Mittwoch, 20. September 2017

Keine Cannabisbären für Kalifornien

 

Regeln für eine vernünftige Legalisierung.

 

 

Da bei der Legalisierung von Cannabis auch der Jugend- und der Konsumentenschutz im Vordergrund stehen, überlegen sich fortschrittliche Länder und Staaten schon vor dem Startschuss in ein weniger zwielichtig belastetes Zeitalter einige Regeln, um beide Faktoren möglichst gewissenhaft abzusichern. Auch da die verschiedensten Hanfprodukte in allen Farben und Formen produziert werden, gehört ein gewisser Kodex entwickelt, der ungewollte Rauschzustände bei dem falschen Personenkreis verhindern soll. In einem sonnigen Bundesstaat der USA plant man daher nun einige Ideen durchzusetzen, die zwecks Sicherheit von Unbeteiligten überlegt wurden. Keine Cannabisbären für Kalifornien stellen dabei nur eine Vorstellung der staatlichen Organe dar, die sich auch mit Drohnenlieferungen und Roboterboten auseinandersetzen müssen.

 

Auch da bereits in der Vergangenheit besonders starke Cannabisgummibärchen Menschen unbewusst untergejubelt wurden und diese in äußerst unangenehme Situationen verfrachtete, stellen die erst noch von Gouverneur Jerry Brown zu unterzeichnenden Entwürfe – für ein Verbot von THC beinhaltenden Süßwaren, in Form von Personen, Tieren, Insekten oder Früchten – eine kleine Sicherheitsvorkehrung mit gutem Hintergedanken dar. Zu verlockend sind bunte Süßigkeiten schließlich besonders für die Jüngsten, selbst wenn diese über die Folgen des Verzehrs von Erwachsenen informiert werden – was alle aufmerksamen Werbefernsehzuschauer wissen dürften. Um weitere Gefahren abzuwenden, überlegt das Büro für Cannabiskontrolle, Transporte von Marihuanabestellungen auch einzig über Lieferwagenlieferanten abwickeln zu lassen, während Boote, Flugzeuge, Züge und selbst Fahrräder für die Auslieferung nicht infrage kommen sollen, damit die Ware nicht in falsche Hände geraten kann. In möglicher Zukunft häufiger eingesetzte Flugdrohnen oder Laufroboter verschiedener Dienstleister bekämen somit ebenso kein grünes Licht für den künftigen Cannabistransport in Kalifornien.
Sollten daher einmal die überlasteten Fahrer der Paketdienste heimlich während der Arbeit im Auto einen Joint kiffen und trotz des baldigen legalen Status der grünen Räucherware von der Staatsmacht dabei erwischt werden, droht ihnen nach einem neuen bereits unterzeichneten Gesetzesentwurf ab 2017 nur noch eine recht „vernünftig“ klingende Geldstrafe in Höhe von 70 Dollar.

 

Wesentlich vernünftiger, als der Bevölkerung bei der quälenden Frage nach der Legalisierung von Cannabis immer noch einen Bären aufbinden zu wollen …

5 Antworten auf „Keine Cannabisbären für Kalifornien

  1. U-G

    Jaaa, so steht die einzige Waffe der Cannabis-Anti-Krieger, auf Jugend- und Konsumentenschutz, auf betrunkenen Beinen.
    Werde aber noch dazu einen Kommentar schreiben, weil ich noch wahre Märchen zu kommentieren habe auf Jugend- und Konsumentenschutz.

    Nun etwas, was ich aus einem geschenkt bekommen Buch, von einem Freund aus den 90-gern in die Hand gedrückt bekam, zitieren möchte.

    „Das Hanf Handbuch“ der grüne Zweig 173 von Hai & Rippchen.
    Verlegt als „A Joint Venture“ von Werner Piepers Medienexperimenten Alte Schmiede und den Nachtschattenverlag.

    Dieses Buch ist auf Hanfpapier gedruckt ( 50% Cannabis-, 50% deinktes Recycling-Papier). 1 Tonne Hanfpapier erspart das Fällen von 12 ausgewachsenen Bäumen. So kann für jedes Buch vom Grünen Zweig ein grüner Zweig im Wald weiterwachsen.

    Einige Zitate von der Seite 238 .: Halt die Presse?
    Wie die Herren Neskovic, Herer und Bröckers die neue Hanfdebatte entfachten.

    War es in den Medien und der Öffentlichkeit während der 80er sehr ruhig um die Hanfpflanze und ihre Produkte geworden, so löste der Gerichtsbeschluss von Richter Neskovic aus Lübeck im Februar 1992 einen wahren Boom in der Berichterstattung aus, die wiederum in der Öffentlichkeit große Beachtung fand. Dabei ging es im Spiegel, Der Zeit und allen Tageszeitungen ersteinmal um die (il-)legale Situation der Pflanze bzw. des Haschischs. Die Stadtzeitungen ergänzten diese Artikel mit aktuellen Berichten von der Hanffront.:

    – in der Kölner Stadtrevue (5/92) outeten sich 23 Bürgerinnen der Stadt als Kiffer.
    Unter ihnen ein katholischer und ein evangelischer Geistlicher, ein Grünes Ratsmitglied, der Chef der Philharmonie, das Ensemble des Piccolo-Theaters, aber auch Prominente wie Günter Wallraff, Klaus der Geiger und Wolfgang Niedecken.

    – im Münchener (10/92) wurde die gute Ernte `92, die auch der Spiegel abgefeiert hatte unter dem Titel Goldener Oktober – Marihuana Anbau in München gewürdigt. „Immer mehr Kiffer bauen sich ihren Soff selbst an. Anfang Oktober feiern sie Erntedank. Der Jahrhundertsommer 1992 machts möglich. Martin Posset ließ sich die letzten Anbautipps diktieren…“

    – Das Berliner Zitty Magazin überraschte seine Leserinnen in der Ausgabe 20/93 mit dem Titelaufmacher Haschisch und Marihuana – Die große Lüge. Dort wurde sowohl über die politisch/wirtschaftlichen Hintergründe aufgeklärt, wie auch über den aktuellen Gebrauch, und auch eine große Langzeitkiffer-Umfrage berichtet.

    – In Hamburg berichtete die Morgenpost am 24.11.93 sogar über einen Coffeeshop nach Amsterdamer Vorbild mit dem angemessenen Namen Grashüpfer. „Zum Tee gibt’s Marihuana. Polizei weiß von nichts…
    während sich der Drogenbeauftragte des städtischen Senats für eine Entdramatisierung des Haschischkonsums einsetzt“.

    – In Der Spiegel, 4/94,… (persönliche Anmerkung zu mir, seit 1994 aus dem kriminellen Milieu ausgestiegen und seit 2009 Selbstanbauer=Gartenzwerg=kein Dealer=kein Käufer sondern Konsument meiner selbstgepflanzten Ladys)…
    …fordert der Stuttgarter Polizeipräsident Volker Haas die Legalisierung von Drogen. „Frage: Haschisch für alle?
    Haas: Tatsache ist: Jeder kann heute weiche Drogen kaufen, wenn er sie kaufen will. Einen zwangsvollen Umstieg von Haschisch auf Heroin gibt es nicht, und Haschisch macht auch nicht psychisch abhängig. Besondere staatliche Maßnahmen im Interesse der Volksgesundheit sind deshalb bei Haschisch nicht angezeigt.

    Zum Abschluss aus einigen Zitaten aus diesem Buch, noch ein Spruch ohne Kieferbruch…

    Eine Illegale Wunderpflanze, die den Planeten begrünt, die Luft verbessert, den Treibhauseffekt stoppt und die Wälder schont, Tierfutter eine wahre Kraftbombe und eventuell Antibakterieller zu wirken scheint als das was von Monsanto und Co zur Verfügung steht.

    Ich gebe nicht auf und schreib-kämpfe weiter mit `nem

    Hanffreundlichen Gruß an die Hanffront.

  2. U-G

    Thema Jugend- und Konsumentenschutz.:

    Ich sah einen Beitrag im Fernsehen als die noch aktuelle Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merjekl kleine Kinder traf und fleißig fragen von den kleinen Schutzbedürftigen beantwortete und von einem kleinen Mädchen gefragt wurde.:
    Was essen Sie als Frau Dr. Bundeskanzlerin am liebsten?
    Antwort Bundeskanzlerin.: Ich esse am liebsten Spaghetti Bolognese!

    Tja, Spaghetti mit reiner „Tomaten auf den Augen Soße“ geht ja noch, doch was steckt da so in Gehaktes Halb-Schwein und Halb-Rind noch so drin, wenn man eine Fleischtomatensoße zubereiten möchte?

    Von Schweinepest bis Rinderwahn und noch etwas Antibiotika dabei, damit man auch nicht davon krank wird.

    Aber das ist ja auch nur ein „Märchen“, die Kanzlerin hat das ja auch überlebt und ein weiter so mit ihr ist Garantiert.

    Die Tradition und Kultur der Bayern sag ich, lasst sie feiern unter geiern, mehr noch verschleiern mit dicken eiern.

    Die „Augsburger Puppenkiste“ mit „Lukas der Lokomotivführer und Jim Knopf“.

    Die Strippen und Fäden ziehen ja andere, das ist nicht seit gestern erst bekannt.
    Herr Seehofer, ein ehemaliger Bundes-Gesundheitsminister, spielt auch gern den Lokomotivführer in seinem Keller.
    Wer wohl Jim Knopf war das kann man sich ausmalen…zügig „Asylverfahren“ beschleunigen und nach Lummer-Land
    abfahren lassen…wie zu Zeiten des Zug-„Führers“…
    Herr Seehofer mit der CDU/CSU lässt nur Gelbfarbige zusteigen…die FDP.

    „Märchen“ ende und guten Appetitti…Mutti und Vati…

  3. X-KIFFER

    Also wenn ich das so lese denke ich: die Probleme der Kalifornier hätte ich gerne. Dürfen legal kiffen und regen sich darüber auf das es keine Gummibärchen mit THC drin gibt. OK es gibt zwar Pralinen mit Alk drin aber da ist der Alk doch mehr Lebensmittel als Droge.

    Also mal ehrlich: muß THC denn überall drin sein?
    Reicht doch daß man mit seinem Joint einfach in Ruhe gelassen wird. Süßigkeiten suggerieren nicht daß da noch mehr drin ist. Deshalb ist es schon denkbar daß dann damit Unfug getrieben wird. Ich finde das vernünftig die nicht als Lebensmittel zuzulassen. Schließlich gibt es auch keine Nikotin-Schokolade für Raucher.

    Übrigens gibt es mittlerweile im Internet Rezepte wie man sich die selber machen kann wenn man sie denn unbedingt haben will.

  4. Ralf

    Ja, das ist mal wieder typisch. Zuckerbomben von einer Bonner Firma, die schon den kleinsten Diabetes machen, liegen an der Kasse aus damit auch noch das letzte Kind seine Eltern nötigt den Mist zu kaufen. Gute Bärchen …..schlechte Bärchen, es ist doch immer wieder ein und die selbe mit zweierlei Maß messende, verlogene Hühnersch…..von immer wieder ein und den selben Leuten, die aber nur „vermeintliche Täter“sind!

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