Donnerstag, 12. November 2015

Der Müller, der weckt, was in der SPD steckt

Ein Kommentar von Sadhu van Hemp

 

Grafik: Lukas Tkotz
Grafik: Lukas Tkotz

 

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (51) ist der Prototyp eines sozialdemokratischen Sandhockers und „Scheißetreters“. „Scheißetreter“ deshalb, weil dieser dumme Mensch im Vorfeld einer Mitgliederbefragung über die Entkriminalisierung von Cannabis den Parteigenossen die Lüge ins Stammbuch schrieb, Cannabis sei eine „Einstiegsdroge“. Anstatt einfach mal die Klappe zu halten, stellte das Müllerchen mit der Positionierung gegen eine Pro-Hanf-Initiative indirekt die Vertrauensfrage – ja, und es funzte, zwar knapp, sehr knapp sogar, aber es funzte. Das war Maßarbeit! Geradezu genial auch der Trick, die Befragung in den Herbstferien durchführen zu lassen, mit der Gewissheit, dass die den Freuden des Lebens zugewandten Genossen in der Toskana weilen und keine Muße für lästige parteiinterne Beschlüsse haben. Und so stimmten nur jene 45 Prozent der Parteigenossen ab, die ohne die alte Tante SPD nicht leben können.

 

Auf einer groß inszenierten Pressekonferenz im Kurt-Schumacher-Haus am 9. November, also an historischem Ort und Datum, verkündete der Landesvorsitzende der SPD Jan Stöß das traurige Ergebnis der Auszählung: Die achte von zwölf Fragen, ob sich die Berliner SPD auf Bundesebene für einen neuen Rechtsrahmen einsetzen soll, der die Abgabe von Cannabis an Erwachsene bei gleichzeitiger Stärkung des Jugendschutzes und der Prävention ermöglicht, wurde mit 44 zu 43,2 Prozent mit Nein beantwortet. Die Müller-Fraktion jubelte und alles bleibt so hübsch hässlich – besonders in der verfilzten Berliner SPD, der politischen Heimat der ewiggestrigen Piefkes und Laubenpieper.

 

Aus Sicht der kiffenden Berliner Wählerschaft war’s das mit der SPD, die sich partout nicht der Zukunft zuwenden will und mal eben ignoriert, dass die Bundeshauptstadt längst ein junger und moderner Luftkurort ist, der auf dem bestem Wege ist, das Amsterdam Deutschlands zu werden. Die Weigerung der Berliner Genossen, mit der Zeit zu gehen, wird sich 2016 rächen, wenn der Landeswahlleiter zur Urne ruft. Eine SPD, die weder Fisch noch Fleisch ist, wird keine Chance haben, jene 140.00 wahlberechtigten Spreeathener zu begeistern, die sich von der Partei ihres Vertrauens eine Entkriminalisierung ihrer Lieblingspflanze wünschen. Vielmehr sind jene SPD’ler, die in derselben Befragung mit einer satten Mehrheit von 70,4 Prozent mehr Polizei fordern, die Spießgesellen der derzeit tonangebenden „besorgten Problembürger“.

6 Antworten auf „Der Müller, der weckt, was in der SPD steckt

  1. Lars Rogg

    Ja, ist echt ein Armutszeugnis. Die alten Garden eben. Aber von der SPD erwarte ich eigentlich auch nix anderes. Ob die Urlauber da etwas gerissen hätten ist auch nicht sicher. Nur die Grünen sind da noch enttäuschender. Seit Jahrzehnten machen die einen auf Legalisierer und wenns ans Eingemachte geht, ziehen sie den grünen Stummel ein. Das war so und wird auch in Zukunft so sein. Das von den Arbeiterverätern kein vernünftiger Umgang mit dem Thema zu erwarten ist war ja eh klar. Die wollen seit Schröder die bessere CDU sein…also was solls ?? Ich denke immer noch, dass die CDU in 10 Jahren selbst den Markt, aus finanziellem Kalkül, regulieren wird. Die SPD und die Grünen werden dann, wie kleine Schulbuben an Muttis Hand, mit dem Daumen im Mund daneben stehen, ohne zu kapieren was eigentlich gerade vor sich geht- also wie immer begleitend und völlig unwichtig daneben stehen….scheiß Spiel 🙁

  2. reefermadness

    gruppensex in der bäckerrei:
    wenn 2 berliner auf 2 amerikaner liegen!

    gebetsmühlenartig ihr berliner kriegt eh nie was auf die reihe da:

    Da ihr ja gute Kontakte zu dem Medien habt,wäre es an der Zeit im Rahmen des Aussenministeriums des Kultusministeriums (Kulturaustauschprogramm)und des Gesundheitsministeriums ein -PR-programm zu starten indem man die PR für sich nutzt!
    Als Beispiel führe ich mal ein Fussballspiel an… zb
    Bayern München gegen Ajax Amsterdam. Da werden dann Absprachen getroffen wie mit den Massen an Fäns umzugehen ist ,zwischen Land und Land ,überregional.
    Dazu werden wie immer Züge eingesetzt um die Fäns friedlich zu den Sportarenen zu transportieren!

    Um nun richtige PR zu machen und sie auch effektvoll einzusetzen muss man halt die selbe PR betreiben wie die Eliten das heißt:

    Einmal im Monat geht mit Absprache der Holländischen und Deutschen Regierrung (kulturministerien)

    1 Sonderzug für
    ———————————————–
    ,,Konsumenten in die Freiheit,,

    ————————————————
    von Berlin nach Amsterdam!!

    Man sollte da aus humanen menschlichen und ehtischen Gründen schon normale Waggons einsetzen wie halt für die Fussballfans auch.

    Ferner kommt noch hinzu das mit der Deutschen Bundesbahn immer gut zu reden ist und sie bestimmt Sonderkonditionen für die Sonderzüge ermöglicht!! Wohlmöglich werden nach geraumer Zeit dann schon 2 Sonderzüge monatlich eingesetzt°°!!

    erst waren es die juden dann die homosexuellen nun die konsumenten,,, was kommt als nächstes!! 3 tote patienten sind genug!!!!!

    als überlegung meine damen und herren

    denken sie mal welche schlagzeilen es weltweit machen würde wenn diese sonderzüge berlin – amsterdam losrollen!!

    in diesem sinne
    mfg

  3. Martin

    Bevor es mit der SPD in den großen Städten (oder Stadt-Staaten) Fortschritte in Richtung Cannabis Freigabe geben wird, wird es in Bayern komplett legalisiert sein. Politisch gesehen verliert die SPD so oder so stetig an Gesicht. Das sieht man bereits an der großen Koalition. Früher galt die FDP als Hure der Nation, heute ist es eben die konservativ geprägte SPD. Oder formulieren wir es anders: Wenn die CSU der rechte Arm der CDU ist, dann ist die SPD der linke. Für mich ist diese Partei gestorben.

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