Freitag, 8. Dezember 2017

Alkoholverkäufe bei legalem Zugang zu Cannabis sind am Sinken

 

Kiffen lässt wohl weniger trinken.

 

 

Die Angst, die unter Alkoholherstellern in den USA schon vor einem Jahr umherstreifte, scheint begründet. Nach neusten Beobachtungen ist der Konsum von alkoholischen Getränken – in Bundesstaaten, die Marihuana zumindest zu medizinischen Zwecken erhältlich gemacht haben – messbar am Fallen. Dabei wurde seitens der beteiligten Wissenschaftler der Fehlerquotient Konsument einmal außen vor gelassen, da man sich bei der Datenerhebung einzig auf den Einzelhandelsabsatz konzentrierte. Die Alkoholverkäufe bei legalem Zugang zu Cannabis sind am Sinken.

 

Anstatt die gerne ihren Konsum herunterspielenden Trinker der Vereinigten Staaten in ein Kreuzverhör zu drängen, und dort verdrehte Fakten zu erhalten, nutzten Forscher der Universität Connecticut und der Georgia State University die Absatzzahlen von Alkoholika und Spirituosen einer Scanner-Datenbank von 90 Handelsketten. Dabei kam zum Vorschein, dass sich die Verkäufe von alkoholischen Getränken zwischen den Jahren 2006 bis 2015 unter Bezugnahme der demografischen und ökonomischen Bedingungen im monatlichen Absatz um circa 15 Prozent verringert haben, falls die Gesetzeslage den Zugang zu medizinischem Marihuana zuvor gewendet hatte. Zum Vergleich standen US-Bundesstaaten zur Verfügung, die den Einsatz von Marihuana in jeglicher Form gesetzlich unterbinden, aber selbstverständlich den Ausschank und Verkauf von Alkohol an Erwachsene genehmigen. Das Ergebnis der US-Wissenschaftler steht daher in Korrelation mit der wachsenden Beweislage, dass legal verfügbares Cannabis eine bedeutsame Verringerung von Alkoholkonsum in der Bevölkerung mit sich bringe. Diese Auswirkungen wären nach Meinung der Washington Post nicht zu unterschätzen: Betrachtet man den aktuell vergleichsweise geringen Einsatz von Cannabis bei medizinischen Fällen, sei der Nutzen bei einfacherer Zugänglichkeit für die Volksgesundheit schließlich gut einschätzbar. Ungefähr 90.000 Menschen sterben in den Vereinigten Staaten pro Jahr an den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums.

 

Passend klingen dazu die Meldungen aus der Heimat, wo dem geplanten Cannabismodellabgabeprojekt in Münster das Aus droht, da unter anderem die zuständige Genehmigungsbehörde ethische und medizinische Bedenken besitzt …

 

(… während Polizisten dort Haschisch verkaufende Immigranten jagen müssen, Deutschlands Kinder insgesamt wieder besser Komasaufen lernen und hierzulande jährlich ungefähr 74000 Menschen aufgrund von zu viel Alk zu früh das Zeitliche segnen.)

5 Antworten auf „Alkoholverkäufe bei legalem Zugang zu Cannabis sind am Sinken

  1. Papa

    Jetzt wisst Ihr warum die Mortler kein Gras auf dem Ladentisch möchte.
    Da müssten ja ihre Verwandten, Freunde und Bekannte umschulen.

  2. Lotus

    Wenn in den USA ca 90000 pro Jahr und in Deutschland ca 74000 pro Jahr an den Folgen von Alkoholkonsum sterben,erkennt man auch das große Geschäft in Deutschland mit Alk,
    ich sag mal so,die USA sind um einiges größer und haben deutlich mehr Menschen im Land,
    und trotzdem liegt Deutschland nur 16000 Tote hinterher…Wow.
    Soviel zum Thema Verantwortung und Menschenverachtender Drogenpolitik gemacht von Lobbyisten wie Malene Mordler,
    weil um Gotteswillen,
    was wäre denn wenn Die Alkis aufeinmal auch noch von Sprit aufs heilige Kraut umsteigen,
    da wird lieber gelogen und Tausende Tote pro Jahr hingenommen…
    die es nicht so in dieser Form/Höhe geben würde,
    wenn Cannabis für die Bevölkerung legal zugänglich wär.

    Legalize it !!!

  3. Rainer Sikora

    Dem Alkoho(h)lkonsument traut und mutet man einen verantwortlichen Umgang mit dem Gift zu.Warum gilt das nicht für die ungiftige Heilpflanze?Gesunder Menschenverstand geht anders.

  4. COSMO

    Wirtschaftliche Belange und Profit richten sich nicht am „gesunden Menschenverstand“ aus, sondern an der Gier einzelner Akteure, wie bekannt sein dürfte. Alkohol hat die größere Lobby und ist mit der Gesundheitsindustrie eng verflechtet.

  5. Lars Rogg

    Kann ich nur bestätigen. Nur, bei mir zeigt sich die Kehrseite. Seit ich durch die Staatsmacht des Grases beraubt wurde, trinke ich mehr Bier als zu Zeiten wo noch lecker Wölkchen meine Lungen mit feinem Duft beglückten.
    Zwar kann mich jetzt wenigstens der widerwärtige, AfD wählende, charakterlose Lump von Nachbar nicht an die Büttel denunzieren… aber Weed wäre mir lieber…!!
    In was für einem kaputten Staat wir doch leben !!!

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