen wurden die Gehirne von 46 Probanden im Alter von 14 Jahren, die nur ein- bis zweimal gekifft haben, mit einer gleichgroße Kontrollgruppe ohne Cannabis-Erfahrung.

 

Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass bei den Teenagern, die Marihuana oder Haschisch nur probiert haben, im Durchschnitt mehr graue Substanz im Gehirn vorhanden ist als bei den Nichtkonsumenten. Die Veränderungen betreffen insbesondere das Kleinhirn, den Mandelkern und den Hippocampus – also Hirnregionen, die für die Steuerung der Affekte, die Furchtkonditionierung und das Gedächtnis zuständig sind.

Dass die Wirkstoffe des Hanfes an die Cannabinoid-Rezeptoren des menschlichen Nervensystem andocken, ist hinlänglich bekannt. Nun jedoch erhält der Verdacht neue Nahrung, dass exogene Endocannabinoide den Reifungsprozess des Gehirnes bei 14-Jährigen stören. Laut Studie sei der Effekt auf die graue Substanz bei kiffenden 16-Jährigen, die mit 14 Jahren abstinent waren, nicht erkennbar.

 

Die Fachwelt wartet nun mit Spannung auf die gesamte Studie. Sollte minimaler Hanf-Konsum Hirnveränderungen verursachen, ließen sich auch die Symptome von Verhaltens- und Angststörungen bei Jugendlichen erklären.

Die Leiterin der Forschungsgruppe Cannabinoide am Klinikum der Universität München, Eva Hoch, sieht allerdings erhebliche Schwächen in der Studie: „Die Angaben der jugendlichen Probanden zu ihrem Cannabis-Konsum basieren auf Selbstaussagen (…) Drogenscreenings wären sinnvoll gewesen.“

 

Marlene Mortler hingegen fühlt sich bestätigt in ihrem Kampf gegen die Legalisierung. Sie fordert eine flächendeckende Aufklärung über Cannabis an Schulen und kündigt an, in den kommenden Jahren mehr Geld in die Cannabis-Prävention zu stecken.

„Die Folgen des Konsums von Cannabis werden in der öffentlichen Debatte häufig verharmlost. Nur weil manche Erwachsenen meinen, mit Cannabis kein Problem zu haben, ist die Droge für andere noch lange nicht harmlos“, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

 

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Unbeugsam
Unbeugsam
2 Jahre zuvor

Gibt es keinen Mutigen im Lande der dieses Wesen zum Schweigen bringen kann?

Der Realist ohne Kraut
Der Realist ohne Kraut
2 Jahre zuvor

Immer gut, wenn man dieselbe Leier gut auswendig in sich verinnerlicht hat und diese immer und immer wieder wiederholen kann. Studien, die ihre Ansichten unterstützen, bezweifle ich sofort an.

Kids und Teens sollten sicher die Finger vom Hanf lassen, keine Frage. Aber wieder geht nicht hervor, ob auch Alkohol eine Rolle spielte. Es sind also mal wieder Halbwahrheiten und Dummschwätzereien einer Mortler.

Wenn ich schon lese ‘Mortler warnt’, könnte ich schon vorm Weiterlesen einen Anfall bekommen.

Wenn Mortler weiterhin für Verblödung sorgt, geht Deutschland weiter unter.

Mich würde übrigens auch nicht wundern, dass diese Person oder ihre C-Idioten wieder für derartige Studien die Gelder locker machten.

Haltet eure Kids vom Hanf fern und sorgt lieber fürs einzig wahre Volksgut! Prost!

Rainer
Rainer
2 Jahre zuvor

Wenn einmaliger Konsum das anrichten könnte, würde bei den Konsumgewohnheiten mancher ein Teil von Deutschland in der Psychiatrie landen.
Wenn ich Kinder Untersuche die mit 14 kiffen, sollte ich mich fragen “haben die ein großes Problem, das sie schon kiffen?”
Normal ist das jedenfalls nicht.

Rainer Sikora
Rainer Sikora
2 Jahre zuvor

Es gibt Studien,die andere Aussagen belegen, wie ich in letzter Zeit hier gelesen habe.Es kommt leider in starkem Maß darauf an wieviel Vertrauen der Verbreiter in der Bevölkerung geniest.Und die Möglichkeiten mit denen eine Mandatsträgerin das Volk belügen kann.Übrigens findet eine Demonstration gegen die Abschaffung der Lindenstraße,mehr Mediale Aufmerksamkeit,als die Demos pro Legalisierung.

Cosmo
Cosmo
2 Jahre zuvor

46 Probanden… Stichprobe viel zu klein…Was ist mit anderen Einflüssen, Alkohol, Medikamente, soziokulturelle Einflüsse…?
Da kann ich alles behaupten!

Patrick
Patrick
2 Jahre zuvor

Ich finde es nur eigenartig warum die gegen Alk nichts unternimmt. Steht ja ausser Frage das dat Zeug ein Hirnschmelzer ist. Entweder liegt es an den 14 Milliarden Euro jedes Jahr oder das die Schiss haben nem ganzen Volk seinen Stoff wegzunehmen. Schon gruselig sowas als Kulturgut zu verharmlosen.

spekulatius
spekulatius
2 Jahre zuvor

Fake News!!! Der mündige Bürger darf sich nicht mehr jede verlogene Meinungsmache komplett durchlesen:
Mortler – check
FunkeMedien Gruppe – check
Cannabis schädigt -check und genug Lügenpresse für heute.
Merkwürdig, ich lese ständig über Vermutungen daß Cannabis in ganz speziellen Situation spychische negative Effekte bzw Nebenwirkungen auslösen kann, ich lese aber nich:
dass Koffein in Kaffee oder Energy Drinks zu einem tödlichen Herzklabaster führen kann
dass Alkohol schon bei eimaligem Konsum zum Tode führen kann
dass selbst Aspirin tödlich sein kann (3000 Tode im Jahr)
…ich würde sagen die CDU ist so nah bei der AFD daß wenn die Medienhetze und Volksverdummung so weitergeht der nächste Bundeskanzler in zwei Jahren dann von der AFD kommt – Hurra!

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Und was hat Frau M. M. genommen, dass sie so willenslos, gesteuert und frei jeglicher Vernunft oder eigener Meinung auftritt? Kein Arbeitnehmer in Deutschland kann sich solchen Mist erlauben. Man würde sich verständlicherweise an den Kopf fassen. Da aber nicht! Da wird einem noch auf die Schulter geklopft und die Amtszeit verlängert. Und ein drittes Mal wird kommen. (wg. Naloxon). Bei der damaligen wirtschaftlichen Macht des Hanf als Rohstoff, ist klar dass es längst nicht mehr um das darin enthaltene THC geht. Aber für die Industrie und Wirtschaft, ist man sich für nichts zu blöd (gelle Lenchen und Mutti)? Unglaublich, was für hirnlose, fremdgesteuerte, manipulierte, korrumpierte und komplett moralfreie Personen hierzulande Entscheidungen treffen dürfen. Solche Drogenbeauftragten, es schreit fast nach:… Weiterlesen »

Harald
Harald
2 Jahre zuvor

Wenn Cannabis junge Gehirne schädigt, muss Mortler in ihrer Jugend aber Stoffe genommen/konsumiert haben, die weitaus mehr Schaden anrichten. Der Bereich des Gehirns welcher für Wahrheit und Lüge zuständig ist, ist bei der armen Frau komplett zerstört. Das trifft leider auf viele Politiker der CSU und CDU zu. Das ist ein gesundheitlicher und charakterlicher Mangel, der leider nicht therapierbar ist.

Tom
Tom
2 Jahre zuvor

Ja, klar. Ich glaube einem 14-jährigen natürlich sofort dass er niemals gekifft hat, wenn er mir das sagt. Auch 16-jährige sind für ihre Ehrlichkeit und gesetzestreue bekannt. Davon bin ich trumpfest überzeugt. Darum glaube ich auch sofort jede Aussage die in einer Studie die solche Aussagen ungeprüft akzeptiert veröffentlicht wird. Oder anders ausgedrückt: Diese Studie kann man wegen unwissenschaftlicher Methoden getrost in die Tonne kloppen. Wahlweise kann man sie auch in die Toilette hängen, dann hat sie wenigstens noch einen reinigenden Effekt. Nur eines darf man damit nicht machen, nämlich sie ernst nehmen. Wenn das so weiter geht wird es nicht mehr lange dauern bis die ersten wissenschaftlichen Arbeiten auf die Gefahren des “Passivkiffens” aufmerksam machen und dieses auch an… Weiterlesen »

Otto Normal
Otto Normal
2 Jahre zuvor

Frau Mortler, ich weiß – sie leiden an einer starken Cannaphobie wofür ich versuche Verständnis aufzubringen, wenngleich ich kein Verständnis dafür habe, daß Sie nicht zum Arzt gehen und sich therapieren lassen. Aber ich will dennoch versuchen Ihnen etwas klarzumachen: Abgesehen davon daß es bei Ihrem Sohn längst passiert ist und nun zu spät um noch zu reagieren, geht es bei der ganzen Debatte gar nicht um die Kinder. Wenn es um die lieben Kleinen ginge würden Sie sich doch viel mehr ins Zeug legen gegen Tabak und Alkohol oder? Nein Sie brauchen das jetzt nicht hier öffentlich zuzugeben, wir beide und viele millionen Andere Bürger wissen es doch schon längst. Aber auch beim Cannabis geht es nicht darum das… Weiterlesen »

Otto Normal
Otto Normal
2 Jahre zuvor

Wo ist mein Kommentar geblieben?

Der Vertreter
Der Vertreter
2 Jahre zuvor

Ich hatte mittlerweile irgendwie das Gefühl, sie wird langsam eher PRO Cannabis, aber da hab ich wohl geträumt 😀 Von der CSU braucht man wohl nichts vernünftiges zu erwarten. Bloß weil Kinder besser aufgeklärt sind, heißt es nicht, dass es Millionen Kiffer hier im Land gibt, die unter dem Verbot leiden und Kinder kommen durch den Schwarzmarkt locker easy dran. (Mit allen Extra-Gefahren)
Ich bin mal wieder entsetzt. Einfach nur ganz traurig.

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

“Gib einem kleinen Menschen Macht, und du erkennst sein wahres Ich.”

Karli
Karli
2 Jahre zuvor

Es gibt also keinen Grund älteren Menschen das Hanf zu verbieten. Legal ab 25 Jahren sollte also kein Problem sein.

Der Realist ohne Kraut
Der Realist ohne Kraut
2 Jahre zuvor

Habt ihr eigentlich schon gewusst, dass es damals Strafen wegen ‘Nichtanbau von Hanf’ insbesondere in US und UK gab? Teilweise bzw. Ähnliches auch in Deutschland…

Klar, dass das Hanf verteufelt wird. Mit Schmerzmittel und Alkohol kann man einfach einen besseren, einfacheren und höheren Gewinn machen.

Ralf
Ralf
2 Jahre zuvor

Es gibt eine Studie von einem amerikanischen sehr anerkannten seriösen Lungenspezialisten, Donald Tashkin. Der hat 30 Jahre lang geforscht und dabei 50 000 Probanden untersucht………
am Ende hat er eine Aussage getroffen, bei der er vermutet daß Cannabis keinen Lungenkrebs erzeugt, eine absolute Feststellung hat sich dieser ehrliche Forscher auch nach 50 000 Probanden nicht erlaubt.
Noch Fragen zur Seriosität dieses 46-Hansel- Mülls, den dieser Unmensch von Alkohollobbyistin als Studie ausgibt?

Marc
Marc
2 Jahre zuvor

Es ist unbestritten, dass Cannabis für manche Menschen zur Einstiegsdroge wird; nicht aber für alle, sondern für die, die eine Suchtanfälligkeit haben.
Das Kinderhirn ist noch in der Entwicklung und daher besonders anfällig.

Terpenfreak
Terpenfreak
2 Jahre zuvor

Die CSU ist in Sachsen Drogenpolitik schlimmer als eine Horde Geier. Nur das diese Partei den Müll nicht beseitigt, sondern verbreitet. Frau Mortler sorgt mit ihren Aussagen doch indirekt dafür, daß jeder noch so versteifte Legalisierungsgegner langsam realisieren sollte, wie sinnlos das Hanfverbot ist.

SL
SL
2 Jahre zuvor

Abgesehen davon, dass die Studie aufgrund mangelnder Teilnehmer und unvorhandener Konsum Beweislage unseriös ist, fordert niemand, dass Cannabis für minderjährige legalisiert werden soll…
Durch die Prohibition kommen Kinder in so jungem Alter doch gerade erst viel schneller an Marihuana