Mittwoch, 7. Februar 2018

Linkspartei strebt eine Beendigung des Cannabisverbotes an

 

Jetzt noch die vorhandene parlamentarische Mehrheit nutzen.

 

Kiffen verboten!
Bild: Archiv

 

Auch wenn sich Bayerns Gesundheitsministerin und andere schlecht informierte Personen mit Binsenweisheiten gegen einen längst angebrachten Strategiewechsel in der Cannabispolitik aussprechen, so gibt es politische Kräfte, denen der bereits angerichtete Schaden genügend Gründe gibt umzudenken. Die Freien Demokraten fielen in den vergangenen Wochen immer wieder positiv mit Vorstößen bei Cannabisbefürworten auf, und nun gesellen sich weitere Kandidaten dazu, die bei noch immer möglich erscheinenden Neuwahlen in Deutschland eine Stimme verdienen würden. Die Linkspartei strebt eine Beendigung des Cannabisverbotes an und möchte mittels einer parlamentarischen Mehrheit die Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten erwirken.

 

Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur ließ der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken die angestrebten Pläne der Fraktion durchsickern, aufgrund der gescheiterten Verfolgungsstrategie eine Kursrichtung noch vor dem Zustandekommen einer möglichen Großen Koalition zu erwirken. Mithilfe eines gemeinsamen Antrags, der von anderen Fraktionen gestützt würde, könnte dann die vorhandene parlamentarische Mehrheit dafür sorgen, dass der Eigenbedarf geringer Mengen Cannabis legalisiert würde. Funktionierende Beispiele hierfür gäbe es in Uruguay, Portugal oder anderen Ländern, in denen Konsumenten nicht länger unnötig kriminalisiert würden. Absolut notwendig sieht Jan Korte von der Linkspartei bei einem angedachten Umschwung die zwingende Absetzung der Bundesdrogenbeauftragen Marlene Mortler, welche mit „rückwärtsgewandter Drogenpolitik“ in keinster Weise dazu beitragen kann, „die Kriminalisierung der Konsumenten zu beenden, die Verbreitung von Cannabis zu kontrollieren sowie den Gesundheits- und Jugendschutz in der Bevölkerung zu verbessern“, was das ausgesprochene Ziel der Linken darstellt. Daher gibt Korte auch dem Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter Rückendeckung, der ebenso alle bisherigen Eindämmungsversuche durch die angewandte Repression als gescheitert betrachtet und daher eine Hanffreigabe für Erwachsene fordert, wofür dieser von privaten Meinungen vertretenden Prohibitionisten gepfeffertes Paroli erhielt.
Da jedoch auch die dem Gras wohl gesonnene FDP bei der thematischen Auseinandersetzung zu Wort kommen darf, häufen sich Argumente für eine Beendigung des Cannabisverbotes auf der Seite der liberalen Frontline – und ebenso die guten Gründe das Tätigkeitsfeld der amtierenden Drogenbeauftragten in Zukunft sehr stark einzuschränken.

 

Die Cannabis Community will keine neue Drogenbeauftragte – so sehr wie das Ende des Hanfverbotes!

12 Antworten auf „Linkspartei strebt eine Beendigung des Cannabisverbotes an

  1. Karli

    Liebe Linke hier könnt Ihr gleich aktiv werden und unterschreiben. Gilt natürlich auch für Grüne, FDP … usw.
    https://www.change.org/p/bundesgerichtshof-stoppt-die-strafverfolgung-von-cannabis-konsum?source_location=discover_feed

    Und hier dürft Ihr unter dem Artikel abstimmen. Lasst mal Taten sehen, nicht nur labern!
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article173219985/Drogen-Marlene-Mortler-lehnt-Cannabis-Legalisierung-ab.html

    Solche Umfragen lagen bis jetzt immer bei LEGALISIEREN mit 60% bis 80%!

  2. Ulf

    Bleibt zu hoffen, dass die freien Demokraten sich durchsetzen. Solche Bestrebungen und Bemühungen gab es in der Vergangenheit bereits öfters (erfolglos) besonders in Koalitionaverhandlungen. Finde den Fehler! Es gibt neben Uruguay, Portugal noch weiter Beispiele mit vergleichbaren, zumindest entkriminalisierend wirkenden Modellen, wie z.B.: die Social Cannabis Clubs in Spanien oder das kalifornische Modell. Die Hoffnung stirbt zuletzt und so begrüße ich diese Nachricht selbstverständlich 🙂

  3. Karli

    @ kushifix super, aber die zeigen kein Ergebnis an. Muss ich mir dabei jetzt was denken? Wann wird das gesendet und wo?

  4. kushifix

    Hab Stern TV nicht sehen können, was lief da so? Warum enttäuschend? Gibts irgwo eine Zusammenfassung? Wie war das Endergebniss der Umfrage und wie haben die im Fernsehen die Umfrage ausgewertet?

  5. Rainer Sikora

    Soweit ich da was gehört habe, wurde sofort wieder gegen die Gefährdung von Jugendlichen gewettert.

  6. BoxxJob

    4 Gäste:
    1 Psychologe, der dauerhaft über die gesundheitliches Schäden für Jugendliche und Kinder geredet hat (Psychosen etc.) und dabei die alten Lügen aufgetischt hat.
    1 Vertreter des BDK, der Andre Schulz‘ Aussagen nur beschwichtigt hat.
    1 C-Promi aus dem Dschungelcamp, der „eine zeitlang alle 14 Tage“ nen Joint geraucht haben will, und vom Straßendealer überfallen wurde.
    1 bekennender Freizeitkiffer, der eher arrogant und inkompetent rüberkam.
    Der Videobericht behandelte nur wieder Extremfälle aus der Psychiatrie, wobei die Patienten bemitleidenswert auf die Gefahr von Cannabis hingewiesen haben.
    In einer Szene kam dann raus, dass der interviewte Patient in Wahrheit auch alle möglichen „anderen Drogen“ eingeworfen hat.
    Alles in Allem sehr einseitige Berichterstattung. Selbst ich hätte zu jedem Argument ein besseres Gegenargument liefern können. Viele Widersprüche und Lügen, Chance vertan 🙁

  7. kushifix

    Ach das ist doch wieder typisch.
    Hätte man sich eigentlich auch denken können das bei Stern TV wieder eher kalkulierte Unterhaltung stattfindet.
    Sehr schade und typisch für deutsche (nicht in den Kram passende) Massenmanipulation im TV. Etliche Unwissende Bürger werden den Müll wieder glauben und damit im schlimmsten Fall auch noch argumentieren und sich im Recht fühlen :/

  8. Karli

    War ja klar das es so kommt. Und genau darum hat Stern TV nach der Abstimmung auf ihrer Internetseite kein Ergebnis angezeigt. Das Ganze stank vorher schon nach Beschiss.

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