Sonntag, 17. September 2017

Cannabisbesitz in New Hampshire ist nun ein Bagatelldelikt

 

Entkriminalisierung von Marihuana schreitet voran.

 

 

Auch wenn Gras künftig erst einmal nur in fünf und nicht 50 Bundesstaaten der USA legal für Rauschzwecke gehandelt werden darf, schreitet die allgemeine Legalisierung von Cannabis in den Vereinigten Staaten stetig voran. In immer mehr Orten wird eingesehen, dass der geregelte Handel von Hanfwaren mit positiven Effekten für die Allgemeinheit verbunden ist, weshalb man auch immer häufiger von ehemals angewandten Druckmitteln absieht, die ungerechtfertigt gegen die friedliche Klientel eingesetzt wurden. Cannabisbesitz in New Hampshire ist nun ein Bagatelldelikt, das nicht mehr mit Gefängnisaufenthalten bestraft wird. Damit tritt eine Entkriminalisierung von Marihuanagenießern in den USA im 22. Bundesstaat des Landes in Kraft.

 

Seit gestern droht Cannabisrauchern in New Hampshire keine Haftstrafe mehr, sollten sie nicht mit mehr als einer drei viertel Unze Marihuana (28,34 Gr.) seitens der Staatsmacht aufgegriffen werden. Ein Zahlung von 100 Dollar Bußgeld wird dafür jetzt fällig, die sich auf 300 Dollar erhöhen kann, sollte man innerhalb von drei Jahren zwei weitere Male im Besitz dieser Mengen in eine Personenkontrolle geraten. Erst beim vierten Vergehen innerhalb des Dreijahreszeitraums ändert sich das Strafmaß, da sich das Delikt in ein Klasse B Straftat wandelt, die dann mit 90 bis 180 Tagen Gefängnisaufenthalt bestraft werden kann. Bis zum Inkrafttreten der vom republikanischen Gouverneur Chris Sununu zuvor unterzeichneten Gesetzesänderung galt der Besitz geringer Mengen Cannabis als ein krimineller Akt, der mit bis zu einem Jahr Haftanstalt und einer Zahlung von bis zu 2000 Dollar bestraft werden konnte. Da Marihuana in New Hampshire jedoch weiterhin nur für Medizinalhanfpatienten legal ist und den Status einer illegalen Substanz unter der normalen Bevölkerung nicht verliert, fordern Befürworter der Richtungsänderung gleich weitere logische Folgeschritte, die auch im Interesse der Bürger zu stehen scheinen. 68 Prozent der Bewohner New Hampshires sind schließlich nach Umfragen bereits dafür Cannabis im „Granite State“ komplett zu legalisieren, was in allen anderen Teilen New Englands auch überlegt oder schon umgesetzt wird.

 

Eine realistische Marihuanaprohibitionsausstiegsstrategie mit positiven Folgen.

8 Antworten auf „Cannabisbesitz in New Hampshire ist nun ein Bagatelldelikt

  1. Lars Rogg

    ja, unfassbar…die Amis, die die den Trump gewählt haben…da gibt es jetzt in über einem Drittel der Staaten eine menschenfreundlichere Drogenpolitik als im aufgeklärten (schallendes Lachen) Deutschland. Das wäre so, als würden wir in 6 deutschen Bundesländer nur noch ein Klapps auf den Hintern bekommen, wenn man mit ner Handvoll Weed erwischt werden würde. Ich sag nur blanker Neid…!!

  2. ADHSPatient

    @Lars Rogg:
    Absolut!

    Habe für die derzeitig stattfindende Petition vom DHV Unterschriften gesammelt.

    Leider trifft man selbst unter jungen Leuten einige an, die abgedroschene Argumente vorbringen wie „Es ist eine Einstiegsdroge“ und „Cannabiskonsumenten sind Verbrecher weil es illegal ist“ (kein Witz, hab ich mir wirklich anhören müssen).

    Gibt auch sehr viele, die können es gar nicht erwarten zu unterschreiben! Das ist dann sehr befriedigend.

    Hatte auch einige Diskussionen, manche sind zweigeteilter Meinung und manche sind schon zu 80% oder 90% überzeugt, können sich aber nicht durchringen, weil sie noch letzte Zweifel haben.

    Manche haben schlechte Erfahrungen mit Kiffern gesammelt, und haben Angst es könnte nach einer Legalisierung noch mehr davon geben. Das dass in anderen Ländern auch nicht der Fall war wollen sie dann nicht so recht glauben. Andere haben selbst mit einer anderen Droge aufgehört, ähnlich wie Martin Schulz, und sind dann grundsätzlich gegen alle Drogen.

    Manche geben zu, dass sie zu wenig darüber wissen, bzw. dass sie sich informieren müssen und wollen. Was ich voll respektieren kann, und ich denke, dass einige davon das auch wirklich tun werden.

    In Amerika kamen die Erfolge ja auch durch jahrzentelange Lobbyarbeit von Individuen, unter anderem durch Unterschriftensammlungen und vieles mehr, zu stande. Keine Staat in dem legalisiert wurde, hat dies dadurch erreicht, dass Hanffreunde im Internet Kommentare verfasst haben. Auch wenn das einen kleinen Beitrag leisten mag.

    Ich kann euch nur ans Herz legen die Petitionsliste des DHV mehrmals auszudrucken und mit einem Klemmbrett auf die Straße zu gehen und dann aufgeschlossen aussehende Menschen anzusprechen.

    Das war für mich auch eine neue Erfahrung und unterm Strich hat es sich gelohnt.

    Bei denen, die strikt dagegen sind, kann man auf diese Weise leider nichts erreichen. Es gibt aber auch viele die „open minded“ sind. Und die Unterschriften an den Bundestag zu schicken lohnt sich im jeden Fall, weil die Debatte damit am Laufen gehalten wird und auch wieder in den Medien auftaucht.

  3. X-KIFFER

    @adhs
    kannste bitte mal ein link posten, habe die DHV-Petition leider nicht gefunden, sorry, Montagmorgen ist nicht gerade meine Top-Zeit 😉

  4. ADHSPatient

    @X-KIFFER

    Hab versucht dir die direkten Links zu schicken, leider lässt die Software meine Kommentare so nicht durch.

    Gehe auf hanfverband.de . Dort findest du die Petition oben. Da klickst du drauf. Und dann klickst du nochmal auf die Unterschriftenliste und druckst sie aus.

  5. ADHSPatient

    Erneuter Versuch:

    hanfverband.de

    hanfverband.de/petition

    hanfverband.de/sites/hanfverband.de/files/cannabispetition2017_unterschriftenliste.pdf

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