Dienstag, 18. Juni 2019

16 Cannabis-Plantagen in Schleswig-Holstein gebustet

Gewerbebetrieb für Gewächshaustechnik in Flensburg im Fokus der Ermittlungen – Polizei beschlagnahmt Kundenkartei

 

 

Die gestrige Polizeimeldung über einen generalstabsmäßig geplanten und durchgeführten Generalangriff auf die Growerszene in den Landkreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg lässt nichts Gutes erahnen. Laut Presseportal der Polizei ist der Ausgangspunkt der Ermittlungen ein „Gewerbebetrieb für Gärtnereibedarf, in dem Ausrüstungsgegenstände für Cannabis-Plantagen erworben“ werden können. Das heißt im Klartext, dass die Polizei nicht nur gestern zuschlug, sondern im Zuge ihrer Ermittlungen auch morgen und übermorgen zuschlagen wird – dank umfangreicher neuer Erkenntnisse, die die Auswertung der beschlagnahmten Kundenkartei des Growshops liefern wird.

 

Der Großrazzia vorausgegangen sind monatelange Ermittlungen der Bezirkskriminalinspektion und der Staatsanwaltschaft Flensburg, die gestern Morgen insgesamt 320 Einsatzkräften den Marschbefehl für den Rundumschlag gegen die örtliche Growerszene erteilte. Mit Eifer dabei waren der Zoll, die Flensburger Polizei, die Bereitschaftspolizeiabteilung Eutin, Polizeikräfte aus Neumünster, Itzehoe und Kiel, die Technische Einsatzhundertschaft der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg sowie Kräfte des Bundeskriminalamtes. Es wurde also das ganz große Besteck ausgepackt, um jene mutigen Menschen zu filettieren, die im „War on Drugs“ beherzt Widerstand leisten und die kriminalisierte Cannabis-Community mit Rauchware versorgen.

 

Auf den Kopf gestellt wurden die Wohn- und Geschäftsräume von 18 Tatverdächtigen im Alter zwischen 28 und 58 Jahren in Flensburg, im Kreis Schleswig-Flensburg und im Kreis Nordfriesland. Das Ergebnis der Durchsuchungen bestätigte, dass „die Tatverdächtigen im Verdacht stehen, teilweise gemeinschaftlich und arbeitsteilig handelnd mehrere Plantagen zur Aufzucht von Cannabis betrieben und die Ernte gewinnbringend veräußert zu haben“. Vernichtet werden konnten 16 Grows mit knapp 1500 Hanfpflanzen. Außerdem wurden größere Mengen abgeerntetes Marihuana, umfangreiches Grow-Equipment und Bargeld im fünfstelligen Bereich konfisziert.

 

Als Haupttatverdächtiger gilt der 56-jährige Inhaber des Gewerbebetriebs für Gärtnereibedarf in Flensburg, der die Aktivitäten koordiniert, den Aufbau der Cannabis-Plantagen zum Teil finanziell unterstützt und auch ordentlich Gewinn abgeschöpft haben soll.

Die Polizei konnte ebenso tüchtig abschöpfen – und zwar mehrere hundert Kontakte zu Kunden aus Norddeutschland und Dänemark. Mit weiteren unangemeldeten Hausbesuchen seitens der Polizei ist also zu rechnen – auch auf dänischer Seite.

 

 

7 Antworten auf „16 Cannabis-Plantagen in Schleswig-Holstein gebustet

  1. Harald

    Na dann, Prost. Auf den Erfolg noch ein Schnäpschen. Ach nö, ich bin ja schon ganz tütelig. Macht nichts, einer geht noch. Gut aber das ist der Letzte. Prost! Hm, lecker vielleicht geht noch einer, das ist dann aber wirklich der letzte. Ach Gott, wie sehe ich den aus. Warum sagt mir denn keiner was?
    Wie soll ein Arschloch dem anderen sagen wie es aussieht. Wenn die sich anschauen sieht doch jeder von denen wieder nur ein Arschloch. Prost!!!

  2. Rainer Sikora

    Man muß halt alles über sich ergehen lassen und ertragen was unsere Obrigkeit anordnet und bestimmt.War eigentlich schon immer so.(Schulpflicht,Wehrplicht oder Anschnallpflicht).Ist natürlich alles gut begründet,ähnlich auch beim Hanfverbot.Die Verbrecher sind natürlich die Opfer und die Jäger die Helden.Aber in Wirklichkeit ist niemand besser.Wer bei der folgenden Gerichtsverhandlung ehrlich argumentieren oder diskutieren will,wird aufgefordert die Klappe zu halten,damit sich das Urteil nicht verschlimmert.War bei mir so.

  3. R. Maestro

    Vor Cannabis „schützt“ uns unsere unionsgeführte Politik alle besser, als ihre eigenen Parteimitglieder. Beispiel Walter Lübcke, CDU.

    Für Schwachsinnsaktionen bzgl. BtMG, wird anscheinend mehr Personalaufwand betrieben.

    Wie unsere Politik ihre Prioritäten setzt, ist pervers!

  4. Egal

    Steuergeld Verschwendung!

    Ich hoffe das die verandwortlichen mal wegen grobe Fahlässige Handlung bestraft werden!
    Das wäre mal gerecht!

  5. Gregor W. Sky

    Eine Lehre für Selbstversorger kann man daraus ziehen: Kauft das Equipment in einem Ladengeschäft in der Nähe. Bezahlt bar. Zur eigenen Sicherheit, leider, bis das irrsinnige Hanfverbot gekippt ist. Auch wenn hier der Polizei zufolge evtl. noch mehr am Laufen war („den Aufbau der Cannabis-Plantagen zum Teil finanziell unterstützt und auch ordentlich Gewinn abgeschöpft”) – ohne Hanfverbot wäre das vielleicht auch nur ein innovatives Leasing-Modell für Growboxen, z.B.: Gib von den ersten drei Ernten jeweils die Hälfte ab und die Box ist dein, fast wie im Märchen.
    Growshops in der Nähe kann man übrigens super finden hier auf https://hanfjournal.de/cannafinder

  6. Otto Normal

    Noch besser ist es jemanden mit dem man gut befreundet ist, der mit Cannabis absolut nichts zu tun hat, zu bitten den Einkauf zu tätigen, denn auch die ganz normalen Headshops werden von Polizeispitzeln und Denunzianten belagert, genauso wie bei den niederländischen Coffeshops, wo die deutschen Autokennzeichen per Handy übermittelt werden.

    Aber was ich überhaupt nicht verstehe, warum werden in so einem Geschäft überhaupt Kundendatenbanken oder Karteien geführt. Was sind das denn für Heinis?
    Wenn ich schon ein illegales Geschäft mache dann aber doch so proffesionell wie es geht.
    Nur „Gasteinkauf“ und keine Perma-Accounts auf der Homepage möglich machen, ja und dann müssen die Kunden eben bei jedem Kauf alles neu eintippen, na und?
    Sobald der Kauf abgewickelt wurde müssen die Daten gelöscht werden. Wenn Static-Laufwerke (Speicherchips) als Festplatten eingesetzt werden kann man nach Löschung und Überschreiben mit Leerzeichen beim Löschen (z.B. mit Cleansweep) nix mehr nachweisen. Es gibt auf dem Markt viele kleine Programme die das zuverlässig erledigen für kleines Geld. Außerdem gibt es auch gute Verschlüsselungstechnik für wenig Aufwand. Oder Server im Ausland mieten.

    Mann muß allerdings auch was dafür tun, von alleine kommt das nicht auf den Server.
    Dafür kann man dann aber den Bullen den Stinkefinger zeigen wenn die dann die Bude stürmen.

    Schade das es immer wieder Stümper gibt die es den Bullen so leicht machen.

  7. Ralf

    Schleswig Holstein, ist das nicht das Bundesland wo dieser weit überbewertete Harbeck Arsch zusammen mit den Prohibitions- und Menschenrechtsverbrechern von der CDU (Corruption and Distruction Unit ist die perfekte Übersetzung) eine Koalition hat?
    Da kann sich dann ja jeder ausrechnen, was der auf Bundesebene machen würde, da sind wir wieder, wie immer in den Arsch gekniffen! Aber die meisten Leute hier wissen das bereits und haben, wie ich, schon lange jede Hoffnung auf Gerechtigkeit und Gleichbehandlung wie sie angeblich im Grundgesetz garantiert sein soll, aufgegeben.

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