Donnerstag, 26. April 2018

Offener Brief an Jeff Sessions über die Notwendigkeit von medizinischem Marihuana in den USA

 

Doktor Sanjay Gupta schreibt dem amerikanischen Justizminister über CNN an.

 

Foto: Archiv

 

Der rasende Reporter und praktizierende Neurochirurg Doktor Sanjay Gupta hatte mit seinem stattfindenden Sinneswandel über Marihuana der amerikanischen Legalisierungsbewegung einen ordentlichen Schub gegeben. Die Berichterstattung über die kleine Charlotte Figi brachte dazu vielen verzweifelten Eltern Erkenntnisse über alternative Behandlungsmethoden, welche ihren Kindern hoffentlich viel Leid ersparen. Sogar eigene Strains benannten Cannabisgrower nach dem bekannten Arzt, der viele Millionen Amerikaner täglich über den Nachrichtensender CNN erreicht und über medizinische Gegebenheiten und Neuigkeiten unterrichtet. Jetzt hat Doktor Sanjay Gupta einen offenen Brief an Jeff Sessions über die Notwendigkeit von medizinischem Marihuana in den USA zugesendet, der auch für jedermann über das Nachrichtenportal einsehbar ist. Der amerikanische Justizminister sollte daher aufmerksam studieren, was ihm über öffentliche Umwege erreicht.

 

Da sich wohl auch endlich Donald Trump etwas ernsthafter mit der in seinem Regierungsbereich fallenden Legalisierungsdebatte auseinandersetzt, schadet etwas Rückendeckung von einem hoch geschätzten Medienmediziner wohl wenig, wenn es um die Frage nach der Notwendigkeit des teils wieder legal erhältlich gemachten Naturguts Hanf geht. Dr. Gupta weiß glücklicherweise von der ausgehenden Gefahr der aktuellen Opioidkrise, die täglich durchschnittlich 115 Amerikaner das Leben kostet – und zeitgleich von dem positiven Effekt von Marihuana auf die noch lebenden Menschen, die sich von den allzu leicht erhältlichen sowie überdosierbaren Medikamenten schnellstmöglich lösen wollen. Für die Aufnahmen seiner vierten Folge des Themenspezials „Weed“ setzte sich Dr. Gupta intensiv mit Personen auseinander, denen Cannabis als besonders hilfreich beim Absetzen von synthetischen Medikamenten vorkam – Patienten, Doktoren und zahlreiche Suchtexperten.
Allesamt stimmten diese durch ihre auf realen Erkenntnissen basierenden Erfahrungen den bisherigen Studienergebnissen zu, dass der Einsatz von medizinischem Marihuana ein besonders hilfreiches Instrument gegen die Bekämpfung von Opioid- und Drogensucht darstelle. Aufgrund dieser Faktenlage und der Aktivitäten des sich vor Interviews drückenden Gesprächspartners Jeff Sessions sah sich Dr. Sanjay Gupta gezwungen via öffentlich zugänglicher Mitteilung alle wichtigen Informationen über den medizinischen Nutzen von Cannabis an den Justizminister weiterzuleiten und an seine Aufgaben zu erinnern. Da man in schweren Zeiten lebe, müsse dieser schwerfallenden Entscheidungen gegenüber leichter eingestellt sein, schließlich könne der legale Zugang zu medizinischem Marihuana während der Opioidkrise pro Jahr bis zu zehntausend Menschen in den USA das Leben retten.

 

Derartige Einschätzungen medizinischer Experten verlangen dann wohl selbst ein Umdenken von versteinerten Hardlinern und Cannabisgegnern – müsste man meinen …

2 Antworten auf „Offener Brief an Jeff Sessions über die Notwendigkeit von medizinischem Marihuana in den USA

  1. Rainer Sikora

    Man kann tolle Briefe mit guten Argumenten verfassen.Manchmal hat das was von Perlen vor die Säue.Warten wir die Wirkung ab.

  2. Ralf

    Wenn sie es einsehen würden müßten sie ein jahrzente langes Verbrechen und den massenhaften Mord an der eigenen Bevölkerung aus ideologischer Verblendung eingestehen, und diese Leute würden lieber zweck`s Zeugenbeseitigung die ganze Welt in Schutt und Asche legen als das zu tun!

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