Sonntag, 6. März 2022

Focus: Keine Legalisierung 2022

Die Zeitschrift geht davon aus, dass es erst 2024 soweit ist.

Der Focus legt einen Dämpfer auf die Hoffnungen vieler Kiffer: In einem Artikel über den Status der Legalisierung geht das Wochenmagazin davon aus, dass der gemeine Bürger erst in zwei Jahren genügsam direkt vor der Polizeiwache einen entspannten Joint rauchen kann. Die Gründe hierfür sind für den Focus vielfältig.

Zum einen wird davon ausgegangen, dass die Regierung weiterhin die Gesundheit des einzelnen als wichtigsten Grund für die Legalisierung sieht. Unreines Gras von der Straße soll effektiv bekämpft werden – dafür wird dem Vorbild Kanadas gefolgt werden. Hier wurde Handel und Weiterverarbeitung zur gleichen Zeit legalisiert; eine Koordination ist natürlich denkbar komplex. Die Bundesregierung selbst hat bereits mehrmals beteuert, dass auch der Kinder- und Jugendschutz vorrangig ist. Daher sollen auch Qualitätskontrollen dafür sorgen, dass nur aufgeklärte Personen, die sich über die gesundheitlichen Auswirkungen im klaren sind, Cannabis kaufen können. Auch die Polizei soll so entlastet werden.

Letztendlich führt der Focus auch noch einen weiteren wichtigen Punkt an: Ein Gesetzesprozess dauert in Deutschland im Durchschnitt etwa 175 Tage – also rund ein halbes Jahr. Da die neue Bundesregierung erst seit dem 8. Dezember 2021 existiert, also noch keine 100 Tage, kann man also annehmen, dass die Legalisierung auch in den nächsten drei Monaten noch nicht weiter ist. Zudem ist, angesichts der Corona Pandemie und des Ukraine-Krise, auch innerhalb des nächsten Jahres noch nicht mit der Legalisierung zu rechnen. Zudem sieht die Regierung, sowie ein Großteil der Bevölkerung, Themen wie Rechtsextremismus, Mietpreisexplosion oder Klimawandel als weitaus dringendere Themen.

Im Weiteren führt der Artikel eine recht unparteiische Auflistung der einzelnen Effekte von Cannabis sowie Kritiken an und Vorfreude auf die Legalisierung an. Freunde des grünen Krauts werden bereits über diese Wirkungen und Kritik an der Legalisierung informiert sein. Scheint so, als müsse sich der Kiffer in Deutschland noch gedulden – zumindest in der Justiz hat die kommende Legalisierung aber bereits jetzt Auswirkungen: Immer öfter werden Verhandlungen bekannt, bei denen Vergehen im Zusammenhang mit Cannabis milde bestraft werden, weil eine härtere Verfolgung im Kontrast mit einer baldigen Legalisierung steht. Dennoch bleiben aber scheinbare Schauprozesse noch immer nicht aus.



6 Antworten auf „Focus: Keine Legalisierung 2022

  1. Haschberg

    In einer so furchtbar dramatischen Lage, in der sich unsere Welt mittlerweile befindet, sollten Cannabisprodukte schnellstens freigegeben werden, denn sie tragen zur Vernunft, innerer Besinnlichkeit und Deeskalierung ihrer hilfesuchenden Konsumenten bei.
    Alkohol dagegen setzt häufig Aggressivität frei und macht das Leben unter den Menschen noch schlimmer.
    Es gibt momentan kaum etwas Sinnloseres, als die längst überfällige Legalisierung von Cannabis weiterhin hinauszuzögern, nur weil der deutsche Bürokratenirrsinn keine zügigen Entscheidungen zuläßt.

  2. gein

    Ich glaub als Politiker hat man grade andere sorgen als Drogen. Die Bevölkerung auch. Wir müssen uns um Rohstoffe für Mobilität und Heizung kümmern, wie stellen wir die Ernährung sicher in Europa bevor der Typ da auch noch einmarschiert (wer weiß) ? Und die alten Probleme wie Klimawandel Corona verschwinden auch nicht nur weil man nicht drüber redet. Irgendwie wünsch ich mir grad Merkel zurück, glaub die könnte besser die Länder einigen gegen Russland als Scholz -der hat eine zu unpassende Vergangenheit für Einigkeit.

  3. Rainer

    Wenn die Politiker sich einig wären,und alle legalisieren wollten,wäre es noch heute legalisiert.Angesichts zahlreicher Probleme und Ereignisse die sich jetzt ergeben haben und noch hinzukommen,hat sich die Legalisierung erledigt.Wäre aber auch ohne besondere Vorkommnisse ausgefallen.Hat es aber in den Koalitionsvertrag geschafft.

  4. CaPot

    also das wundert mich nicht, war für mich sowieso einfach ‚Stimmfang‘ zur Wahl…leider

    im Dösiland geht ja auch nix weiter…da muß man sich mit CBD Weed begnügen 😉

  5. Ramon Dark

    Gerade was das Thema Klimawandel betrifft könnte eine extremere Steigerung des Outdooranbaus von Hanf und damit auch die Legalisierung ein Beitrag zu einer besserenCO2-Bilanz sein, das wird der Öffentlichkeit durch die gängigen Medien gerade genauso verschwiegen wie die Tatsache, dass die USA samt NATO-Vasallen sowieso schon mehr als 18mal soviel Geld für Rüstung verschwenden und auch schon mehr völkerrechtswidrige Kriege auf dem Kerbholz haben als das von ihnen durch ihre Einkreisungsversuche zu einem ebenso völkerrechtswidrigen Krieg getriebene Russland. Und weiter gehts mit der grossen Kriegshetze bis zum nuklearen Winter, die breite Masse schluckt den propagandistischen Brei und marschiert panisch und hasserfüllt mit wie einst. Die Ampel versagt auf der ganzen Linie und das auch noch mit Absicht. Rüstungsaktienkurse und Konzernprofite sind immer noch wichtiger wie Menschenleben. An die eigene Nase fasst sich von dieser ach so „demokratischen und freiheitlichen Wertegemeinschaft“ niemand. Könnte ja auch was noch schlimmeres wie Corona daraus hervorkommen. Wir Hanffreunde sind nicht die einzigen, die darunter leiden müssen.

  6. buri_see_käo

    Dafür dass ab dem 24. Feb. laut Repräsentanten der BR eine „neue Zeit“ begonnen hat, ist die sehr kostenintensive Kiffer-Hatz nicht mehr zeitgemäß. Es dürfte die „ökonomische Belastung“ Europas durch das Erzeugen von Flüchtlingsbewegungen (aktuell ca. 1,5 Mil.) durch Putin nicht einfach zu stemmen sein. Kritischer sehe ich die „wirren Äußerungen“ = …nie dagewesene BlaBlaBla… Putins vom 20. Feb.; planmäßig imO die Einnahme von Tschernobyl (seit ca. 2 Jahren abgeschaltet die restlichen 3 Blöcke, könnten noch nukleares Brenn-Material enthalten). Die 6 Blöcke in Süd-Ost-UA sind bereits okkupiert, in 2..3 Tagen sollten 4 Blöcke in Süd-UA hinzukommen; und wenn dann das Wetter passt (Strömung aus Ost)… Also, jetzt noch Kiffer zu jagen, überfordert mein logisches Vorstellungsvermögen.
    mfG  fE

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