Dienstag, 7. Juli 2015

Colorado: Neues Gesetz zur Cannabis-Extraktion tritt in Kraft

Butan-Extraktion bleibt Profis vorbehalten

 

Foto: Archiv Exzessiv
Foto: Archiv Exzessiv

 

 

Cannabis-Extrakte sind in Colorado schon seit einiger Zeit ein Politikum, weil die Zahl der Unfälle bei der Herstellung seit der Regulierung von Cannabis stetig steigt. 2014 wurden 32 Unfälle mit insgesamt 17 Verletzten bei der BHO-Herstellung gezählt.

 

Das hat den Gesetzgeber jetzt veranlasst, die Cannabis-Extraktion gesetzlich zu regulieren, denn bislang gab es keinerlei Handhabe, die Verursacher der Explosionen zur Verantwortung zu ziehen. Ab sofort dürfen nur noch lizenzierte Cannabis-Produzenten Extrakte mit Butangas herstellen. Auch die Verwendung von offenem Feuer ist jetzt grundsätzlich bei der Extraktion verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Haftstrafen von bis zu 16 Jahren geahndet. Privatleute, die selbst Gras- oder Haschöl herstellen wollen, müssen jetzt wieder auf klassische Methoden wie die Alkohol-Extraktion zurückgreifen. Ferner bleibt es den Gemeinden vorbehalten, spezielle Zonen zur Produktion von Cannabis-Extrakten auszuweisen, so wie es Denver bereits getan hat.

11 Antworten auf „Colorado: Neues Gesetz zur Cannabis-Extraktion tritt in Kraft

  1. Ralf Blandowski

    So muss das sein, wenn etwas nicht klappt dann schauen was verändert werden kann. In der Illegalität ist so was ja leider nicht möglich. In einem legalen Umfeld kann man Regeln erlassen, Bestimmungen einführen, und wenn nötig auch Regeln ändern wenn sich die vorherige Durchführung als schlecht erwiesen hat. Die pauschale Kriminalisierung und alleine auf Abstinenz gerichtete Prohibition ist dafür nicht geeignet. Deswegen bravo Colorado, ihr macht es Richtig!

  2. Sebastian Clausen

    Oder man baut sich einen kleinen SF-Extractor 😉 Mit Kohlenstoffdioxid ist das zudem auch gesundheitlich unbedenklich.

  3. Lars Rogg

    Sehr gute Entscheidung. Nix gegen BHO, aber die Herstellung muss in absolut vernünftige und fähige bzw sichere Hände. Wir raffinieren uns ja auch nicht unser Benzin selber. Wer unbedingt bis zu 60% THC konsumieren muss, sollte das Gefahrfrei tun. Hab allerdings noch nie kapiert was an gutem gesiebten Material oder Waterhash nicht stark genug sein soll. Mal von chemischen Rückständen, bei unsachgemäßer Behandlung ganz abgesehen. Gut gezogenes Qualitätsgras haut doch schon die meisten gnadenlos vom Hocker…BHO ist etwas für Kranke oder sehr verspielte, die einfach jede Spielart vom Cannabis mal selbst hergestellt oder wenigsten ausprobiert haben müssen. Die Leidenschaft verstehe ich durchaus, die Notwendigkeit nicht im Geringsten.

  4. tall guy

    @Lars
    Die Extrakte werden meist weiterverarbeitet für medizinisch angewendete Endprodukte ,z.B. das Ölkonzentrat wird mit Olivenöl vermengt um eine angenehme Einnahme möglich zu machen. Ausserdem kann mit Konzentraten besser dosieren , weils ja die reinste Form ist. Das dabben is da eher ne Nebenerscheinung.

  5. Lars Rogg

    @ tall guy

    Ist mir wohl bewust. Deswegen steht in meinem Text „für Kranke“, bla bla bla.
    Aber eine Tinktur erfüllt den selben Zweck. Genauso wie ein mittelgroßes Hasch-Kügelchen. Selbst ein wenig verdampftes Gras hat einen hervoragenden Effekt ohne das Lösungsmittel Rückstände die Gesundheit gefährden. Von der Explosionsgefahr ganz zu schweigen. Schon der falsche Teppich kann einen Statischen Funken erzeugen, der deine Wohnung dem Erdboden gleich macht. Ich weiss was jetzt kommt: dann muss man es eben draussen machen. Richtig, da bin ich deiner Meinung. Macht aber eben nicht jeder. Explosionsgeschichten aus den USA gibts genug !! Zieh dir eine NL5/Haze o.ä. und sieb das Resultat aus. Aus dem Rest einfach ein paar Brownies backen oder in Schnaps ein bis zwei Wochen einlegen. Der Effekt wird jeden Kranken sowie jeden Hedonisten zufriedenstellen….gefahrlos 🙂

  6. derriese

    Bis auf das kein Butan mehr verwendet werden kann hat sich nicht viel geändert.
    Man kann auch mit anderen Methoden sehr hochwertige Konzentrate herstellen.

    zB Rosin Tech (ganz ohne Lösungsmittel)
    ISO-Hash mit Isopropanol.

    Da ich keine Möglichkeit habe nach draußen auszuweichen würde mir sowieso nicht in den Sinn kommen BHO herzustellen. Außerdem bin ich der Meinung das sich mit Alkohol/Isopropanol bessere Ergebnisse erzielen lassen. Damit meine ich nicht unbedigt die Potenz sondern auch den Geschmack des Endproduktes.

  7. Lars Rogg

    Oha…bei IPA also Isopropanol musst Du aber sehr gut belüften. Ist ähnlich wie Butan sehr leicht entzündlich. Mit hochprozentikem wie Weingeist oder gar noch reinerem, trinkbaren Alkohol ist genauso wenig zu spassen. Geht auch sehr leicht ins Gasförmige über und bei dem entsprechenden Gas/Sauerstoff Gemisch knallt es genauso. Eine entsprechende Aktivierungsenergie (Funke, Lichtschalter, etc ) vorausgesetzt. Bsp.: die Schwarzbrenner in den Zeiten der Alkoholprohobition sind regelmäßig in die Luft geflogen. Helfen kann da alle Sicherungsautomaten nach unten zu kippen. Dann können selbst ein zufällig betätigter Lichtschalter oder ein anspringender Boiler sowie absichtlich installierte Ventilatoren keinen Schaden anrichten. Alle Fenster auf, um für ordentliche Durchzug zu sorgen. Ansonsten Barfuss, wenn man einen Teppichboden hat, wegen der statischen Aufladung. Keine Raucher über oder neben einem, welche Kippen an deinem Fenster vorbei werfen ist auch gut. Genau so kann ein vergessenes Räucherstäbchen bzw. Duftkerze fatal sein. Also bitte sehr vorsichtig sein !!! 🙂 Selbst wenn nicht gleich die Bude zerstört wird, aber üble Verbrennungen zeichen Dich den Rest deines Lebens. Die Gesundheit würde ich wegen sowas nicht aufs Spiel setzten…Kiffen soll Spass und Entspannung bringen oder sogar heilen helfen. Da tuns andere Darreichungsformen allemal 🙂

  8. Jemand

    Es ist zwar verständlich aber auch ein bisschen schade das dman dazu sofort ein Gesetz verabschiedet!
    Vernünftiger wäre es gewesen Systheme zu entwickeln die sicherer sind!
    Machbar ist das alle mal zB mit geschlossenen Sythemen die den Butanaustritt und die dadurch enstehenden Gefahren verhindert
    Hoffentlich wird teotzdem an soetwas gearbeitet und ggf bei dem Gesrtz berücksichtigt wird

  9. Surak

    Erinnert mich jetzt so ein bisschen an Alfred Nobel und seine Probleme mit den Behörden aufgrund verpeilter Leute, die bei der Herstellung von Nitroglyzerin zu unachtsam waren oder auf dem Transportweg. Wirklich gelöst hat das Problem aber keine der zahlreichen eiligst erlassenen gesetzlichen Regelungen oder Verordnungen, sondern erst die Beimischung von Kieselgur, durch die das „Sprengöl“ stabilisiert und gefahrlos transportfähig als Dynamitstange in der bekannten braunen Wachspapierverpackung seinen Siegeszug um die Welt antrat. Gleichzeitig war dies die Erfindung der kostengünstigen Sprengstoff- und Selbstmordattentate: Die haben sich weder die Japaner, noch die Moslems zuerst ausgedacht, sondern die politisch unzufriedene Unterschicht in den USA, soweit ich weiß… 😀

  10. Carstón

    das ist der Vorteil der Legalisierung: Bei gefährlichen Trends kann der Gesetzgeber steuernd eingreifen und tatsächlich die Gesundheit der Nutzer schützen. Wenn zB eine spritzbare THC Lösung entwickelt würde, dann könnte man die auch beschränken um Schäden zu mindern. Genau so kann es laufen.

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