Mittwoch, 7. August 2019

Entkriminalisierung von Cannabis auch in Florida angepeilt

Abgeordneter Shevrin Jones reicht Gesetzestext ein

Cannabis


In den USA ist die Gesetzeslage Cannabis betreffend ein ziemlicher Flickenteppich, bei dem nur Bewohner in elf Bundesstaaten sicher sein können, dass sie keinen Ärger bekommen, genießen sie Marihuana im Erwachsenenalter. Da diese Gesetzeslage in allen anderen Staaten besonders viele Menschen mit dunkler Hautfarbe vor bedrohliche Probleme stellt und das Leben derer, die mit Gras erwischt werden, längerfristig negativ beeinflusst, arbeiten viele Gesetzesmacher an einer Verbesserung der Situation, auch wenn es sich auf Landesebene nur langsam in diese Richtung bewegt. Zuletzt hat der Staat New York dafür gesorgt, dass gewisse Verhaltensweisen nicht länger als Straftat bewertet werden und somit Cannabisbesitz nicht länger bösen Einfluss auf die Zukunft Einzelner nimmt. Jetzt wird die Entkriminalisierung von Cannabis auch in Florida angepeilt, wo der Abgeordnete Shevrin Jones einen Gesetzesentwurf einreichte, der den teilweise noch mit einem Jahr Gefängnis bestraften Besitz von Cannabis in einen nicht-kriminellen Verstoß umwandeln könnte.

Strafrechtliche Sanktionen für den Besitz von 20 Gramm oder weniger Cannabis und von Produkten mit höchsten 600 Milligramm oder weniger THC sollen zukünftig der Vergangenheit angehören, wenn es nach dem demokratischen Abgeordneten Shevrin Jones geht. Der für den Kreis Broward County verantwortliche Politiker hat erkannt, dass es in Florida trotz einigen einzelnen Ausnahmen, keinen Grund gibt, länger an der fehlgeleiteten Prohibitionsstrategie festzuhalten, die Personen für den Besitz oder den Genusskonsum von Marihuana für bis zu ein Jahr ins Gefängnis verfrachtet. Eine zusätzliche Zahlung von 1000 Dollar hilft einem aufgegriffenen und weggesperrten Cannabiskonsumenten dazu ebenso wenig. „Wir müssen die Justiz in unserem kaputten Strafrechtssystem wiederherstellen“, sagte Rep. Jones in einer schriftlichen Erklärung. „Viel zu lange waren die Gemeinschaften der Minderheiten unverhältnismäßig stark von den Marihuana-Gesetzen betroffen, und wir müssen diese Ungerechtigkeit jetzt ein für alle Mal beenden“, fügte er an.

Sollten Jugendliche nach der möglicherweise durchgesetzten Gesetzesänderung mit den dann genehmigten Mengen Cannabis erwischt werden, sollten diese an speziellen Hilfsmaßnahmen oder Programmen teilnehmen. Bevor die Veränderungen im nächsten Jahr den Bewohnern von Florida zur Wahl gestellt werden, müssen noch einige wichtige Schritte vollzogen werden. Unter anderem benötigt man jetzt 766,200 gültige Unterschriften mündiger Bürger, die das Vorhaben mit ihrer Stimme unterstützen. Auch muss noch Klarheit über ein Zeile des Gesetzestextes geschaffen werden, da der eigentlich auf eine nicht strafrechtliche Verletzung eingestufte Besitz von Cannabis unter 20 Gramm in einem Zusammenhang noch als Vergehen bezeichnet wird.

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R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Schön, dass man es hinterm Teich vielerorts verstanden hat, dass die Repression in erster Linie Nachteile hervor gerufen hat. Dort werden mittlerweile diese Gesetze dem Menschen angepasst, nicht wie hier, immer noch umgekehrt. Dort drüben geht es angeblich nur ums Geld, hier hat jemand angeblich nur die Gesundheit im Blick. lol! Wenn ein Herr Spahn weiterhin die unglaubwürdigen, abgetretenen Phrasen von Frau Mortler (falsches Signal) anführt, outet er sich als derselbe korrupte Judas. Verlogen war, ist und bleibt unsere Drogenpolitik. Von einer Legalisierung hätten fast alle etwas. Aber wer von unseren Großkopferten will das? Wichtig ist in erster Linie, dass es im eigenen Geldsack weiter laut klingelt. Immer noch viel zu laut. Zwischen Gehalt und Verdienst besteht noch ein weiter… Weiterlesen »

buri_see_käo
buri_see_käo
2 Jahre zuvor

Verlogen war, ist und bleibt fast jeder Bereich der Politik! und bei Erfassen eines wie auch immer gearteten „Problemes“ seitens der Politik wird zur Lösung als erstes die Anwendung von Gewalt i.w.S. propagiert. Thema 1, kam gestern auf: Grundschüler sollen zum Grundschuleintritt Deutschkenntnisse vorweisen können, wenn nicht, Zugang verweigern. Wo sonst, als in der Schule sollten die Bälger Deutsch lernen?, beim realen Gebrauch!, egal, ob undeutscher Herkunft oder als Kind von unterbelichteten deutschen Eltern. Die 2 Kinder meiner Frau kamen am Beginn eines langen Himmelfahrtswochenendes ohne Deutschkenntnisse hier her. Am folgenden Montag kam die Jüngere und Dienstag die Ältere zur Schule. Da mussten sie in Englisch reden, die Lehrer können das, wenn die Mitschüler nicht – staatlich gewollte/verordnete Dämlichkeit? Wo… Weiterlesen »