Dienstag, 7. Mai 2013

MUSITIPP MAI

Gentleman
New Day Dawn

Foto: Beck To Music

Gentleman macht seit jeher Musik nach jamaikanischem Vorbild. 20 Jahre ist es her, dass der gebürtige Kölner die Insel zum ersten Mal besucht hat. Er sing Patois und folgt Konsequent dem jamaikanischen Vorbild, doch hat er es als einer der wenigen europäischen Reggae-Artists geschafft durch und durch authentisch zu bleiben. Dies mag daran liegen, dass er auf Dreadlocks und sonstige Rasta-Attitüden verzichtet und daran, dass Zuhörer sofort spüren, dass Gentleman sein Herz und seine Seele in jeden seiner Song legt. Da macht ‚New Day Dawn‘ keine Ausnahme. Das Album ist am 19.04.2013 erschienen und wird als bisher persönlichstes Gentleman-Album beschrieben. Dies liegt zum einen an den stellenweise sehr persönlichen Texten und zum anderen daran, dass Gentleman das Album weitgehend in Eigenregie geschrieben, entwickelt und mit Hilfe seiner Far East Band und weiteren Produzenten wie Alborosie oder Danny Brownie fertiggestellt hat. ‚New Day Dawn‘ ist Gentlemans sechstes Studioalbum und wird von ihm selbst als ’neue Episode‘ seines Schaffens beschrieben.
www.gentleman-music.com 
Foto: Beck To Music

LE FLY
Grüß dich doch erstmal!

Vor etwas sieben Jahren haben sich vier Musiker, die einen zum Teil sehr unterschiedlichen Musikgeschmack haben, zusammen geschlossen. LE FLY war das Ergebnis – eine Band, die es immer wieder schafft die gegensätzlichen musikalischen Vorliebe ihrer Mitglieder zu verbinden. Ihr erstes Album ‚St. Pauli Tanzmusik‘ erschien 2010 und sorgte nicht nur wegen der Aufstiegshymne für St. Pauli für aufsehen. Nun sind LE FLY mit ihrem zweiten Album ‚Grüß dich doch erstmal!‘ zurück, welches am 05.04.2013 auf St. Pauli Tanzmusik, dem eigenen Label der Band erschienen ist. Für die Aufnahmen holten sich LE FLY die Gitarristen Kui und Habichtjunge in die Band. Das Resultat ist eine energiegeladene Mischung aus Rock, Metal, Ska, Hip Hop und dazu noch eine mitreißende Ladung Punk, der zum abhotten einlädt. LE FLYs Texte sind humorvoll und etwas verrückt. Aus ihnen wird die Verbindung zur Heimat St. Pauli deutlich, aber auch soziales Engagement, wie im Bonustrack ‚Es geht nicht ohne‘ feat. Pantéon Rococó, den LE FLY für die Initiative ‚Viva von Agua‘ aufgenommen haben.
www.lefly.de 
Foto: Wilde + Schneider

Yesking
Re-Record Not Fade Away

Produzent Rhys Adams aka Yesking hat sich wieder an die Arbeit gemacht und sein zweites Album unter diesem Pseudonym herausgebracht. ‚Re-Record Not Fade Away‘ wurde im Gegensatz zum Vorgänger ‚Rock This World‘ aus dem Jahr 2008 komplett von ihm allein produziert. Dazu holte er sich Feature-Artists wie den Gitarristen Patrick Hatchett, Afrobeat Sänger Kodjovi Kush, Dancehall-Artists Lady Chann und Kenny Knotts, Rapper Mysto sowie Annie Bea, Mel Uye Parker und Rioghnach, die einige Songs mit ihren großartigen Stimmen prägen, ins Studio.
Stilistisch lässt sich das Album nicht leicht einordnen. Jeder Song ist anders und auch wenn die Reggae- und Dub-Einflüsse in vielen Songs klar zu erkennen sind, sind andere eher von Soul und Hip Hop geprägt. Deplatziert wirkt dabei jedoch keines der Lieder. Das Album unter Verwendung einer ¼ Inch Ferrograph Tape Machine aus den 1960er Jahren aufgenommen. Diese ist sicherlich mit verantwortlich für den authentischen Sound des Albums. ‚Re-Record Not Fade Away‘ ist am 11.03.2013 bei BBE erschienen und als CD sowie digital erhältlich.
www.facebook.com/YeskingRecords
Foto: BBE

Berliner Jazztrio Heinze/ Richter/ Rohmer
War Ballet

Das Berliner Jazztrio Heinze/ Richter/ Rohmer präsentierten mit ‚War Ballet‘ ihr erstes gemeinsames Werk. Das Trio versteht seine Musik „als Antwort auf die kunstfertige Präsentation von Kriegen und Krisen in den Medien‘, daher wohl auch der etwas widersprüchlich anmutende Titel. Eine Antwort, die ohne Gesang und Worte auskommt und trotzdem ausdrucksstark ist. Drums, Piano und Bass sind alles was es dazu braucht. ‚War Ballet‘ ist zum Großteil durch Improvisation entstanden und verkörpert Jazz in einer seiner ursprünglichen Form. Zuweilen leise, kaum hörbar und dann wieder eindringlicher ist die Musik unvorhersehbar, wirkt aber nicht chaotisch oder willkürlich. Dies mag auch daran liegen, dass Richter und Heinze sich seit Kindertagen kennen und schon jahrelang zusammen Musik machen.
Als Einflüsse für ihre Musik nennen Heinze/ Richter/ Rohmer die Künstler Tom Waits, Miles Davis, Bill Evans, aber auch Hermann van Veen und Gerhard Schöne. ‚War Ballet‘ ist im Januar 2013 bei New Ways Records als erst Veröffentlichung des Labels erschienen.
www.warballet.com
Foto: Andreas Mühe

OY
Kokokyinaka

Joy Frempong aka OY wurde 1978 in Ghana geboren. Die halb Schweizerin, halb Ghanesin hat im Laufe der Jahre ihren ganz eigenen Sound entwickelt, den sie in verschiedenen Bands wie Filewile, Phall Fatale oder Infinite Livez & Stade formte. Dabei arbeitete sie stets auch an ihrer eigenen Karriere. Vor drei Jahren brachte sie ihr Debüt-Album ‚First Box Then Walk‘ heraus, dass innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war. Nun ist sie mit ihrer neuen Scheibe ‚Kokokyinaka‘ (ein dunkelblauer Vogel, der von den Ashani in Ghana als Totem der Schlagzeuger angesehen wird) zurück, die am 12.04.2013 bei Created veröffentlicht wurde. Aufgenommen wurden viele der Sounds, die auf dem Long Player zu finden sind in Mali, Burkina Faso, Ghana und Süd Afrika. OY hat eine ganz eigene Interpretation von elektronischer Musik gefunden, die mit Elementen aus afrikanischen Sounds, Rap, Jazz und gefühlvollen Melodien gespickt sind. ‚Kokokyinaka‘ hat einen vielseitigen Klang, wirkt mystisch, zuweilen experimentell und wird auch als ‚Bummel über einen afrikanischen Markt am Mittag‘ beschrieben.
www.facebook.com/oyfanpage
Foto: Passionate PR

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