Mittwoch, 26. September 2018

Legalisierung von Cannabis brächte Milliarden

 

Deutschlands Staatskasse profitiert enorm.

 

Foto: Susanne Winter

 

Professor Doktor Justus Haucap von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf wurde dank fleißig Geld spendenden DHV-Mitgliedern die Arbeitszeit finanziert, um sich intensiv mit der Legalisierung von Cannabis auseinandersetzen zu können. Der angesehene und sich schon häufiger für die Freigabe von Hanf aussprechende Wirtschaftsökonom stellt eine Autorität außerhalb der Cannabisszene dar, weshalb seine während der kommenden Fachkonferenz des Deutschen Hanfverbandes veröffentlichte Hochrechnung über die möglichen Einnahmen eines legalen Marihuanamarktes mit Spannung erwartet wird. Bereits im Vorfeld der anstehenden Cannabis Normal! im November 2018 nannte der Experte jedoch schon einmal einige Zahlen in Medien, die zum Umschwung aufrufen sollten. Die Legalisierung von Cannabis brächte Milliarden für den Deutschen Staat.

 

Sicher ist sich Justus Haucap heute schon, vor der finalen Veröffentlichung seiner Berechnungen, dass die Einahmen aus einem Verkauf von Cannabis sich in Milliardenhöhe befinden müssten. Wäre ein Gramm Gras mit circa 4 Euro besteuert und bei einem Schwarzmarkt ähnlichen Preis von 10 Euro angesiedelt, müssten nach der geringsten geschätzten Verkaufsmenge von 250 Tonnen jährlich bereits eine Milliarde Euro für das Staatsvermögen herausspringen. Möglich scheint aber auch, dass hierzulande schon über den illegalen Sektor bis zu 600 Tonnen Cannabis die Besitzer wechseln, sodass das Potenzial des Marktes leicht unterschätzt worden sein könnte. Über eine 60 Prozent hohe Besteuerung müssten 75 Prozent Steuern abgebende Zigarettenkäufer dagegen nur müde lächeln.
Der Wegfall der Repressionskosten hingegen lässt sich bisher noch nicht ganz klar in Zahlen fassen, eindeutig sei aber bereits, dass von allen Drogenstraftaten ungefähr 60 Prozent im Zusammenhang mit Cannabis stünden und von diesen im Jahr 2017 angezeigten 198.000 Cannabisstraftaten, 84 Prozent dem gewöhnlichen Konsum der berauschenden Substanz geschuldet gewesen waren. Würde man daher endlich eine Beendigung dieser Kifferkriminalisierung beschließen, wären riesige Einsparungen von Arbeitszeit und Strafverfolgungsausgaben garantiert.
In den Vergleich mit Colorado wird Deutschland in Sachen Arbeitsmarktfrage von Professor Doktor Justus Haucap geschickt, wo der legale Cannabismarkt ungefähr 300000 Arbeitsplätze innerhalb der vergangenen sechs Jahre schaffen konnte. Dort halbierten sich die Arbeitslosenzahlen und liegen mittlerweile weit unter dem nationalen Durchschnittsniveau. Für Deutschland sieht Haucap daher einen neu entstehenden Arbeitsmarkt für eine Personenzahl im fünfstelligen Bereich. Da das Verbot dazu niemanden vom Konsum abhalten würde, schätzt Justust Haucap, dass es nur noch eine Zeitfrage sein dürfte, bis Cannabis auch hierzulande einen Boom in Staatskassen, fachgerechter Verbrechensbekämpfung und Arbeitsmarktfragen auslösen wird.

 

Bei dieser Zeitfrage müsste es bei logischem Denkvermögen innerhalb der Politik aber dann eigentlich genau andersherum zugehen als bei den äußerst profitablen Legalisierungsschritten, zu welchen der ehemalige Vorsitzende der Monopolkommission folgende Meinung vertritt: „Es gibt noch viel Raum nach oben und so gut wie keinen nach unten.“

6 Antworten auf „Legalisierung von Cannabis brächte Milliarden

  1. Harald

    So langsam haben Merkel und Konsorten ausgespielt und die Herrschaften in den Reihen der Schwarzen haben mitgekriegt, dass es um ihren Arsch geht. Jetzt müssen sich nur noch einige Leute mit Anstand und Hirn in deren Reihen befinden, die weniger korrupt sind(????) und die Legalisierung hat vielleicht eine Chance?! Aber wie heißt es so schön – ihr werdet gemessen an euren Taten und nicht an euren Worten und das entscheidet auch über eure Zukunft!

  2. R. Maestro

    Wie wahr!

    Wann rückt man endlich von den äusserst, definitiv, fraglichen, heutigen Ansichten ab.
    Ich freue mich, auf die offizielle Ausgabe dieser Nachforschungen.
    Ein angesehener Wirtschaftsökonom, Herr Haucap, Herr Andre Schulz, Leap,
    Herr Tempel, Herrn Terpe, usw. die Liste wäre zu lang, zu müssig, es aufzuführen.
    Angesehene Erscheinungen.
    Aber einer Eierschauklerin (M. M., Angela M.) wird noch geglaubt.

    Pervers und anscheinend vom Geld der Prohibition nicht genug ausgefressen?
    Man kann, als „einfacher“ Bürger, die Gedanken heutzutage kaum mehr nachvollziehen.
    Vielleicht ist es zu schwer, über das Kanzleramt, über die Tür des eigenen Büros, hinauszudenken.
    Aber dies reicht ja anscheinend auch.
    Die nachfolgenden Bezüge sind lukrativ genug.
    Pustekuchen, anscheinend nicht.
    Was juckt es die Eiche, wenn sich die Sau(wir alle) daran reibt.
    Die Ministerialposten sind anscheinend für viele, eine Zeit, welche man durchmacht,
    danach ist alles relativ egal.
    Der Rubel rollt, der Rest, scheißegal, anscheinend.
    Wirklich traurig, in einem angeblich fortschrittlichen, zivilisierten Land.

    Schade. Nicht förderlich, nicht wirtschaftlich, nicht sozial, aber die eigene Kasse stimmt.

    Täuschland halt.

  3. Der Realist ohne Kraut

    Was Herr Haucap da herausgefunden hat, wissen wir nicht erst seit gestern. Aber gut daran ist, dass Leute, die sich intensiv mit der Sache befassen, wiedermal eindeutige Fakten schaffen!

    Aber wer mit dummen handelt, sich aufs Niveau dessen einlässt, muss sich am Ende nicht wundern, das bestehende gehaltvolle und offizielle Fakten vom ‚Schwarzen Block‘ zerpflückt werden. Union und Lemminge wissen, wie’s geht. Da sind die Beste ihrer Zunft!

    Dennoch bleibt es immer noch Fakt, der auch dem dümmsten Politiker irgendwann sauer aufstößt…

    Hinzu muss ich noch erwähnen, dass ich zu 100 % meinen Vorschreiber Recht gebe. Immerhin lassen sich mittlerweile mehr Menschen auf die Diskussionen ein und hoffentlich auch menschlich, sozial und (leider auch) finanziell überzeugen.
    Merkel und Mortler haben schon lange verspielt. Wer immer aufs gleiche Pferd setzt, sollte sich nicht wundern, wenn’s am Ende ein Pferdekuss verpasst!!!

  4. R. Maestro

    Die angebliche Gefahr, geht nicht von Konsumenten aus.
    Die grösste Gefahr geht von Theoretikern aus.
    Null Peil, aber die Frese aufreissen.
    Danke, Ihr Vordenker.

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