Freitag, 4. Mai 2018

Gehirnstruktur bleibt von Cannabis unangetastet

 

Erneute Beweise über die geringen Folgen des ludischen Cannabiskonsums.

 

 

Erst letzten Monat wurden die Ergebnisse einer Metaanalyse bekannt, die aufgrund von 69 verschiedenen Studien zu dem Schluss kommen konnte, dass Cannabis nur zeitweise einen geringen Einfluss auf das Denkvermögen ausübt. Selbst bei jugendlichen Nutzern konnten keine längerfristigen Negativfolgen ausgemacht werden, weshalb ein gern überzeichnetes Horrorszenario aktiver Legalisierungsgegner an Glaubwürdigkeit in der Allgemeinheit verliert. Nun sind erneut Forschungsergebnisse bezüglich der Wirkung von Marihuana auf den Denkapparat veröffentlicht worden, welche das Hauptargument gegen die Cannabisfreigabe wieder mit wissenschaftlicher Brise umzustürzen wissen. Die Gehirnstruktur bleibt von Cannabis unangetastet, wie Forscher aus Australien, England und den Vereinigten Staaten in der bisher größten Bildanalyse von beobachtbarer Marihuanawirkung feststellten.

 

Auch wenn sich die deutsche Drogenbeauftragte auf den Kopf stellt, so sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse der internationalen Forscher nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Die vor der Veröffentlichung in dem Addiction-Journal freigegebenen Einblicke in die neusten Studienergebnisse zur Cannabisgehirnforschung zeigen unumstößlich, dass normale Variationen des Cannabiskonsums statistisch nicht mit individuellen Unterschieden in der Gehirnmorphologie korrelieren, welche durch das subkortikale Volumen gemessen werden. Verständlicher erklärt heißt dies, dass bei untersuchten Zwillingsproben in sieben verschiedenen Regionen des Gehirns – inklusive Thalamus, Hippocampus, Amygdala und Nucleus accumbens – das Volumen der Grauen Substanz keine Einbußen selbst bei häufigem Cannabisgenuss nimmt. Nikotin würde im Vergleich dagegen signifikant für ein verkleinertes Volumen des Thalamus bei Männern im mittleren Alter sorgen.
Damit stehen die Ergebnisse der bisher größten explorativen Analyse, bei der die Bildgebung des Gehirns mit Daten über komorbide Substanzen zur Anzeige von Cannabis kombiniert wurde, im Einklang modernerer Erkenntnisse, welche den legal erhältlichen Rauschmitteln bedeutend höheres Gefahrenpotenzial zusprechen.

 

622 junge Australier und 474 Amerikaner im mittleren Alter nahmen an den internationalen Untersuchungen teil, welche somit – ohne Schaden zu nehmen – ihren persönlichen Teil zur wissenschaftlichen Aufklärung über die Wirkung von Cannabis beitragen konnten. Alle anderen Marihuanabefürworter sind morgen herzlich zur Teilnahme am GMM eingeladen, um das recht unschädliche Unkraut wieder salopp gesellschaftsfähig zu machen.

 

Gesundheit statt Strafverfolgung für bislang ungeschädigte Gehirne!

9 Antworten auf „Gehirnstruktur bleibt von Cannabis unangetastet

  1. Fred

    Es braucht noch nicht mal mehr Studien. Man braucht sich einfach nur die für alle frei zugänglichen Statistiken (zum Beispiel die der DSHS ) anzuschauen.
    Dort wird der reine Cannabiskonsument, der nichts anderes aufnimmt als Cannabis, überhaupt nicht aufgeführt !
    Der Mischkonsum ist das Problem. Und ganz besonders der Mischkonsum mit Alkohol. Von den 33.000 Behandlungen in 2016 mit der Hauptdiagnose Cannabismissbrauch wurden 48 % zeitgleich auf ihre Alkoholprobleme behandelt.

    Wenn man also von Gefahren im Umgang mit Cannabis redet, muss man auf diesen Zusammenhang hinweisen. Aufklärung ist hier die Antwort. Mit dem juristischen Knüppel auf unbescholtene Menschen einzudreschen ist kontraproduktiv, sinnlos und ein wahrlich primitives Instrument.

    Es wird Zeit, das sich was ändert. Ein erster richtiger Schritt wäre die baldige Ablösung von Frau Mortler. Mit ihrer nicht mehr nachvollziehbaren Forderung nach Fortsetzung der Prohibitionspolitik verhindert sie wirksame Aufklärung und ist als Kopf der deutschen Drogenpolitik verantwortlich für zukünftige Erkrankungen oder gar schlimmeres.

  2. Lotus

    Danke an alle die dazu beitragen,
    das sich das wissen über Cannabis erweitert und an Hand von Wissenschaftlichen Beweisen auch belegen lässt,
    dann tut es mir auch weniger weh was eine Frau Mortler verzapft ;D

    Allen noch einen schönen chilligen sonnigen Tag…
    Peacezeichengruß

  3. BurningChurro

    So langsam sind dann wohl alle Argumente der Prohibitionisten entkräftet/wissenschaftlich widerlegt.

    Was bleibt denn jetzt noch ausser dem Klassiker verboten weil es Illegal ist ?

    Wie im Hauptquartier von General Mortler wohl so eine Brainstorming Runde abläuft um sich neue Geschichten über Gras auszudenken…

  4. Lotus

    @Fred
    du hast es gut auf den Punkt gebracht…
    Zitat „Aufklärung ist hier die Antwort“

    @BurningChurro
    Zitat: „Wie im Hauptquartier von General Mortler wohl so eine Brainstorming Runde abläuft um sich neue Geschichten über Gras auszudenken…“
    das würde ich auch gerne wissen XD

  5. Fred

    @Irgendwer

    Was wirklich in der Dunstwolke „Psychose, Hirnschaden u. Halluzinationen“ drinsteckt erklärt der Kommentar @ Andre B. dort….

    Das erklärt er eben nicht. Wenn ich den untenstehenden Satz lese….

    „Es beeinträchtigt fatal die Gehirnstrukturen und auch die neurokognitive Leistungs­fähigkeit junger Menschen“,

    ….mache ich mir ernsthaft Sorgen um unser Land. Nicht weil ich Angst um unsere Jugend habe, die mit fatal geschädigten Hirnstrukturen und neurokognitiven Defiziten ihr Studium abschliessen, sondern um die Diskussionskultur in diesem Land. Ab welchem Konsummuster treten bitteschön diese Schäden auf ? Das ist die Frage aller Fragen. Kein Jugendlicher, der ein paar Joints im Jahr verquarzt, wird ein solches Problem haben. Diskutiert wird allerdings grundsätzlich in absoluten Worst Case Szenarien. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Stoff wird nicht erwogen. Der Missbrauch, also der dauerbekiffte 14 jährige, wird zum Maß aller Dinge.

    Man kann wirklich nur zu einer Versachlichung in der Debatte raten. Ob legal oder illegal, es wird immer wieder Jugendliche geben die sich an einer Tüte vergehen. Und in die Diskussion über eine Legalisierung sollte dieses sachliches Denken endlich einfliessen.

  6. Lotus

    @Irgendwer
    Zitat:
    „schön und gut was der Artikel aussagt… Hirnschrumpfung ist aber leider garnicht das worum es geht“
    doch darum geht es auch ,
    denn das haben die Prohobitionisten und Gegner von Cannabis lange Zeit den Konsumenten vorgeworfen, bzw. wurde das dem Konsum von Cannabis nachgesagt…
    mit diesen Mythen und Lügen wird Cannabis schon seit beginn des WAR OF DRUG in Verruf gebracht,
    das ist überwiegend ein Werk der mit Cannabis verfeindeten Lobbys,
    weswegen ich denke das Wissenschafltiche belege betroffenen oder interessierten schon dabei helfen können wieder ein klares Bild von Cannabis zu erhalten…
    Zitat aus dem verlinkten Artikel:
    „Je früher Kinder mit dem Konsum beginnen, desto gefährlicher ist die Droge.“
    wenn dem so sein sollte,
    ist eine Legalisierung der beste Weg für einen Jugendschutz…
    Halten wir fest:
    -Cannabis kann eine Menge von Krankheiten heilen oder behandeln von Krebs bis hin zu Psychischen Erkrankungen
    -Cannabis macht nicht Dumm oder beintrachtigt das Gehirn in seiner Denkleistung etc.
    -Cannabis ist eine sehr soziale Droge/Medizin ,sie erfreut,beruhigt,entspannt und macht den/die ein oder andere/n sehr glücklich ;D
    Ich schätze in ein paar Jahren ist es auch hier zum Glück so weit…

    Peacezeichengruß

  7. Irgendwer

    „Ab welchem Konsummuster treten bitteschön diese Schäden auf ? Das ist die Frage aller Fragen.“
    Nein. Irgendwelche Substanzen in den Vordergrund zu ziehen macht nicht wirklich Sinn.
    Praktisch alle, die von den zu Halluzinationen verunglimpften Wahrnehmungen betroffen sind, haben prinzipiell das erfahren was für angehende Shamanen die Initiationsrituale waren.
    Gewissermaßen psychische Überlastung, z.B. durch Todesfall in der Familie, oder Stress in Ausbildung/Studium. Ab dann können sich bei manchen im Hirn eben zusätzliche Vernetzungen ergeben. Das kann extrem nervig sein wenn in unpassenden Situationen akustische Ergänzungen wahrnehmbar werden. Aber am Besten kommen diejenigen damit klar, die vielleicht vorher schon andere Synästhesien hatten, noch dazubekommen oder es eben als völlig neue evtl. einzige Synästhesieart akzeptieren können. Das wirkliche Problem liegt bei den überall herumschwirrenden Mythen aus der spirituellen Gegend z.B.
    Telepathie, Geister, Bestrahlung durch irgendwelche Funktechnik usw. All sowas wird von den Betroffenen leider viel zu schnell als Erklärung irrigerweise geglaubt. Sie hinterfragen ihren Irrglauben dann leider nicht.
    Auch wenn’s schizo ist was diejenigen glauben – es sind neuronale Erweiterungen, die man eben nur den nicht aufgeklärten gegenüber ganz plump und primitiv als Schäden darstellt.

    Für Shamanen gab’s zumindest noch hohe Wertschätzung, aber für die als halluzinatorisch schizo bezeichneten praktisch keine. Nichtmal Versuche zur Klarstellung damit sie evtl. besser damit klarkommen. Irrglaube kann nicht einfach ersatzlos ausradiert werden.
    Suchtexperten behaupten einfach „kaputtes Hirn“ durch böse Substanz – und denen glaubt man einfach so.
    Nur weil solche Experten wie Thomasius z.B. das alles nicht durchschauen, dürfen sie’s als Hirnschaden hinstellen ?
    Und solange nichtmal jemand wie Dr. Grotemhermen da durchblickt, hat auch der nur geringe Chancen gegen solchen Unfug.

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