Sonntag, 4. Mai 2014

Macht’s die Milch wirklich?

Trinkhanf als gesunde Alternative zur konventionellen Kuhmilch
 

Autor: Kevin Johann
 
trinkhanf-hanfmilch-machts-die-milch-samen-gekeimte-hanf-samen-milch-bananenscheibe-glas-milchglas
 

Dass gewisse Lobbyisten zur eigenen Vorteilsverschaffung nicht davor zurückschrecken, massenweise Lügen in Umlauf zu bringen, ist kein neues Phänomen und am Beispiel der Cannabispolitik unschwer zu dokumentieren. Doch nicht nur unsere Drogenpolitik fußt zu einem großen Teil auf einem groß angelegten Schwindel. Auch die Nahrungsmittelindustrie ist von diesem Phänomen betroffen. So wurde in unzähligen Studien inzwischen belegt, dass, entgegengesetzt der weitläufig verbreiteten Werbeslogans, Kuhmilch und daraus hergestellte Produkte, für den Menschen noch nicht einmal im Ansatz so gesund sind, wie es gerne und vor allem häufig propagiert wird. Dass es sich bei Kuhmilch um ein essenzielles Nahrungsmittel handelt, das „groß und stark macht“ und gerade deshalb für Kinder von wichtiger Bedeutung sei, ist ein profitables Märchen der Nahrungsmittel- bzw. Milchindustrie, hat jedoch mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen nur wenig zu tun. Viele Ernährungsexperten empfehlen deshalb auf Kuhmilch zu verzichten und auf bewährte Alternativen zurückzugreifen. Eine solche Alternative ist beispielsweise der sogenannte Trinkhanf, der aus den Samen bzw. Nüssen der Hanfpflanze gewonnen wird und im Gegensatz zur Kuhmilch, tatsächlich über ernährungsphysiologisch-wertvolle und essenzielle Inhaltsstoffe verfügt.
 

trinkhanf-hanfmilch-hanfsamen-geschaelt-samen-milch-gesund-lecker
 

Das Märchen von der gesunden Milch wurde zwar nicht von den gleichen Interessengruppen erfunden wie jenes vom schädlichen Hanf, jedoch sind die jeweiligen Motivationen für das Aufstellen solcher Lügengebäude identisch; es geht ausschließlich um Geld und Macht. Und dafür werden dann auch schon gerne einmal schädliche Produkte zu gesunden erklärt und umgekehrt.
 

Schauen wir uns nun einmal an, warum Kuhmilch aus rein ernährungsphysiologischer Perspektive gemieden werden sollte. Auf die unzähligen moralischen Aspekte, die für einen Milchverzicht oder gar für eine Entsagung aller tierischen Produkte sprechen, wird in diesem Artikel nicht eingegangen. Wer sich aber die praktizierte Grausamkeit der industriellen Massentierhaltung oder der Kuhmilchindustrie genauer zu Gemüte führen möchte, der findet im Internet, beispielsweise auf der Homepage der Pro-Vegan-Stiftung reichlich Informationen dazu.
 

Die Milchindustrie betont immer wieder aufs Neue, dass Kuhmilch vor allem deshalb so gesund sei, weil sie eine hohe Konzentration an knochenstärkendem Kalzium enthält. Fakt ist, dass Kalzium tatsächlich in der Milch enthalten ist und das dieses für den Menschen ein wertvolles Mineral darstellt. Fakt ist aber auch, dass die Bioverfügbarkeit von Kalzium aus der Milch im direkten Vergleich zu kalziumreichen Gräsern und Gemüsesorten, beispielsweise Brokkoli, Fenchel, Grünkohl oder Lauch, nur sehr gering ist. Man bedenke zudem, dass auch Kühe ihren Kalziumbedarf über die Einnahme pflanzlicher Nahrungsmittel decken. Doch die eigentliche Krux ist vielmehr, dass der regelmäßige Konsum von Milch, trotz des enthaltenen Kalziums, tatsächlich und bewiesenermaßen zu einem erheblichen Kalziumverlust im Körper führt. Wie das, werden sich nun einige Leser fragen. Der Kalziumverlust ist durch einen sehr hohen Gehalt schwefelhaltiger Aminosäuren verursacht, die sich ebenfalls in der Milch, aber auch in anderen tierischen Eiweißquellen befinden, etwa Fleisch oder Eier. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Da lobt die Milchindustrie ihre Produkte aufgrund des Kalziumgehalts, doch in Wirklichkeit sind es genau diese Produkte, die für einen gesundheitsschädlichen Kalziummangel verantwortlich sind. Demnach sind Milchprodukte auch nicht gut für unsere Knochen, wie es ja so oft behauptet wird, sondern das Gegenteil ist sogar der Fall. Es verwundert nicht, dass vor allem die Osteoporose eine häufige Folgeerkrankung des übermäßigen Konsums von Milch und anderen tierischer Eiweißen ist. Wie die Ergebnisse einiger Forschungsabreiten zeigen, ist die Osteoporoserate in jenen Ländern am höchsten, wo die meiste Milch getrunken wird.
 

Dass Kuhmilch eine Unzahl an krebserregenden Hormonen (Sexualhormone, Wachstumshormone etc.) enthält, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Risiken normalerweise nur mittels ärztlichen Rezepts über die Apotheke bezogen werden können, ist auch nur den Wenigsten bekannt.

Das von Milchprodukten ausgehende Krebspotenzial wurde inzwischen durch zahlreiche Studienergebnisse belegt, etwa durch jene der sogenannten „China-Study“ (2011). Diese umfassende Langzeitstudie des Vater-Sohn-Gespanns T. Collin und Thomas M. Campbell kam zu dem Ergebnis, dass zwischen dem Verzehr tierischer Eiweiße, insbesondere dem in der Milch enthaltenen Kasein, und zahlreichen Krankheiten (bestimmte Allergien, Bluthochdruck, Diabetes, Gicht, Herz- und Gehirnerkrankungen, Krebs, Multiple Sklerose, Osteoporose u. a.) ein unmittelbarer Zusammenhang besteht.

Grund genug, seinen Milchkonsum zu überdenken und auf vorhandene Alternativen zurückzugreifen. Eine solche ist beispielsweise der Trinkhanf, der gemäß der „Verordnung des Rates über den Schutz der Bezeichnung der Milch und Milcherzeugnisse bei ihrer Vermarktung“ nicht unter der Bezeichnung Milch verkauft werden darf. Diese ist nämlich ausschließlich tierischen Produkten vorenthalten. Dabei ist die Bezeichnung auch auf den Trinkhanf zutreffend, denn technisch betrachtet handelt es sich bei diesem um eine Emulsion aus Fett und Eiweiß, also um Milch. Im Volksmund ist deshalb auch die Bezeichnung Hanfmilch geläufig.
 

Das Besondere am Trinkhanf ist primär sein ausgesprochen günstiges Spektrum an wertvollen Fett- und Aminosäuren. Insbesondere die im Trinkhanf enthaltene Alpha-Linolensäure, die zur Gruppe der Omega-3-Fettsäuren gezählt wird sowie die beiden Omega-6-Fettsäuren Linolsäure und Gamma-Linolsäure sind für den menschlichen Körper ausgesprochen wichtig. Diese Fettsäuren sind zwar auch in anderen Pflanzen enthalten, beispielsweise in Soja, der Nachtkerze oder der Walnuss, jedoch nicht in einem für den Menschen bestmöglichen Verhältnis von 3:1, wie es bei den Hanfsamen der Fall ist. Weitere wichtige Inhaltsstoffe der Hanfsamen und folglich auch des Trinkhanfs sind die Vitamine B1, B2 und E, Fette, Ballaststoffe, Eiweiße, Kohlenhydrate sowie Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium. Und siehe da, auch der Trinkhanf enthält das wertvolle Kalzium.

Trinkhanf ist im Gegensatz zur konventionellen Kuhmilch völlig cholesterin- und laktosefrei und kann deshalb auch von Kuhmilchallergikern gebraucht werden. Zudem enthält Hanfmilch 80 % ungesättigte Fettsäuren, während es bei konventioneller Kuhmilch bloß 20 % sind. Dass Trinkhanf vergleichsweise überhaupt nicht schwer im Magen liegt und sogar während des Sports getrunken werden kann, ist ein weiterer Vorteil.
 

In der Küche kann Trinkhanf gleichermaßen wie Kuhmilch verwendet werden. Beispielsweise im Müsli, Kaffee, Kakao oder zum alltäglichen Kochen und Backen. Da dieses Produkt jedoch selbst im Sortiment eines gut sortierten Biomarkts eher die Ausnahme als die Regel darstellt, empfiehlt es sich, dieses einfach selbst herzustellen. Dazu eine Tasse geschälte Hanfsamen sowie eineinhalb Tassen Wasser (Quell- oder Osmosewasser) in einen leistungsstarken Mixer geben und fertig ist der selbstgemachte Trinkhanf. Optional ist es natürlich möglich, diesen mit Banane, Erdbeere, Honig, Vanille oder anderen Geschmäckern zu verfeinern. Entsprechende milchähnliche Mixgetränke, die allesamt um ein vielfaches gesünder als Kuhmilch sind, lassen sich auf gleiche Weise aus Hafer, Mandeln, Sojabohnen oder Reis herstellen.

Auch wenn der nussige Geschmack von Hanfmilch eher an Sojamilch als an Kuhmilch erinnert und für den ein oder anderen zu Beginn möglichweise etwas gewöhnungsbedürftig ist, lohnt es, insbesondere mit Blick auf die eigene Gesundheitsvorsorge, über dieses Thema intensiver nachzudenken und festgefahrene Ernährungsgewohnheiten gegebenenfalls zu verändern. Eine solche Umstellung birgt jedoch nicht nur das Potenzial der eigenen Gesundheitsverbesserung. Sie wirkt sich darüber hinaus auch positiv auf die Gesundheit des gesamten Planeten Erde aus. Ein Grund mehr noch.

 

13 Antworten auf „Macht’s die Milch wirklich?

  1. Gasterl

    Hier wäre ein Tipp toll, wo man an geschälte Hanfsamen rankommt – sprich ein zwei Shopempfehlungen.

  2. Gerdl

    Hallo, die kannste guten gewissens bei hanfare.de kaufen.
    Da gibts das ganze hanfprogramm.

  3. Gasterl

    Danke für den Tipp! Ich kannte bisher nur hanf-zeit.com als ordentlichen Lieferanten (ich glaube die kenne ich auch durchs Hanfjournal).

    Der Artikel ist übrigens sehr gut und informativ!

  4. Gasterl

    Ist es hier eigentlich auch möglich, wie z.B. bei der Mandelmilch, die festen Bestandteile des Hanftrunks herauszufiltern (Kaffeefilter), oder verliert das Getränk dann enorm an Inhaltsstoffen?
    Bei Mandelmilch gehe ich sonst nämlich immer her und weiche die Mandeln erstmal über Nacht in Wasser ein, dann mixe ich das, lasse es nochmal ca. 12 Stunden stehen und dann wird abgefiltert. Die übrigen Mandelbröckchen trockne ich wieder und verwende diese für Brot oder Kuchen.

  5. Denker

    In dem Artikel wird eine längst widerlegte Verschwörungstheorie verbreitet: Die sogenannte „Milchlüge“, die – gelinde gesagt – absoluter Unsinn ist. Milch ist und bleibt ein gesundes und sinnvolles Nahrungsmittel (wenn man nicht zufällig laktoseintolerant ist). Schade, dass die Artikel hier keiner redaktioneller Kontrolle unterliegen oder eben keinen Wert auf wissenschaftliche Fakten gelegt werden. Das unterminiert die Glaubwürdigkeit dieser Seite und schadet letztlich der Legalisierungsbewegung. Mehr zur Milchlüge findet sich z.B. unter http://www.psiram.com/ge/index.php/Milchl%C3%BCge.

  6. Gasterl

    Wenn man schon ankreidet, dass der Inhalt nicht korrekt ist und einen Link postet, sollte man ihn wenigstens selbst gelesen haben…dort steht nämlich:
    (…)Menschliche Muttermilch und Ziegenmilch enthalten kein Beta-A1-Kasein, sondern die A2-Form. Bei entsprechender Prädisposition steht Beta-A1-Kasein seit Mitte der 1980er Jahre im Verdacht, Typ-1-Diabetes auszulösen. Diese Theorie besagt, dass die körpereigenen Immunzellen Antikörper gegen das Beta-Kasein produzieren, in der Folge werden in diesem Autoimmunprozess die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse aufgrund ähnlicher Strukturen angegriffen und zerstört.
 Die Studienergebnisse sind aber keineswegs eindeutig(…)
    Demnach kann nicht ausgeschlossen werden, dass Milch tatsächlich schädlich sein kann.
    Die Wahrheit liegt somit -wie so oft- dazwischen. Oder wie Paracelsus schon sagte: Die Dosis macht das Gift.
    Was ich allerdings aus eigener Erfahrung sagen kann: Die Milch im Supermarkt (also behandelte Milch) ist bei weitem nicht so verträglich wie Rohmilch!

  7. Gasterl

    Naja…wie mans nimmt:
    Hanf-Zeit:
    Hanfsamen, geschält, 1 kg: 16,90 Euro
    Hanfare:
    Hanfsamen, geschält, 0,5 kg: 9,95 Euro

  8. Denker

    Den Inhalt des Links habe ich natürlich gelesen und auch deshalb gepostet, da hier eine differenzierte Betrachtung stattfindet: Weder ist Milch ein Allheilmittel noch ist sie Teufelszeug. Genau diese Art von Differenzierung fehlt jedoch im Artikel komplett, weshalb er mir negativ aufgefallen ist.
    Und aus deinen ganz persönlichen Erfahrungen allgemein gültige Schlüsse ziehen zu wollen, ist hoffentlich nicht dein Ernst.

  9. Milchbirne

    Dass es sich bei der Milch um kein gesundes Nahrungsmittel handelt ist keine unhaltbare Verschwörungstheorie irgendwelcher Veganer, sondern ein wissenschaftliches Faktum, das inzwischen von einer Vielzahl an Studien bestätigt wird. Insbesondere die „China-Studie“ liefert einen deutlichen HInweis auf das Zusammenspiel zwischen Milch/Milchprodukten respektive tierischen Eiweißen und zahlreichen Krankheiten, allen voran Krebs und Osteoporose. Gleiches bzw- Ähnliches wurde von etablierten und letztlich „ungeschmierten“ Harvard-Forschern herausgefunden.

    http://www.hsph.harvard.edu/nutritionsource/calcium-full-story/

    Auch der Vortrag „Risikofaktor Milch“ von Prof. Dr. Walter Veith ist sehr informativ und gibt einen guten Einblick in die Thematik. Einzusehen auf Youtube.

    Und noch ein Link zu einem informativen Artikel auf der Homepage des Zentrums für Gesundheit.

    http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch.html

    Natürlich ist es so, dass Milch in minimalsten Dosierungen eingenommen, relativ unbedenklich ist. Aber wer konsumiert denn nur in minimalsten Dosierungen Milch, bedenkt man, wo sie überall drinnen ist. Auch gebe ich Gasterl Recht, wenn er schreibt, dass zwischen Rohmilch und pasteurisierter Milch differenziert werden muss.

    Persönliche finde ich den Artikel super und habe nichts hinzuzufügen. Zudem wird ja auch im Artikel auf die „China-Studie“ hingewiesen. Wo also bitteschön fehlt die wissenschaftliche Fundierung?

    FAZIT: THINK YOUSELF, DRINK HEMP AND QUESTION AUTHORITY!!!

  10. Gasterl

    Für mich ist meine persönliche Erfahrung ein weiteres Indiz.
    Der Hauptgrund, warum ich davon ausgehe, dass Rohmilch besser ist als „Industriemilch“ liegt daran, dass früher Menschen nur Rohmilch hatten und die Zahl der Allergiker quasi bei Null stand. Heut mit der Industriemilch sind wir im 2stelligen Bereich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.