Dienstag, 19. August 2014

Kascha August 2014

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL
Erste Hilfe für Kiffer,  Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

kascha-august-artwork-gekritzel

 

Ein Nutzer (ohne Alter und Wohnort) schreibt:

 

„High Kascha,

erstmal vielen Dank an Euch! Ich bin so froh, einer tollen und gerechten Community anzugehören! Mein Tipp: Wenn ein Peace zu weich ist, um es komplett aus dem Baggy zu bekommen, lege ich es eine halbe Stunde ins Eisfach (Kühlschrank geht auch)! Wenn ich es dann wieder heraushole, lässt sich der Kanten problemlos vom Plastik trennen!“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi lieber Leser,

wir freuen uns genauso, so viele engagierte und motivierte Leser zu haben. Ein guter Tipp, den ich auch weiterempfehlen möchte und deshalb hier gleich mal für Alle an dieser Stelle veröffentliche. Umgekehrt übrigens der Tipp, wenn schwarzes Haschisch zu hart geworden ist, und man keine Wurst mehr daraus formen kann: Einfach mal eine Feuerzeugflamme daneben halten (nicht anbrennen, wie bei braunem Bröselhasch). Dann ein bisschen zwischen den Fingern rollen und es ist weich (fast) wie neu, nur etwas brüchiger.“

 

 

Simon (17) aus Mannheim fragt:

 

„Hi Kascha,

ich habe schon ein paar mal gekifft und mir auch einmal einen Tee gemacht, aber ich habe nie etwas gemerkt und mir ging es danach ganz normal. Weißt du, woran das liegen könnte oder ob man dabei etwas „falsch“ machen kann?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo Simon,

tatsächlich berichten sehr viele Leute, dass sie beim ersten Konsum gar nichts bemerkt haben oder nur sehr schwach, und dass sie einige Male konsumieren mussten, bevor sie eine wirklich nennenswerte Wirkung wahrgenommen haben. THC wirkt nicht wie Alkohol oder zahlreiche andere Drogen durch eine Vergiftung des Organismus psychoaktiv, sondern dadurch, dass der Wirkstoff einem körpereigenen Hormon sehr ähnlich ist und an dessen Rezeptoren andocken kann. Deshalb kann die Wirkung bei jedem, abhängig von der jeweiligen neuroendokrinologischen Ausgangssituation, also sozusagen dem „Hirnstoffwechsel“, unterschiedlich ausfallen: Der eine wird müde, der nächste bekommt Panik und ein dritter lacht sich schlapp. Deshalb kann auch bei Heranwachsenden vor dem 20. Lebensjahr die Wirkung anders sein als bei Älteren. So hören viele jugendliche Kiffer irgendwann auf, weil sie „die Wirkung nicht mehr so empfinden“, während andere sehr spät anfangen, weil sie es als Jugendliche nie gut vertragen haben. Andere kiffen viel ohne Nebenwirkungen während wieder andere von ein paar Zügen an einem Joint so fertig sind wie von einer Kiste Bier. Natürlich kann man auch etwas „falsch“ machen – zum Beispiel ist zu beachten, dass THC fettlöslich ist und folglich der Tee auch Sahne oder Milch enthalten sollte. Ich würde mir aber auch keine übermäßigen Gedanken darüber machen: Vielleicht hast du auch nur zu viel erwartet. Cannabis verursacht in der Regel keinen starken „Rausch“ wie man ihn vom Alkohol kennt oder gar Halluzinationen oder Wahnvorstellungen, sondern man ist weitestgehend „normal“ – oft nur ein wenig langsamer und entspannter, manchmal auch etwas heiterer, je nach Dosis, Situation und persönlicher Ausgangslage. Etwas anders kann das bei höheren Dosierungen von mehr als einem Gramm pro Person innerhalb von kurzer Zeit sein. Von exzessiven Experimenten würde ich allerdings mit 17 grundsätzlich altersbedingt noch eher abraten, da sich nicht ausschließen lässt, dass starker Konsum während der Hirnentwicklung nicht vielleicht doch schädliche Auswirkungen haben könnte. Das gilt natürlich für alle Drogen, auch für Alkohol: in Maßen, nicht immer nur in Maßkrügen.“

 

 

Manuel (22) aus Erfurt möchte wissen:

 

„Hallo Kascha,

ich habe neulich beim Umzug hinter meiner Couch noch einen Beutel Gras gefunden. Das sind bestimmt so 5 Gramm, die da vielleicht ein Jahr oder mehr gelegen haben. Das ist jetzt völlig staubig und fast geruchlos mit einem sehr leichten Grasgeruch aber gar nicht muffig. Kann man das noch rauchen oder gibt es da ein Verfallsdatum? Kann das irgendwie schlecht werden oder so? Und kann ich irgendwas tun, um es wieder ein bisschen feuchter zu bekommen?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Manuel,

das ist ja mal ein glücklicher Fund – deine Nachmieter hätten sich sicher auch gefreut. Wenn du keine Spuren von Schimmel entdecken kannst, zum Beispiel Schimmelsporen am Gras selbst oder ein muffiger, schimmliger Geruch, dann spricht erst einmal nicht viel dagegen, dass man es noch rauchen kann. Wenn es nicht gerade am Heizungsrohr gelegen hat, sondern einigermaßen kühl und dunkel, sollte auch trotz dem normalen THC-Verlust über die Zeit einfach durch die Umgebungstemperatur immer noch ein wenig Wirkstoff enthalten sein – insbesondere, wenn der Beutel gut verschlossen war. Leider gibt es meines Wissens keinen sinnvollen Weg, wie man das wieder feucht bekommen kann – sobald man es anfasst, wird es wohl zu Staub zerfallen. Vor einiger Zeit wurde im chinesischen Xinjiang Cannabis gefunden, das dort vor 2.700 Jahren als Grabbeigabe gedient hat: Es sah wohl noch grün und frisch aus und sogar die Harzdrüsen waren noch zu erkennen. Es roch allerdings nicht mehr nach Hanf und wird wohl nach so langer Zeit auch keinen nennenswerten Wirkstoffgehalt mehr gehabt haben. Schade, denn über 700 Gramm antikes Gras der Nomaden wäre sicher eine interessante Erfahrung gewesen. Nicht mehr konsumieren würde ich aber Gras das entweder a) muffig riecht oder b) merkwürdige Flecken und Veränderungen bekommen hat oder c) Spuren von Schimmelbildung aufweist. In diesen Fällen ist nicht nur der Genuss stark beeinträchtigt, man setzt sich auch zusätzlich gesundheitlichen Risiken aus.“

 

 

Anja (20) aus Berlin fragt:

 

„High Kascha,

ich habe irgendwie immer wieder die gefälschten OCB. Ich kann auch irgendwie an der Verpackung den Unterschied nicht gut erkennen – manchmal denke ich, eine Packung ist gefälscht, weil das Hologramm seltsam aussieht, und dann ist alles in Ordnung. Kennst du vielleicht ein Unterscheidungsmerkmal außer der Papierstruktur? Ich muss immer ein Vergleichspaper dabei haben, um das zu merken.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Anja,

darüber habe ich auch schon intensiv nachgedacht. Das für mich bisher deutlichste Unterscheidungsmerkmal ist der im Wasserzeichen enthaltene Turm: Bei den echten OCB ist er detaillierter gezeichnet, vor allem das „Zwischendeck“ auf etwa halber Höhe ist dort eher flach und breit. Bei den gefälschten OCB hat der Turm weniger Details und das „Zwischendeck“ ist eher rundlich und nicht ganz so flach. Mit ein wenig Übung solltest du das auch ohne „Vergleichspaper“ erkennen können.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.