Donnerstag, 5. Juni 2014

Legalisierung in Uruguay…

…mit guter Zukunftsperspektive
Konservativer Hardliner scheidet überraschend aus dem Präsidentschaftswahlkampf aus

 

...die Zeichen stehen auf grün
Cannabis wird in Uruguay legal bleiben  Foto: Archiv

 

 

Der konservative Favorit auf die Präsidentschaftskandidatur Uruguays, Andres Cuenca, ist überraschend bei den Vorwahlen seiner Partei gescheitert. Der ausgewiesene Cannabis-Gegner, der mit Sprüchen wie “Keiner pflanzt irgendetwas an. Wir werden das Gesetz rückgängig machen. Baut nichts an, wir werden es zerstören!“ Wahlkampf gemacht hatte, unterlag dem Kongressabgeordneten Luis Lacalle Pou, Sohn des ehemaligen Präsidenten Luis Alberto Lacalle.
Der neue Kandidat der Konservativen hatte sich bereits 2012 selbst für die Legalisierung von Cannabis ausgesprochen und würde im Falle eines Wahlsiegs die Re-Legalisierung nicht rückgängig machen. Allerdings hält Lacalle Pou wenig vom steuerfreien Abgabemodell Mujicas in Apotheken. Er würde den Verkauf lieber in private Hände geben und besteuern. Präsident Mujica, der als Favorit für die Wahlen im Oktober gehandelt wird, hat jetzt auch die notwendige Unterstützung des Kongresses erhalten, das steuerfreie Verkaufssystem im Dezember einzuführen.

Derweil tauchen im Internet immer wieder wilde Spekulationen um die Rolle Monsantos in Uruguay auf. Keiner dieser Artikel kann eine Quelle für die Behauptungen anführen.  Die Tatsache, dass George Soros als Befürworter und Unterstützer der Legalisierung auch Monsanto Aktien hält, rechtfertigt keine umfassende Verschwörungstheorie zu Hanf, die auf vielen rechtsesoterischen Seiten derzeit auftaucht und von vielen Hanfaktiven gepostet wird. Mehr „Beweise“ für die „Verstrickung“ von Monsanto, als die Aktien des aus Ungarn stammenden Soros gibt es nicht.  Das ist bei einem der größten privaten Investoren, die es je in der Geschichte der Finanzwelt gab, eine sehr dünne Beweislage. Viel wahrscheinlicher ist, dass hier wieder einmal versteckt antisemitische Grundtendenzen forciert werden sollen, für die in Europa derzeit eine unangenehme Anfälligkeit besteht.

Es soll Menschen geben, die für eine Re-Legalisierung von Cannabis sind und Gentechnik befürworten. Das spiegelt sicher nicht die Haltung der Hanf Journal Redaktion oder die des Großteils unserer Leserinnen und Leser wider, ist aber in einer pluralistischen Gesellschaft durchaus genauso legitim wie andere, ethisch fragwürdige Standpunkte.

13 Antworten auf „Legalisierung in Uruguay…

  1. Karamellstockfisch

    Ich bin für eine Legalisierung und gleichzeitig halte ich Gentechnik für sinnvoll. Wie die Wirtschaft und große Konzerne damit umgehen ist eine ganz andere Sache… Das finde ich auch ziemlich wiederlich.

  2. Hanf DeinFreund UndHelfer

    „Viel wahrscheinlicher ist, dass hier wieder einmal versteckt antisemitische Grundtendenzen forciert werden sollen, für die in Europa derzeit eine unangenehme Anfälligkeit besteht.“ ??? Bitte? was ist das den? Ihr seid jawohl die Verschwörung Theoretiker

  3. Stefan

    Ich kann einfach nicht verstehen wie man sich für den einsatz von Gentechnik aussprechen kann! Und jetz kommt bitte keiner mit dem Argument das man damit den Welthunger stillen kann, denn das ist völliger Stumpfsinn.

  4. Jemand

    Gentechnik KÖNNTE irgendwann einmal tatsächlich den Welthunger stillen…dafür wäre aber ein besseres Verständniss des Genoms ans sich notwendig!
    Was momentan stattfindet ist ein Herrumpfuschen an Dingen von denen man keine Ahnung hat und das auf Kosten der Bevölkerung!

  5. Mörnest

    Mir ist es ziemlich Latte ob jemand der einige Millionen für die Legalisierung locker macht, eigentlich was anderes im Sinn hat. Es gibt da ja diese Gen Hanfsamen Theorie. Selbst wenn so stimmen würde das dieser Geldsack Genmanipulierten Hanfsamen hat und Geld in die Legalisierung steckt. So bedeutet das nicht das man nur noch dieses Grass zur Verfügung hätten oder es hier nurn och den Samen gäbe. Legalisierung von Cannabis und Genmanipulationen sind zwei komplett Unterschiedliche Dinge und leider ist unsere Szene anfällig für alle Arten von Verschwörungstheorien. Ich hoffe ihr versteht was ich damit sagen möchte.

  6. Stefan

    damit wird mehr Schaden angerichtet als es irgendwelche Vorteile bringt. Im Endeffekt muss der Konsument sich an die eigenen Nase fassen und bewusster mit Lebensmitteln umgehen. Aber wenn jeder 2te zum discounter rennt um das z.b billigste fleisch zu bekommen(am besten noch jeden Tag) und sich dann noch beschwert warum das Tier jetzt plötzlich Genfutter bekommt, dann läuft einfach etwas falsch.
    Dann gehts ja gleich damit weiter was wir an Lebensmitteln jeden Tag wegschmeißen. Und und und. Anstatt den Leuten ein Abstinenzdenken gegenüber Drogen zu vermitteln, ohne das auf einzelne Substanzen eingegangen wird was denn das überhaupt ist, sollte man in der Schule lernen wie man sich gesund ernährt und was damit alles zusammenhängt; was (übermäßiger) Fleischkonsum, zu viel Zucker(vorallem bei Kindern) oder auch Inhaltsstoffe einer Zahnpaste etc. bei einem Menschen und auf unserer Welt anrichtet. Das sollte gelehrt werden.

    Zitat von Schuhbeck (der eigentlich auch nur ein heuchler ist) das wirklich war ist.:

    Für sein Auto kauf der Mensch das gute, teure Motoröl, und wenn es um das Öl zum Braten oder Salat anmachen geht dann wird das billigste im Regal genommen….

    und das macht einfach keinen Sinn.

    Ps: Sorry Hanfjournalteam das ich hier ein anderes Thema diskutiere aber ich habe ja wie oben im Text beschrieben auch das Prohibitionsproblem miteingebaut.

    hanfige Grüße aus München

  7. Hanf DeinFreund UndHelfer

    Warum du meinst weil mehr Produziert weden könnte ? Es gibt aber bereits jetzt genug zu Essen es ist nur nicht gut genug verteilt dran ändert euch die Gentechnik nichts. Denken dann schreiben bitte.

  8. Jemand

    Von der Anpassung an andere Umweltbedingungen bis zur Ertragssteigerung ist vieles möglich…zumindest theoretisch!
    Das was momentan gemacht wird…und das nicht nur an Pflazen ist wie schon erwähnt Pfuscherei ohne die möglichen Folgen zu beachten!
    Ob es den Aufwand der in die Grundlagen dieser Technologie investiert werden muss damit das ganze auch sicher ist (eventuelle Spätfolgen oder das die Sache nur wieder der Profitgier einiger weniger dient) steht wieder auf einem andern Blatt!
    „Könnte“ heist eben nicht das es das richtige ist!

    So wie es jetzt gemacht wird ist es einfach nur falsch und unmoralisch…nicht mehr und nicht weniger!
    Um dich mal zu zitieren ; „Bei Gentechnik geht es nur darum noch mehr Kontrolle zu bekommen und mehr macht.“ <<<und solange das so bleibt ist Gentechnik strikt abzulehnen!

    Selbstverständlich hast du recht was die Verteilung angeht…es kann aber auch nicht die Lösung sein das ärmere Länder von Lieferungen reicher Länder abhäg gemacht werden!
    Sollte eine ensprechende "Anpassung an verschiedene Klimabedingungen" auf einem anderen Wege realiserbar sein so sollte dieser selbstverständlich den Vorrang haben

    Gentechnik muss nicht unbedingt so aussehen wie Monsanto es betreibt…und wer weis was die Zukunft für Möglichkeiten und/Probleme bereit hällt!?
    Von daher immer schön locker bleiben! Ich bin auch entschieden gegen (die heutige Form) der Gentechnik…man sollte aber zumindest daran forschen dürfen (im Labor und eben nicht am Versuchskaninchen "Weltbevölkerung")

  9. Ralf

    Alleine das Unwort „Verschwörungstheorie hier immer permanent wieder zu käuen, sagt mir genug über die Intelligenz der meisten Leser hier aus. Ihr glaubt aber auch jeden Scheiß der euch von den Massenmedien untergejubelt wird. Es gibt kaum eine Theorie über Verschwörungen die nicht auch durch unzählige Indizien und nachprüfbare Beweise bewiesen worden ist. Zeugen gibt es eben nur selten, denn die sind meistens ganz schnell tot. Diese ganze USA mit ihrem faschistischen imperialistischen Raubbausystem ist ein großer Scheißhaufen von Verschwörern die seit 200 Jahren für alle Kriege auf der Welt einschließlich 1. und 2. Weltkrieg fast ausschließlich über ihre dreckigen Dollars verantwortlich sind. Und um ihr menschenverachtendes System aufrecht erhalten zu können bedrohen sie heute die ganze Welt mit ihren Atombomben und die sie tragenden Drohnen. Deppen die ihnen dann auch noch nach dem Maul reden, indem sie ihren verlogenen Jargon benutzen, sorgen dann dafür dass die Welt nicht mehr weiß was sie glauben soll, obwohl die Wahrheit (siehe kostenloser Word Trade Center – Ariss) so offensichtlich ist. Uns wer Genforschung für die Produktion von Lebensmitteln für etwas gutes hält und zukunftsträchtiges hält hat anscheinend außer den Werbeprospekten von Verbrecherorganisationen wie Monsanto nichts gelesen oder gehört. Das ganze ist so gefährlich wie Atomenergie und wird auf Dauer genau das Gegenteil bewirken von dem was versprochen wird. Die Böden gehen kaputt und es wird auf Dauer gar nichts mehr wachsen, weil die natürlichen Anpassungsmechanismen durch diese Scheiße zerstört werden.

  10. lehmann, jörg

    Schon wieder stoße ich auf ein Meer von expliziter Naivität. Wie unheimlich gefährlich genmanipulierte Lebensmittel sind, kann man ganz gut von Wissenschaftlern erfahren, die etwas vom Fach verstehen, z. B. Christiane Nüsslein-Volhard. Seit über 30 Jahren leben wir mit Gentechnik, etwa 60 % aller Angebote in deutschen Supermärkte sind davon „betroffen“. Im Gegensatz zu Bionahrung (53 Todesopfer 2011 in Deutschland) gibt es hier kein Leben zu beklagen. Kernkraft ist nach wie vor die sicherste Energiequelle auf dem Planeten. Weder in Fukushima noch bei anderen Störfällen gab es Tote durch Radioaktivität! (Tschernobyl wird immer wieder untersucht durch die UNO, die Zahl der Toten ist laut Bericht von 2011 bei 42 geblieben. Daran war das menschenverachtende System des Kommunismus schuld. Kann man alles nachlesen.) Und gesunde Ernährung für alle gibt es einfach nicht! Jeder Körper reagiert anders!
    Das sind alles Probleme, die so gar nichts mit der Freigabe von Cannabis zu tun haben. Ich hoffe, dass nun nach den Ereignissen in den USA endlich auch hier etwas passiert. Der Staat hat kein Recht, den Leuten vorzuschreiben, was sie zu sich nehmen dürfen. Aber auch die Legalisierungskämpfer sollten sich von ihren ideologischen Vorurteilen endlich trennen.

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