Donnerstag, 26. September 2019

Cannabislegalisierung im australischen Canberra

Ab 31. Januar 2020 sind bis zu 50 Gramm und vier Pflanzen legal


Über die Politik in Australien konnte leider schon länger nichts Positives im Cannabiskontext berichtet werden. Jetzt hat sich aber wie aus dem Nichts eine große Umwälzung angekündigt, die überraschend in den Westen schwappt. Es wurde die Cannabislegalisierung im australischen Canberra bekannt gegeben, die ab dem 31. Januar 2020 für alle volljährigen Bewohner der Hauptstadt gelten soll und den Besitz sowie Anbau der bislang verbotenen Früchte erlaubt.

Einem eingereichten Gesetz hatten die Abgeordneten der Hauptstadt Australiens am Mittwoch in genügendem Maße zugestimmt, sodass die Gegenwehr seitens der Opposition nichts mehr ausrichten konnte, melden verschiedene Nachrichtenportale mit Berufung auf Nachrichten seitens Reuters. Dies macht es jetzt möglich, dass trotz eines geltenden Cannabisverbots aufgrund der Bundesgesetze im Land, eine Sonderregelung in Canberra in Kraft treten wird. Alle Über-18-Jährigen dürfen daher ab dem 31. Januar 2020 pro Haushalt bis zu vier Pflanzen hoch ziehen und im Besitz von bis zu 50 Gramm Marihuana sein. Damit ist Canberra die erste australische Kommune des Kontinents, in der Cannabis legalisiert werden wird. Verboten bleibt der Verkauf an andere Personen und auch der Konsum in der Nähe von Kindern.

Mit dieser Veränderung begibt sich das 2017 Medizinalhanf freigebende Australien auf einen ähnlichen Scheideweg, wie die Vereinigten Staaten von Amerika, wo das Landesgesetz das Bundesgesetz konterkariert. In den Staaten könnte jedoch schon in Bälde endlich der wichtige Schritt vollzogen werden und Cannabis eine legale Stellung in allen Teilen der USA erhalten, glaubt man den heiß gekochten Gerüchten über auflockernde Signale der DEA, die darauf hindeuten sollen, dass Cannabis bundesweit freigegeben werden könnte.

Bei all diesen fortschrittlichen Entwicklungen im Ausland bleibt es weiterhin verwunderlich, dass ausgerechnet im Land der Dichter und Denker die Fronten gegen eine Freigabe von Hanfprodukten beim alten Diskussionsstil bleiben. So wettert der sächsische Landtagsabgeordnete der AfD André Barth aktuell: „Vom ersten Joint bis zum Konsum von Crystal oder Heroin ist es oft nur ein kleiner Schritt.“ Parteien, die für eine Legalisierung seien, wollten bloß den Wähler zudröhnen, damit dieser offener für grüne Moral-Politik wäre, gab er gegenüber der Ostthüringer Zeitung wider.

In Australien und in weiten Teilen der USA lief die Legalisierung von Cannabis sicherlich aus diesen genannten Gründen genauso ab …

13 Antworten auf „Cannabislegalisierung im australischen Canberra

  1. Sommer Daniel

    4 Pflanzen – Wahnsinn…
    In Zeiten des Klimawandels die Pflanzenanzahl so knapp regulieren bringt Nachteile für die Umwelt und hat nur zur folge das der Hanfpreis künstlich hochgetrieben wird.
    Nicht das sich jemand noch ne Goldene Nase verdient – Blöd…
    Jeder sollte das Recht haben – da Hanf harmlos und nützlich ist – Hanf wie jede andere Pflanze auch beliebig zahlreich anzubauen und das Weltweit…

  2. Egal

    Ja und wann sind wir denn dran?
    Es gibt jede Woche neue positive Erkenntnisse über Cannabis!
    Selbst in der Tierwelt ist Cannabis immer beliebter.
    Selbst im Reitsport!

  3. Rainer Sikora

    Der 31.12.2020.Die legen ein rasantes Tempo vor,wenn man überlegt.Fällig ist das vor 70 Jahren.Jetzt nur noch mehr als ein Jahr.Bei uns schon nächstes Jahrhundert.

  4. Otto Normal

    @Rainer Sikora
    Ach, doch so bald schon? freu

    An der Begrenzung sieht man mal wieder das das Politikerpack dabei völlig am Kotzen ist und alles nur total wiederwillig wie ein bockiges kleines Kind macht, auch wenn sie notgedrungen legalisieren müssen.
    Wie wär es mit einer Begrenzung auf max. 4 Bier- oder alternativ 2 Weinflaschen bzw. 1 kl. Schnapsflasche pro Haushalt?

    nun zu unserem Nazispießbürgerland.
    Vergessen wir mal Sachsen, das ist Sonderwirtschaftszone Ost, möglicherweise könnte man daraus später mal die zentrale Mülldeponie und Atomendlager für ganz D machen. André Barth kann dann dort den Nachtwächter machen. Ein besserer Verwendungszweck fällt mir da nicht ein.

    „Fridays for Future“ war ja sehr erfolgreich.
    Wie wärs mit einem „Mondays for Freedom?“ und das aber dann gleichzeitig in Berlin vorm Parlament und in Karlsruhe vor dem deutschen Eunuchenhaus? (Bannmeile muß allerdings vorläufig eingehalten werden, wenn es genug Leute (mehr als Bullen) geworden sind könnte man die BM dann brechen)
    Das Motto: was nutzt uns eine Zukunft wenn die im Knast stattfindet?
    Scheiß auf den Klimawandel wenn es keine Freiheit gibt!
    Vllt. gibt’s es später auch einen Nobelpreis dafür so wie bei Greta.

  5. R. Maestro

    @Otto Normal.

    Besonders der letzte Abschnitt geistert mir in letzter Zeit im Kopf herum.
    Dass sich die jüngere Generation es nicht mehr gefallen lässt wie bisher, davon bin ich überzeugt.
    Sie kochen unseren „Verwaltern“ das Süppchen schon noch derart heiss, dass sie sich ihre gespaltene Zunge verbrennen.
    Die Hanfpflanze ist nicht die Rettung, aber ihr ökologischer und ökonomischer Wert ist immens.
    Und die kommenden Generationen wollen und werden sich sicherlich auch nicht mehr als Mittel zum (Selbst-)Zweck missbrauchen lassen, was bislang der Fall war und noch ist.

    Last, but not least:
    Auf der Klima-Demo habe ich weit mehr Erwachsene gesehen als Jüngere. Man ist sich einig, wir müssen alle aufstehen. Okay und gut.
    Aaaaber, dürfen unsere Nachkommen zwar eine gesunde Umwelt sehen, aber durch Gitterstäbe hindurch?
    Wenn man hier weiter alle und alles dem schnöden Mammon opfert, wird es vielleicht so kommen.

  6. HansMeyer

    Kommt mal runter! Wenn jeder 4 Pflanzen anbauen darf kann man mit grünen Daumen locker 100- 200gr./ pro Pflanze Ernten.
    Völlig ausreichend. Und der Verkauf darf nur in Fachgeschäften laufen.
    Sonst sind wir die Strassendealer nie los.

  7. Der Realist ohne Kraut

    @ Otto Normal
    Bockiges Kind? Das sind doch diese Menschen, die alles machen, nur um etwas von Mami und Papi zu bekommen?

    Habe auch eines davon. Ist 10 Jahre. Aber selbst erkennt mit ihrem Kinderverstand schon, was Alkohol anrichtet und wie’s mir mit Kraut ging.

    Vier Pflanzen sind mehr als ausreichend. Wenn ich mir überlege, ich könnte von einer gute Pflanze ’nur‘ 100g ernten, wären ich mit vier über einige Jahre versorgt!

    Ich seh’s so: selbst Australien mit ihren teils drakonischen Strafen jetzt den (endlich) freimacht, erhöht nur den Druck auf dieses Gesocks, was sich deutsche Regierung schimpft.
    Und zur AfD: die möchten, dass Vergewaltigungspfer KEIN Recht auf Abtreibung, also Selstbestimmung haben/ bekommen. Das sind die Gegner, die bspw. Windenergie verteufeln und stattdessen Atomkraft weiter fördern wollen.

    Was eine AfD zu sagen hat, geht mir am Arsch vorbei!!!!

  8. Gartenbesitzer

    @HansMeyer
    200 gr schön und gut, aber legal sind da 50g pro Kopf… das passt nicht.

    Das würde hierzulande nur mit Indoor und stromfressenden Lampen laufen, das ist klimatechnisch totaler Unsinn, also keine Option für Deutschland. Würde ich hier 4 Pflanzen im Sommer outdoor wachsen lassen könnte ich meinen Jahresbedarf decken, aber das wären sicher mehr als 50g!

    Also kurz, verstehe ich nicht wozu diese unrealistischen Limitierungen, wer denkt sich sowas aus?

  9. HansMeyer

    @Gartenbesitzer
    Keiner wird von Haus zu Haus laufen und mit einer Feinwaage alles nachwiegen. Auch wird nicht per Satellit alles überprüft ob da wirklich 4 Pflanzen stehen.
    Hier geht es um Politische Veränderungen. Da werden Vorgaben gemacht um eine Augenmaß zu entwickeln.
    Und jemand der 100 Pflanzen anbauen will wird damit Handeln und Steuerbetrug begehen.
    Und das wollen wir ja nicht nach einer Legalisierung. Sie soll ja Kontrolliert mit Jugend-u. Verbraucherschutz erfolgen.

  10. Helmut Jürgens

    Mittlerweile legalisiert ein Land nach dem anderen. Wann kapieren es endlich auch in Deutschland die letzten lernresistenten Politiker, dass wir um eine Legalisierung nicht mehr herum kommen? Trotz Verfolgung wird Cannabis in allen Bevölkerungs- und Alterklassen immer beliebter. Das Cannabisverbot ist nicht mehr zeitgemäß und die Prohibition ist krachend gescheitert. Ein erwachsener Mensch wird sich den Genuß einer weitaus harmloseren Droge als das legale Betäubungsgift Ethanol nicht verbieten lassen. Aufklärung und staatliche Kontrolle ist die Zukunft der Drogenpolitik.

  11. buri_see_käo

    4 Pflanzen pro Haushalt… und 50gr. im Besitz einer Person… und was in der Kühltruhe lagert,
    könnte ja einem Nachbarn zugedacht sein…
    Aber Australien(s Hauptstadt) hatte ich nicht im Blick, wird sich wohl australienweit ausweiten.
    New Zealand – hatte ich etwas zur Jahreswende in Erinnerung…
    Anderswo…, aber hier und so… wird es immerhin bedenklich:
    Anfang Mai meinte der Bodo Ramelow, am Text der National-Hymne wäre was nicht i.O.?,
    war/ist mir auch so, denn es müsste doch heissen:
    „Dämlichkeit, Unrecht, Unfreiheit für das deutsche…“,
    dann passte der Text u.A. auch zur getragenen/jämmerlichen Melodie.
    mfG fE

  12. Daniel Holler

    Achtung interessant und wichtig für Liebhaber des Feuers und der Natur in unserer Welt: Kann man einen neuen Grundgesetz Absatz verfassen in dem steht das: jeder das Mittelalterliche Recht hat in jedem Wald: Äste und Totholz zusammeln so viel er will ? Und grenzenlos Hanf anbauen ? Dann könnte man den Ast der rumliegt oder den geernteten Hanf , welcher ja das Treibhausgas CO2 eingebunden hat, , was bei verfaulen wieder CO2 werden würde, aus dem Verkehr ziehen und versiegelt lagern als eine Art Menschengemachte fossile Ressource. Wenn man mehr Wälder anpflanzt und Totholz und rationel angebauten Hanf zum versiegeln Sammeln würde – bin ich überzeugt – könnte man nicht nur der Erderwärmung durch Verminderung des Treibhausgases CO2 in der Athmosphäre entgegenwirken , sondern da ein Teil des Planetaren Wassers – Wasserstoff auch im Ast als Kohlenwasserstoff eingebunden ist sogar den steigenden Meerespiegel senken. Pflanzenbiomasse ist ein Terraforming Medium… , Vermehrt man das Medium Kohlenwasserstoff (Biomasse) sinkt der CO2 Gehalt in der Luft und Wasser wird entfernt so das der Meerespiegel sinkt. Hätte man nach langer Zeit des Biomasse sammelns zuwenig Wasser auf dem Planeten braucht man nur das sammeln einstellen und der Meerespiegel bleibt gleich. Verbrenne ich was vom Biomasse Vorrat (was in der Realität heutzutage ständig geschieht), wird das Meer je nach dem wieviel verbrannt wird – wieder größer… weil Kohlenwasserstoffverbrennungen chemisch geschrieben so aussehen: CH4 + O2 = CO2 & H2O. Deswegen kommt auch Wasser in Form von Kondensat aus dem Auspuff, Kamin oder Joint. Der Baum & vor allem der Hanf macht durch Photosynthese wieder das Gegenteil: CO2+H2O+Sonnenstrahlen = CH4 & O2 . Schönen Gruß vom Schornsteinfeger der Verbrennungskunde gelernt hat und als Gärtner die Chemische Sicht der Wachstumskunde weiter entwickelt hat…

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