Samstag, 9. Dezember 2017

Präsidentin der niedersächsischen Ärztekammer strikt gegen die Cannabislegalisierung

 

Lungenexpertin sieht zu viele Gesundheitsgefahren …

 

Bild: eSheep / freeimages

 

Rauchen ist nicht gesund, das ist klar. Doch ein Unterschied zwischen dem Konsumieren verschiedener verbrennender Substanzen besteht. Schon Anfang Juni im Jahr 2009 fand ein führender Lungenforscher der Vereinigten Staaten bei langjährigen Beobachtungen von Cannabisgebrauch heraus, dass die Gefahren weit unter den einst bestehenden Befürchtungen lagen, weshalb er seine bisherige Meinung zu Marihuana und dessen Legalisierung änderte. Die deutsche Lungenfachärztin Dr. med. Martina Wenker sieht hingegen aktuell noch zu viele Gesundheitsgefahren im Genuss von Cannabis verborgen, weshalb sich die derzeitige Präsidentin der niedersächsischen Ärztekammer strikt gegen die Cannabislegalisierung ausspricht.

 

Weder weinerlich im Cannabischaos des medizinischen Sektors verloren, noch aufgrund der vielen Ungerechtigkeiten gegen gesetzestreue Kiffer pragmatisch mit der politischen Situation vertraut, äußerte sich die Präsidentin der niedersächsischen Ärztekammer am Schluss eines längeren Interviews in der gestrigen Kreiszeitung eindeutig über den Gedanken einer Cannabisfreigabe in Deutschland. Sie – als Lungenärztin – sei strikt dagegen, Cannabis breitflächig freizugeben und für den freizeitlichen Gebrauch zu erlauben. Marihuanakonsum habe schließlich dramatische Nebenwirkungen, weshalb „doch nicht ernsthaft“ eine Legalisierung stattfinden dürfe, wenn man davon wisse, dass der Gebrauch Menschen schade. Zusätzlich wäre ein falsches Signal ausgesendet, das in die falsche Richtung deute. Einzig die Nutzung bei Krebserkrankungen – gegen Übelkeit und Tumorschmerz – wären aus ihrer medizinisch geschulten Expertensichtweise vertretbar. „Ich kann nur dringend davor warnen, Cannabis jemals zu legalisieren. Ich sage definitiv: Nein!“, beenden das Gespräch zwischen Frau Doktor und den Journalisten.
Erst Ende November gab die Präsidentin der niedersächsischen Ärztekammer Dr. med. Martina Wenker ihren wissenschaftlichen Beistand bei der Anhörung zum Thema „Kontrollierte Abgabe von Cannabis“ im Sozialausschuss des Rates der Landeshauptstadt Hannover, wo der Tenor ähnlich eindeutig prohibitionistisch klang. „Eine legale Abgabe von Cannabis ist aus ärztlicher Sicht nachdrücklich abzulehnen“, es wäre „aus ärztlicher Sicht absolut wichtig, eine Freigabe der Droge zu verhindern.“

 

Eigentlich sollte man als Medizinerin schon etwas besser informiert sein, warum eine Veränderung der Cannabispolitik hierzulande eigentlich nicht sonderlich schädlich wäre

12 Antworten auf „Präsidentin der niedersächsischen Ärztekammer strikt gegen die Cannabislegalisierung

  1. E.B.

    Na, liebe autokratische Ärzteschaft via Wenker, dann zückt mal den eisernen Besen gegen alles Ungesunde, sonst müsste man noch denken, eure Motive liegen eigentlich woanders, verborgen unter’m weissen Kittel.

  2. Lars Rogg

    Ach was..?? Dramatische Nebenwirkungen..?? Welche, außer Glückseligkeit und Entspannung ..?? Das das Zeug im großen Stil vertrieben und konsumiert wird und zwar mit allerlei Dreck drin ist also besser für die User als kontrollierten, sauberen Stoff zu rauchen..?? Das ist die Essenz ihrer Denkprozesse..??
    Na, da haben die Lobbyisten wohl wieder saubere Arbeit geleistet.. Daumen hoch !!
    Wäre ja auch schade wenn man die lecker Zuwendungen von Seiten der Pharmafia plötzlich nicht mehr genießen könnte…tzzz, wie typisch. Heuchelei ala Bayern, auf höchsten Niveau….bravo. Auf deutsche Spitzenkräfte ist verlass…!!!

  3. Witzbold

    Frauen bremsen die Legalisierung!

    Man sollte der guten Frau mal erklären das nicht jeder Konsument sein Gras raucht.

  4. hoizhax

    Ich hab mal gelernt (Schule) daß bei jeder Verbrennung von Pflanzen TEER entsteht.
    Teer is einfach schädlich,
    da kann man nix sagen.
    Autofahren is aber auch schädlich für dich und deine Umwelt
    Schnaps trinken auch
    Fallschirmspringen, Sport, Arbeit, Rennen fahren auch und und, und……

    Ich kann dir sagen es währ besser es zu lassen, ABER man würd auch was vepassen!!!!
    (Götz Widman)

  5. Thomas

    Solange die Frau Doktor nicht mit Zahlen und Fakten zur Untermauerung ihrer These aufwartet, ist es nur eine persönliche Meinung einer x-beliebigen Frau die man getrost ignorieren, bzw. mit gegenteiligen Fakten zu diesem Thema ins Abseits stellen kann. Die Begründung die sie anführt (die gefährlichen Nebenwirkungen) ist jedenfalls total unglaubwürdig solange sie ihre Patienten nicht ausschließlich mit Demeter Kräutertees behandelt. Die Medikamente die die Ärzte so im allgemeinen verteilen führen zu größeren Schäden bzw. schlimmeren Nebenwirkungen als Cannabis je anrichten könnte. Damit hat sie anscheinend keine Probleme, und ich möchte wetten dass sie Patienten die sich über die Nebenwirkungen der pharm. Gifte beschweren, wie schon sooooo oft erlebt, mit dem Satz „Das ist nur bis sie sich daran gewöhnt haben“, oder „Da müssen sie halt durch“ abbügelt.

    Aber warum sollte man sich über die Äußerung dieser Frau Doktor ärgern? Genau genommen hat sie sich mit dem Satz „aus ärztlicher Sicht absolut wichtig, eine Freigabe der Droge zu verhindern.“ selbst disqualifiziert. Damit negiert sie die ganzen weltweiten Forschungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse ihrer Kollegen. Das macht sie zur Nichtwissenschaftlerin die, aus welchem Grund auch immer (hier kommt der Backfire-Effekt ins Spiel), nicht dazuzulernen will und aus diesem Grund die Arbeit ihrer Kollegen/innen in den Dreck zieht. Kommt nun noch ein Techtelmechtel mit Pharmaunternehmen in Betracht, was in ihrer Position durchaus wahrscheinlich ist, wird ihre Einstellung zum Thema Cannabis noch deutlicher. Nachtigall, ick hör dir stampfen.

    Abschließend sei allen Ärzten noch folgendes ins Lehrbuch geschrieben (Ich spiele jetzt mal Orakel): Egal was ihr verschreibt, so werdet ihr es nicht schaffen dass die Menschen unsterblich werden, bzw. gesund sterben. Die Naturgesetze sind stärker. (Wie man es gerade weltweit sehen kann).

  6. Fetales Alkoholsyndrom

    Das ist sehr gut für den Schwarzmarkt , »Die jährlich beschlagnahmte Menge Marihuana reicht für eine Woche« , und die Pharmakonzerne ,“58.000 Tote jährlich durch falsche Medikamente“ . Und wer aktien von basf besitzt handelt nur, um die eigene Karriere zu pimpen ,auf kosten der Allgemeinen Gesundheit . Totale Fehlbesetzung ,diese Presidenten Personalie , und das ist nicht erst seit Guttenberg und Sachsensumpf so .

  7. Fred

    – Marihuanakonsum habe schließlich dramatische Nebenwirkungen, weshalb „doch nicht ernsthaft“ eine Legalisierung stattfinden dürfe, wenn man davon wisse, dass der Gebrauch Menschen schade –

    Von einer Akademikerin hätte ich mir schon eine etwas differenzierte Sicht auf die Dinge gewünscht. Es macht sicher für die menschliche Lunge einen Unterschied, ob man 5 Joints am Tag oder 5 im Jahr raucht.
    Und ständig in der Diskussion das schlimmste zu unterstellen, dient nicht dazu, das Problem in der Öffentlichkeit zu diskutieren.
    Die gesundheitlichen Gefahren sind eher gering. Einen vernünftigen und verantwortungsvollen Konsum vorausgesetzt. Zumal die gesundheitliche Frage in der Legalisierungsdebatte auch keine Rolle spielen sollte. Es ist ja nicht so, das wir alle drüber diskutieren, Cannabis oder andere Drogen erstmalig ins Land zu lassen. Es ist alles da. Schon lange. In jedem Park, an jeder Ecke oder im Netz 24/7 zu erwerben.

    Eine Drogenfreie Gesellschaft ist pure Utopie. Und mit dem Strafgesetzbuch dieses Ziel zu verfolgen, ist sogar ausgesprochen dumm. 80 Jahre hat man es versucht, der “ Erfolg “ ist gleich null. Und diesen Weg ernsthaft weitergehen zu wollen, vielleicht mit mehr Polizei, mehr Videoüberwachung und vielleicht noch technischer Überwachung Made in China, der sollte mal über die Folgen nachdenken und das dann ins Verhältnis zu den gesundheitlichen Risiken stellen.

    Liebe Leute von der Prohibitionsfront, neue Wege sind gefragt. Wer denkt, er könnte mit einer Verbotspolitik die Drogen aus dem Land bekommen, sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, die freiheitliche Grundordnung in diesem Land abschaffen zu müssen um dieses Ziel zu erreichen.

  8. Fetales Alkoholsyndrom

    Es ist ja wohl ein Himmelweiter unterschied ,ob ich Taback oder Apotheken Cannabis Rauche . Aber sicherlich gab es Studien ,mit den vielen Cannabis Pur Rauchern , hierzulande . XD !

  9. Lotus

    …sogenannten „Fachleute“ die die Meinung einiger Leute geschickt manipulieren,
    in etwa wie“wenns ein Arzt sagt ,wirds schon stimmen“
    Ich finde das Argument generell aber ziemlich schwach,
    wenn Tabak allgemein in unserem Land bereits Legal ist,
    und der schaden bei Cannabis wesentlich geringer ist…
    Peace und allen ein schönes Wochenende 😀

  10. Rainer Sikora

    Die herzensgute Frau ist nur um die allgemeine Gesundheit besorgt,weil Weihnachten ist.Sie kämpft deshalb hart gegen die Legalisierung.Glyphosat ist aber ok.

  11. bernd

    „…ein falsches Signal ausgesendet, das in die falsche Richtung deute…“

    Minus mal minus ergibt plus.

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