Mittwoch, 8. April 2020

Studie gestartet: Covid-19 und Cannabiskonsum

Welche Erfahrungen machten Betroffene mit dem natürlichen Heilmittel?

Bild: sawa_mac / freeimages


Die Corona-Krise ist wohl leider das Thema des Jahres. Einschränkungen im allgemeinen Leben, überlastete Krankenhäuser und viele Fragen, wie es weitergeht, bestimmen den Alltag. Dabei sind weltweit Forscher auf der Suche nach den richtigen Heilmitteln und Impfstoffen, was soweit geht, dass man in Kanada sogar Behandlungsmöglichkeiten mit Cannabis in Betracht zieht – zumindest Untersuchungen diesbezüglich gerne anstellen würde. Auch in Deutschland fragen sich aufgeschlossene Wissenschaftler, inwieweit Menschen, die mit Covid-19 infiziert sind oder waren, auf das natürliche Heilkraut setzen und welche Erfahrungen damit gemacht worden sind. Eine Professorin der Hochschule Merseburg hat nun eine Umfrage online begonnen, für die betroffene Freiwillige gesucht werden, um ihre persönlichen Erfahrungen preiszugeben. Um genauere Erkenntnisse gewinnen zu können, wurde eine dementsprechende Studie gestartet: Covid-19 und Cannabiskonsum.

Prof. Dr. phil. habil. Gundula Barsch ruft auf den Survey-Webseiten der Hochschule Merseburg alle bislang mit Covid-19 infizierten und zeitgleich Marihuana nutzenden Personen im deutschsprachigen Raum dazu auf, sich fünf Minuten ihrer Zeit zu nehmen, um für die Wissenschaft ein paar intimere Fragen zu beantworten. Unter dem Titel „Selbstinitiierte Behandlungen durch Covid-19 betroffene Patientinnen und Patienten mit Cannabis“ Teil 1: Akute Erkrankungen“ findet die Studie seit dem gestrigen Tag statt und lädt Menschen mit einem positiven Testergebnis ein, ihre gemachten Erfahrungen zu teilen. Selbstverständlich werden die Daten anonym gesammelt und nach der Auswertung wieder gelöscht. Es wird auch versichert, dass keine Rückschlüsse auf die Person gezogen werden können, und man weiß, dass es sich hier um eine ganz besonders große Bitte handelt. In vier Wochen möchte man schließlich noch einen zweiten Teil der Studie beginnen, zu dem alle jetzt mitmachenden Teilnehmer dann erneut aufgefordert werden, ihre Erfahrungen zu teilen. Auf der Internetpräsenz heißt die Erklärung für die sicherlich nicht überall verständnisvoll aufgenommene Untersuchung im originalen Wortlaut so:

Der neuartige Erreger Covid-19 kann durch seine hohe Infektiosität zu einer Gefahr für alle Menschen werden. Besorgniserregend ist zugleich, dass bisher kaum Behandlungsmöglichkeiten bekannt sind, mit denen Krankheitsverläufe zumindest gemildert und verkürzt, Heilungsprozesse unterstützt oder die Entwicklung schwerer Verläufe ausgebremst werden könnten. In die Suche nach geeigneten Heilmitteln wird von einigen Patienten auf eigene Initiative auch die Verwendung von Cannabis einbezogen. Immerhin unterstreichen die schon bekannten medizinischen Wirkungen von Cannabis (u. a. entzündungshemmend, antibiotisch, entkrampfend, Erweiterung der Bronchen, beruhigend), dass ein Rückgriff auf Cannabis, speziell auf die vaporisierende Inhalation von Cannabisblüten durchaus eine Möglichkeit sein könnte, zu einer Linderung von Symptomen oder zu einer Abheilung der Erkrankung beizutragen. Mit dieser Umfrage sollen die Erfahrungen von Covid-19-Patientinnen und Patienten zusammengetragen werden, die mehr oder weniger gezielt Cannabis eingesetzt haben, um ihre eigene gesundheitliche Situation zu bewältigen.

Um genaue Ergebnisse einzufahren, benötigt die Untersuchung möglichst viele Personen, die an der Umfrage teilnehmen, sodass jetzt auch gesunde Freunde der Hanfpflanze ihren Teil zur wissenschaftlichen Erkenntnis beitragen können, indem sie die Nachricht samt Bitte vielfach verbreiten, um den gewünschten Personenkreis ein wenig besser zu erreichen.

Studieren geht über probieren!

9 Antworten auf „Studie gestartet: Covid-19 und Cannabiskonsum

  1. Ralf

    Sollten sie vor allem Jens Spahn anschreiben – er kann Cannabis freigeben und kostenlos an Teilnehmer abgeben! Nicht mal geforscht werden kann/darf, ohne Illegalität… Viel Spaß mit der Polizei – eine richterliche Anordnung zu Herausgabe der Daten ist bestimmt schon in Vorbereitung… Wenn das mal keine Falle ist… So kommt man auch an die geduckten ran, die sich tief genug bücken, aus Hoffnung auf Legalisierung die Forschung unterstützen, um sie dann doch kräftig von hinten zu nehmen…
    Viel Spaß

  2. Thomas

    @Ralf. Da kann die blaue Truppe bis zum Abfallen des Armes mit einem richterlichen Beschluß wedeln, KEIN Arzt wird die Daten eines Patienten oder Teilnehmers an einer wissenschaftlichen Studie preisgeben. Ärztliche SchweigePFLICHT. Schon mal gehört? Also mußt Du Dir um die Datensicherheit dbzgl. keinen Kopf machen.

  3. R. Maestro

    Und wenn es bei Corona hilft …
    Die regierende Elite wird es für sich beanspruchen und uns weiter bevormunden,
    wie jemanden der eins und eins nicht addieren kann.
    Wobei 74.00 durch null dividiert auch nicht sehr schwer ist, aber manche doch überfordert. Eine Pflanze ist eine Pflanze. Zwei sind ein Paar und drei sind eine ganze Plantage??? Sind die Cops meist zu zweit unterwegs, weil man unfähig ist mehr als drei Personen zu verwalten?
    Mit der Drecks-Chemie wird vielfach kaschiert, gut verkauft und die Heilung wird zur Nebenwirkung.

    Trump hat sich mit der WHO angelegt.
    https://www.tagesschau.de/ausland/trump-who-101.html
    Schön. Hoffentlich geht es diesem korrupten Verein jetzt richtig schlecht rein, gerne bis zum Untergang dieser selbstherrlichen Einrichtung.
    Vielleicht kann man bzgl. der Legalisierung und Corona letztendlich profitieren.

    Was ich jetzt schon weiss, sollte es so kommen, wird es hier so widerlich kaputt reguliert, dass einem der Spass vergeht. Der goldene Käfig!
    Worte der Freiheit, auf den Zungen von Schlangen!
    Was sich heute vielleicht zur Gesundheitskontrolle (Corona) eignet, wenn es sich zur Konsumenten-Verfolgung eignet, wird man es sich bewahren.
    Mit Corona hätte man viel lernen können, der Wille vorausgesetzt.
    Besser wird es nicht, da mache ich mir keine Illusionen.
    Als Bewohner des Südens der Republik besser nicht!
    Einem jeden seinen eigenen Vordenker zuhause.
    Ich kaufe mir jetzt einen Wackel-Dackel und nenne ihn Daniela. Ich muss ihn nur kurz anstupsen, um zu sehen, was doch ein jeder konsumierende Mensch für ein Untermensch ist.
    (Sarkasmus Ende).

  4. R. Maestro

    Nachtrag:
    Eine 0 bei 74.000 vergessen.
    Aber die Zahlen sind ja auch ohne die politische Aufhübschung bekannt.

  5. M. A. Haschberg

    Wer regelmäßig kifft, sollte dieses Virus erst gar nicht bekommen.
    Falls doch, würde mich das auf´s Äußerste überraschen!

  6. B.Kluttig

    @M.A. Haschberg
    Wer brav jeden Tag arbeiten geht, sogar massenhaft Überstunden macht, sollte von seinem Lohn/Gehalt locker leben können…
    Noch fragen?
    Mich überrascht fast nix mehr. Politik z.B. macht irgendwie immer genau das Gegenteil, als der normale Menschenverstand für gut empfinden würde.
    Aber Deine Aussage, M.A.H., wenn sie denn stimmen würde, würde mich zur Abwechslung mal positiv erfreuen!!! Ich drücke die Daumen!
    Als nächstes kommt aus Richtung der Industrie/Politik wahrscheinlich der erste Tote aufgrund künstlicher Cannabinoide – Schuld ist sicher wieder der verfluchte Hanf.

  7. Börni

    @M. A. Haschberg

    jaa das wollt ich auch schreiben, die soollten eine Umfrage an „Cannabiskonsumenten Alle“ starten welche Erfahrung sie bis jetzt (oder keine) gemacht haben mit dem Covid 19 ?…wäre interessant ob da welche die wirklich jeden tag konsumieren schon erkrankt sind oder nicht…..ich auf jeden fall noch nicht…fühl mich pumperlxund.

  8. Dr. Voss

    Ebenfalls aussagekräftig wäre eine Parallelstudie mit (anonymen) Konsumenten, welche nicht
    erkrankt, oder Symptom frei sind. MeCaDt

  9. Klaus

    Diese Alibi Studie wird nur eine Erkenntnis hervorbringen: Cannabis vollbringt auch bei Covid 19 keine Wunder! Weil es derzeit weltweit keinen Impfungstoff – ja nicht mal die genaue Identität dieses Virus bekannt ist. Solange wird es auch keine Heilung geben! Als ehemaliger Tuberkulose Patient (Tröpfeninfektion, 50% Todesrate) weiss ich, dass man mit Kanonen nicht auf Spatzen schiesst. Die Mediziner wissen das. Hier wird der banale Mundschutz zu systemisch wichtigsten Waffe gegen das Viruas! Nicht mal den kriegen sie ausreichend gebacken, als Exportweltmeister. Schande! WHO hin oder her – diese Herren kümmerten sich meist bisher nur um das Business.
    Jedoch wird diese Krise viele neoliberale Geister erschrecken – angesichts dessen was sie anrichteten!
    Zur Studie: die viel wichtigere Studie wäre doch die: wieviel regelmässige Cannabiskonsumer erkranken überhaupt an Corona und wie heftig wirkt sich das auf die Mortalität (Todesrate) aus! Denn die Immunisierung scheint die stärkste Waffe der Pflanze zu sein. Seriöse evidenz-basierte Studien zeigen vielleicht Ergebnisse, welche sie nicht wahrhaben wollen, in Frankreich und Deutschland, vor allem. Meine Erfahrung (halbe Lunge) Hochrisikopatient seit 10 Jahren und unter 24 stündigem Sauerstoff belegt mir, dass für Schwerkranke, oder in Pflegeheimen dahinsiechende Menschen, dieses Kraut wichtiger als alles Gold der Erde ist. Bei allem Leid und Elend, verschafft diese Pflanze noch Lebensfreude und Energie, was nach fast 30jähriger Tabletten- und Morphinabhängikeit ein selbstbestimmtes gutes Leben ermöglichte. Diese Pflanze den Menschen vorzuenthalten – stellt eine Verhöhnung der Natur – und für die Gläubigen eine Verhöhnung Gottes da. Wenn Neoliberale sich anmassen, dass die Welt nur aus Chemie und Business besteht, ist dies ein Angriff auf unser aller Kultur (Hanf war schon unter Karl dem Grossen angesagt) und wir als Bevölkerung sollten uns das nicht länger gefallen lassen.
    Frohe Ostern

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