Montag, 6. April 2020

Corona-Krise lässt in Berlin die Cannabis-Preise steigen

Internetwache der Berliner Polizei erfreut sich großer Beliebtheit bei Denunzianten

Cannabis
Grafik: Marker

 

 

Von Sadhu van Hemp

 

 

Die Notverordnungen zur Eindämmung der Ausbreitung des SARS-CoV2-Virus zeigen Wirkung: Die Freiheitsbeschränkungen haben die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Deutschland abgeschwächt, eine wei­tere exponentielle Zunahme jedoch nicht verhindert. Der Corona-Virus treibt also weiter sein Unwesen, dafür aber sinkt die Zahl der Straftaten.

 

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik zeigt sich hochzufrieden über den Effekt der Beschneidung der Freiheitsrechte, denn die Polizei verzeichnet einen deutlichen Rückgang bei Wohnraumeinbruch, Kfz-, Fahrrad-, Taschen- und Ladendiebstahl. Auch werden weniger Sexualdelikte zur Anzeige gebracht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden ungefähr 20 Prozent weniger Straftaten registriert. Um rund 30% sanken die Rohheitsdelikte.

Die Angstbürger können sich derzeit in Berlin sicher wie lange nicht fühlen. Endlich herrscht weitgehend Ruhe und Ordnung in Potsdam und Gomorrha – auch dank der vielen, vielen freiwilligen Helfer, die der Polizei zuarbeiten, indem sie Mitbürger und Nachbarn verpetzen, wenn sie auch nur den Anschein erwecken, gegen das verordnete „Social Distancing“ (sic) zu verstoßen. Laut Barbara Slowik werden in Berlin deutlich mehr Strafanzeigen über die Internetwache erstattet.

 

Auch der Verfolgungsdruck auf Cannabis-Konsumenten wächst. Zwar verrät die Berliner Polizeipräsidentin keine Zahlen, wie viele Kiffer im Zuge der Corona-Kontrollen ins Netz gingen, aber die Vielzahl der Presseberichte aus den südlichen Bundesländern lässt erahnen, dass die zur Anzeige gebrachten Btm-Delikte bundesweit zunehmen – also auch im Sündenbabel Berlin. Befeuert wird die Hetzjagd auf Cannabis- und Drogenkonsumenten durch einen gewaltigen Personalüberhang bei der Polizei.

Kurz gesagt, die Polizeibeamten haben Langeweile, seitdem wegen der Corona-Notverordnungen Ruhe im Karton herrscht. Die Beamten müssen nicht mehr Gewehr bei Fuß stehen, wenn hoher Staatsbesuch einfliegt, der Global Marihuana March durch Kreuzberg zieht oder Fußballfans Remmidemmi machen. Still ruht der See in Deutschland – und die Polizei hat viel Muße, sich mit Leuten zu beschäftigen, die wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz abzustrafen sind.  

 

Etwas stressiger als bei der Polizei geht es im illegalen Cannabis-Gewerbe zu. Die Akteure müssen mit äußerster Vor- und Umsicht agieren, um den Dienst am Bürger in einem Staat aufrechtzuerhalten, der an die gute alte DDR erinnert. Erschwerend kommt die hohe Nachfrage hinzu, die für Engpässe beim Warennachschub sorgt. Der „Financial Times“ zufolge kommt es in Berlin derzeit vermehrt zu Hamsterkäufen. Cannabis-Dealer berichten, wie sich die Kontaktsperre und Ausgangsbeschränkungen auf den illegalen Schwarzmarkt auswirken. So unterläge die Preisgestaltung seit dem Ausbrauch der weltweiten Corona-Angst heftigen Schwankungen, und die Lieferketten seien aufgrund der verstärkten Grenz- und Polizeikontrollen teils unterbrochen bzw. gestört.

 

„Die Leute bekommen Panik. Und zwar nicht nur, wenn es um Klopapier geht“, sagt eine Berliner Cannabis-Fachverkäuferin, die derzeit etwa das Fünffache der üblichen Menge Marihuana und Haschisch am Tag umsetzt. Offenbar führt der staatlich verordnete Stubenarrest auch zum erhöhten Cannabis-Konsum – mit der Folge, dass viele gutsituierte Kiffer hamstern und fast jeden Preis bezahlen. Der Grammpreis soll laut Aussage der „Financial Times“  mittlerweile zwischen 15 bis 30 Euro rangieren. Vor der SARS-CoV2-Panik wurde das Gramm noch für zehn Euro gehandelt.

                       

Für Cannabis-Liebhaber, die die Corona-Krise ohne Verzicht überstehen wollen, bietet sich nur ein Ausweg an – und das dürfte der illegale Privatanbau sein. Viele nicht so zahlungskräftige Hänflinge werden dieses Frühjahr aus Notwehr den ersten Hanfgarten ihres Lebens anlegen – zur Freude des Grow-Gewerbes, das nach der ersten Schockstarre kräftige Gewinne einfahren wird.

 

 

11 Antworten auf „Corona-Krise lässt in Berlin die Cannabis-Preise steigen

  1. Heisenberg

    Laßt euch in dieser Richtung in dieser Zeit einnfach keine Vorschriften mehr machen. Baut selber an, so viel ihr könnt und zeigt einfach „der Ordnungsmacht“ den Finger. Sollen sie doch probieren eine Verfahrenswelle durchzubringen. Ich wünsche viel Spaß in dieser Zeit. Laßt euch einfach nicht mehr unterdrücken und wenn tausende so denken hat der Staat nicht die geringste Chance, darauf zu reagieren. Laßt uns unsere Preise selbst bestimmen!!!!!!!!
    Laßt uns selbst bestimmen, was wir rauchen wollen und wieviel!!!!!!!!!!
    Wir sind keine Sklaven und lassen uns auch nicht mehr so behandeln!!!!!!!!!
    Zeift diesen Korruptionsverbrechern den ausgestreckten Mittelfinger, findet endlich den Mut diese Tyrannei, zu beenden, egal wie!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  2. M. A. Haschberg

    Es ist eine Schande ohnegleichen, mit welch einer absurden Verbissenheit und einer regelrecht kriminellen Energie, dieser konservativ verseuchte Unrechtsstaat noch immer mit dem im Grundgesetz verankerten Recht auf körperliche Unversehrtheit seiner Bürger umgeht.
    Wäre Cannabis als harmloseste und sogar der Gesundheit dienlichen Substanz, ebenso gefährlich, wie die legalen Todesdrogen Alkohol und Nikotin, hätten wir die Legalisierung wohl schon längst durchgesetzt.
    Dann bräuchte die Pharmaindustrie mit ihren schädlichen Chemieprodukten die altbewährte und überaus vielseitige Heilpflanze nicht mehr als Konkurrenzprodukt zu fürchten.
    Arme, verrückte Welt!

  3. Otto Normal

    Selber anbauen heißt wohl nun die Devise.
    Man soll ja auch verstärkt regional angebaute landwirtschaftliche Produkte konsumieren wurde im Fernsehen gesagt.
    Also auf zum nächsten Gartencenter.
    😀

  4. Rainer Sikora

    Rezeptfreie Hanfblätter helfen mir im Moment durch den Stillstand.Jede zehnte Apotheke hat sie vorrätig,jede zweite einen schiefen Blick.

  5. R. Maestro

    Wann hört diese Volksverhetzung eigentlich auf?
    Es sitzen fast regelmäßig die verkehrten Personen auf der Anklagebank!
    Die, welche das Volk in zwei Lager spalten sollten dort sitzen.
    Die Aufrührer, die Hetzer, welche die Spaltung vorantreiben, Unfrieden und Angst in der Bevölkerung streuen und Denunziantentum gutheißen! Die Hüter der Doppelmoral. Mortler, Ludwig, Thomasius, …..
    DAS sind die sozialschädlichen Elemente!
    Es wird Gift unter die Leute gebracht und gute Nachbarn oder Freunde hassen sich daraufhin. Das befördert das Misstrauen untereinander.

    Was soll das (gerade besonders) Geschwätz von Solidarität, wenn man sieht, dass diese mit solchem Vorgehen definitiv verhindert wird?
    SO kann es kein Miteinander geben, wenn man über vier Mio. Mitmenschen verfolgt und zu Verbrechern erklärt!!!

    Diese angebliche Toleranz hier erinnert mich immer wieder an die olympischen Spiele von 1936 …..

  6. Hanfstadel -Kerstin

    wenn wir endlich mal ALLE für unsere Rechte auf die Straße gehen würden und das gleichzeitig in mehren Städten und das jedes Wochenende und nicht nur 1 mal im Jahr. Ja dann würde sich was ändern. Nur wenn alle zu Hause sitzen und Denken lass die anderen mal machen, ändert sich nie was!

  7. Hans Dampf

    @Rainer Sikora,
    es hört sich ja fast schon danach an, als würdest du in irgend einer üblen Ecke irgendwo in ,,Dunckel-Deutschland “leben. Das mit dem schiefen Blick in den Apotheken zeigt einfach nur, was für eine Einstellung in den Köpfen vieler sogenannter Fachleute noch vorherrscht. Dazu kommt die fehlende Sachkenntnis wenn es um Cannabis geht. Also lass dich nicht irritieren auch wenn es ärgerlich und nervig ist.
    Vielleicht kannst du mir helfen. Ich frage mich, was macht man mit Rezeptfreien Hanfblättern aus der Apotheke. Wadenwickel? Und fallen nicht die Blätter, wie alles andere auch, unter das BtmG? Im Ernst, das ganze ist mir unbekannt und ich frage mich, wobei es wohl helfen mag.
    Also auf ein weiterhin dickes Fell und das der Stillstand bald überwunden ist.
    Alles Gute für dich.

  8. Rainer Sikora

    @Hans Dampf
    Ich Wohne in Brake Unterweser.In Oldenburg gelang mir nach mehreren Versuchen der Erwerb von 40gr. Hanfblättern.Eine Apotheke verknüpfte die Bestellung mit der persönlichen Befürwortung.Zwei Apotheken wären zu einer Bestellung bereit gewesen,aber so lange wäre ich nicht in Oldenburg geblieben, bis es eingetroffen wäre.
    Es wird ein Tee abgeseicht,mit Hilfe einer Waage und einem Sieb mit 1,6 gr.Ich habe es vorher nicht für möglich gehalten,der Turn ist recht ordentlich,stimulierend und entspannend.Zehn Minuten muß der mit kochenden Wasser übergossene Tee ziehen.Auf das fehlende THC kann ich dabei verzichten,obwohl es auf Dauer auch mal wieder dabei sein könnte.Mehr als einmal am Tag würde ich das auch nicht empfehlen.Nachmittags oder am frühen Abend.Man schläft später wunderbar.

  9. Hans Dampf

    @Rainer Sikora,
    danke für die schnelle Antwort und Info. Wieder was gelernt.
    Auch kann man Niedersachsen keinesfalls als,,Dunkel-Deutschland“ bezeichnen.
    Nachdem die Verfolgung von CBD Anbietern (z.b. Hanfbar) in Deutschland zugenommen hat, verwundert es um so mehr das Apotheken weiterhin Cannabis (Blätter) problemlos verkaufen können.
    Wer soll da noch durchblicken. Alles schlecht oder gar nicht geregelt. Medizin oder Droge. Arzneigesetz oder BtmG. Legal oder illegal. THC oder CBD. Verboten oder erlaubt. Man muss sich nur zu helfen wissen. Nochmals danke.
    L.G.

  10. Luke

    @Hanfstadel-Kerstin:
    Ich verstehe Deinen Punkt. 4.000.000 ist schon ne große Zahl und da sind die nicht konsumierenden Unterstützer ja auch noch. Nur sagt mir meine eigene Erfahrung aus Bayern: jahrzehntelange Verfolgung hat Spuren hinterlassen. Führerscheinentzug, Job weg, evtl Kinder weg. Und die Blauen würden das auch auf deutlich größeren Demos durchziehen. Selbst, wenn sie nichts finden, Meldung an die Führerscheinstelle…
    Ich versteh die Leute schon, dass sie sich nicht so recht trauen.
    Aber geil wäre es, mal 100.000+ in Berlin Köln Hamburg…München wohl eher nicht.
    Oder alle nach Rosenheim;)
    Bleibt gesund, sofern noch möglich

  11. John

    „…die nicht konsumierenden Unterstützer“
    Das bin dann wohl u.a. ich. 🙂

    Für die mit Engpässen hier ein Paar Ideen neben den vorgenannten, für etwas mehr inneren Frieden:

    …Sport z.B. Liegestütze (lassen sich leicht varieren –>Anfängerfreundlich bis Ambitioniert), Kniebeuge, wenn möglich Klimmzüge, irgendwas mit nem Schlingentrainer, etc..
    Gibt für alles unendlich viele Anleitungen zur gesundheitsförderlichen Ausführung auf YouTube (bodyweight training, calisthenics).
    Anfängertip: Nicht übertreiben, sonst hat man sichs schnell verdorben wenn man ne Woche mit brutalem Muskelkater rumrennt. Für ein intensiviertes Körpergefühl und eine stimmungsverbessernde Wirkung brauchts keine Übertreibungen.
    Danach nen schicken Hanfprotein Shake (geht z.B. mit Bananen und Milch) nicht vergessen um die Hanfbauern zu unterstützen und fürs Protein/Fettsäuren, etc..
    Ausgwogenes Essen danach trägt ungemein zum guten Chillgefühl danach bei.
    …L-Theanin
    …Rhodiola Rosea
    …Tulsi Tee
    …ordentlich Knoblauch
    …Goldene Milch (Kurkuma ist entzündungshemmend wie z.B. Cannabis)
    ….Magnesiumbiglycinat
    …Vitamin B Komplex
    …Vitamin D&K
    …Omega 3 Fettsäuren
    …Saunieren ist top zum chillen danach, aber derzeit schwierig wenn man nicht in eine portable Dampfsauna mit schön Kunststoff investiert
    …die Wim Hof Methode
    …Meditation
    …Yoga
    …Faszienrollen
    …Massagen z.B. mit etwas Franzbranntwein, oder Arnikagel
    …Trockenbürsten

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