Mittwoch, 22. August 2018

Kein Anstieg unter jugendlichen Kiffern trotz legalem Cannabisverkauf

 

Colorado zeigt in Zahlen, dass öffentlicher Handel nicht zu mehr Konsum führt.

 

Illustration: marker

 

In Deutschland krallt man sich auf politischer Ebene weiterhin an den kontraproduktiven Gegebenheiten der Cannabisprohibition fest und übersieht die Auswirkungen, die sich in stark steigenden Konsumentenzahlen unter der heranwachsenden Bevölkerung zeigen. Trotz ebenfalls stark gestiegener Jagd auf gewöhnliche Cannabisnutzer konnte die regelrechte Kifferhatz keinen Erfolg bei der Verhinderung des Gebrauchs unter Jugendlichen verbuchen, aber dennoch sprechen sich konservative Kreise weiterhin über die Sinnhaftigkeit der angewandten Strategie aus. Dass eine Freigabe von Cannabis jedoch offensichtlich die bessere Alternative im Umgang mit Marihuana darstellt, beweisen nun neue Forschungsergebnisse aus Colorado. Dort wurde festgestellt, dass kein Anstieg unter jugendlichen Kiffern trotz legalem Cannabisverkauf festzustellen sei – der öffentliche Handel führe in dieser Personengruppe nicht zu mehr Konsum.

 

Norml berichtete schon Mitte August über die Faktenlage, welche die Untersuchung der Universität von Colorado zutage brachte. Im Vergleich zu Umfrageergebnissen, die ein Jahr vor der Cannabislegalisierung eingeholt worden waren, habe man durch 18 Monate später angestellte Umfragen herausfinden können, dass nach der Freigabe von Cannabis für Erwachsene keine signifikanten Veränderungen bei den Verhaltensmustern von Heranwachsenden aufgetreten wären. Weder auf den Konsum pro Monat noch auf den der Lebenszeit wäre negativer Einfluss genommen worden, hält die auf dem Portal Prevention Science veröffentlichte Studie fest. Unter den Teilnehmern, die in den vergangenen dreißig Tagen heimlich Cannabis konsumiert hatten, sank die Zahl der Nutzer, die besonders häufig konsumierten, oder derer, die keine Skrupel hatten auf Schulgeländen Cannabis zu sich zu nehmen. Auch wurde festgestellt, dass es weniger Fälle gab, in denen Marihuana eine schädliche Auswirkung bei den jugendlichen Nutzern hervorrief, obwohl keine Steigerung in der Wahrnehmung der Unrechtmäßigkeit des Verhaltens in den Schülern stattfand. Auch Eltern würden nicht unbedingt eine stärkere Ablehnung gegenüber den legalen Substanzen entwickeln, obwohl sich diese Thematik aufgrund des vereinfachten Zugangs in Potshops natürlich stark verändert habe.

 

Als Fazit halten die Autoren der Untersuchung fest, dass man „keinen signifikanten Effekt in Verbindung mit der Einführung legaler Verkäufe von Marihuana für Freizeitaktivitäten in Colorado bei jugendlicher (illegaler) Verwendung festgestellt“ habe. Colorado zeigt somit in Zahlen, dass öffentlicher Handel von Cannabis nicht zu mehr Konsum unter Jugendlichen führt, so, wie es hier seit Jahren unter der Geißel der Prohibition leider stetig der Fall ist.

 

Change laws, now!

3 Antworten auf „Kein Anstieg unter jugendlichen Kiffern trotz legalem Cannabisverkauf

  1. COSMO

    Hr. Thomasius wird dies mit Sicherheit als „Lügenpresse“ abtun. Was nicht sein darf, kann nicht sein…
    So ist es halt mit zukünftigen Beratern nach rechts stürmender Parteien.

  2. Irgendwer

    Straftaten, tödliche Verkehrsunfälle und Suizide nach Brotkonsum … Thomasius als Kämpfer gegen gefährliches Brot und anderes aus Getreide hergestelltes Zeug
    Brot ist gefährlich !

  3. R. Maestro

    Unsere „Mutti“ und die Marlene wissen genau was abgeht.
    Dass die es nicht wissen, fast unmöglich. Man sieht es ja immer wieder, wenn Cannabis zur Sprache kommt.
    Keinerlei Zugang. Nur um sich herum mauern. Wo war denn die Hauptperson, als im Bundestag die Petition besprochen wurde?
    Die wollen nicht, weil ein persönliches Interesse besteht.
    Beim Marlenchen ist es mindestens ihre Firma Pesika, ein Konkurent.
    Frau „Anslinger“, es fällt auf und die meisten wissen es.
    Und an welchen Punkten noch weitere „Spenden“, von wem auch immer (blöder Witz) fließen, kann man sich ja denken.
    Menschen, in dieser Art und Weise zu diskiminieren, und, und, und, ….,
    aus persönlichen finanziellen Interessen heraus, das ist verächtlich, asozial, zum kotzen.

    Das bisherige Vorgehen diesbezüglich, hoffentlich rächt es sich noch so schrecklich und
    grauenhaft!
    Ich bin guter Hoffnung. Aber naja, auf die UNGASS hatte ich auch gehofft.
    Für die Vertreterin der BRD war es eine prima Gelegenheit sich zu profilieren,
    für den Rest, war es vertane Zeit und heiße Luft. Ich finde, letztendlich hat sie die BRD blamiert.
    Vielen wäre dies zu blöd, aber naja, sie wird schon wissen, was sie macht ….., sollte man meinen, bei ihrem Gehalt. Gehalt! Nicht Verdienst.

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