Samstag, 10. Februar 2018

Cannabisverkäufe in Aspen überflügeln Alkoholikaabsatz

 

Erstmals mehr Hanf als Hopfen im amerikanischen Skiort gefragt.

 

Bild: eSheep / freeimages

 

Schon vor über einem Jahr machten sich in den USA Sorgen unter Alkoholherstellern breit, die das Thema Cannabis betrafen. Prognostiziert wurde, dass die Verkäufe von legalem Marihuana negative Auswirkungen auf die Geschäfte der Getränkeproduzenten haben könnten, was sich schon zwölf Monate später bewahrheiten sollte. Nun ist in einer amerikanischen Gemeinde erstmals mehr Gras als Suff über die Theken gewandert und hat zu höheren Einnahmen bei Händlern geführt. Cannabisverkäufe in Aspen überflügeln Alkoholikaabsatz.

 

Während 2017 durch Spirituosenhandel in Aspen 10,5 Millionen Dollar umgesetzt wurden, schafften die Händler der legalen Hanfwaren im hoch gelegten Touristendomizil ganze 11,3 Millionen Dollar an Bargeld in ihre Kassen zu spülen. Eine 16 Prozent starke Steigerung wäre im Cannabissegment laut dem städtischen Finanzamt Aspens im Vergleich zum vorletzten Jahr festzustellen, wobei sich der Hanfsektor auch aktuell als der am schnellsten wachsende Wirtschaftsbereich im Einzelhandel offenbaren würde. Sechs lizenzierte Cannabishändler und fünf Spirituosen-Shops sind in dem nur knapp 7000 Einwohner zählenden Skigebiet für die gesamten Umsätze verantwortlich, wobei der große Erfolg der Grasverkäufer auch möglicherweise der hohen Lage Aspens geschuldet ist. Wenn manch sportlicher Gast in Colorados Bergen auf einen Besuch der fünf existierenden Schenken aufgrund der dünnen Luft die ersten Tage lieber verzichten möchte, sind botanische Alternativen offensichtlich sehr willkommen. Ein Betreiber eines Pot-Shops weiß dazu, dass unter Neulingen verantwortungsvoll mit Cannabis umgegangen werden kann, was er auch an einer leicht spürbar sinkenden Zahl von nächtlichen Prügeleien im Skiort festmachen könne.
Damit entsprechen diese persönlichen Erfahrungen vergangenen Studienergebnissen, die keine Erhöhung von negativen Alkoholauswirkungen in Autounfällen, Suchterkrankungen und schädlichen Langzeitfolgen bei einem Zugang zu legalem Cannabis vorhersahen, jedoch davon sprachen, dass Marihuana eine mildernde Wirkung auf Alkohol induzierte Unglücke besitzt, weil einfach weniger getrunken wird.

 

Wieder mehr Geld in der Staatskasse dank legalem Cannabis.

4 Antworten auf „Cannabisverkäufe in Aspen überflügeln Alkoholikaabsatz

  1. U-G

    Ein Vorzeige Ort wie man mit Cannabis-Konsum und Cannabis-Konsumenten umgeht.
    Nämlich Menschlich und ich hätte nie gedacht, auch nicht annähernd, Sympathie mit denen da drüben zu haben.

    Aber hier, im kalten Osten übern Atlantik, leiden durch eure bescheuerten Gesetze zu Cannabis, von Anslinger USA bis in die UN WELTWEIT durchgesetztes Verbot ,Cannabis unschädlich zu machen, und alle die damit in Berührung kommen als Kriminelle zu sehen.

    Da am Wochenende Karneval dran ist und mir zu der Drogenpolitik Satirisch nur noch das hier einfällt…
    Helau=Hölle auf…ins Mittelalter…an die ewig gestrigen…guckst du…

  2. Wahrnehmung

    Wäre interessant zu wissen wieviele Millionen Dollar im Spirituosenhandel 2016 und zuvor noch umgesetzt wurden. Ob man einen Rückgang des Alkoholkonsums in Aspen erkennen kann.

  3. Lars Rogg

    Tja die Realität holt die Hardliner ein…in 20 Jahren auch bei uns…so meine Hoffnung..!!!

  4. Patrick

    Tja wer hätte es gedacht? Ich persönlich trinke nicht aber ich gönne jedem sein Bierchen oder den wein am Abend. Aber alles über 30% sollte im Baumarkt bei den Felgenreinigern stehen. Außerdem macht das Teufelszeug die Gesellschaft kaputt.

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