Donnerstag, 10. August 2017

Ärztepräsident fühlt sich mit Cannabis im Stich gelassen

 

Sächsische Landesärztekammer will selbst Verordnungshinweise erarbeiten.

 

 

Der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer Erik Bodendieck war schon vor dem Inkrafttreten des Gesetzes für Cannabis als Medizin kein Befürworter des Einsatzes von natürlich gewachsenen Heilkräutern. Nun sieht sich der Mediziner gezwungen seinen Unmut über die offensichtlich etwas überraschend starke Nachfrage nach dem „giftigen Cannabiskraut“ auf Patientenseiten kundzutun und sich damit postwendend an die Politik zu richten. Der Ärztepräsident fühlt sich mit Cannabis im Stich gelassen.

 

So wirft Bodendieck laut den Nachrichten der Ärztezeitung der politischen Führung vor, dass sie die Ärzteschaft nach der Freigabe von Medizinalhanf vollkommen im Stich gelassen habe. Keine Regelungen bei Diagnosen und keine klar definierten Indikationen existierten, die Medizinern Aufschluss über die Verschreibung verrieten, weshalb man nun selbst einige Schritte einleiten wolle. In Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer möchte die Sächsische Landesärztekammer nun einen Wegweiser in Hinweisform erstellen, damit Ärzten in Bälde „zumindest eine fachlich fundierte Handreichung“ zur Verfügung steht, die über die vielen Fragen hinter dem Einsatz von legaler Cannabismedizin einige Antworten gibt. Kritik gibt es von Bodendiek auch noch dafür, dass keine Altersbegrenzung vom Gesetzgeber festgelegt wurde. Ebenso bemängelt er weiterhin die allgemeine Freigabe des „giftigen Cannabiskrautes“, das im Gegensatz zu „reinen Substanzen“ seiner Meinung nach wohl nicht unter die Bezeichnung Arzneimittel fallen dürfte. Dass sich aber nun selbst nur unter Rückenschmerzen leidende Menschen in Praxen nach der neu erhältlichen Naturmedizin erkundigen und auf ein Rezept von ihrem Vertrauensarzt hoffen, empfindet Erik Bodendiek als Beweis, dass Hoffnungen an der falschen Stelle geschürt wurden, während alle schwer kranken Patienten, aber vor allem auch alle Mediziner im Stich gelassen wurden.

 

Anstatt also das 22-Seiten starke FAQ der Bundesärztekammer stärker zu bewerben, das über die Verschreibungsverordnungen und Anwendungsgebiete von medizinischem Marihuana informiert, und selbst fehlendes Fachwissen über definitiv ungiftiges Hanfkraut einzuholen, fühlt der leidende Präsident der Sächsischen Landesärztekammer erstmals mit dem zuvor nicht richtig ernst genommenen Klientel.

 

Ein medizinischer Ernstfall, gegen den kein Kraut gewachsen ist.

9 Antworten auf „Ärztepräsident fühlt sich mit Cannabis im Stich gelassen

  1. Chris d'Bongster

    Ja, total giftig, dieses furchtbare Kraut. Der Typ hat doch nicht mehr alle Latten am Zaun…wenn er das wirklich so gesagt hat. Redet vom Bedarf an fachlich fundierten Handreichungen für Ärzte, schwafelt dann aber so einen unwissenschaftlichen Mist daher. Passt doch irgendwie nicht zusammen. Inkompetent und/oder korrupt – würde ich mal annehmen

  2. André

    Der Witz ist ja das es tatsächlich gegen Rückenschmerzen helfen würde. Ich bin Cannabis Patient und gegen leichten Hexenschuss hilft es sehr gut.

  3. ADHSPatient

    > Ja, total giftig, dieses furchtbare Kraut. Der Typ hat doch nicht mehr alle Latten am Zaun…wenn er das wirklich so gesagt hat. Redet vom Bedarf an fachlich fundierten Handreichungen für Ärzte, schwafelt dann aber so einen unwissenschaftlichen Mist daher. Passt doch irgendwie nicht zusammen. Inkompetent und/oder korrupt – würde ich mal annehmen

    Meine Vermutung: Er hat wie viele seiner Kollegen seit Jahrzehnten die falschen Informationen zu Cannabis eingetrichtert bekommen, geglaubt, und dann selbst weiter verbreitet. Jetzt stehen sie da wie Idioten, wenn aus dem Teufelskraut ein Heilkraut wird. Und um zu vermeiden wie Idioten dazustehen verweigern sie die Realität und versuchen ihre alte Haltung zu rechtfertigen.

    Wird Zeit für viele Ärzte in Rente zu gehen.

  4. rainer sikora

    Eigentlich wäre der Gesetzgeber jetzt gefordert mit dem Quatsch aufzuräumen,aber so haben die es geplant und vorgesehen.Hauptsache niemand darf Pflanzen besitzen.

  5. Ralf

    @ADHSPatient
    Ich erlaube mir hier dich zu zitieren und das Ende etwas zu einer erweiterten Schlußfolgerung zu bringen.
    „Meine Vermutung: Er hat wie viele seiner Kollegen seit Jahrzehnten die falschen Informationen zu Cannabis eingetrichtert bekommen, geglaubt, und dann selbst weiter verbreitet. Jetzt stehen sie da wie Idioten, wenn aus dem Teufelskraut ein Heilkraut wird. Und um zu vermeiden wie Idioten dazustehen verweigern sie die Realität und versuchen ihre alte Haltung (durch weitere schlimme Taten) zu rechtfertigen.

    Wird Zeit für viele (Ärzte) Bullen, Staatsanwälte und Richter in Rente zu gehen.

  6. ADHSPatient

    @Ralf:
    Deiner Erweiterung stimme ich unter einem kleinen Vorbehalt zu.

    Finde nicht richtig Polizeibeamte/Polizisten pauschal als Bullen zu titulieren. Das ist abwertend gegenüber einem ganzen Berufsstand und nicht nur gegenüber denjenigen, die Kiffer verfolgen. Polizisten, die genauso unvollkommene Menschen wie wir alle sind, arbeiten für unser aller Sicherheit (klar wirst du als verfolgter „Kiffer“ darüber müde lachen, aber du weißt was ich meine). Die Gesetze haben die Beamten nicht gemacht, da solltest du eher deren Dienstherren und besonders die Politikerkaste verurteilen. Richter und Staatsanwälte haben mehr Macht als Polizisten und da könnte ich noch eher verstehen, wenn du diese beleidigst. Ein Polizist ist im Grunde nur ein Mitarbeiter des Staates, der sich genauestens nach der Politik, den Vorschriften, Gesetzen usw. halten muss, und wenn die Polizisten dies nicht tun, dann ist es die Verantwortung der Politiker zu korrigieren. Polizisten haben mit Schwerstkriminellen zu tun (und damit meine ich natürlich keine Kiffer), regeln den Verkehr (wer will z.B. Raser in den Städten?), jagen nach Einbrechern, Mördern und vieles mehr. Ein Einsatz für die Gesellschaft den ich nicht missen möchte. Und wegen schwarzen Schafen und einer fehlgeleiteten Politik einen ganzen Berufsstand zu hassen und zu diffamieren (und erzähl mir nicht das Wort Bulle wäre für Polizisten nicht beleidigend!) finde ich unüberlegt und gefährlich.

    Ich würde z.B. kein Polizist sein wollen, weil ich unter der gegebenen Politik und den Gesetzen besonders beim Thema Drogenprohibition, gegen meinen Sinn für Gerechtigkeit handeln müsste. Nicht jeder befasst sich mit der Drogenproblematik wie du oder ich, und viele Polizisten machen einfach das was man ihnen gesagt hat. Ich weiß auch, dass es bei der Polizei viele gute Leute gibt, die eigentlich keinen Sinn mehr in der Prohibition sehen (ein Beispiel wäre Frank Tempel). Hab jetzt auch schon öfter von Polizisten gehört die Kiffer haben gehen lassen, oder die sie nicht belästigt haben, obwohl sie erkannt haben, dass sie bekifft waren. Wie du siehst gibt es auch coole Polizisten, die lieber echte Verbrecher jagen möchten. Und der Rest ist meiner Meinung nach noch im alten Zeitgeist gefangen, und da gehört das Kiffer jagen leider zum Geschäft.

    Wir sollten unsere Energie(Wut) besser auf den Auftraggeber der Polizei richten und nicht auf die Polizei.

  7. Ralf

    @ADHSPatient
    „Finde nicht richtig Polizeibeamte/Polizisten pauschal als Bullen zu titulieren. Das ist abwertend gegenüber einem ganzen Berufsstand und nicht nur gegenüber denjenigen, die Kiffer verfolgen. Polizisten, die genauso unvollkommene Menschen wie wir alle sind, arbeiten für unser aller Sicherheit (klar wirst du als verfolgter „Kiffer“ darüber müde lachen, aber du weißt was ich meine). Die Gesetze haben die Beamten nicht gemacht,………..“
    Ok, ich heul dann mal bei Gelegenheit ein Paar Krokodilstränen für die armen stigmatisierten, verfolgten und diskriminierten POLIZISSTEN, die dafür, daß sie diese Unrechtsgesetze nicht gemacht haben, sie aber mit viiieeel Spaß durchschlagen-,boxen-treten-,und bedrohen.
    Dieser Berufsstand arbeitet NICHT hauptsächlich für „unser aller Sicherheit“ sondern für die Verteidigung der Privilegien und der GeldMacht der oberen Klasse.
    „Ich würde z.B. kein Polizist sein wollen, weil ich unter der gegebenen Politik und den Gesetzen besonders beim Thema Drogenprohibition, gegen meinen Sinn für Gerechtigkeit handeln müsste.“
    Siehst du, ich nämlich auch nicht. Deswegen habe ICH im Gegensatz zu DENEN aus Gewissensgründen (ich sag nämlich nicht nur daß ich eins habe) , damals bei diesem Schweinehaufen, der mich unheimlich gerne behalten wollte, weil ich als Bullenschläger körperlich hervorragend geeignet bin, ohne Rücksicht auf Kohle oder Beamtenprivilegien gekündigt. Und das erwarte ich von jedem der von sich behauptet ein Gewissen zu haben, Punkt aus !
    Kiffer hassende arrogante Schergen sind keine Polizisten, und weil die absolut in der Mehrheit sind, meiner Meinung nach mindestens 90%, und sich immer ihre Schandtaten (wie in meinem Falle z.B. Urkundenfälschung und unterschieben von Beweisen) gegenseitig vertuschen und decken, haben sie diesen Titel verdient, die anderen sollen einfach nur wie ich kündigen denn schlechte Gesellschaft ist niemals gut! Andre B. würde noch leben wenn dieser dreckige Bullenmörder nicht genau gewußt hätte, daß er seine Kollegen, einschließlich den kriminellen Staatsanwälten und Richtern, hinter sich hat die seinen Mord decken.
    “ (ein Beispiel wäre Frank Tempel).“- gutes Beispiel, der hat ja auch wie ich gekündigt weil er das dreckige Spiel nicht mehr mitmachen wollte.
    “ Hab jetzt auch schon öfter von Polizisten gehört die Kiffer haben gehen lassen, oder die sie nicht belästigt haben, obwohl sie erkannt haben, dass sie bekifft waren.“
    Ich behaupte mal, die haben an dem Tag schon genug Unheil angerichtet und keinen Bock mehr gehabt, kurz vor Feierabend noch Papierkrieg zu machen, aus solchen Einzelfällen irgendetwas zu schließen ist einfach nur Spekulation.
    „Wir sollten unsere Energie(Wut) besser auf den Auftraggeber der Polizei richten und nicht auf die Polizei.“
    Ohne Handlanger keine Auftraggeber und ohne Auftraggeber keine Handlanger, beide bedingen sich, der eine ist ohne den anderen nicht möglich, deswegen sind und waren immer beide Sorten Menschenrechtsverbrecher SCHULDIG!!

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