Sonntag, 10. März 2019

Zwei Jahre Cannabis als Medizin Gesetz in Deutschland

Eine Pressemitteilung des Deutschen Hanfverbandes


Seit dem 10.03.2017 ist in Deutschland das Gesetz für Cannabis als Medizin in Kraft. Seit diesem Zeitraum hat sich die Anzahl der Menschen, welche Marihuana aus gesundheitlichen Gründen verschrieben bekommen haben, in die Höhe von circa 50000 bis 60000 Personen geschraubt. Dennoch wird weder die Versorgung mit Medizinalhanf in Apotheken sichergestellt und dennoch verschiebt sich der Anbau von Cannabis in Deutschland auf das nächste Jahr – mindestens. Aufgrund des zweiten Jahrestages der Gesetzesänderung und des damit verbundenen gesellschaftlichen Umschwungs hat der Deutsche Hanfverband eine Pressemitteilung verfasst, um die derzeitige Situation näher zu beleuchten und zu kritisieren. Zwei Jahre Cannabis als Medizin Gesetz in Deutschland.

Licht und viel Schatten bei Cannabis als Medizin


Pressemitteilung des Deutschen Hanfverbands vom 08.03.2019


Berlin, 08.03.2019 – Am Sonntag jährt sich das Inkrafttreten des Gesetzes zu Cannabis als Medizin zum zweiten Mal. Viele Patienten profitieren bereits davon, aber es gibt noch erhebliche Probleme.
2018 wurden rund 142.000 Kassenrezepte ausgestellt. Der Deutsche Hanfverband (DHV) geht aktuell von 50-60.000 Privat- und Kassenpatienten aus. Vor dem 10.03.2017 hatten ca. 1.000 Patienten per Ausnahmegenehmigung Zugang zu Hanfblüten aus der Apotheke. Auch Fertig- und Rezepturarzneimittel wurden schon davor an einige tausend Patienten verschrieben. Insgesamt hat sich die Zahl der Patienten, die von einer Cannabis-Verschreibung profitieren, in den letzten zwei Jahren ungefähr verzehnfacht. Diese Entwicklung sieht der Hanfverband grundsätzlich positiv. Allerdings gibt es noch viele Probleme und Hemmnisse, die den Zugang zu Cannabis als Medizin erschweren.


Ärzte sind zurückhaltend bei der Verschreibung


Ärzte sind nach wie vor zurückhaltend bei der Verordnung von Cannabis aufgrund der hohen Hürden bei der Genehmigung der Kostenübernahme durch die Krankenkassen, wegen des hohen Aufwands bei der wissenschaftlichen Begleiterhebung oder einfach aus Unwissenheit. Es fehlt eine Bildungsoffensive für Ärzte.


Krankenkassen lehnen Kostenerstattung ab


Etwa ein Drittel der Anträge auf Kostenerstattung wird von den gesetzlichen Krankenkassen abgelehnt. Das führt zu einer Einengung der Verschreibungen auf Indikationen, bei denen die Erstattung wahrscheinlicher ist, z.B. bei Schmerzen. Die große Bandbreite der möglichen medizinischen Verwendung von Cannabis wird dadurch nicht ausgeschöpft. Außerdem wird so die eigentlich geplante Entscheidungshoheit der Ärzte auf die Krankenkassen verlagert.


Lieferengpässe


Insbesondere bei Hanfblüten gibt es erhebliche Lieferengpässe. Patienten, die teilweise nach langer Odyssee endlich ein Rezept in Händen haben, bekommen ihre Medizin in den Apotheken nicht und leiden unnötig unter ihren Beschwerden. Das hängt auch damit zusammen, dass Deutschland es auch nach zwei Jahren immer noch nicht geschafft hat, Lizenzen für den Anbau von medizinischem Cannabis zu vergeben.


Extrem hohe Apothekenpreise


Insbesondere Hanfblüten gehen in Deutschland zu extrem hohen Preisen über die Ladentheke. Exakt die gleichen Hanfblüten werden in den Niederlanden zu einem Drittel des Preises abgegeben. Das ist eine unnötige Belastung für Krankenkassen und Privatpatienten sowie auch für Apotheker, da sie gezwungen sind, unsinnige Überprüfungen jeder einzelnen Charge durchzuführen. Dennoch sind Hanfblüten, anders als von involvierten Konkurrenzunternehmen behauptet, bezogen auf den THC-Gehalt mit Abstand die preiswerteste Variante im Vergleich mit den verfügbaren Fertig- und Rezepturarzneimitteln.


800.000 Patienten


Der DHV geht davon aus, dass ca. 800.000 Patienten in Deutschland von Cannabis profitieren und die Einnahme anderer Medikamente reduzieren könnten.


Die Probleme liegen nach zwei Jahren klar auf der Hand. Es wird Zeit, dass die Regierung die Kinderkrankheiten des Gesetzes beseitigt und allen Betroffenen den Zugang zu medizinischem Cannabis ermöglicht”, so Hanfverband-Geschäftsführer Georg Wurth.


Für weitere Rückfragen steht Ihnen DHV-Geschäftsführer Georg Wurth unter kontakt@hanfverband.de oder 030-44716653 ab Montag gerne zur Verfügung.

Über den Deutschen Hanfverband


Der im Mai 2002 gegründete Deutsche Hanfverband ist die größte Interessenvertretung für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland. Geschäftsführer Georg Wurth und neun feste Mitarbeiter arbeiten täglich daran, das sinnlose, ungerechte und für die ganze Gesellschaft schädliche Hanfverbot zu überwinden. Ein integraler Bestandteil dabei sind auch die 16 selbs organisierten DHV-Ortsgruppen in ganz Deutschland und eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer. Von Gesprächen mit Politikern und Journalisten über Vorträge, Events, Onlinearbeit und kleine Aktionen bis hin zu großen Werbekampagnen mit sechsstelligen Budgets reicht die Arbeit des DHV, der aus Effizienzgründen nicht als Verein, sondern als Firma organisiert ist.

Mehr über den Deutschen Hanfverband erfahren Sie hier: https://hanfverband.de/dhv/wer-wir-sind-
was-wir-wollen


DHV – der Deutsche Hanfverband 08.03.2019

13 Antworten auf „Zwei Jahre Cannabis als Medizin Gesetz in Deutschland

  1. R. Maestro

    Als Anbauverhinderungsgesetz funktioniert es prima.
    Dies war das Ziel. Die Gesundheit stand dort nie im Fokus.
    Eine Maske, welche sich als bürgernah bezeichnet, Fürsorgepflicht vorgibt und diese als erfüllt erklärt.
    Hinter dieser Maske ist immer noch ein kleines, rechteckiges Schnauzbärtchen versteckt.
    Was Hänschen nicht gelernt hat, lernt der Hans nimmermehr.
    Was man damals gelernt hat gibt man nicht her.
    Heute nennt man es Demokratie.
    Es zeigt sich dadurch, dass mit allen Mitteln, auch diktatorischen, der Staatswille durchgesetzt wird.
    Es wäre ein positives Gesetz. Vorausgesetzt, man hätte Positives jemals im Sinn gehabt.

    Vermutlich wurde es eher von Nachkommen von Theodor Morell geschaffen.
    Au weia. Mor…. ? Schon wieder?! Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
    Die damalige, wie die heutige Medizin ist nicht Gesundheits-, sondern Profit- und Ergebnisorientiert.
    Der Schutz der allg. Gesundheit, ein Mittel zum Zweck, faktisch ging es nie darum.
    … und täglich grüßt das Murmeltier.

    Für die nächsten Jahrzehnte.

  2. Rainer Sikora

    Es handelt sich eindeutig um ein Pseudo,weswegen es nicht mit rechten Dingen zugeht.Trotzdem gibt es auch halbwegs zufriedene Patienten,die es sich durch harten Kampf und viel Odyssee verdient haben.

  3. Harald

    Zwei Jahre offensichtliche Korruption und politisches Versagen auf allen Ebenen! Deutsche Politik eben, wie man sie kennt!!!!!!

  4. R. Maestro

    Hey Staat, hey Staat, hey Staat, ……..

    Ausschlaggebend, ist der Profit und die Legislaturperioden zu überstehen. der Rest ist egal.

  5. Der Vertreter

    Meiner Meinung bringt das nicht viel… Sollen sie ganz legalisieren, medizinisches Cannabis vom Arzt sich zu verschreiben lassen, ist für die meisten unvorstellbar. Habe es bei 3 Ärzten versucht, das ist mir echt zu doof, die Blicke kann ich mir sparen.

  6. HARDO

    Die die die wirklich cannabisblüten dringlich benötigen werden nicht geholfen bzw behandelt,völlig ungerecht da es nach gunst und den launen der ärtzte geht anstatt um hilfe,ich werd wohl dann trotz schwerer schmerzen weiter auf dem schwarzmarkt meine medizin ohne qualitäts garantie besorgen müssen,finde das voll schlimm und unmenschlich was die politik macht,ist nicht ok was hier läuft,wie soll man hier noch schmerzfrei leben können,die chemie tabletten vertrage ich überhaupt nicht wegen der heftigen nebenwirkungen,alles lüge mit den weed auf rezept,da kann man gleich GLÜCKSPIEL spielen LG

  7. hardo

    leider ist es genauso wie immer,weiter strafe und gesetzlich vorgeschriebene cannabis verbrennung in der müllhalde,von wegen engpass?dann sollen die es doch verschenken anstatt vernichten,Es hat sich leider gar nichts durch das gesetz fühlbar gebessert , keine freigabe sondern weiterhin dumme kriminaliesierung und gewollte nötigung von cannabis als alternative medizin LG man kann niemand mehr wählen gehen,alle sind voreingenommen obwohl alkohol locker und frei verkauft wird mit all seinen tödlichen nachfolgen,was bei cannabis nicht ist?denn cannabis ist nicht toxisch.sondern heilkraut. wird zeit das es gerechter beurteilt wird,und nicht von politikern in den dreck getreten wird,diese mögen wohl lieber den Alkohol und zigaretten fördern?da so gut das volk am nachdenken hindert und dumm macht?

  8. hardo

    gerecht wäre dann als erstes mal den alk und nikotin zu verbieten,das sind die schlimmsten krankmacher einstiegs drogen,und suchtmittel nr 1 ps millionen tote durch alk und nikotin sind ja normal gegenüber 0 cannabis toten? verkehrte welt leider durch politikern

  9. hardo

    hallo solln sich doch mal an anderen ländern orientieren,da klappt es in einigen toleranteren ländern echt besser mit weed als genussmittel und als helfende natürliche medizin ,tja deutschland ist da unfrei und bleibt ein spiessiges land.denn es lebe die tabletten+spritzen+ pfarma industrie sowie Kosmetikindustrie und alkohol und nikotin lobby,schon allein wieviel versuchstieren die übelstes leid zufügen,dann doch lieber was vegetarisches rein pflanzliches frei geben wo keine tiere für gequält werden. lg

  10. Sebastian Huber

    Ganz ehrlich. Alkohol ist die schlimmere Droge in meinen Augen. Man leidet unter Anderem von schlimmeren Nebenwirkungen. Man kriegt nach dem trinken oft Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und trinkt man zuviel kann man davon körperlich abhängig werden. So sehr, dass man davon sterben könnte, wenn man als Alkoholiker plötzlich aufhört. Trotzdem wird das Bier auch unter Politikern angepriesen. Die sollten sich mal nen Joint genehmigen und sich Ihre eigene Meinung davon bilden.

  11. Substi

    Ich bin’s Leid!
    Ich kann nicht mehr!
    Das ist wie gegen eine Wand rennen, abprallen und wieder drauf zu laufen…
    ☹☹☹☹☹☹☹☹☹

  12. hardo

    hallo bitte niemand der volksvertreter mehr wählen ,sind alles egoisten und unterdrücker der freiheit,hauptsache die politiker können sich voll-koksen und ihre nutten reiten,und was ist mit den cannabis patienten?werden leider weiterhin verarscht,daher verzichte auf denen ihre blödsinnigen schweinesystem gesetzte denn anstatt menschlichkeit gibts miese strafverfolgung von harmlosen cannabis pflanzen freunden,total beschränkt diese politiker,dabei könnten die was ändern,wollen aber nicht,brauchen einen sündenbock und das ist die heilpflanze cannabis,sollen erst mal vor der eigenen türe kehren diese spinner. erwachsene menschen können selber denken da brauchts keine politiker

  13. HARDO

    hallo ich meinte natürlich mit bitte nicht mehr die volksvertreter wählen die vorsätzlich cannabis ohne ausnahmen verbieten,jedenfalls die ausnahme cannabis auf rezept vom artzt zu erhalten funktioniert offensichtlich nicht so wie es sein sollte,ansonsten sollte man wählen,aber tabu thema sollte cannabis bei unserer volksvertretung nicht sein,wird ja hier völlig beiseite gekehrt,da konkurenz zu pharma tabletten LG

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