Freitag, 20. März 2020

Drogenbeauftragte startet den Cannabis-Concept-Contest

15000 Euro Preisgeld für die beste Idee, um Kinder und Jugendliche vom Kiffen abzuhalten

Bild: rob_gonyea / freeimages
Bild: rob_gonyea / freeimages


Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Daniela Ludwig begann ihre Arbeit recht vielversprechend. Sie wollte sich mit den Akteuren der Cannabislegalisierung verständigen, die aktuelle Situation von allen Seiten betrachten, und sich erst abschließend ein eigenes Bild von der wirklichen Lage machen. Dabei fand sie sich letztendlich auf den gleichen Gleisen wieder, die bereits ihre Vorgängerin Marlene Mortler nutzte. Verbotspolitik sei sinnvoll, die geringe Menge Eigenbedarf solle sich deutschlandweit am bayrischen Standard orientieren und eine Legalisierung führe nicht zu weniger Konsum unter den Menschen aller Altersklassen im Land. Vorstöße anderer Parteien in eine liberalere Richtung kritisierte Ludwig sofort und griff zwecks Verteidigung ihrer Argumente auch schon manches Mal zu zweifelhaften Falschnachrichten. Fehlleistungen ihrer eigenen politischen Kollegen werden dagegen all zu gerne übersehen. So ist es auch verständlich, dass auf sozialen Netzwerken mittlerweile wenig gutes über Daniela Ludwig gesagt wird, die sich ähnlich wie ihre Vorgängerin vor einer sachlichen Diskussion verwehrt. Eigene Lösungsansätze wurden erst im Februar von ihr versprochen, die nun wohl doch auf den Ideen anderer Menschen fußen werden. Via Facebook machte Ludwig jetzt auf ein gemeinschaftliches Projekt mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aufmerksam, das 15000 Euro an die Person weitergibt, die die beste Idee für ein gelungenes Social-Media-Konzept abliefert, welches Kinder und Jugendliche entgegen dem Trend vom Kiffen abhält. Die Drogenbeauftragte startet den Cannabis-Concept-Contest.

Via Facebook machte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Daniela Ludwig auf ihren Wettbewerb aufmerksam, der sich an „kreative Akteure und Akteurinnen“ wendet, die ein Konzept entwickeln können, welches die Prävention des Cannabiskonsums bei Kindern und Jugendlichen zum Ziel hat. Da 80 Prozent der 12- bis 17-Jährigen täglich im Internet aktiv seien, wäre das Netz der geeignete Ort die Jugendlichen auch dort zu „catchen“. Prävention müsse auf Augenhöhe und gezielt auf Jugendliche zugeschnitten laufen und nicht abgehoben in langatmigen Broschüren vermittelt werden, schreibt Ludwig auf ihrem Profil. Auf der offiziellen Seite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung klingen ihre Worte etwas anders als auf dem sozialen Netzwerk, wo sich die Kommentare häufen, dass offene Worte und eine Legalisierung für Erwachsene wohl den besten Effekt erzielen würden. Auf www.Drogenbeauftragte.de sagt Ludwig: „Über 80 Prozent der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen sind täglich im Internet unterwegs, nutzen bis zu drei Stunden täglich die sozialen Medien. Somit ist klar, wo und wie wir Jugendliche am besten erreichen: In den Kanälen der digitalen Medien und in der Sprache der Jugendlichen. Wir müssen es schaffen, dass weniger Kinder und Jugendliche Cannabis konsumieren, die Risiken besser kennen. Das funktioniert nur, wenn wir nicht mit Materialien von vorgestern auf sie zugehen. Nutzen wir die sozialen Medien für klare Messages, Aufklärung und Informationen. Überlassen wir die Kommunikation im Netz nicht den Legalisierungsbefürwortern!

Damit scheint alles gesagt, was Ludwig von den potenziellen „Akteuren und Akteurinnen“ erwartet, die auf die versprochenen 15000 Euro schielen. Legalisierungsbefürworter, die bereits seit Dekaden gratis eine Verbesserung der Situation durch die Freigabe von Hanf zu Genusszwecken aufgrund wissenschaftlicher Fakten fordern, erscheinen Ludwig offensichtlich als die antreibende Kraft in der virtuellen Welt, sodass die alten Parolen der Prohibition dort nun ebenfalls vehement verteidigt gehören. „Passende Messages, Aufklärung und Informationen“ für Jugendliche ansprechend aufzubereiten, damit diese sich nicht in ihrem Alter an das Experiment Cannabiskonsum wagen, sollen dementsprechend hoch belohnt werden. Interessant dürfte es daher werden, wie man das auf vielen Lügen und zweifelhaften Argumenten basierende Verbot an eine sich mit Suchmaschinen und Kommentarfunktionen bestens auskennende Bevölkerungsschicht vermitteln möchte.

Die Drogenbeauftragte startet den Cannabis-Concept-Contest, weil ihr offensichtlich selbst nichts Sinnvolles zum Thema einfallen möchte. Chapeau!

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Heisenberg
Heisenberg
1 Jahr zuvor

Aus der Zeit gefallen und korrupt bis zum Anschlag. Das hat mit Jugendschutz nicht das Geringste zu tun und zeigt die absolute Dummheit und Ignoranz dieser Dame. Wie hat Einstein so schön gesagt – Wer immer wieder das Gleiche tut und auf ein anderes Ergebnis hofft ist ein Idiot. Besser kann man die Aktionen dieser minderbemittelten Truppe um Ludwig nicht beschreiben.

Salah Eddine
Salah Eddine
1 Jahr zuvor

Legalisieren !

Dann sind die Pubertierenden weniger daran interessiert.

Das verbotene ist das interessante !

Salah Eddine

Rainer Sikora
Rainer Sikora
1 Jahr zuvor

Man könnte noch haarsträubendere Geschichten erfinden,um die Kinder abzuschrecken,wäre mein Vorschlag.Das neue Coronahasch zum Beispiel.

H'79
H'79
1 Jahr zuvor

Hihi, die 15.000 Euro werden voraussichtlich für eine Lachnummer verballert. Legalisierungsbefürworter sollen glaub ich nicht mitmachen laut Ludwig. Dann geht der Preis wohl an Jugendliche, die eine schlechtere Idee haben, als kontrolliert zu legalisieren.
Schade eigentlich …

Thomas
Thomas
1 Jahr zuvor

LEGALISIEREN !

Mehr muß man nicht schreiben.
Halt, doch. Her mit der Kohle 🙂

B. Kluttig
B. Kluttig
1 Jahr zuvor

Ganz einfach – anstatt Malbücher zu verteilen, aus CDU/CSU-Mitteln kostenlos die Bücher von Jack Herer „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf“ und Hai Rippchen „Das Hanf-Handbuch“ an Jugendliche abgeben. Die Bücher verfilmen, und mit einer offenen und ehrlichen Erziehung anfangen.
Sonst endet die Jugend so extrem wie „Otto Normal“ und „Heisenberg“ und weiß leider nicht was Anstand und Vernunft Gutes bewirken kann.
Schade, dass die Kommentare auch hier im Hanfjournal immer extremen und unsachlicher werden. Vermutlich denkt das Hanfjournal schon an Zensur – leider… Gewalt und Beschimpfungen sind der Hanf-Sache nicht dienlich.

R. Maestro
R. Maestro
1 Jahr zuvor

Den Jugendlichen sei gesagt: 15.000 Euro, dafür bekommt man zwei Kilo Gras! Ein durchaus reizvoller Betrag. Man kann es verhuren, versaufen, verkoksen, verkiffen, …. . 🙂 Die Ludwig ist so deutlich gekauft, hat sich so deutlich prostituiert. Dass sie und ihre Komplizen beliebt sind wie Diarhoe ist kein Wunder. Dass man Lübke erschossen hat auch kein Wunder. Und es war kein HASCHGIFTVERBRECHER!!! Amüsant der Spruch vor einigen Jahren auf Polizeiautos: „Lieber bunt statt blau.“ War das ein Aufruf zum Konsum von Lysergsäurediethylamid? Diese naive Komikertruppe entfernt sich immer weiter vom Bürger, mit einer angeblichen Volksnähe, von der man sich lieber angewidert abwendet. Dieser stockkonservative, gekaufte Haufen ist so dermassen out of time. Mit einem diktatorischen Verhalten wie bisher erreicht man… Weiterlesen »

Daniel Holler
1 Jahr zuvor

Mich würde es interessieren ob auf unserem Planeten Erde – Das Erdöl teilweise auch THC haltig ist. . .. .. . . .

H'79
H'79
1 Jahr zuvor

@B. Kluttig Hm, also wir sind keine Wissenschaftler in diesem Forum und das nehmen wir auch nicht für uns in Anspruch -> Schildower Kreis könnte vielleicht eher dein Metier sein, den schätze ich übrigens sehr. Wenn du es gern besondes flechmatisch und politically correct willst, den DHV kennst du wahrscheinlich schon (kommentieren darf da auch jeder aber Georg Wurth würde glaub ich in ein paar Jahren immer noch jedes Bundesland entspannt preisen, das die Eigenbedarfsmenge Cannabis auf eine halbe Unze anhebt). Ich denke HaJo macht seine Arbeit durchaus gut. Wenn du allerdings schaust was sonst im Netz an Kommentaren unzensiert durchgeht und oft nichtmal strafbar ist, dann sind wir durchaus moderat. Wenn der Ton hier bisweilen rauher wird (hier gibt… Weiterlesen »

Ön
Ön
1 Jahr zuvor

Komisch das bei der Corona Krise alle auf Fachkompetenz setzen und hören, aber bei vielen anderen Themen nicht.
Wär ja auch blöd wenn die letzten cdu Wähler jetzt alle wegsterben!

H'79
H'79
1 Jahr zuvor

So einseitig sind die Zusammenhänge nicht. Nicht alle Älteren wählen die Union, sehr viele tun es nicht. Es gibt auch nicht wenige jüngere SPD-Wählerinnen, die gegen Freigabe von Cannabis sind und tolerante Menschen in allen Altersstufen. An corona sterben auch schätzenswerte, meist hochaltrige Menschen, die keiner Fliege was zu Leide tun und wir wissen garnicht viel über Zusammenhänge, selbst wenn – na und? Was ich schon vermute ist, dass die Union weniger um jüngere Familien bangt als um Menschen im Seniorenalter – sonst hätte man auch mal an die hochinfektiösen Kitas gedacht, in denen von November bis März deutschlandweit non stop Erkältungen auch auf die Unwelt übergreifen. Infizierte und Verstorbene werden hierbei bisher nicht gezählt. Grundsätzlich sehe ich keine Motivation… Weiterlesen »

M. A. Haschberg
M. A. Haschberg
1 Jahr zuvor

Für dieses Problem kann es eigentlich nur eine vernünftige Lösung geben: eine umfassende, vorurteilsfreie, dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechende Aufklärung in Schulen und Ausbildungsstätten, sowie eine schlußendliche Legalisierung für Volljährige.
Kein Jugendlicher versteht die irrationale Tatsache, dass ausgerechnet so gefährliche Todesdrogen wie Alkohol und Nikotin fast überall legal zu haben sind, der Umgang mit einer im Verhältnis dazu recht harmlosen Substanz wie Cannabis, die keine Todesfälle verursacht, jedoch mit aller Härte des Gesetzes bestraft wird.
Werte Frau Ludwig, Sie haben die ehrenvolle Aufgabe – wenn auch mit Verspätung – mitzuhelfen, unsere Drogenpolitik endlich ins 21. Jahrhundert zu führen. Diese sollten Sie nutzen.

Otto Normal
Otto Normal
1 Jahr zuvor

Jaja der Kluttig mußte da nochmals nachtreten, konnte es nicht lassen nach dem Schlagabtausch gestern. Und Kluttig tuts noch weh? Sorry wenn ich da etwas zu deutlich war. @H’79 Vielen Dank Du hast genau meine Gedanken geschrieben weshalb ich dem nichts mehr viel hinzufügen brauche. Ja meine Kommentare sind manchmal aggressiv manchmal zynisch, aber das Keyboard ist die einzige Waffe die noch bleibt nachdem selbst die Hanfdemos größtenteils an Teilnehmermangel verhungern. Leider kann ich das nicht so gut ausbalancieren wie Sadu, bin kein Schriftsteller sondern nur ein ganz normaler politisch Verfolgter ohne Anspruch auf Asyl. Aber ich finde es nicht schlimm wenn Kluttig seine geliebte CDU verteidigt. Millionen andere Idioten wählen die ja auch, also ist er da nicht völlig… Weiterlesen »

Lars Rogg
Lars Rogg
1 Jahr zuvor

Ich neige ja nicht zu Beleidigungen…aber dieses korrupte Stück Sch…. schreibt keine Kohle aus um die Jugendlichen, respektive Menschen von Alkohol und co abzuhalten, sondern von Hanf. Sie sollte als verantwortliche Politikerin die Menschen davon abhalten „gefährliche“ Drogen zu konsumieren, denn alle Drogen sind für jugendliche Gehirne gefährlich-alle !!! Vor allem das in Bayern (Korruptionsstaat) so beliebte Bier, dass von ihresgleichen so gerne Verharmost wird…die Frau ist eine Schande im Amt. Wie bisher alle Drogenbeauftragen und all die Politiker aus Bayern. Dieses lobbygesteuerte, ekelhafte Pack beweist mal wieder aufs Neue auf wessen Gehaltsliste sie steht. Es geht nicht um ehrliche Aufklärung und um das Erlernen eines vernünftigen Umgangs mit Drogen etc, sondern um Dämonisierung…mal wieder. Kein Blick nach links und… Weiterlesen »

B. Kluttig
B. Kluttig
1 Jahr zuvor

#H‘79 Ich glaube, alle Leser, die hier auf der Seite lesen sind ähnlich gestrickt, haben ähnliche Erfahrungen und sind bestimmt auch quer durch die Gesellschaft verteilt. Nur fehlt es eben an Einheit. Gerade die harten Diskussionen zeigen das auf. Wenn die Legalisierungsbefürworter sichtbar werden würden, dann wäre die Umsetzung schon längst erfolgt. Schau Dir die Besucherzahlen auf der Hanfparade an – lächerlich – scheint niemandem wirklich wichtig zu sein. Ein wichtiges Bedürfnis ist nicht zu erkennen. Hier im Forum – Aufrufe zum „ In Deckung bleiben“ ist völliger Unsinn. Sind so viele Hater und Trolle unterwegs, um den Elan zu stoppen? Eine Mehrheit im Bundestag ist vorhanden – die Politiker brauchen noch einen kleinen Schubs. Wir sind für die Schwulen… Weiterlesen »

Lars Rogg
Lars Rogg
1 Jahr zuvor

@ B. Kluttig natürlich sollten wir alle an einem Strang ziehen. Doch wer seine Erfahrungen mit diesem Staat gemacht hat der bleibt in Deckung. Auch wenn Du offensichtlich der Meinung bist, dass man sich den Wölfen zum Fraß vorwerfen soll. Bitte mach das !! Wir könne noch so viel auf die Strasse gehen und uns den Blauen als anales Versuchsfeld zur Verfügung stellen, es wird nix ändern- gar nix. Nur wählen und Politiker die es ernst meinen mit der Legalisierung werden was ändern. Aber bitte… geh aus der Deckung und lass Dich von den Blauen ausgiebig f…. Ist ja dein Leben. Ich hab meine Erfahrungen mit der Staatsmacht gemacht und werde mich nicht mehr ficken lassen, sollte ich mal wieder… Weiterlesen »

B. Kluttig
B. Kluttig
1 Jahr zuvor

#Otto Normal Finde ich gut, dass Du es verstanden hast – zu Legalisierung feiern wir zusammen! Frau Ludwig hat nix zu sagen – sie ist eine Marionette und nur Beauftragte – Das Sagen hat ein übergeordnetes Ministerium und der Bundestag. Sie kann man als überbezahlte Pufferstelle ansehen. Ihr Amt hat nicht mal einen Placebo-Sinn…
Wir müssen dranbleiben! Hier im Forum hat vor einiger Zeit mal jemand geschrieben – Politiker anschreiben und Freunde und Bekannte für Mehrheit aufklären.
Strafen wir Frau Ludwig mit ihren Lügen – Legalisierung sehr bald! Oktober 2021 sind Wahlen.
Auf eine gute, gesunde und naturverbundene Zukunft!
Treffen auf Hanfparade – auch wenn die dieses Jahr möglicherweise verboten wird – dann online oder wie auch immer…

B. Kluttig
B. Kluttig
1 Jahr zuvor

#Lars Rogg Niemand muss in Deckung gehen, nur weil er die Legalisierung möchte – kein Polizist wird Dich deswegen auch nur ansehen… Kann aus eigenen Hanfparade-Erfahrungen sprechen. Viele coole Leute da – manchmal hatten wir das Gefühl, die Polizisten würden gerne mit uns feiern… Klar, wenn die sich angepisst fühlen, wenn Du sie bloßstellst indem Du momentan untersagte Dinge vor ihren Augen tust – ist aber auch nicht sonderlich schlau von Dir…

Lars Rogg
Lars Rogg
1 Jahr zuvor

B. Kluttig
Ich bin nie öffentlich in Erscheinung getreten. In Süddeutschland muss man das auch nicht. Man wird auch so gefickt. Ob schlau oder nicht.

R. Maestro
R. Maestro
1 Jahr zuvor

@B. Kluttig

Warum interpretierst du „geht in Deckung“ auch gleich so negativ?

Ich habe es als ein „lasst euch nicht busten“ aufgenommen.

Es ist halt einfach Ansichtssache.

Grüße aus Bayern. 🙂