Donnerstag, 30. November 2017

Uniklinikum München sieht Risiken im Cannabiskonsum

 

Marlene Mortler möchte intensiver über die Gefahren aufklären.

 

 

Studien über Cannabis sind so eine Sache. Entweder zeigen die Erkenntnisse Prohibitionisten genügend Gefahren über das natürliche Rauschmittel, oder aber es fehlen ausreichende Beweise auf den medizinischen Nutzen. Das Uniklinikum München sieht Risiken im Cannabiskonsum, nachdem dort über 2100 wissenschaftliche Publikationen zum Thema durchforstet wurden, die selbstverständlich in erster Linie den gefährlichen Drogenkonsum untersuchten. Natürlich stellt sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler – die aktuell eine Klage gegen das Hanf Journal wegen möglicher Beleidigung in einem Satireartikel einreichte – hinter die bayrischen Erkenntnisse und möchte daher zukünftig wieder stärker über die Gefährlichkeit von Hanf aufklären, da diese während der Debatte über eine Freigabe stets verharmlost würden.

 

Fast 88 Millionen Menschen in Europa hätten schon einmal Erfahrungen mit Cannabis gemacht, lässt die Studie „Cannabis: Potential und Risiken. Eine wissenschaftliche Analyse“ als allgemeine Erkenntnis übrig. Die Risiken, denen sich diese Marihuanaraucher aussetzten, seien in erster Linie aus vorhandenen wissenschaftlichen Ergebnissen erarbeitet worden, die sich auf den Rauschkonsum konzentrierten. Studien, die für einen breiteren medizinischen Einsatz fachliche Aussagen enthielten, existierten schließlich kaum. Genau aus diesem Grund haben die Münchner Wissenschaftler herausgefunden, dass ein frühes Einstiegsalter in den Cannabiskonsum oft mit geringem Bildungserfolg in Verbindung stehe und sich bei allen Altersgruppen die Häufigkeit eines Ausbruchs psychotischer Störungen bei hoher Konsumintensität um den Faktor 2,0 bis 3,4 erhöhen würde. Damit widersprechen die studierten Personen aus München auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums neueren Erkenntnissen einer Studie aus London mit 6000 Teilnehmern, übersehen die Daten aus Übersee, die keine erhöhten Ausbrüche von Psychosen trotz gestiegenem Konsum unter Erwachsenen erkennen lassen und wollen wohl noch nicht wahrgenommen haben, dass kürzlich erst wissenschaftlich gezeigt wurde, dass selbst der Denkapparat des Menschen nicht unbedingt durch den Dauerkonsum von Marihuana sichtbar beeinflusst wird.
Trotz dieser sich eindeutig im Ungleichgewicht befindlichen Forschungslage wurde in München aber ebenso festgestellt, dass „die aktuelle Evidenz … eher auf keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Krebserkrankungen des Kopf- und Halsbereichs sowie der Lunge“ hinweise, „insbesondere wenn in den Studien auch die schädlichen Effekte von gleichzeitig konsumiertem Tabak oder Alkohol berücksichtigt werden“. Einzig das Hodenkrebsrisiko sei signifikant mit Cannabiskonsum verbunden, während anderen Schlussfolgerungen aufgrund der mangelhaften Datenlage nicht getätigt werden könnten. Marlene Mortler möchte aber dennoch direkt über die in ihrem Heimatland bestätigten Gefahren intensiver aufklären, um die Jugend in der gesamten Bundesrepublik zu schützen.
Passend zu diesem Batzen an Erkenntnissen und der vorschnellen Unterstützung aus der Politik gesellen sich aktuelle Datenerhebungen aus dem legalen Drogensektor, der erneut unter der eigentlich behüteten Gruppe von Jugendlichen ein Comeback erfährt. Ein bundesweiter Anstieg von knapp zwei Prozent bei im Krankenhaus behandelten Komasäufern in der Altersgruppe zwischen zehn und zwanzig Jahren – in Sachsen-Anhalt ganze 26 Prozent – lässt die Arbeit der Drogenbeauftragten eindeutig etwas schludrig erscheinen, wirft diese die steigenden Zahlen unter Cannabiskonsumenten gerne der öffentlich geführten Legalisierungsdebatte vor und versucht somit deren Befürworter als Verursacher darzustellen.

 

Wie die im legalen Drogengeschäft agierende Ex-Hopfenbäuerin in diesem Fall den Schwarzen Peter einfach wieder loswerden und trotz der Nutzung ihres drohenden Zeigefingers weiterhin mit dem Alkohol im Reinen bleiben kann, lässt sich daher ähnlich einfach eichen wie die Kernaussage der Münchner Cannabisstudie für das Bundesgesundheitsministerium: Die besoffenen Kinder müssen vor ihrem törichten Alkoholexzess nur einfach schon zu viel gekifft haben …

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9 Kommentare
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marion Bertling
marion Bertling
4 Jahre zuvor

Damit habe ich gerechnet, meiner Meinung steckt die Pharma Industrie dahinter, sie wollen nach wie vor ihre Medikamente an den Mann bringen.Sehr traurig, dass es chronisch kranken Menschen so schwer gemacht wird, an andere Natur Heilmittel zu kommen.Kranke Menschen, werden kriminell indem sie sich Cannabis auf illegalem Wege besorgen müssen und dabei nicht wissen ob es wirklich rein ist oder gestreckt wurde.
Ich selbst leide unter Fibromyalgie, Panik seit über 30 Jahren und Arthritis bin 60 Jahre und hoffe sehr, dass die Menschen sich besser informieren und Cannabis weniger verteufeln.Wir sind keine Kiffer, haben Familien und auch Jobs, wir wollen nur dass uns geholfen wird.

Lars Rogg
Lars Rogg
4 Jahre zuvor

Ja klar, aber der Leber und Nieren vergiftende Dreck von der Pharma wird trotz mannigfaltiger Nebenwirkungen in die Menschen gepumpt. was für ein verlogener, lobbygesteuerter Dreck. Naja, kommt ja aus Bayern, so what…

greenness
greenness
4 Jahre zuvor

Welch Neuigkeit. – Cannabiskonsum birgt Risiken.

Die öffentlichkeitswirksame Präsentation dieser Sensationsmeldung kommt 20 Jahre zu spät. Die Diskussion heutzutage dreht sich darum, wie diese Risiken am besten „abgefedert“ werden können. Und ob das Verbot hierzu sinnvoll beiträgt.

Remove Ego
Remove Ego
4 Jahre zuvor

Die Haupt-Risiken des illegalen Cannabiskonsums in Deutschland 2017 ,sind folgende : Giftige Streckmittel im Schwarzmarkt-Cannabis , Stress durch die Strafverfolgung , Schlechte Wohnverhältnisse , keine Private Krankenversicherung , Tabakkonsum , Alkoholkonsum .

Fetales Alkoholsyndrom
Fetales Alkoholsyndrom
4 Jahre zuvor

Das ist Katholische Bumsrunden-Logic ,vom allerfeinsten, erst mal auf der Kotzwiese nach alten artikulierten Weißheiten buddeln und danach ins Uniklinikum München ,saufen gehen .

Lotus
Lotus
4 Jahre zuvor

Also erstmal ist ein Studie über Cannabis in Bayern unterstützt von Marlene Mortler, immer sehr Vertrauenserweckend für informierte Menschen XD Zum Thema Cannabis und Psychosen, meiner Meinung nach bekommen Menschen keine Psychosen durch sauberes Cannabis, sondern es sind oft Menschen die bereits Traumatisiert worden sind in Ihrem Leben und im laufe ihres Lebens eine positve Erfahrung mit Cannabis machen und merken das es Ihnen hilft, wenn ich jedoch Psyschiche probleme habe,bin ich wohl eher labil als Mensch, und ich glaube nicht das wir momentan die optimale Gesetzlage für Menschen in dieser Lage haben. Als sinnbildliches Beispiel: „man stelle sich vor,ein Herzpatient könnte sich nur illegal an einem Schwarzmarkt bedienen, der gestreckte oder verunreinigte Medizin anbietet etc. , außerdem wird er… Weiterlesen »

Ralf
Ralf
4 Jahre zuvor

„Genau aus diesem Grund haben die Münchner Wissenschaftler herausgefunden, dass ein frühes Einstiegsalter in den Cannabiskonsum oft mit geringem Bildungserfolg in Verbindung stehe und sich bei allen Altersgruppen die Häufigkeit eines Ausbruchs psychotischer Störungen bei hoher Konsumintensität um den Faktor 2,0 bis 3,4 erhöhen würde…..“ Dabei haben sie vergessen zu sagen, daß diese Quote auch die kaputtgemachten Existenzen durch Polizei-und Nazilehrergewalt enthält. Wirst du erwischt hast du keine Chance mehr. In meiner Ausbildung war ich zwei Jahre lang der „Lieblingslehrling“ ein echter Überflieger mit lauter Einsen im Zeugnis, …ja bis zu dem Tag an dem ich mich in der Kantine zu den falschen Leuten(den bekannten Kiffern) an den Tisch gesetzt habe. Von da an wurde ich, wie auch diese, nur… Weiterlesen »

Ralf
Ralf
4 Jahre zuvor

@marion Bertling
Wir sind keine Kiffer, haben Familien und auch Jobs,…….
Ich bin aber einer, bin ich deswegen in deinen Augen Abschaum und wo gehöre ich deiner Meinung nach hin?
Leute wie du sind einfach nur selbstgerecht,bigott, verlogen und erbärmlichstes gehirngewaschenes von Vorurteilen zerfressenes Spießertum und hoffentlich wird es für euch genausowenig legales Cannabis geben wie für uns !

U-G
U-G
4 Jahre zuvor

Ja, ne ist klar. Erst Kiffen, dann auf Bier, dann auf über 10%-gen Wein, dann auf 25%-gen Likör, dann auf ca.+~40% Vodka+Lemon und alles dank Hanf!!! Uni-Pfunni-Studierie+Alkoholisiere+dank+Hanfi. Supi-einstiegsdrogie. 4.000.298. Illegalen Kiffern stehen 65.000.000 Gelegenheitstrinkern gegenüber. Was für ein Markt. Wenn denn, dann Frau Marlene Mortler, wird die Verantwortung über die leidenden Menschen tragen müssen, obwohl ich das Gefühl über sie habe, sie weiß was für ein Sch…ß sie tragen muss als Abschussfreigegebene Drogenbeauftragte in einem Krieg, der am und zu Ende gehen scheint. Medizin ist wohl der Schlüssel zum Frieden mit einer Wohltuenden Pflanze, die der Gesellschaft hilft alles etwas lockerer zu sehen und vom Angriffsmodus ablässt!!!! Etliche weitere Vorteile, die Experten immer weiter herraushauen und dafür danke ich sehr!!!… Weiterlesen »