Donnerstag, 5. April 2018

Cannabis schlägt Softdrinks bis 2030

 

Eine 75 Milliarden Dollar Umsatz schwere Industrie wächst heran.

 

 

Dass sich in einigen US-Bundesstaaten mit legalem Cannabis gutes Geld verdienen lässt, wissen selbst autodidaktisch ausgebildete Musiker aus eigens gewonnenen Erfahrungen zu berichten. Dass mit der Wiederkehr des Hanfanbaus und der Freigabe zu Rauschzwecken ein bedeutender Wirtschaftszweig erschlossen wurde, teilen dagegen an Finanzen interessierte Analytiker auf Bestellung immer öfter mit. Solche Spezialisten machten nun erneut einige Hochrechnungen für die keimende Cannabisbranche und kamen anschließend zu dem Schluss, dass in den nächsten zwölf Jahren eine 75 Milliarden Dollar Umsatz schwere Industrie in Nordamerika heranwachsen wird, die es mit anderen Riesen auf dem Globus aufnehmen kann. Cannabis schlägt Softdrinks bis 2030.

 

Das Marktforschung betreibende Investmentunternehmen Cowen & Co hat neue Hochrechnungen für den nordamerikanischen Cannabissektor herausgegeben, die von weiterem Wachstum auf dem neu erschlossenen Marktplatz Marihuana sprechen. Die bisherigen Annahmen des beratenden Unternehmens, eine landesweite Hanffreigabe in den USA könne bis 2026 ganze 50 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr generieren, wären nach Aussagen der Analytikerin Vivien Azer wohl aktuell schon Realität. Daher rechnet man nun eher mit 75 Milliarden Dollar, die im Jahr 2030 durch die Umsätze mit legalen Cannabisprodukten zusammenkommen könnten. Damit steige das natürliche Rauschmittel und die medizinisch einsetzbare Pflanze vom wirtschaftlichen Faktor in Bereiche, in denen bisher der gesamte nordamerikanische Markt für kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke lag. Mit neun Bundesstaaten – plus Washington D.C. – in denen Cannabis legal verfügbar ist, wären bereits für jeden fünften US-Amerikaner die Optionen geschaffen, sich ungezwungen zwischen Vaporisation, Rauchvergnügen und Verzehr zu entscheiden. Die nun auch hierzulande unter starker Kritik stehenden Zuckerwasserbomben aus dem Kühlregal fänden hingegen aufgrund des wachsenden Gesundheitsempfindens in der US-Bevölkerung mittlerweile schon entschieden weniger Sympathie bei der durstigen Kundschaft, weshalb die Umsätze mit Softdrinks bis 2030 von Cannabisverkäufen überholt werden könnten.

 

Sorgen machen müssten sich jedoch nach weiterer Datenüberprüfung der Cowen-&-Co-Analytiker aber eher die Hersteller von alkoholischen Getränken, da schließlich nicht nur nach subjektiver Wahrnehmung von lokalen Pot-Shop-Betreibern bekannter Skiorte ein Nutzen von Cannabis den Wunsch nach Volltrunkenheit spürbar eindämmt.

5 Antworten auf „Cannabis schlägt Softdrinks bis 2030

  1. Otto Normal

    Das ist echt big bussiness.
    Man sollte ernsthaft darüber nachdenken Heroin, Kokain und alle anderen „Pülverchen“ freizugeben. Wenn die Bevölkerung erstmal an denen hängt ist bestimmt ein Vielfaches von 75 Mrd. drin.

  2. Lotus

    @Otto Normal
    Ach was Koks und Heroin etc. brauchen wir im Falle einer Legalisierung von Cannabis nicht mehr ;D
    eigentlich deckt Cannabis soweit alles ab was wir brauchen,
    und pfalls Menschen von anderen Drogen abhängig sind ,
    könnten sie mit Cannabis wieder geheilt werden,
    aber auch eine gesamte Legalisierung aller Drogen wäre in meinen Augen sinnvoll,
    dann würde die Zahl der Drogentoten und Jungkonsumenten mit Sicherheit drastisch sinken
    und auch ein Großteil Kriminalität verschwinden…

  3. Ralf

    Pülverchen sind Scheiße, verursachen den selben Realitätsverlust wie Alk, harmonieren auch herrlich mit ihm(bekokst kannst du mindestens doppelt so viel saufen wie ohne, du merkst erst mal nix, deswegen gehen auch durch diesen Mischkonsum so viele letzen Endes an 3 oder 4 Promille, z.B. Amy Winehouse, Alk hops) machen agressiv durch Schlafentzug, und in der Folge genau so irre in der Birne, wie der Suff. Nur Cannabis pur schadet dem Menschen nicht!

  4. COSMO

    Ohoh. Wenn diese Erkenntnis sich durchzusetzen vermag, dass Cannabis der Alkohol und Softdrinkindustrie und in Folge auch der Pharmaindustrie schadet, wird es in Deutschland eher Lebenslänglich für Cannabis geben als eine Freigabe des selbigen.

  5. Otto Normal

    @ralf
    Ich bin kein Freund von Pülverchen, habe selber alles mögliche davon getestet und dabei festgestellt, daß Cannabis das beste aller Genußmittel ist wenn es um gesundheitlich halbwegs folgenlosen Rausch geht.

    Ich wollte mit meinem Kommentar darauf hinweisen, daß solche Artikel die einzig und alleine auf das „bussiness“ zielen, welches mit Cannabis gemacht werden könnte, eigentlich kontraproduktiv sind. In der Diskussion um die Cannabisfreigabe darf Geld niemals ein Argument sein, denn mit den von mir erwähnten Drogen (siehe oben) läßt sich eben nunmal ein Vielfaches verdienen, weil auch das Suchtpotenzial höher ist.

    Also Leute hört bitte endlich auf von Geld zu faseln wenn es um Cannabis geht. Ich finde es völlig daneben in einer Diskussion in der es eigentlich um das Grundrecht auf ein selbstbestimmtes Leben geht bzw. um die politische Verfolgung einer Minderheit mit Geld bzw. Steuereinnahmen zu argumentieren.

    Sollen denn in Zukunft die Grundrechte allgemein nur noch dann geschützt werden wenn es dem Staat genügend Steuermilliarden bringt?

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