Mittwoch, 14. August 2019

Virtuelles Cannabis geht einen Schritt zu weit …

Globales Update eines Computerspiels aufgrund der Darstellung eines Joints

Archiv/ Su


Videospiele und Kiffen sind wie Kaffee und Zigaretten – sie stellen für viele Menschen ein perfektes Team dar. Das Abtauchen in virtuelle Gefilde gefällt während des Einflusses von Cannabis besonders gut und ist dabei weniger gesundheitsschädlich als das erwähnte Suchtstoffbeispiel aus dem Supermarkt. Dennoch haben es manche prohibitionistisch eingestellte Ländern gar nicht gern, selbst wenn Marihuanakonsum nur auf dem Bildschirm stattfindet, und den Eindruck vermittelt, als gäbe es das Hanfverbot nicht. Während wenige fortschrittliche Länder und einige Bundesstaaten der USA mittlerweile ihren erwachsenen Bewohnern in der Realität erlauben, in Freiheit hochwertiges Gras in den verschiedensten Formen zu sich zu nehmen, verbietet ein Großteil der Welt die natürliche Rauschsubstanz weiterhin vehement und einzelne Staaten drehen soweit durch, dass sie die Rote Karte zeigen, wenn Joints allein am Computer berechnet werden. In Australien herrscht schon lange eine besonders strenge Regelung, was den Substanzgebrauch künstlicher Charaktere betrifft, was dort bereits einigen Games in der Vergangenheit zum Verhängnis wurde. Aber auch hierzulande geht es nicht unbedingt ganz rund, bedient sich ein Spiel der realistischen Cannabis- und Schwarzmarktthematik. Nun hat es erneut einen Entwickler getroffen, der sich anmaßte, Joints in sein Spiel zu verbauen, weshalb nun weltweit eine veränderte Fassung der Software angeboten werden wird. Virtuelles Cannabis geht schließlich einen Schritt zu weit …

Der Entwickler Bohemia Interactive hatte sich den Spaß erlaubt, in seinem Spiel DayZ Joints zu implementieren, die Spielern nach Verletzungen wieder auf die Beine helfen sollten. Das blutige Zombie-Spiel erhaschte dadurch bei der Überprüfung einer nachträglich erscheinenden haptischen Version die zürnenden Blicke des Australian Classification Boards, welches diese Anmaßung sehr ernst nahm und das Spiel jetzt aus diesem Grund letztendlich verbieten wollte. Obwohl ein hoher Gewaltgrad und menschenähnliche Gegner DayZ bestimmen, reichte die Idee Cannabis zu Heilungszwecken einzusetzen, um auf die Barrikaden zu gehen und dem Spiel die Existenz in Australien zu verwehren. Um nicht vom australischen Markt ausgeschlossen zu werden, entschied man sich nun bei Bohemia Interactive, das bislang nur geplante Element wieder aus dem Game zu entfernen und zeitgleich alle anderen Länderversionen der nun entschärften Fassung anzupassen. Weltweit wird somit nun die Version von DayZ gehandelt werden, in welcher der Einsatz von Marihuana in Joints nicht mehr möglich sein wird, damit Spieler global die gleiche Erfahrung haben und in Online-Partien keine technischen Probleme entstehen. „Wir wollen die australischen Spieler nicht vom Rest der Welt trennen, da das Spiel auch überregional gespielt wird“, sagte man seitens Bohemia Interactive gegenüber der Presse, um die getroffene Entscheidung zu rechtfertigen. Somit wird das auf 230 virtuelle Quadratkilometer begrenzte Gebiet in DayZ eine komplett Marihuana freie Zone darstellen, auf der sich das Überleben der verletzten Spieler jetzt noch etwas schwieriger gestalten wird.

Es gibt kein Gras mehr im Spiel – Survival Horror im wahrsten Sinne des Wortes.

5 Antworten auf „Virtuelles Cannabis geht einen Schritt zu weit …

  1. Fred

    //
    Der Entwickler Bohemia Interactive hatte sich den Spaß erlaubt, in seinem Spiel DayZ Joints zu implementieren, die Spielern nach Verletzungen wieder auf die Beine helfen sollten.//

    ….fehlt nur noch, das jetzt Aspirin den Spielern wieder auf die Beine hilft.

  2. Der Realist ohne Kraut

    Es wird immer beknackter…

    Ob’s jetzt die virtuelle Welt oder das TV bzw. Kino und Film ist, ist’s bei Tabak und Alkohol in Ordnung, oder wie?

    Seit einigen Wochen kann man ja in der Werbung sehen und hören, dass mit ‚Gordan’s‘ die Planung für Abend und Freizeit besser geht. Man muss nur ein Gläschen Gift schlürfen.

    Gorden’s, wie wär’s?

    Man könnte hier von einer Farce reden, wenn’s nicht schon andere gewaltigere Ausmaße eingenommen hätte.

  3. Rainer Sikora

    Ein gewisses Maß an Wutempfinden, läßt sich beim Lesen nicht vermeiden.Was haben alle Anstrengungen und Aufklärungsversuche dato bewirkt?Ist eher alles noch schlimmer geworden.Früher durfte man seinen Führerschein behalten.Heute hätte ich ihn nicht erhalten können,aber vor 35 Jahren ging das ohne Probleme.

  4. Georg Elser

    Vieleicht hätte ein kleiner Nackter ,angenagelter , Gefolterter und schließlich toter ,Zimmermann im Hintergrund , die totale Zugehörigkeit zum Feudalen-Christen-Rudel , signalisieren können und die große und unantastbar große Exzellenz , Australian Classification Boards , Milde stimmen können . Und natürlich ist das kein normaler Joint , sonder ein vertikales Weihrauchfass zum ,Räuchern , im Maßstab 1:20 .

  5. Georg Elser

    Mit gewaltverherrlichender Pornographie und Alkohol, hat es die Christen Sekte geschaft einen großen Teil der Geselschaft ,täglich , zu Traumatisieren (Jesus am Kreuz) . Staatlich-Religiöse Gewalt und Institutioneller Terror gründen ,auf die ständige Konfrontation mit diesem Trauma . Hey Leute , da hängt ein Nackter und gefolterter Typ , in aller Öffentlichkeit . Das ist Krank und Abstoßend und Inhuman .

    Achso ,und der korrekte Maßtaab vom „Joint “ ist , 4:20 .

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