Sonntag, 7. Juni 2020

100 Millionen Dollar im Mai in Oregon mit Cannabis umgesetzt

60 Prozent höhere Einnahmen als im selben Zeitraum des Jahres 2019

Cannabis
Foto: Archiv


Auch wenn die Corona-Krise viele Unternehmen und Arbeitnehmer stark gebeutelt hat, die legale Cannabisbranche kann sich nicht beklagen. Da Dispensaries schnell als essenzielle Geschäftszweige anerkannt wurden und während der Ausgangssperren geöffnet haben durften, hat sich herauskristallisiert, wie wichtig das natürliche Rauschmittel in ungewissen Zeiten für die Bevölkerung ist. In Oregon, wo seit dem 01. Juli 2015 Cannabis zu Rauschzwecken Erwachsener legal gehandelt werden darf, wurde im vergangenen Monat erstmalig eine magische Grenze bei den Umsätzen überschritten. Es wurden über 100 Millionen Dollar im Mai in Oregon mit Cannabis umgesetzt.

Dass man in den entsprechenden Bundesstaaten der USA viel Geld mit legalem Rauschhanf erwirtschaften kann, erfährt man in Übersee aus Nachrichten mit ziemlicher Regelmäßigkeit. Jetzt zeigen die Umsätze in Oregon ein derartiges Bild, da dort während der Corona-Krise und den dazugehörigen Sicherheitsmaßnahmen erstmalig eine Summe von 103 Millionen Dollar innerhalb eines Monats umgesetzt werden konnte. Dies entspricht einer Steigerung von ungefähr 60 Prozent im Vergleich zum selbigen Monat des vergangenen Jahres, wie die Oregon Liquor Control Commission am Donnerstag verriet. Bereits im April, als der Lockdown in den USA ebenfalls schon durchgesetzt wurde, stand die Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr bereits auch schon bei 44 Prozent. Insgesamt konnte man bislang im Jahr 2020 415,2 Millionen Dollar mit Cannabis in Oregon erwirtschaften, was einer 40.2 Prozent stärkere Nachfrage nach dem Naturprodukt im Vergleich zu 2019 entspräche. „Einige der Umsatzsteigerungen bei genießbarem Marihuana sind teilweise auf steigende Preise zurückzuführen, jedoch auch auf die zugrunde liegende Nachfrage, die gestiegen ist“, berichten die Staatsökonomen Oregons. „Der Umsatzanstieg bei anderen Marihuana-Produkten wie Konzentraten, Lebensmitteln und dergleichen ist auf einen deutlichen Anstieg der Verbrauchernachfrage zurückzuführen, da die Preise dort unverändert oder vergleichsweise niedrig sind.

Es ist das erste Mal, dass in Oregon die magische Grenze von 100 Millionen Dollar geknackt wurde, seitdem Marihuana für Genusszwecke legalisiert wurde. „Der Marihuana-Steuerfond ist derzeit wirklich der einzige Lichtblick im Staatshaushalt.“ „In Bezug auf den steuerpflichtigen Umsatz gehen etwa 15 Millionen US-Dollar an die Schulfonds und die Stadt- sowie Bezirksregierungen“, erklärt TJ Sheehy von Oregon der Liquor Control Commission den genauen Sachverhalt – von dem man in Deutschlands Finanzämtern wohl derzeit nur Träumen kann. Hier bleiben die entsprechenden Summen Monat für Monat in den Händen von unbekannten Schwarzmarktakteuren, die aufwendig mit dem Verschleudern von Steuergeldern seitens der Staatsmacht gejagt und dingfest gemacht versucht werden.

Im Land der Dichter und Denker scheinen logische Schlussfolgerungen derzeit einfach noch unmöglich. Applaus!

13 Antworten auf „100 Millionen Dollar im Mai in Oregon mit Cannabis umgesetzt

  1. greenness

    „Da Dispensaries schnell als essenzielle Geschäftszweige anerkannt wurden und während der Ausgangssperren geöffnet haben durften, hat sich herauskristallisiert, wie wichtig das natürliche Rauschmittel in ungewissen Zeiten für die Bevölkerung ist.“

    Jo. Und in D werden die Leute weiterhin zum Verteilen von SARS-CoV-2 auf die Strasse geschickt.

    Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Verantwortlichen in D Schadensmaximierung erreichen wollen.

  2. buri_see_käo

    Wenn ich Zahlen höre, macht es bei mir im Kopf etwas Dezimalkorrektur, Über-den-Daumen-Division-der linken-Ziffern…, daraus ergibt sich mit ca. +/- 10% Fehler-Rate eine Aussage in Prozent.
    Das reicht dann aus, um zu sagen „gut oder böse“. DE hat ca. 80 Mil. Einwohner, Oregon ca. 3,8 Mil. Tabaksteuer in DE beträgt 75% bis 90%, ein Jahr hat 12 Monate. Der BR muss! man attestieren,
    schwarz-braune Ideologie fressen Denkfleisch auf!
    mfG  fE

  3. M. A. Haschberg

    Wenn eine solche Erfolgsstory kein plausibler Grund für eine Legalisierung in Deutschland ist!
    Bin mal gespannt, welche Gegenargumente dazu von unseren hartnäckigen Cannabisgegnern nun zurechtgebastelt und aufgefahren werden?
    Aber irgendwann wird auch ihnen bewußt sein, dass es einfach keinen Sinn mehr macht, gegen die Zeichen der Zeit anzukämpfen.

  4. greenness

    @buri_see_käo

    „Wir“ wehren uns dagegen, daß Cannabiskonsumenten von gewissen Kreisen pauschal als gesellschaftszersetzende Psychopathen betrachtet werden, Du kommst aber genau gleich mit einer sinnfreien Verallgemeinerung daher.

    Dein Kommentar hat ansatzweise konstruktiv begonnen, aber anstatt dann deinen Gedankenstrang verständlich auszuformulieren, fällt dir nichts besseres ein als ein paar vage Andeutungen zu machen und das Ganze mit einem „Alles Nazis!“-Geplärre abzuschließen.

    Schade. –

    Nimm dir meinen Kommentar nicht zu sehr zu Herzen. In ein paar Stunden werden Harry-Baby und sein Kindergarten ihren Rausch ausgeschlafen haben und dir virtuell auf die Schulter klopfen.

  5. Rainer Sikora

    Es ist die verlogene Anständigkeit,Sauberkeit,Ehrlichkeit ,Korrektheit und Offenheit hier zulande.Spiel nicht mit den Schmuddelkindern,sing nicht ihre Lieder.Die Deutschen wähnen sich als die Besseren.

  6. Rainer Sikora

    Ich vergaß noch die deutsche Ordnung und Gründlichkeit die maßgeblich an der Prohibition beteiligt ist.Hier wird das nie was.

  7. Heisenberg

    Politik und Justiz egal ob braun, schwarz, rot, grün oder gelb verstoßen gegen das Grundgesetz, die Verfassung und die Menschenwürde.
    Die Gründe hierfür sind ganz einfach zu benennen und lauten kriminelle Korruption bei der Politik, bezahlt von „Parteispenden“ oder besser gesagt Bestechungsgelder und Amts-und Machtmißbrauch bei der Justiz sowie kriminelle Menschenrechtsverletzungen. Bei den Södnern in Uniform geht das bis zum Mord an Unschuldigen inklusive Nötigung, Erpressung und Folter.
    Das sind Merkmale von Faschismus und jeder Bürger, der in einem anderen Bereich so handeln würde, wäre für lange oder sehr lange Zeit weggesperrt.
    Warum akzeptiert eine Gesellschaft kriminelle Politik und eine Justiz, die dies fördert und unterstützt gegen das Prinzip der Gewaltenteilung? Das sind sumasumarum Merkmale einer faschistischen Diktatur und haben nicht das Geringste mit einem Rechtsstaat zu tun.

  8. Heisenberg

    Der Judenstern, der bei Impfdemos verboten wurde, würde viel besser zun den vom Staat verfolgten und entrechteten Cannabisusern passen. Es besteht nur ein Unterschied zur Judenverfolgung in der Nazizeit. Die Konzentrationslager wurden gegen Gefängnisse ausgetauscht, aber sonst ist alles beim Alten geblieben. Willkommen in der faschistischen Welt der deutschen Politik und Justiz, nicht in den Jahren 39-45, sondern in Deutschland im Jahr 2020!!!!!!
    Freislers Erben zeigen wie man das Naziregime in die Neuzeit überführt und tun die seit mehr als 40 Jahren ungestraft, wo leben wir eigentlich. Auf alle Fälle nicht in einem Rechtsstaat.

  9. Hans Dampf

    Die deutsche Regierung ist einfach nur dämlich.
    Dämlich und Korrupt.
    Mit Freiheit und Recht-Staatlichkeit hat das alles hier im Laden, äh Lande wirklich nichts zu tun.
    Hat es wohl auch noch nie.
    Wir Deutsche sind einfach nur zu dämlich und merken nicht wie sehr.
    Wir werden es sehen, nach der B.T. Wahl ist vor der B.T. Wahl.
    Schade um das schöne Geld welches hier noch verschenkt wird.

  10. DIE HANFINITIATIVE

    DAS ist alles sehr schön und gut. Kein Zweifel…

    DENNOCH WERDEN/T IHR/WIR VERARSCHT! 🙁 Das sind „Peanuts“ (Zitatähnlichkeiten sind beabsichtigt) für die „Investoren“! –> siehe „Offshore Netzwerke“ und Co.

    […] Über dem Gesetze stehend

    Die US-Bank Wachovia (inzwischen Teil von Wells Fargo) ist der schlagende Beweis, dass sich Kriminalität auszahlt: Man wasche Drogengelder im Wert von rund +++ 4 0 0 M i l l i a r d e n +++ Dollar – und zahle knapp 160 Millionen Dollar Strafe.

    Von Lars Schall

    Vor zwei Tagen wurde ich durch Peter Dale Scott, einem absoluten Fachmann für die weitverzweigten Wege des globalen Drogengeschäfts (i), auf einen Artikel im The Guardian hingewiesen: “How a big US bank laundered billions from Mexico’s murderous drug gangs.” (ii) Hier wird berichtet, dass die US-Bank Wachovia, die nunmehr zu Wells Fargo gehört, in einem Geldwäschegeschäft engagiert war, das zu den weltweit größten seiner Art zählt. … […]
    Quelle und weitere Hintergrundinformationen: https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/13-banken-und-oder-kriege

    WAS würde dem „Allgemeinwohl“ zur Verfügung stehen, wenn diese globalen Schattenmärkte der Allgemeinheit dienen würden und nicht den größten (reichsten) „Investoren“, (Interressen- … -gruppen) der Welt?

    „Fragen über Fragen“, die in Deutschland leider (vom „Pack“) nicht gestellt werden (dürfen, sollen, können…)! Ist das TABU? Wenn ja – WARUM??? 🙂 🙂 🙂

    PS welche „Teutschen“ Geldhäuser, Geldadel, Konzerne, …, sind noch verwickelt? 😉

    Geht die „Party“ aktuell weiter?

  11. aXXL

    Cannabisverkauf an Erwachsene könnte hierzulande für Olaf Scholz (und seine künftigen Nachfolger) zum echten WUMMS werden, während die widersinnige Aufrechterhaltung des Verbotes nicht einmal die Anerkennungs-Kriterien eines „Wümmschens“ erfüllt.

Schreibe einen Kommentar

Schnelles Login:



Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.