Sonntag, 13. Oktober 2019

Australische Bundesregierung ist gegen die Freigabe von Cannabis in Canberra

Regierung der Hauptstadt soll Beweise für Sinnhaftigkeit liefern

Grafik: Lukas Tkoz


Ende September machte Australien Schlagzeile, da sich die Regierung des ACT genannten Areals in und um Canberra überraschend für eine Freigabe von Cannabis in der Hauptstadt des Landes entschied. Während diese Ankündigung bei den Befürwortern der Cannabislegalisierung natürlich zu positiven Resonanzen führte, scheint die Bundesregierung Australiens nicht sonderlich begeistert von dieser Idee. Der Bundesgeneralstaatsanwalt nannte das Vorhaben „verrückt, auch da die Gesetze des Commonwealth über die des Gebietes des ACT reichen würden, was eine ähnliche Situation wie in den Vereinigten Staaten mit sich bringen und der Polizei theoretisch ein Recht zum Eingreifen geben würde. Jetzt fordert man daher seitens der Bundesregierung eine eindeutige Erklärung, warum sich die Politiker der Hauptstadt für die Freigabe von Cannabis zu Genusszwecken entschieden haben und möchte Beweise dafür aufgetischt bekommen, dass das Vorhaben eine gute Idee wäre. Die australische Bundesregierung ist gegen die Freigabe von Cannabis in Canberra und verlangt schriftliche Begründungen vom ACT Chief Minister Andrew Barr.

Der Gesundheitsminister der australischen Bundesregierung Greg Hunt führte direkt nach der Ankündigung des Vorhabens – Cannabis in Canberra zu legalisieren – an, dass die berauschenden Produkte der Hanfpflanze für das Ausbrechen von Geisteskrankheiten und Schizophrenie verantwortlich gemacht werden könnten. Auch würde Cannabis für enorme soziale Probleme sorgen können. „Es ist ein bedeutendes Risiko für die psychische Gesundheit, und ich denke, die ACT hat diese Faktoren nicht berücksichtigt. Deshalb hat einer von vier Menschen, die sich in der Drogen- und Alkoholrehabilitation befinden, Cannabis als eine der Ursachen für seine Probleme“, sagte Hunt Ende September. Jetzt schrieb er den ACT Chief Minister Andrew Barr an, und forderte von diesem eine genaue Erklärung, warum sich die Regierung in Canberra dazu entschieden hätte, Cannabis zu legalisieren, und ob die gesundheitlichen Aspekte dabei berücksichtigt wurden.

Ich habe ernsthafte Bedenken, dass die Gesetzgebung des ACT zu weiteren Gesundheitsschäden führen und psychische Gesundheitsprobleme verschlimmern wird, insbesondere bei Personen mit familiären psychischen Störungen“, schrieb Hunt. „Ich stelle fest, dass sowohl die Australian Medical Association als auch das Royal Australian College of Surgeons Bedenken hinsichtlich der Gesetzgebung geäußert haben, wobei Letztere die Aufhebung der Gesetzgebung forderte“, führt er in dem Schreiben an. „Ich fordere Sie daher auf, zu erläutern, ob die ACT-Regierung die internationalen Beweise für die gesundheitlichen Auswirkungen von Cannabis geprüft und gegenteilige Beweise vorzulegen hat.“ In dem Brief stellte Hunt zwar auch fest, dass die globale Richtung von Cannabis in Richtung Legalisierung und Entkriminalisierung ginge, er schlug jedoch dennoch vor, dass mehr Nachforschungen über deren nachteilige Auswirkungen angestellt gehörten. Währenddessen prüft Bundesgeneralstaatsanwalt Christian Porter bereits die Rechtmäßigkeit des Gesetzentwurfs, obwohl die endgültige Fassung des Gesetzes noch zu veröffentlichen ist.

Die australische Bundesregierung ist gegen die Freigabe von Cannabis in Canberra – anscheinend hat man auch seitens der australischen Bundesregierung bislang die Ohren und Augen verschlossen gehalten, wenn es um die Vorteile der Beendigung des Cannabisverbotes und der Jagd auf gewöhnliche Bürger mit einem alternativen Konsumverhalten geht.

Eine Sprecherin der ACT-Regierung sagte, sie beabsichtige, in den kommenden Tagen „voll und ganz“ auf Justizminister Greg Hunts Brief zu antworten.

7 Antworten auf „Australische Bundesregierung ist gegen die Freigabe von Cannabis in Canberra

  1. R. Maestro

    Deutschland gestern, heute, morgen:
    Der zweite Weltkrieg ist längst vorbei, es war gestern. Gut so.
    Konzentrationslager ausserhalb Deutschlands sind zum Glück per se. Dachau wurde wieder aktiviert, um sich der Haschgiftkonsumenten entledigen. Diese schädliche, böse Brut aber auch. Bewacht vom rechten Mob, es ist ja so schön deutsch. Marlene sitzt mittlerweile im Rolli, aber sie ist ja die einzige, welche die Gesundheit im Blick hat. Die schwarze Witwe. Deren Gehaltsschecks werden mittlerweile von der Pharmaindustrie ausgestellt. Der Breitbandausbau hinkt noch immer allem hinterher, egal, denn diese Arbeitskräfte können noch eingesetzt werden um den BER abzustauben. Wer daraufhin an einer Staublunge erkrankt und vielleicht an Krebs leidet kann nicht mehr produktiv sein, aber er wird bestmöglich gemolken von der (t)ollen Onkologie. Und auch Bestattungsdienste verdienen noch daran. Ein weiterer Geschäftszweig hat sich aufgetan, schliesslich müssen diese Toten wegen Radioaktivität als Sondermüll entsorgt werden. Naja, die Welt dreht sich weiter. Nahezu überall ist Hanf legalisiert und hier werden Anzeigen diesbzgl. in Steintafeln gemeisselt und unsere Cops rennen mit einer Keule statt Bleispritzen herum. In einem Hoch-Technologie-Land. lol, rofl.
    Die Mauer wird wieder hochgezogen um sich vor dem bösen kapitalistischen Ausland zu schützen.Es macht durchaus Sinn, da die Legalisierung weltweit voran schreitet und sich Deutschland mittlerweile als Absatzmarkt für Hanf am meisten lohnt. Damit Mutti nicht ganz vergessen wird, wird jeder Bürger verpflichtet ihr Grab zu besuchen und heftigst zu weinen. Was Mao erreicht hat kann man hier auch, mit Repression!
    Wer dabei vor Ehrfucht in Flammen aufgeht wird mit Bier gelöscht. Kein Problem, schliesslich braucht Münchens OBB nur einen Schlag, um an das heilbringende? Rauschgiftfass zu gelangen.Millionen Bürger wollen eine Abkehr von der gängigen, schwachsinnigen Drogenpolitik hierzulande.Aber was juckt es die Eiche, wenn  sich die Sau daran reibt? Nichts.Man hätte die letzten Wahlen als Signaaaal erkennen können (gell Marlene, Signaaaal), dann sollen diese gerne komplett untergehen.
    Millionen von Patienten usw. wollen nur adäquat leben zumindest nicht verrecken, nur weil man der beschissenen Schulmedizin und Pharmaindustrie hörig ist, wofür unser BtMG, unsere Vordenker, Führer?, beste Paten respektive Garanten sind.Die meist überbezahlte Oberflächligkeit eines Prohibitionsbefürworters, nahezu jeder Konsument besitzt mehr Tiefgründigkeit als unsere Vordenker.FAKT!!!Der Mensch hat den Kanal gestrichen voll, sich für den Profit verkaufen, verheizen, verarschen zu lassen.Nicht mal im Angesicht der eigenen Vergänglichkeit kapieren viele es!Nichtsdezutrotz hatten wir bislang Drogenbeauftragte, welche Werbung für Rauschgift (Kreuther Geist) gemacht haben.
    Obama wolte Guantamo beenden? Das System war anderer Meinung, so wird es auch bei Fr. Ludwig sein.Ebenfalls Fakt!
    Alles Andere ist leider nur Illusion.
    …. in einem vortschrittlichen Land.Vorwärts gehts immer, rückwärts nimmer?! Eeecht?Mit AKK? Ein Neuaufgusss, mehr nicht.

    Klar, dass dieser Text vielerseits zynismusschwanger ist, etwas anderes sollte er auch nicht sein.

    Virenfrei. www.avast.com

  2. Fred

    // Es ist ein bedeutendes Risiko für die psychische Gesundheit, und ich denke, die ACT hat diese Faktoren nicht berücksichtigt. Deshalb hat einer von vier Menschen, die sich in der Drogen- und Alkoholrehabilitation befinden, Cannabis als eine der Ursachen für seine Probleme //

    Und ohne Cannabis ? Wäre er auch in der Klinik und würde sich sein Alkoholproblem behandeln lassen. Es gibt leider einen gewissen Anteil an Menschen, die, – grober gesagt als gemeint- alles zu sich nehmen was auf dem Tisch liegt. Und diese Menschen haben irgendwann ein Problem, das dann behandelt werden muß.
    Und diese Menschen wird es in legalen wie auch illegalen „Cannabiszeiten “ geben. Kein Grund das Problem in der Illegalität zu belassen und damit 99,2 % , die nie ein Problem mit ihrem Konsum haben werden, zu kriminalisieren !

  3. R. Maestro

    Den Tod meines Vaters (Krebs) hat unsere Drogenpolitik weniger zu verursachen.Aber dass er aufgrund des Verbotes in unsäglichen Schmerzen letztendlich verhungert ist, JA.Mein Bruder ist bei einem Rettungsversuch von einem Zug halbiert worden.1,86 Meter kommen in zwei Hälften nach Hause. Fuck it, auch Mortler und ihre scheiss-Strippenzieherin.Mit, zwar wenig, aber mit Alkohol, also Rauschgift im Blut hat man ihn aus dem Gleisbett geholt, in zwei Hälften!
    Ich hatte als (damals legale) Alternative seinerzeit Räuchermischungen konsumiert.Ergebnis: 75 Minuten tot, zwölf Notärzte, sechs Rettungswagen, Blutvergiftung und Lungenentzündung im 14-tägigen Koma, heute Frührentner!Selber schuld. Aber zumindest hätten sich unsere Vordenker dort den Arsch aufreissen können wie bei Hanf bisher.Verlogene, gekaufte dreckige Meute, Lakaien, Büttel, Söldner.

    Von diesen versauten Arschlöchern halte ich nichts mehr!!!!!!!!!!!!
    Und ich weiss, weshalb!
    FAKT!

  4. R. Maestro

    Mein Text, obwohl nicht anrüchig wurde mal wieder zensiert.Warum????Der Herausgeber des Hajo hat ja seinen eigenen Nachbarn angezeigt.Noch mehr?Besser nicht.

  5. mze Autor

    @R.Maestro: Auch wenn mir der Zusammenhang deines zweiten Kommentars bezüglich des hier veröffentlichten Artikels nicht eindeutig klar wird, wurde er nachträglich freigeschaltet. Ein Link zu einem Antivirenprogramm im Text hat die direkte Veröffentlichung wohl behindert. Nun ist der Link raus und dein Text ist für die Allgemeinheit sichtbar gemacht worden.

    Warum gleich wieder die Geschichte aus dem letzten Jahr – die in keiner Weise mit der bekannten Beschreibung übereinstimmt – als Argument angewandt werden muss, erschließt sich mir dagegen überhaupt nicht. Ich als etwas besser informierter Außenstehender hoffe, dass wir in baldiger Zukunft irgendwann einmal die bislang aus guten Gründen nicht erwähnten Fakten auf den Tisch packen können und vielen klar wird, dass die bitterklingenden Behauptungen wirklich nicht den Tatsachen entsprechen. Du weißt doch anscheinend recht genau, wie gemeine Meinungsmache funktioniert …

  6. Rainer Sikora

    Für mich klingt das so,als ob dieser Hunt erst noch herausfinden müßte,das die Prohibitionslügen stimmen.

  7. Otto Normal

    Wie wäre es den Spieß umzudrehen? Soll dieser Hunt doch erst einmal SEINE Behauptungen beweisen.
    Die Prohibitionsverbrecher stellen einfach Behauptungen auf und jeder idiotische Bulle, Staatsanwalt und Richter springt darauf an.

    Einfach den Spieß rumdrehen!

    70 Jahre haben uns die Arschlöcher von CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE nach Strich und Faden belogen, hier und in anderen Ländern der Welt. Nun wird es Zeit das sie ihre unhaltbaren Behauptungen auch BEWEISEN!

    Bis dahin darf gekifft werden was das Zeug hält.

    Prohibitionisten sind stets die gleichen Wichser, immer die gleichen verlogenen und durch Alkohol verblödeten Fressen, in die ich mit wachsender Freude einfach nur reintreten mag, immer mehr und immer fester.

    Die Regierung ist illegal.
    Hanf ist nicht illegal!
    Hanf ist gesund!

    Wir sollten im nächsten Sommer antatt einer Demo einfach eine gemeinsame Party veranstalten zu dem jeder einen Joint mitbringt.

    Rechtsprechung des BVG:
    Der Konsum ist nicht strafbar!
    Geringe Mengen die dem unmittelbar darauf folgenden Konsum dienen ebenfalls nicht!
    Warum treffen wir uns nicht einfach irgendwo auf einer Wiese und tun es einfach?

    Wenn es mehr als 5.000 Leute sind wird für die Bullen sehr problematisch alle zu kontrollieren und zu verhaften.

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