Donnerstag, 21. September 2017

Cannabis hilft bei HIV und ersetzt Schmerzmittel

 

Bestätigte Erkenntnisse über die medizinische Wirkung von Hanf.

 

Bild: Susanne Winter/Archiv

 

Dass Marihuana wunderbar als vielseitiges Heilmittel einsetzbar ist, haben mittlerweile selbst Politiker in Deutschland verstanden. Wie viele Anwendungsgebiet es jedoch tatsächlich für die gemeine Hanfpflanze gibt, lässt sich dank Jahrzehnte betriebener Prohibition aber erst jetzt wieder wirklich herausfinden, da erst die Legalisierung von Cannabis die Wege für Forschung weit geöffnet hat. Neueste Erkenntnisse über die medizinische Wirkung von Hanf haben daher bereits letzte Woche amerikanische Informationsquellen der breiten Öffentlichkeit unterbreitet, die auch hierzulande auf Interesse stoßen dürften. Cannabis hilft bei HIV und ersetzt Schmerzmittel bei Muskelskeletttraumata.

 

So wurden Daten in dem Journal Drug and Alcohol Dependence veröffentlicht, die davon berichten, dass HIV-Patienten, die mit Cannabis Erfahrungen haben, einen wesentlich höheren Anteil von CD4+ und CD8+ Zellen im Blut besäßen als infizierte Personen ohne Marihuanakonsumvergangenheit. Diese Zellen zählen zu den Immunsystem unterstützenden Lymphozyten und ihr erhöhtes Vorkommen in HIV infizierten Cannabisnutzern wurde von Forschern der Virgina State University sowie von Wissenschaftlern des Aids- und HIV-Zentrums der Universität von Florida nach Auswertung verschiedener demografischer Faktoren bestätigt. Damit untermauert dieses Ergebnis vorangegangene Forschung und bescheinigt den Marihuanakonsumenten zugleich eine geringere Rate von Viren im Organismus. Daraus schließen die Autoren der Untersuchung, dass Cannabis potenziell eine positive Wirkung auf das gesamte Immunsystem der Hanf konsumierenden Patienten habe, da diese im Vergleich zu der abstinenten Personengruppe bessere HIV bezogene Immunwerte besäßen.
Ähnlich bemerkenswert dürften die Erkenntnisse der Harvard Medical School klingen, die Menschen mit Verletzungen des Muskelskelettapparates nach ihrem Nutzen des Cannabisgebrauchs befragten. Dabei kam heraus, dass von 500 Personen ganze 90 Prozent deutliche Schmerzlinderung durch medizinischen Marihuanaeinsatz erhielten. 81 Prozent hätten angegeben, dass sie aufgrund der natürlichen Medizin die Einnahme pharmazeutischer Schmerzmittel verringern konnten. Vor der Veröffentlichung der gesammelten Daten im Journal of Orthopaedic Trauma sind die Ergebnisse bereits online verfügbar gemacht – die auch hier den Autoren einen positiven Effekt des medizinischen Marihuanaeinsatzes in den Sinn kommen lassen – sowie auch durch frühere Forschung bestätigt worden.

 

Dass der Groschen in der Marihuanabetrachtung bei vielen Ärzten hierzulande trotz solcher Nachrichten oft noch immer nicht fallen will, dürfte bei der stetig wachsenden Nachfrage seitens der offensichtlich besser informierten Bevölkerung dagegen einzig der heraufbeschworenen medizinischen Engpasssituationen in der Bundesrepublik hilfreich entgegenwirken.

32 Antworten auf „Cannabis hilft bei HIV und ersetzt Schmerzmittel

  1. COSMO

    „Hilfreich entgegenwirken“
    Echt traurig für Deutschland, dass solch ein Zynismus überhaupt möglich ist. Hoffentlich bessert sich diese Situation schneller als es gebraucht hat, Cannabis-Medizin zu etablieren…

  2. ADHSPatient

    @COSMO
    Ja, es ist unglaublich wie dumm die Leute gehalten werden.

    Ich bin wegen der DHV-Petition auf der Straße gewesen. Öfter mal haben die Leute von sich aus gesagt, dass sie medizinisches Cannabis gut finden, weil es ja Schmerzpatienten helfen könne. Als ich dann vorgebracht habe, dass es bei noch viel mehr Indikationen helfen kann wie z.B. Epilepsie und Parkinson, waren die alle perplex und konnten es nicht glauben. Wenn die dann später danach googeln und feststellen, dass ich sie nicht belogen habe, werden sie vielleicht auch kapieren, dass ich sie über die Vorteile einer Legalisierung im Allgemeinen genau so wenig belogen habe.

    Ich hab auf der Straße festgestellt, dass die große Mehrheit ein oberflächliches von Halbwahrheiten geprägtes Wissen haben, welches sie über die Medien, über die Schule und über sonstige traditionelle Wege erhalten haben. Ich bin mir nach der Unterschriftenaktion sicher, dass es in der Bevölkerung leider wirklich noch keine Mehrheit für eine Legalisierung gibt. Der Grund dafür ist, dass die allermeisten es nicht für nötig halten sich eingehend mit dem Thema zu befassen, weil es in ihrem Leben einfach keine Rolle spielt. Und ich habe gezielt jüngere Leute angesprochen, wo das Thema am ehesten noch präsent ist. Fairerweise muss ich sagen, es gab auch ganz Gruppen die enthusiastisch unterschrieben haben. Nur war es nicht die Mehrheit.

    Ich bin mir sicher, dass ich den ein oder anderen zum Nachdenken bringen konnte. Manche waren so ehrlich und haben zugegeben sich informieren zu müssen.

    Solche Unterschriftenaktionen könnten wirklich was bewegen, wenn mehr Leute mitmachen.

    Das Ziel vom DHV waren 50 000 Unterschriften. Wenn man so viele einsammelt, spricht man kollektiv zwangsläufig mit 200 000 bis 400 000 Leuten, da ja nicht jeder (schon) der Meinung ist, dass die Legalisierung eine gute Idee ist.

    Wenn nur 500 Leute 100 Unterschriften sammeln wären die 50 000 komplett. Ich denke, dass die meisten so wie ich bis jetzt, Tage lang an ihrem PC sitzen und Kommentare schreiben können, sich dann aber zu schade dafür sind ein paar Blätter auszudrucken, ein Klemmbrett und ein paar Kugelschreiber mitzunehmen und draußen fremde Menschen anzusprechen.

    Ich empfehle jedem der hier lamentiert es mal zu versuchen. Für die Unterschriftensammlung ist es noch nicht zu spät. Die offizielle Frist vom DHV ist abgelaufen, aber Georg Wurt hat gesagt er erwartet, dass noch bis zu 2 Wochen danach Unterschriften bei ihm eingehen werden.

  3. Fred

    @Adhs patient

    Super Sache die du machst. Mein Ding wäre es nicht, auf der Straße Menschen zu überzeugen. Muss ich ehrlich zugeben. Ich tauge leider nicht zum verbalen überzeugen.

    Was die Kommentare angeht, bin ich nicht deiner Meinung. Sich im Netz sachlich mit dem Thema ( oder mit einem Thema ) zu beschäftigen, dient ebenfalls der Aufklärung und wird auch gelesen. Und prägt sich vielleicht noch besser ein, als ein Gespräch zwischen Tür und Angel.

    Die Betonung liegt allerdings auf sachlich. Beschimpfungen und Hasstiraden gegen die vermeintlichen Täter oder Andersdenkende ist kontraproduktiv und bestätigt eher Vorurteile. Und wer noch keine hat, könnte welche aufbauen.
    Und wie tief diese Vorurteile immer noch sitzen, habe ich vor ein paar Tagen selbst erleben müssen. Eine nahe Verwandte ist an Krebs erkrankt und bekommt jetzt eine Chemotherapie. Im Gespräch habe ich kurz erwähnt, das man sich gegen die Nebenwirkungen Gras verschreiben lassen kann. Tja, das Entsetzen war gross. Wie kann ich nur….

    Seitdem ruht der Kontakt. Und ich habe mal wieder meine Rolle als schwarzes Schaf in der Familie bestätigt. Das mal zu den Köpfen die noch zu waschen sind.

  4. ADHSPatient

    @Fred

    „Super Sache die du machst. Mein Ding wäre es nicht, auf der Straße Menschen zu überzeugen. Muss ich ehrlich zugeben. Ich tauge leider nicht zum verbalen überzeugen.“

    Danke.

    Ich glaube auch nicht dafür zu taugen, das passiert so nebenbei. Ich habe die Leute meistens gefragt, ob sie es richtig finden, wenn Menschen die keine Schwerverbrecher sind behandelt werden als ob sie welche wären. Dann hab ich gesagt, dass sie in diesem Fall etwas ändern können indem sie für die Cannabislegalisierung bei mir unterschreiben.

    Die meisten, die unterschrieben haben waren sofort dabei und mussten nicht überzeugt werden. Die meiste Überzeugungsarbeit belief sich darum, dass ihre Daten beim DHV und beim Bundestag sicher sind.

    Denjenigen die mir mit blöden Argumenten wie „Einstiegsdroge“ etc.pp. gekommen sind musste ich nun mal etwas entgegnen.

    Und am interessantesten waren Gespräche mit offenen Menschen, die zwar nicht dafür waren, sich aber interessiert gezeigt haben. Viele waren zweigeteilter Meinung.

    Mein Ziel war nicht zu überzeugen, sondern die Leute ins Zweifeln kommen zu lassen.

    Fred, wenn du einen Mund hast, kannst du das genau so gut wie ich.

    Und um Unterschriften zu kriegen muss man nicht viel überzeugen, denn die kriegt man meist von Leuten, die schon auf unserer Seite sind.

    „Was die Kommentare angeht, bin ich nicht deiner Meinung. Sich im Netz sachlich mit dem Thema ( oder mit einem Thema ) zu beschäftigen, dient ebenfalls der Aufklärung und wird auch gelesen. Und prägt sich vielleicht noch besser ein, als ein Gespräch zwischen Tür und Angel.“
    Ich war Sonntags unterwegs. Die meisten Leute hatten es nicht eilig. Manche schienen Spaß am Gespräch zu haben. Ich meine ja nicht, dass Internetkommentare sinnlos sind. Ich denke nur, dass die meisten Kommentare entweder von Leuten gelesen und geschrieben werden die 100% dafür oder 100% dagegen sind. Wer keine Meinung dazu hat und an dem das Thema bis jetzt vorbei gegangen ist (das sind sehr viele!) sucht logischerweise nicht gezielt nach Cannabisartikeln, so wie ich es beinahe täglich mache.

    „Die Betonung liegt allerdings auf sachlich. Beschimpfungen und Hasstiraden gegen die vermeintlichen Täter oder Andersdenkende ist kontraproduktiv und bestätigt eher Vorurteile. Und wer noch keine hat, könnte welche aufbauen.
    Und wie tief diese Vorurteile immer noch sitzen, habe ich vor ein paar Tagen selbst erleben müssen. Eine nahe Verwandte ist an Krebs erkrankt und bekommt jetzt eine Chemotherapie. Im Gespräch habe ich kurz erwähnt, das man sich gegen die Nebenwirkungen Gras verschreiben lassen kann. Tja, das Entsetzen war gross. Wie kann ich nur….“
    Bleib stark! Kann mir vorstellen wie das ist. Ich wurde auf der Straße auch teilweise wie ein Alien angeguckt. Das hab ich denen dann auch direkt gesagt „Ihr braucht mich jetzt nicht wie ein Alien anschauen!“.

    „Seitdem ruht der Kontakt. Und ich habe mal wieder meine Rolle als schwarzes Schaf in der Familie bestätigt. Das mal zu den Köpfen die noch zu waschen sind.“
    Nimm’s locker. Oder sportlich. Du könntest denen wissenschaftliche Artikel zum Thema Chemotherapie und Cannabis schicken. Da gibt’s glaub ich einige. Wenn sie darauf nicht zur Besinnung kommen, müssen sie wenigstens zugeben, dass sie mit der Wissenschaft im Kreuz liegen.

  5. U-G

    Alles schön und aufklärend und bitte weitermachen!!!
    Meinerseits habe ich mich auch wieder eingefangen und kommentiere so gut ich kann und bleibe (mal so mal so) hauptsächlich auf dem Saladin-Teppich, wie Fred das schön kommentierte.

    Doch die Fragen bleiben meist unbeantwortet wie eure „Mutti“ so handeln tut.
    Cannabis für Schwerkranke zu erlauben und dann das alles auf die unteren Etagen abwälzen und die zusehen müssen wie die das gebacken bekommen. Ärzte blocken, Krankenkassen blocken und so weiter und sofort endlos Blockade. Aus dem Fußball, eine Abwehr bzw. Mauer die man ausdribbeln muss.

    Wenn ich mir das Organisationstalent Frau Dr. Angela Merkel anschaue, den G-20 Gipfel und die Polizeiprügelden Truppen anschaute, zeigt doch was jetzt erst herauskam.
    Frau Dr. Angela Merkel machte wieder mal einen Alleingang mit Herrn Scholz und lies die Sicherheitsbehörden im Stich.

    Und nun zu den Engpässen, zur Versorgung von Schwerstkranken, zurück zu kommen.
    Warum ist das so?
    Ja weil die da keinen Plan hat von Organisatorischem Handeln.

    Sie hat vollgeschissene Berater die von denen geschmiert werden, die scheiße an den Händen kleben haben und ich drücke mich so aus, das ich das auch so meine und lecke keinen anderen den Arsch.

    Sollte meine Mutter den Kampf gegen den Krebs verlieren und dann kommt heraus das Rick Simpson doch Recht hatte mit der Heilung von einigen Krebsarten, ja dann könnt ihr euch auf das gefasst machen, das es Anzeigen nur so auf die Ohren der Organisatorischen Supertalente nur so prasselt. Wieviele Sterbende Schwerkranke Menschen braucht es noch bis die da Oben wach werden?

    Die Bauern werden irgendwann die Scheiße die ihre Tiere tagtäglich scheißen, vor das Bundeskanzleramt entladen.

    Drauf geschissen sich normal auszudrücken, ich bin doch kein Heimchen der sich Alles gefallen lässt.

    Ende im Gelände.

  6. ADHSPatient

    mit der Wissenschaft ÜBER Kreuz liegen meine ich.

    @hanfjournal:
    Alles was hier fehlt ist eine Editierfunktion, sonst ist alles super.

  7. X-KIFFER

    Weiß die ehrenwerte Frau Dr. Mortler schon was über die neuesten Ergebnisse?
    Würde mich interessieren wie sie die Hiobsbotschaft daß das Haschgift nun leider doch ein Medikament ist verarbeitet.

    @U-G
    In der Sache stimme ich Dir voll zu. Auch mir fällt es manchmal sehr schwer meinen Zorn zu unterdrücken und mich sachlich und niveauvoll zu äußern. Aber ich glaube das es auf Dauer die bessere Diskussion ist. Ich will das jedenfalls jetzt in Zukunft versuchen.

  8. Fred

    @ADHS Patient

    Ich denke nur, dass die meisten Kommentare entweder von Leuten gelesen und geschrieben werden die 100% dafür oder 100% dagegen sind. Wer keine Meinung dazu hat und an dem das Thema bis jetzt vorbei gegangen ist (das sind sehr viele!) sucht logischerweise nicht gezielt nach Cannabisartikeln, so wie ich es beinahe täglich mache.

    Glaube ich nicht. Je mehr drüber geredet oder geschrieben wird, desto mehr Leute interessieren sich für das Thema. Mal abgesehen von meiner Familie.
    Die Drogenpolitik ist nicht nur ein Problem für Betroffene. Dieses unwürdige Geschehen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Es werden völlig normale Menschen kriminalisiert und stigmatisiert und mit höchstkritischem Vorgehen des Staates unterdrückt.

    Das interessiert inzwischen auch Menschen, die sich um den Rechtsstaat sorgen und mit Drogen nichts zu tun haben. Und die suchen durchaus nach Informationen.
    Immerhin wird die Cannabisfrage sogar im Wahl o Mat gestellt. Als eine von 38 Fragen. Sagt auch etwas über den Stellenwert dieser Frage in der Gesellschaft. Aber letztlich ist wohl beides gefragt. Der direkte Kontakt auf der Straße und die Diskussion im Netz, als ein für alle zugängiges Medium.

    Mit dem Nimbus des schwarzen Schafes kann ich übrigens ganz gut leben. Im Laufe der Jahre habe ich mich dran gewöhnt.

  9. ADHSPatient

    @X-Kiffer

    Ich hatte mit schätzungsweise 400-500 Leuten Kontakt. Dabei bin ich mit fast allen freundlich geblieben und habe andere Meinungen auch akzeptiert, weil man meistens gemerkt hat, dass ernste Sorgen dahinter stecken.

    Nur in zwei Fällen bin ich wütend geworden. Einmal hat mir einer erzählen wollen, dass Alkohol eine weiche Droge sei und Cannabis sei eine harte Droge. Dabei hat überheblich gegrinst und mich nicht mal angeschaut. Bei so viel Blödheit konnte ich mir nicht verkneifen ihm auch einen Spruch reinzudrücken und abzuhauen.

    Dann gab’s noch eine Gruppe von jüngeren Menschen, die mir ernsthaft mit dem Mortler Argument gekommen sind „Es ist ein Verbrechen weil es illegal ist“. Ich fragte dann nach, ob Schwulsein dann auch ein Verbrechen war als es noch illegal war. Es kam einfach ein Ja zurück mit einem dummdämmlichen Grinsen. Dazu konnte ich nur noch rufen „Ihr wärt bei den Nazis auch dabei gewesen“ und gehen. (Was sie übrigens nochmals mit Ja beantwortet haben…) Grausig.

    Ansonsten konnte ich immer freundlich bleiben.

  10. Greenkeeper

    @ADHSPatient

    Respekt für deinen Einsatz! Ich selbst würde sowas nicht machen, da ich die ablehnenden Kommentare der Cannabis-Gegner nicht ertragen könnte. Würde das mit nach Hause nehmen. Es ist sozusagen eine notwendige Form von Selbstschutz. Ich versuche auf andere Weise meinen Beitrag zu leisten. Jeder kann irgendetwas tun. Wer mich bei den Legalisierungsgegnern immer am meisten aufregt, sind diejenigen, die selbst nie Erfahrungen mit Cannabis gesammelt haben, aber dennoch meinen, sie wüssten schon alles darüber. Alle Informationen, die sie besitzen, sind solche aus zweiter Hand. Nicht, dass ich zum Konsum aufrufen würde. Aber wenn ich keine Ahnung habe, sollte ich mich mit Urteilen ein wenig zurückhalten. Ich finde es schade, dass sich Menschen aufgrund tief sitzender Vorurteile oder Ängste dieser Erfahrung verweigern. Ich meine, dass man irgendwann sterben muss, das ist sicher. Aber dass man dieses Leben ohne Cannabis-Erfahrung verstreichen lässt, das kann man selbst ändern. Man muss nicht, aber man kann.

  11. Fred

    @ADHS Patient

    Super !

    @Greenkeeper

    Wer mich bei den Legalisierungsgegnern immer am meisten aufregt, sind diejenigen, die selbst nie Erfahrungen mit Cannabis gesammelt haben, aber dennoch meinen, sie wüssten schon alles darüber. Alle Informationen, die sie besitzen, sind solche aus zweiter Hand.

    Ganz genau das ist das Problem. Regt mich auch auf.

  12. ADHSPatient

    @Greenkeeper
    Danke. Stimme deinem Beitrag absolut zu!

    „Würde das mit nach Hause nehmen.“
    Das hab ich auch tun müssen. Mein Fell ist nicht das dickste. Ich bin mit der Bereitschaft nach draußen gegangen für das Team Cannabis etwas einzustecken.
    Ausgeglichen wurde es durch den Zuspruch von einigen Menschen. Wenn es nur negativ gewesen wäre, dann wäre es nochmal etwas ganz anderes. Man trifft da draußen immer wieder coole Leute. Auch bei denen, die gegen die Legalisierung waren einige dabei, die mich zumindest dafür gelobt haben, dass ich meine demokratischen Rechte wahrnehme.

    „Wer mich bei den Legalisierungsgegnern immer am meisten aufregt, sind diejenigen, die selbst nie Erfahrungen mit Cannabis gesammelt haben, aber dennoch meinen, sie wüssten schon alles darüber. “
    Solche habe ich auch getroffen. Ich kann sie nur für ihren geringen Horizont bemitleiden. Ich habe einen gefragt wieso er denkt alles über Cannabis zu wissen. Wenn man keinen Sex gehabt hat, weiß man doch auch noch nicht wie es ist. Er hat meinen Vergleich runter gemacht und als dumm abgetan.

    Ich habe so eine Aktion noch nie vorher in meinem Leben gemacht und hätte es mir bis vor kurzem nicht vorstellen können. Man muss sich manchmal einen Ruck geben und dann geht mehr als denkt. Ich schreibe das hier nur aus einem Grund: Ich versuche den einen oder anderen von euch zu motivieren es mir nach zu tun.

  13. rainer sikora

    Unsere hiesigen Politiker interessieren sich höchstens für negative Meldungen über Cannabis.Alles Andere wäre kontraproduktiv für diese.An ihrer Einstellung der Pflanze und dem Kiffer gegenüber, hat sich nämlich bis dato nichts geändert.Auch medizinisch gesehen nicht.(Anbauverhinderungsgesetz).

  14. ADHSPatient

    @rainer sikora
    Deine Aussagen halten einer Faktenüberprüfung nicht stand. Zählen für dich zu „Unsere hiesigen Politiker“ etwa nur Regierungsvertreter?

    Fakt ist:
    – 3 Parteien, die in den Bundestag einziehen, haben die Legalisierung im Wahlprogramm.
    – Politiker wie Cem Özdemir und Frank Tempel, um nur zwei beispielhaft zu nennen, setzen sich vehement für die Legalisierung.
    – Das Anbauverhinderungsgesetz ist auch ein Verschreibungsermöglichungsgesetz, wenn auch ein kritikwürdiges.
    – Sogar in der CDU hat sich einer für die Legalisierung ausgesprochen und wurde prompt zurückgepfiffen. Wenn das nicht beweist, dass etwas in Bewegung ist, weiß ich auch nicht mehr.
    – Es gibt nicht „die Politiker“, es gibt viele Politiker in vielen politischen Parteien mit vielen unterschiedlichen Meinungen.

    Da ich weiß, dass du das alles weißt, kann ich nur daraus schließen, dass du dir alles so zurecht legst, dass du deinen Hass gegen „die Politiker als Kaste“ aufrecht erhalten kannst. Ich könnte wenn ich böse wäre, was ich natürlich nicht bin, auch sagen, dass du einfach denkfaul bist und deswegen Platitüden absonderst.

    Es gibt in Deutschland keine Einheitspartei und wir haben geheime und freie Wahlen. Wenn du nicht hingehst, dann bist du selber schuld.

  15. rainer sikora

    @ADHSPatient Ich glaube den nach meinen Beobachtungen falschspielenden Lügnern aus allen Parteien keine Versprechen oder Ankündigungen mehr. In der Vergangenheit wurde regelmäßig so getan als wollte man an dem Kriminalisierungsproblem etwas ändern und eine Verschärfung,das Gegenteil ist herausgekommen.Und die Grünen waren nicht mehr zu sehen oder zu hören.Die Linke könnte es vieleicht ernst meinen aber das Potenzial an Möglichkeiten müßte wesentlich höher sein,wenn man wirklich wollte.Zb.Verbreitung über Medien oder Infoaktionen.Meiner Meinung nach handelt es sich um absichtliche Hinhaltetaktik, damit wir weiterhin auf Verbesserungen hoffen, wovon die Hoffnungsmachenden Parteien profitieren.Außerdem denke ich so hart wie es sich auch anhört :Es kann sein daß die nicht sagen was die denken.

  16. ADHSPatient

    @rainer sikora
    Klar sind darunter Lügner. So wie in jeder anderen Gruppe von Menschen. Aber mit Sicherheit nicht von ihnen.

    Es wäre gut wenn du dein Kreuz bei den Linken machst. Die werden zwar soweit ersichtlich keinen direkten Einfluss haben, dafür könnten sie eine starke Opposition abgeben.

    Wählen dauert in Normalfall weniger als eine halbe Stunde (so war es bei mir die letzen Male). Und das inklusive aus dem Haus gehen und wieder zurück laufen. Wie faul muss man sein, wenn man selbst das nicht machen will. Einmal in vier Jahren.

    „Und die Grünen waren nicht mehr zu sehen oder zu hören.“
    Die Grünen haben in ablaufenden Legislaturperiode zahlreiche gute Gesetze eingebracht. Das beste davon war das Cannabiskontrollgesetz. Du kannst dir dazu Reden von Grünen Politikern im Bundestag anschauen. Siehst du eigentlich wirklich nur, dass was dir gerade passt?
    In Baden-Württemberg haben die Grünen auf voller Linie enttäuscht, aber jetzt geht es um einen Bundestagswahl, und nicht um den BaWü-Landtag. Und der Kretschmann ist eh ein Konservativer mit grünem Anstrich, weshalb er in BaWü überhaupt erst Ministerpräsident werden konnte (so ticken die meisten Leute dort: konservativ…).

    „Die Linke könnte es vieleicht ernst meinen aber das Potenzial an Möglichkeiten müßte wesentlich höher sein,wenn man wirklich wollte.Zb.Verbreitung über Medien oder Infoaktionen.“

    1. Gibt es andere Themen als Cannabis. Die Linken kümmern sich auch um Armut und was weiß ich noch alles. Dass keine Partei non-stop von Cannabis redet kann keinen verwundern, der die Fülle von Problemen in Deutschland und der Welt kennt.
    2. Solche Infoaktionen sind nicht alleine die Aufgabe von Parteien. Das kann jeder einzelne Bürger selber starten oder sich in einem Verein oder ähnlichem mit anderen Bürgern zusammenschließen. Wie viele Infoaktionen hast du persönlich gestartet? Bist du mal draußen rumgelaufen und hast Flyer verteilt? Hast du mit Leuten auf der Straße gesprochen? Wieso sollen es immer andere richten?
    3. Die Linken kontrollieren meines Wissens die Medien nicht, wenn überhaupt ist es umgekehrt. Was willst du damit sagen? Glaubst du eine verhältnismäßig kleine Oppositionspartei, die noch dazu (nicht vollkommen zu unrecht) wegen ihrer SED Vergangenheit von Teilen der Bevölkerung kritisch beäugt wird hat derart großen Einfluß, dass sie die Cannabispolitik im Alleingang verändern könnte, wenn sie das denn wollte?

    Durch deine Stimme wirst du nicht die Welt bewegen, das ist richtig. Aber ohne die Stimmen von Leuten wie dir werden die Stimmen von Leuten, die nicht sind wie du, nur noch zusätzlich verstärkt.

  17. ADHSPatient

    Korrektur (weil die Software das nicht hergibt):
    Klar sind darunter Lügner (oder auch Leute, die einem das Blaue vom Himmel herunter erzählen!!!). So wie in jeder anderen Gruppe von Menschen. Aber mit Sicherheit nicht alle von ihnen.

  18. rainer sikora

    Klar hab ich Flyer verteilt und Erfahrung mit Desinteressierten gemacht.Und die Linke werde ich auch aus anderen Gründen wählen.Die Aktion mit dem Cannabiskontrollgesetz kenne ich auch, frage mich aber, ob die selber an den Erfolg geglaubt haben.

  19. ADHSPatient

    „Klar hab ich Flyer verteilt und Erfahrung mit Desinteressierten gemacht.“
    Super!

    „Cannabiskontrollgesetz kenne ich auch, frage mich aber, ob die selber an den Erfolg geglaubt haben.“
    Erfolg im Sinne von einer Mehrheit im Parlament? Das konnte offensichtlich nicht gehen, da die Grünen und Linken in der ablaufenden Legislaturperiode eine sehr kleine Opposition darstellten. Und die SPD musste koalitionstreu bleiben.

    Es gab einen Erfolg im Sinne von:
    – Medienecho
    – Debatte im Parlament => Debatte in der Bevölkerung
    – Gute Argumente wurden vorgebracht
    – Das Gesetz war relativ ausgeklügelt und wäre einer Umsetzung würdig gewesen
    – Es war das 1. Gesetz zur Cannabis Legalisierung
    – Die Gegner mussten Stellung beziehen und ihre dummen Argumente offenbaren

    Also für mich war der Gesetzesvorschlag ein Erfolg. Alles was gefehlt hat war eine Mehrheit. Das ist nicht die Schuld der Grünen.

  20. X-KIFFER

    Ich würde auch gerne rausgehen und Flyer verteilen. Aber ich wohne im ländlichen Raum wo es nur viele kleine Dörfer gibt, die nächste Kreisstadt ist ca. 45 km entfernt. Ich müßte also mit dem Auto die Dörfer abfahren da es hier auch so gut wie keinen öffentlichen Nahverkehr gibt. Außerdem wäre ich hier in der Gegend sofort bekannt wie ein bunter Hund. Hier gibt es das noch das der Fleischer dann plötzlich keinen Gulasch mehr hat oder Bäcker kein Roggenbrot mehr wenn dann einkaufen will.

    Wer garantiert mir das dann einer meiner Mitbürger nicht der Polizei mein Autokennzeichen übermittelt und ich dann in der Datenbank des Bundeskriminalamtes lande?

    Der Führerschein kann jederzeit entzogen werden auch ohne daß man Drogen nimmt. Die Definition heißt ja „unzuverlässige Person“ das wäre man sehr schnell. Die Gesetzeslage ist leider so das man so gut wie keine Möglichkeit hat dagegen vorzugehen da es ja offiziell nicht als „Strafe“ gilt wenn einem die Mobilität entzogen wird, sondern als „Sicherungsmaßnahme“ für den Straßenverkehr. Man kann theoretisch sogar den Führerschein abgenommen bekommen wenn man „nur“ eine Reihe von Ladendiebstählen begeht, wenn man zb. das Auto als Transportmittel benutzt hat um von Tatort A zu Tatort B zu gelangen. Es ist ein Willkürparagraf und selbst wenn der Führerschein entzogen wurde und man den nach langer Prozeßkette, MPU ect. zurückbekommt kann man den entstanden Schaden nicht einklagen zb. wenn man dadurch arbeitslos wurde. Den entsprechenden Beamten/Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörden kriegt man nicht vor Gericht. Ohne Auto bin ich sofort Hass4 und würde in meinem Alter auch nichts Neues mehr anfangen können.

    Ihr seht Deutschland zu rosa. Es ist kein Rechtsstaat (mehr), zumindest seit der Korruptionsaffäre von Kohl und seit Merkel nunmehr 12 Jahre lang schon „durchregiert“ nicht mehr.
    Deutschland ist mittlerweile
    – ein durchaus korrupter Staat,
    – der Verwaltungsrecht als Strafrecht mißbraucht
    – Steuerhinterziehung nicht verhindert (cum ex Geschäfte) bzw. nicht ausreichend strafverfolgt (Uli Hoeneß)
    – ein Staat der außerterritorial Kriege führt
    – der sich an völkerrechtswidrigen Angriffskriegen beteiligt hat (Bombardierung Serbiens in der Kosovokrise, Einmarsch in Afghanistan, Luftaufklärung im nahen Osten ect.)
    – mit einer Regierung die internationale Abkommen bricht (Dublin-Abkommen)
    – ein treuer Vassal Amerikas.

    Trotzdem gehe ich wählen, auch wenn das ganze Wahlspektakel nur ein Farce ist. Ich überlege nur zur Zeit ob ich (wie bisher) die Linke wähle oder dieses mal die AFD. Nicht weil ich die AFD gut finde, die Leute sind ätzend, aber ich sehe diese Partei als Waffe. Die einzige Partei vor der alle anderen Parteien eine Höllenangst haben. Quasi die demokratische Magnum-Pistole die man der Merkel an die Schläfe halten kann: „Entweder ihr ändert was oder AFD“. Natürlich sind Waffen gefährlich. Eine Pistolenkugel fragt nicht wen sie tötet. Aber Waffen wären nicht wirkungsvoll wenn sie nicht gefährlich bzw. tödlich währen. Und ja der Schuß kann auch nach hinten losgehen mit dem Risiko muß man dann halt Leben. Die Linke ist längst zahm geworden und wird wegen der SED-Vergangenheit leider immer noch schief angesehen. Wenn also die Revolution nicht von links kommt muß sie eben dann von rechts kommen (leider). Mir ist es egal wer Merkel und Co. das Fürchten lehrt. Manchmal muß man den Teufel mit dem Belzebub vertreiben.

    Ich sage allen Wahlverweigerern: geht wählen, denn wenn Ihr es nicht tut werden es andere für Euch tun. Zur Not kann man auch den Wahlzettel ungültig machen, aber man war wenigstens bei der Wahl dabei und verhindert damit, daß die nicht abgegebene Stimme dann prozentual auf die Parteien aufgeteilt wird, man also quasi das Gegenteil erreicht von dem was man möchte.

    Abschließend nochmal: ich bin KEIN Mitglied der AFD und KEIN Fan von denen. Ich bin auch kein Wutbürger – sondern ein Bürger der nun seinen Colt zieht weil man ihn in die Enge trieb.

  21. ADHSPatient

    „Ich würde auch gerne rausgehen und Flyer verteilen. Aber ich wohne im ländlichen Raum wo es nur viele kleine Dörfer gibt, die nächste Kreisstadt ist ca. 45 km entfernt. Ich müßte also mit dem Auto die Dörfer abfahren da es hier auch so gut wie keinen öffentlichen Nahverkehr gibt. Außerdem wäre ich hier in der Gegend sofort bekannt wie ein bunter Hund. Hier gibt es das noch das der Fleischer dann plötzlich keinen Gulasch mehr hat oder Bäcker kein Roggenbrot mehr wenn dann einkaufen will.“
    In dieser Situation wäre es für mich auch schwieriger. Eins weiß ich aber zu 100%, auch in den kleinen Dörfern gibt es Hanffreunde, wahrscheinlich nicht mal weniger als in den Städten.
    In dieser Situation würde ich an deiner Stelle den Petitionsbogen ein paar hundert mal drucken (mit einem Laserdrucker würden sich die Kosten in Grenzen halten) und in alle Briefkästen werfen, auf denen nicht „KEINE WERBUNG“ steht. Da würdest du sicher ein paar Glückstreffer landen und die Leute würden in ihrem Freundeskreis Unterschriften sammeln.

    „Wer garantiert mir das dann einer meiner Mitbürger nicht der Polizei mein Autokennzeichen übermittelt und ich dann in der Datenbank des Bundeskriminalamtes lande?“
    Das geht glaube ich rechtlich nicht so einfach. Manchmal bin ich auch paranoid, also kann ich dich da verstehen. Wir können uns nicht immer wegducken! Ohne Risiko gibt’s auch keinen Gewinn.

    „Der Führerschein kann jederzeit entzogen werden auch ohne daß man Drogen nimmt. Die Definition heißt ja „unzuverlässige Person“ das wäre man sehr schnell. Die Gesetzeslage ist leider so das man so gut wie keine Möglichkeit hat dagegen vorzugehen da es ja offiziell nicht als „Strafe“ gilt wenn einem die Mobilität entzogen wird, sondern als „Sicherungsmaßnahme“ für den Straßenverkehr. Man kann theoretisch sogar den Führerschein abgenommen bekommen wenn man „nur“ eine Reihe von Ladendiebstählen begeht, wenn man zb. das Auto als Transportmittel benutzt hat um von Tatort A zu Tatort B zu gelangen. Es ist ein Willkürparagraf und selbst wenn der Führerschein entzogen wurde und man den nach langer Prozeßkette, MPU ect. zurückbekommt kann man den entstanden Schaden nicht einklagen zb. wenn man dadurch arbeitslos wurde. Den entsprechenden Beamten/Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörden kriegt man nicht vor Gericht. Ohne Auto bin ich sofort Hass4 und würde in meinem Alter auch nichts Neues mehr anfangen können.“
    Da hast du recht.

    „Ihr seht Deutschland zu rosa. Es ist kein Rechtsstaat (mehr), zumindest seit der Korruptionsaffäre von Kohl und seit Merkel nunmehr 12 Jahre lang schon „durchregiert“ nicht mehr.
    Deutschland ist mittlerweile
    – ein durchaus korrupter Staat,
    – der Verwaltungsrecht als Strafrecht mißbraucht
    – Steuerhinterziehung nicht verhindert (cum ex Geschäfte) bzw. nicht ausreichend strafverfolgt (Uli Hoeneß)
    – ein Staat der außerterritorial Kriege führt
    – der sich an völkerrechtswidrigen Angriffskriegen beteiligt hat (Bombardierung Serbiens in der Kosovokrise, Einmarsch in Afghanistan, Luftaufklärung im nahen Osten ect.)
    – mit einer Regierung die internationale Abkommen bricht (Dublin-Abkommen)
    – ein treuer Vassal Amerikas.“
    Über all das kann man streiten oder auch nicht. Kann genau so viele Punkte aufzählen oder noch mehr. Der Rechtsstaat hatte immer Beulen und Dellen. Trotzdem wird hin und wieder ein Unrechtsgesetz vom BVerfG einkassiert und Wandel zum Positiven gibt’s auch hin und wieder.

    „Trotzdem gehe ich wählen, auch wenn das ganze Wahlspektakel nur ein Farce ist. Ich überlege nur zur Zeit ob ich (wie bisher) die Linke wähle oder dieses mal die AFD. Nicht weil ich die AFD gut finde, die Leute sind ätzend, aber ich sehe diese Partei als Waffe. Die einzige Partei vor der alle anderen Parteien eine Höllenangst haben. Quasi die demokratische Magnum-Pistole die man der Merkel an die Schläfe halten kann: „Entweder ihr ändert was oder AFD“. Natürlich sind Waffen gefährlich. Eine Pistolenkugel fragt nicht wen sie tötet. Aber Waffen wären nicht wirkungsvoll wenn sie nicht gefährlich bzw. tödlich währen. Und ja der Schuß kann auch nach hinten losgehen mit dem Risiko muß man dann halt Leben. “
    Ich kann das Argument mit der AFD nachvollziehen. Das ist übrigens ein Argument was auch sehr viele Trumpwähler motiviert hat. Sie wollten Hillary (und dem Establishment) die größtmögliche Arschkarte zeigen.

    „Die Linke ist längst zahm geworden und wird wegen der SED-Vergangenheit leider immer noch schief angesehen. Wenn also die Revolution nicht von links kommt muß sie eben dann von rechts kommen (leider). Mir ist es egal wer Merkel und Co. das Fürchten lehrt. Manchmal muß man den Teufel mit dem Belzebub vertreiben.“
    Die Linken können ohne Mehrheiten nicht viel bewegen. Und in einer Koalition kann niemand sich komplett durchsetzen. Besser du wählst sie als die AFD, denn wir brauchen mehr Legalisierer im Parlament, nicht weniger.

    „Ich sage allen Wahlverweigerern: geht wählen, denn wenn Ihr es nicht tut werden es andere für Euch tun. Zur Not kann man auch den Wahlzettel ungültig machen, aber man war wenigstens bei der Wahl dabei und verhindert damit, daß die nicht abgegebene Stimme dann prozentual auf die Parteien aufgeteilt wird, man also quasi das Gegenteil erreicht von dem was man möchte.“
    Auch wenn ich deine Botschaft richtig finde, verstehe ich deine Logik nicht. Wenn du die Stimme ungültig machst werden die übrigen Stimmen (für Parteien über der 5% Hürde) doch trotzdem auf 100% der Sitze verteilt. Kannst mir das erklären?

    „Abschließend nochmal: ich bin KEIN Mitglied der AFD und KEIN Fan von denen. Ich bin auch kein Wutbürger – sondern ein Bürger der nun seinen Colt zieht weil man ihn in die Enge trieb.“
    Kann es verstehen. Finde es trotzdem dumm (tut mir leid, bin nun mal ein ehrlicher Mensch, nimm es nicht persönlich). Wenn du Protest wählst, dann doch wenigstens die Linken.

    Die AFD wird sich im Plenarsaal hinstellen und sagen alle ihre Wähler hätten sie wegen ihrem Programm gewählt.

    Die Linken sind der CDU/CSU (und AFD) ein Graus, also es mag ein kleinerer Colt sein, es ist immer noch ein Colt.

  22. Ralf

    @Fred@ADHSPatient
    „….. Beschimpfungen und Hasstiraden gegen die vermeintlichen Täter oder Andersdenkende………..“
    Wo….?Wann……? Wer………sind denn die realen, erwiesenen Täter? Oder gibt es etwa keine, und das alles ist Gott gemacht oder sonstwie vom Himmel gefallen?
    Dann gäbe es ja zwangsweise auch keine von Menschen verschuldete Opfer. Ganz Klar, ich kapier`s jetzt!
    Wo keine Täter, da keine Opfer…….!? Oder war der Spruch etwa anders,…vielleicht……äh….wo kein Kläger, da kein Richter??????
    Ach, scheiß egal, ist ja in einem Rechtsstaat eh ein und das selbe merke ich gerade, oder Fred, ADHSPatient………?
    Hilfe, bitte beantwortet meine Fragen nur ein einziges Mal und klärt mich, aber bitte wenn`s geht ausnahmsweise mal nicht „postfaktisch“ sondern einfach und „populistisch“ so wie es das einfache Volk altgriechisch „populus“ genannt, verstehen kann, auf !!
    Ein Lob an dich ADHSPatient, daß du den gleichen Fehler, den ich schon vor Jahren gemacht habe wiederholst und deine Zeit, von der du ja anscheinen genügend zu haben scheinst, um dich permanent auf irrelevanten Nebenkriegsschauplätzenwie der „Volksgesundheit“ rumzutreiben, verschwendest. Wieviele Jahre ist das jetzt her, mit der ersten, denen am Arsch vorbei gegangenen Petition, für die ich mir damals auch so den Arsch aufgerissen habe? Ich weiß es nicht mehr, ich weiß nur, daß seit dem alles nur noch viel schlimmer geworden ist und du besser die Geschichte von mir, die auch hier irgendwo steht, gelesen hättest. Wieviele Tüten hättest du in dieser Zeit gemütlich zu Hause rauchen oder anderes sinnvolles machen können?
    Ich habe übrigens zu Bundestagswahl die ehrlichste, den 6 etablierten Parteien am ähnlichste Partei gewählt, damit wenigstens das mit den Wahlversprechen stimmt und ich einmal nicht verarscht und belogen werde. Es ist die PARTEI, und sie wirbt, wie alle anderen auch nur ehrlicher mit KEINE INHALTE, danke dafür!

  23. ADHSPatient

    @Ralf
    Das hat Fred geschrieben und nicht ich. Er meinte damit, dass man die Leute, die dem Thema skeptisch gegenüber stehen, nicht durch unprofessionelles Verhalten für immer vergraulen sollte. Dass du sowas nicht kapierst, hab ich längst begriffen. Ist mir übrigens, wenn du alles gelesen hättest bei meiner Tour nicht ganz gelungen. Hab die Szene zwei mal wütend verlassen. Bei den anderen konnte ich wenigstens zum Nachdenken anregen.

    „Wo keine Täter, da keine Opfer…….!? Oder war der Spruch etwa anders,…vielleicht……äh….wo kein Kläger, da kein Richter??????
    Ach, scheiß egal, ist ja in einem Rechtsstaat eh ein und das selbe merke ich gerade, oder Fred, ADHSPatient………?“
    Ich habe keine Ahnung was du hier faselst. Du hast dir irgendwelche Textbausteine zusammengeklaubt ohne jeden Zusammenhang.

    „Ein Lob an dich ADHSPatient, daß du den gleichen Fehler, den ich schon vor Jahren gemacht habe wiederholst und deine Zeit, von der du ja anscheinen genügend zu haben scheinst, um dich permanent auf irrelevanten Nebenkriegsschauplätzenwie der „Volksgesundheit“ rumzutreiben, verschwendest. “
    Das kannst du mir dann nochmal sagen, wenn wir die Legalisierung endlich erreicht haben. Übrigens ein Lob von mir an dich für deine Bemühungen, die du vor Jahren geleistet hast, denn auch die haben dazu beigetragen, dass wir jetzt ein Stück weiter sind und 3 Parteien die Legalisierung im Programm haben. Auch wenn es „nur“ drei kleine Parteien sind.

    „Ich weiß es nicht mehr, ich weiß nur, daß seit dem alles nur noch viel schlimmer geworden ist und du besser die Geschichte von mir, die auch hier irgendwo steht, gelesen hättest. Wieviele Tüten hättest du in dieser Zeit gemütlich zu Hause rauchen oder anderes sinnvolles machen können?“
    Ich empfand es als sinnvoll. Wie ich meine Zeit verbringe geht dich einen feuchten Scheißdreck an. Es war draußen schönes Wetter und ich habe coole Leute getroffen und Spaß mit manchen davon gehabt. War eigentlich einer meiner besten Tage seit ner Weile.

    „Ich habe übrigens zu Bundestagswahl die ehrlichste, den 6 etablierten Parteien am ähnlichste Partei gewählt, damit wenigstens das mit den Wahlversprechen stimmt und ich einmal nicht verarscht und belogen werde. Es ist die PARTEI, und sie wirbt, wie alle anderen auch nur ehrlicher mit KEINE INHALTE, danke dafür!“

    Dein gutes Recht. Immerhin gehste zur Wahl. Wenn die PARTEI über 5% kommen könnte wäre sie auch für mich eine Überlegung wert. Der Wert von Komikern in der Gesellschaft kann nicht unterschätzt werden.

  24. Fred

    @Ralf

    Ich erzähle dir mal was Neues.

    Nur wer kämpft kann siegen, wer nicht kämpft hat bereits verloren.

    Das soll es aber jetzt auch gewesen sein. Dich kann sowieso keiner mehr erreichen.

  25. U-G

    Seit 2009 bin ich ein begeisterter Hanfjournal Leser, das sich Tag täglich über die Berichterstattung und für die Legalisierung einsetzt.

    Seitdem verfolgte ich diese Berichterstattung und die Kommentare die sich ihre persönliche Meinung bildeten und nach wie vor bilden.

    Ralf stach mir besonders hervor durch seine Kommentare, die ich genüsslich las und auch erstaunt war wie viel Mut und Entschlossenheit er aufbrachte. Klar kostete das viel Eier zu haben und sich dem Entgegenzustellen was er als Unrechtsstaat nannte.
    Ich sah und sehe das heute noch genauso wie er das so sieht und viele sehen das auch so. Nur etwas weichgespülter.

    Ob man mit Weichspülen, Wut, Zorn, Missverstanden werden, eine Legalisierung herbeiführt steht auf einem anderen Blatt.

    Den Gefühlen freien Lauf zu lassen ist doch nur Menschlich.

    Auf der anderen Seite stelle ich mir die Frage, sind das noch Menschen an der Macht oder nur noch ferngesteuerte des FinanzMachtsApparats=FickMeinArsch.?

    Hier im Pott, aber auch anderswo brodelt es und ich warnte meist im Alkoholisiertem Zustand davor was bei uns Unten abging. Aufwiegelungen gegeneinander Andersdenkenden und Streit untereinander bedeutet Spaltung. Dem stehen wir nun heute gegenüber und das passiert hier auch, leider. Gemeinsam stehen wir auf der richtigen Seite finde ich und wie schon erwähnt habe ich keinen Bock auf Spaltung und Streit untereinander.

    Vorgestern hatte ich mal für ein paar Stündchen Ausgang nach meinen Kumpels die ich vielleicht einmal im Monat besuche.
    Thema war nebenbei die Wahl der Qual oder andersherum.
    Alle waren der Meinung Merkel muss weg!
    Die meisten wählen Schulz als Erststimme und als Zweitstimme die AFD.
    Eine Einzige die Wal-O-Mat nutzte gibt wahrscheinlich Schulz und die FDP ihre Stimme.
    Da ich Tolerant, Liberal, Sozial, Anti-Kriege und Grün bin, so wie sie, waren wir 2 die Einzigen unter den 5-en.
    Schulz wählen und die AFD als Zweitstimme ist für mich ein Gegenspruch oder Widerspruch. Überzeugen konnte ich nur die weibliche „Freundin“, die zwar jung mit ihren 25 lenzen ist, dennoch nicht dämlich!

    Mir ein Brett unter die Achseln zu klemmen und durch die Straßen oder auf der Straße Menschen anzusprechen und dann noch im Auftrag des DHV, haben mich meine Kumpels ausgelacht. Hast doch für die gespendet, das reicht doch, du hast doch kein Brett vorm Kopf.

    Die, die Unterschriften sammeln und sich so Artikulieren auf der Straße das jeder das Verstanden hat warum man seine Unterschrift für die Legalisierung abgeben sollte, werden mit Gegenargumenten konfrontiert das nur noch Kopfschütteln angesagt ist.

    Ich betreue meine Mutter so gut ich kann und das kostet echte Power und die in der Pflege oder im Gesundheitssystem arbeiten, weiß ich wie Nervenraubend und Kraftsaugend dieser Beruf ist!!!
    Erst wenn es einem selbst trifft, dann hat man erst vor Augen, Hammer mit Sichel vorm Kopp!!! Das knallt so was von wie kein Joint der Welt, knallen kann.

    Cannabis hilft mir über diese Strapazen hinweg, wie keine andere „Droge“.

    Bei Alkoholkonsum meinerseits habt ihr mitbekommen, wie ein Mensch abdrehen kann.

    Ich wünsche mir, das die nachfolge Generation, falls die ganze Welt noch erhalten bleibt, sich über unseren Kampf erfreuen wird.

    Bleibt gesund und Hanffreundlichste Grüße sende, Glück Auf.

  26. ADHSPatient

    „Mir ein Brett unter die Achseln zu klemmen und durch die Straßen oder auf der Straße Menschen anzusprechen und dann noch im Auftrag des DHV, haben mich meine Kumpels ausgelacht. Hast doch für die gespendet, das reicht doch, du hast doch kein Brett vorm Kopf.“

    Ich hab niemandem im Auftrag von irgendwem oder dem DHV angesprochen. Das war meine freie Entscheidung und zwar für die Petition an den Bundestag und für nichts sonst. Danke für deine Spende. Das habe ich wiederum nicht gemacht. Gleicht sich doch alles irgendwie aus. Ich bin auch kein DHV-Mitglied, obwohl ich darüber nachdenke das mal zu ändern, bin noch unentschlossen.

  27. U-G

    Die, die Unterschriften sammeln und sich so Artikulieren auf der Straße das jeder das Verstanden hat warum man seine Unterschrift für die Legalisierung abgeben sollte, werden mit Gegenargumenten konfrontiert das nur noch Kopfschütteln angesagt ist.

    @ADHS
    Das sollte als Lob für Dich und für viele Andere gelten!!!

    Vielleicht hätte ich das auch als eine Art selbst Einbringen sehen können, vom DHV, zur Eigeninitiativen Aktion.

    Nichts für ungut, sondern eher als gute Sache (Aktion) von Dir und allen Anderen an der Hanffront, die sich auf diese Art und Weise engagieren!

  28. Ralf

    @Fred @ADHSPatient
    Hallo, ich habe eher den Eindruck, man kann euch nicht erreichen! Wo bleibt die Beantwortung meiner Frage ???? Anscheinend erreicht ihr Sinn euer Gehirn nicht. Stattdessen haltlose angriffeOder wollt ihr euch einfach nur mittels „total professionellem Verhalten“ davor drücken ? Ich warte immer noch, aber nur noch theoretisch. Praktisch ist das hoffnungslos, bei Leuten die einfach immer nur glauben was sie glauben wollen! Deswegen wird auch keiner von euch jemals legales Cannabis in D erleben.
    @U-G
    Du hast es richtig gemacht und deine Zeit nicht für`s betteln bei den Nazis mit rechts-Staat um Einhaltung der Menschenrechte verschwendet.Wohl gemerkt, ich habe nichts dagegen daß ADHSPatient es probiert, aber ich sehe den einzigen Weg etwas zu erreichen darin die Kräfte zu bündeln und über die Gründung einer DHP (Deutschen Hanf Partei) eine Vertretung im Parlament (Direkt übersetzt auch Quasselbude genannt) zu haben, dadurch wie die AfD Zeit in den Medien zu bekommen, um auch nur ein einziges Mal den Menschenrechtsbruch ansprechen zu können, und den frechen Kifferhasser- Lügnern in direkter Konfrontation ohne das Thema zu verniedlichen oder zu verwässern, paroli bieten zu können, was zur Zeit noch nie der möglich war. Natürlich braucht man dafür im Vorstand keine korrupten Heulsusen, sondern Männer oder Frauen mit Courage.

  29. Ralf

    @ADHSPatient
    Wo keine Täter, da keine Opfer…….!? Oder war der Spruch etwa anders,…vielleicht……äh….wo kein Kläger, da kein Richter??????
    Daß ihr das nicht versteht, wundert mich nicht im geringsten und kommt daher daß ihr Deutschland für einen Rechtsstaat und die Täter für Opfer haltet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.